E-Book, Deutsch, Band 2660, 144 Seiten
Reihe: Julia
West Nur eine Affäre mit dem griechischen Milliardär?
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2489-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2660, 144 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-7515-2489-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Bei einem Fotoshooting am Strand von Australien lernt Model Laura den unwiderstehlich charmanten Abenteurer Vassili kennen. Angezogen von seinem Sex-Appeal, lässt sie sich auf eine leidenschaftliche Wirbelwind-Romanze ein. Als Vassili überraschend wegen einer Familienangelegenheit in seine griechische Heimat zurückreisen muss, verzehrt sie sich vor Verlangen. Bis sie schockiert entdeckt: Vassili ist in Wirklichkeit ein prominenter Milliardär - und angeblich längst verlobt mit einer anderen. Hat er etwa nur mit ihr gespielt?
Annie verbrachte ihre prägenden Jahre an der Küste von Australien und wuchs in einer nach Büchern verrückten Familie auf. Eine ihrer frühesten Kindheitserinnerungen besteht darin, nach einem Mittagsabenteuer im bewaldeten Hinterhof schläfrig ins Bett gekuschelt ihrem Vater zu lauschen, wie er The Wind in the Willows vorlas. So bald sie lesen konnte, entdeckte sie die Welt der Romane für sich. Sie verschlang Abenteuerromane und bestaunte die Märchen Illustrationen. In ihren Gedanken, war sie eine der tanzenden Prinzessinen, Rapunzel, eine schlafende Schönheit und natürlich Cinderella. Ausflüge in die Bücherei wurden zu einem regelmäßigen Vergnügen, bei dem sie ferne Welten entdecken und sich in tagträumen verlieren konnte, in denen sie die Heldin in einer der Geschichten spielt. Durch ihre Familie wurde Annie nicht nur ermutigt eine Leidenschaft für Bücher zu entwickeln, sondern sie brachten ihr auch bei das Reisen und den australischen Busch zu lieben. Oft schaffte sie es alle drei Dinge zu kombinieren. Auf ihren Wanderungen und beim Zelten hatte sie immer einen Roman mit im Gepäck. Schon früh wurde sie verrückt nach Liebesromanen. In ihrer Jugend verbrachte sie viele lange Nachmittage damit mit ihrem besten Freund Tennis zu spielen. Zwischen den schier endlosen Sätzen auf kochend heißem Kies, wankten sie zu dem Haus ihres Freundes, um sich wieder zu erholen. Dieses Haus war vollgestopft mit Büchern. Alle mit der markanten Rose auf dem Cover. So geschah es, dass Annie Liebesromane für sich entdeckte und seitdem nicht mehr davon loskam. Glücklicherweise fand sie ihren eigenen romantischen Helden, während sie auf der Universität studierte. Trotz dieser schönen Ablenkung vollendete sie ihr Studium mit Auszeichnung. Außerdem hatte sie weiterhin das Glück viel reisen zu können. Als Rucksacktourist durchstreifte sie Ägypten und Griechenland, trampte durch Neuseeland, bestaunte Sehenswürdigkeiten in Europa und lebte eine Zeit lang in Deutschland. Annie verließ die Universität ohne konkreten Karriereplan in der Tasche zu haben und nahm eine Stelle im öffentlichen Dienst an. Die beste Vorbereitung für einen Autor! In ihrem ersten dauerhaften Job, verbrachte sie sechs Wochen damit den Regierungs Beschaffungsleitfaden Korrektur zu lesen. Jedes. Einzelne. Wort. Davon. Den Text eines Romans zu kontrollieren macht eindeutig mehr Spaß. Für mehrere Jahre schrieb, berichtigte, änderte und verbesserte Annie Regierungspläne, Kabinettentwürfe und Berichte für das ...
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1. KAPITEL
Vassili lag auf der Seite, sein Kopf ruhte auf dem angewinkelten Arm. Die Kissen waren schon lange verschwunden, und er hatte nicht die Energie, sich herumzurollen und eins zu suchen.
Auch wenn seine Gliedmaßen sich schwer anfühlten, zwang ihn das, was er sah, beschienen vom Morgenlicht, einen Arm auszustrecken. Er zeichnete mit den Fingern dieses perfekte Kunstwerk nach. Den langen, eleganten Schwung vom Nacken zu der schmalen Taille, weiter über die bezaubernden Hüften und den festen Po.
Sie erschauerte, die seidige Haut warm unter seinen Fingern, als sei selbst diese federleichte Berührung zu viel für eine Frau, die zutiefst befriedigt war.
Er kannte das Gefühl. Die Leidenschaft zwischen ihnen war explosiv gewesen.
Es war eine Offenbarung gewesen, als sie das erste Mal miteinander geschlafen hatten. Er hatte die Art von Hochgefühl empfunden, die er vom Fallschirmspringen kannte – oder von dem Moment, als er den Gipfel des Mount Everest erreicht hatte. Das zweite Mal hätte eigentlich weniger bedeutsam sein sollen, so wie auch das dritte und vierte Mal und so weiter. Trotzdem hatte sie ihn jedes Mal um den Verstand gebracht.
Er legte seine Hand auf ihren Po und strich hinunter bis zum Scheitelpunkt ihrer Schenkel.
„Ach wirklich?“ Ihre Stimme klang rau vom Schlafmangel, aber selbst das war erregend. Auch wenn er unmöglich schon wieder für sie bereit sein konnte. Sie hatte ihr Gesicht in dem Bettzeug vergraben, und die honigbraunen, zerzausten Haare bedeckten ihre Schultern. „Nicht so schnell hintereinander.“
Obwohl Vassili wusste, dass sie recht hatte, konnte er nicht widerstehen und schob seine Hand zwischen ihre Beine. Er merkte, wie feucht sie war und dass sie mit einem Zittern reagierte.
Ein unbekanntes Gefühl erfasste ihn. Diesmal war es nicht nur körperlich. Es war mehr als sexuelles Interesse, als Befriedigung.
Besitzgier?
Er runzelte die Stirn und verwarf diesen unvorstellbaren Gedanken. Er war vieles, aber besitzergreifend sicher nicht.
Sie drehte den Kopf und sah ihn mit schläfrigem Blick an. Er spürte, dass etwas Schweres in der Luft hing, das Gleiche, was auch in seinem erschöpften Körper widerhallte.
„Bist du nicht ausgepowert?“, murmelte sie.
„Völlig am Ende.“
Sie hob eine ihrer dunklen Augenbrauen. „Und trotzdem …?“
Nach der gemeinsam durchlebten Ekstase – zu oft, um noch mitzählen zu können – hätten sie völlig erledigt sein sollen.
Tod beim Sex. War das möglich?
Trotzdem stellte er sich vor, wie er auf ihr war, ihre Hüften anhob und sich in ihrer samtigen Wärme versenkte. Er konnte schon ihre Zuckungen spüren, die ihn zum Höhepunkt trieben, während sie seinen Namen keuchte.
Er liebte es, wie sie seinen Namen flüsterte, wenn die Ekstase Besitz von ihr ergriff. Als sei er ein kostbares, wundersames Geheimnis und nicht nur ein normaler Mensch.
Forschend bewegte Vassili seine Hand, und sie keuchte und schüttelte die Haare aus dem Gesicht. Das Morgenlicht enthüllte hohe Wangenknochen, ein paar reizende Sommersprossen auf der Nase und erstaunliche haselnussbraune Augen.
Und dunkle Schatten unter diesen Augen, denn in den vergangenen fünf Tagen hatte keiner von ihnen auch nur eine Nacht durchgeschlafen. Weil sie unersättlich gewesen waren.
Doch während er in dem Resort war, um sich zu entspannen, hatte sie dort gearbeitet – bis zu dem Abend, an dem er sie in seinen Privatbungalow mitgenommen hatte.
Sein schlechtes Gewissen quälte ihn, und er zog die Hand weg von ihrer köstlichen Hitze.
„Tut mir leid. Ich konnte nicht widerstehen, aber du hast recht, es ist nicht möglich“, behauptete er, obwohl es durchaus möglich gewesen wäre. Zum Glück verdeckte sein angewinkeltes Bein seine erregte Männlichkeit. „Schlaf jetzt, kopela mou. Wir sollten unsere Kraft für später aufheben.“
Er beugte sich vor und berührte mit seinen Lippen ihren Mund, während Zärtlichkeit mit seiner egoistischen Libido kämpfte.
Wie immer erwiderte sie seinen Kuss auf eine Weise, die zugleich unschuldig und sehr reizvoll wirkte.
„Ist das ein Versprechen?“, fragte sie und legte eine Hand an seine Wange, sodass er unweigerlich an seine kratzigen Bartstoppeln erinnert wurde.
Erst jetzt bemerkte er die roten Flecken an ihrem Hals und ihrer Brust. Zweifellos gab es noch mehr davon.
Er hätte sich rasieren sollen.
Entsetzen erfasste ihn. Zum einen, weil er ihr wehgetan haben könnte. Zum anderen, und das schockierte ihn, weil es ihm ein Gefühl der Befriedigung verschaffte, dass sie seine Markierung trug.
Besitzgier?
Die Vorstellung war so untypisch für ihn, dass er den Gedanken auf schweren Schlafmangel zurückführte.
„Deine Haut ist zerkratzt.“ Sanft rieb er mit dem Fingerknöchel über die gerötete Stelle an ihrem Hals. „Ich wollte dir nicht wehtun. Tut mir leid.“
Etwas leuchtete in diesen haselnussbraunen Augen auf. „Kein Grund, sich zu entschuldigen. Ich mag es lieber, wenn du nicht so kultiviert bist.“
Kultiviert! Nach drei Wochen Abenteuer hatte er hier am Great Barrier Reef Halt gemacht. Sein einziges Zugeständnis an Kultiviertheit war gewesen, dass er sich an dem Nachmittag, als er gesehen hatte, wie sie am Strand fotografiert wurde, rasiert hatte. Außerdem hatte er sich die Haare schneiden lassen, weil er sie nicht dadurch verschrecken wollte, dass er wie ein zotteliger Vagabund aussah, wenn er sie auf einen Drink einlud.
Vassili nahm ihre Hand und hob sie zu seinem Mund. Sie duftete nach befriedigter Frau und den Tropen. Allmählich wurde er süchtig nach Duschgel mit dem Duft von Kokosnuss und Limette.
„Trotzdem werde ich mich rasieren.“ Unfähig zu widerstehen, drückte er schnell einen Kuss auf ihre Lippen. „Ruh dich ein bisschen aus.“
Er wartete, bis sie die Augen geschlossen hatte und ihr Atem regelmäßiger wurde, bevor er aus dem Bett stieg und mit steifen Beinen zum Bad ging, um kalt zu duschen.
Langsam wachte Laura auf und war sich dabei der dekadenten Trägheit bewusst. Es fühlte sich beinahe an, als hätten ihre Knochen sich verflüssigt.
Vielleicht stimmte das auch. Denn während der Nacht war sie wieder und wieder unter Vassilis Berührung zerflossen.
Hätte irgendjemand ihr erzählt, dass sie einmal einen Mann kennenlernen würde, dessen lachende dunkle Augen, dessen sexuelles Charisma und dessen überraschend rücksichtsvolles Wesen sie zu einer Woche Liebesspiel mit einem praktisch Fremden verlocken könnten, hätte sie das niemals geglaubt.
Sie zog sich die Decke über den Körper.
Wenn es um Männer ging, war Laura normalerweise der Inbegriff von Vorsicht und Misstrauen. Natürlich nicht bei allen Männern. Jake war ihr bester Freund, aber er war die Ausnahme, die die Regel bestätigte. Mit fünfundzwanzig hatte sie genug Erfahrung, um zu wissen, dass es in der Hölle schneien musste, bevor sie einem Mann unbesehen glaubte.
Trotzdem hatte Vassili sie mit einer Mischung aus sexueller Anziehungskraft und umwerfender Aufrichtigkeit in Versuchung geführt. Und diese Ehrlichkeit war es auch gewesen, die den Ausschlag gegeben hatte. Weil sie sich so etwas immer von einem Mann gewünscht hatte.
„Ich will dich“, hatte er gesagt. „Ich will deinen schönen Körper und dein Lächeln, das wie Sonnenschein ist. Ich will Zeit mit dir verbringen, um dich besser kennenzulernen. Und ich glaube, hoffe, dass es dir vielleicht auch Spaß mit mir macht.“
Hätte irgendein anderer Mann das gesagt, hätte sie ihm die kalte Schulter gezeigt und wäre gegangen. Nur dass ihr Körper eine andere Nachricht ausgesandt hatte.
Ja, ja, ja.
Sie war seinem Blick begegnet und hatte eine solch pochende Lust verspürt, wie sie es noch nie erlebt hatte.
Er hatte mit den breiten Schultern gezuckt, und sein Mund hatte sich verzogen, als er lachte. Über sich selbst.
„Entschuldige dass ich so direkt bin, aber ich ziehe Offenheit vor.“
Das hatte sie innehalten lassen.
Er nehme sich selbst nicht zu ernst, hatte er erklärt, und er habe sich daran gewöhnt, direkt zu sein. Dann entschuldigte er sich für den Fall, dass er sie beleidigt habe, und fragte nach dem Fotoshooting, das sie gerade beendet hatte.
Laura fand sich in der Bar beim Pool neben ihm wieder und akzeptierte einen alkoholfreien Cocktail, der mit so vielen tropischen Früchten verziert war, dass sie beide lachen mussten.
In der nächsten Stunde stellte er ihr Fragen über ihre Arbeit als Model, wobei er keine flapsigen oder zweideutigen Kommentare darüber machte, dass sie sich in Badebekleidung ablichten ließ, oder fragte, ob sie auch nackt posiere. Seine Fragen bezogen sich nur auf die Arbeit. Er war verständnisvoll und offenbar aufrichtig interessiert.
Auf Nachfrage erklärte er, dass er aus Griechenland gekommen sei, um hier Urlaub zu machen, dann kam er wieder auf sie zu sprechen und das wunderschöne tropische Paradies hier bei Port Douglas.
Wie viele Männer würden nicht die Gelegenheit beim Schopf packen, um über sich selbst zu sprechen? Laura wusste, dass sie voreingenommen war, aber ihrer Erfahrung nach lautete die Antwort: sehr wenige.
Schließlich ertappte sie sich dabei, dass sie einem gemeinsamen Abendessen zustimmte. Beim Dinner lachte sie darüber, als er erzählte, was er sich von Australien erwartet und wie falsch er damit gelegen hatte....




