Weinland | 2012 - Folge 05 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5, 64 Seiten

Reihe: Jahr der Apokalypse

Weinland 2012 - Folge 05

Der Conquistador
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8387-1361-8
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Conquistador

E-Book, Deutsch, Band 5, 64 Seiten

Reihe: Jahr der Apokalypse

ISBN: 978-3-8387-1361-8
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Am 7. Februar 1517, dem Vorabend seines Aufbruchs ins Unbekannte, erscheint dem Conquistador Francisco Hernández de Córdoba eine übernatürlich wirkende Gestalt: ein Ritter in weißer Rüstung. Er verspricht dem Spanier nichts Geringeres als Unsterblichkeit, wenn er in der Neuen Welt einen nicht ganz einfachen Job für ihn erledigt.

Unsterblichkeit? Wer könnte da widerstehen? Hernández de Córdoba ahnt ja nicht, dass sein Lohn mit dem Untergang der gesamten Menschheit einhergehen soll...

Der Conquistador

von Manfred Weinland

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(S. 10-11)

Vergangenheit, 1511

Die Santa María de la Barca schüttelte sich im tobenden nächtlichen Sturm wie ein waidwundes Tier. Diego de Landa kauerte im Laderaum der Karavelle zwischen Handelsgütern, Proviantfässern und aufgewickelten Taurollen und versuchte verzweifelt an dem letzten Rest von Gottvertrauen festzuhalten, das ihm noch geblieben war im Angesicht der Todesangst. Er war nie ein Mann der Tat gewesen, nur des Wortes – und so betete er zu Gott dem allmächtigen Vater, dass das Schiff Santo Domingo – das frühere La Nueva Isabela – ohne Verluste erreichen möge. Das Krachen der Wellen, die unablässig auf Deck und gegen die Flanken der Santa María de la Barca schlugen, übertönten sein Flehen, sodass kein Mensch ihn zu hören vermochte.

Aber es war ja auch nicht an die Sterblichen gerichtet. Die Augen fest zusammengepresst, erwartete der Padre das Kentern der vollbeladenen Karavelle. Wir gehen unter – mit Mann und Maus! Die Enttäuschung, so zu enden, überwog für einen Moment sogar die brennende Furcht. Plötzlich fühlte er sich gepackt und noch mehr durchgeschüttelt – nicht von den Mächten des Sturms, erst recht nicht von himmlischer Kraft, sondern von derben Männerfäusten.

Gerade als er die Augen aufmachte, fiel das Licht eines Blitzes durch die offene Luke des Frachtraums und Diego blickte in das narbenübersäte Gesicht eines der Matrosen, mit dem er während der vergangenen Tage öfter ein paar Worte gewechselt hatte. »Verkriech dich nicht wie eine Ratte, Padre! Raus mit dir! Sonst wirst du elend ersaufen! Der Hauptmast ist gebrochen! Die Santa María übersteht diesen Höllensturm nicht!« Juan – mehr als den Vornamen kannte Diego nicht – packte ihn mit einer Hand am Kragen und zerrte ihn auf die Beine, während er sich mit der anderen Hand an einem Stützbalken festhielt. Ein Fass, das sich aus seiner Befestigung gelöst hatte, rumpelte an ihnen vorbei und verfehlte sie nur um Haaresbreite.

Es krachte gegen ein Hindernis und zerschellte. Der Inhalt verteilte sich über die Planken. Der Hauptmast …, echote es in Diegos Schädel. Ohne richtig zu merken, wie er die Treppe nach oben stieg, folgte er dem Seemann. Aber nur, weil Juan ihm gar keine Wahl ließ. Die Faust des Narbigen hatte sich um Diegos Kuttenkragen gewickelt und er schleifte ihn regelrecht hinter sich her.



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