White | Wenn der Hass entbrennt | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 510 Seiten

Reihe: Lancashire Killings

White Wenn der Hass entbrennt

Thriller: Lancashire Killings 3 | Ein Cold Case, der plötzlich zur tödlichen Gefahr wird
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98690-964-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Thriller: Lancashire Killings 3 | Ein Cold Case, der plötzlich zur tödlichen Gefahr wird

E-Book, Deutsch, Band 3, 510 Seiten

Reihe: Lancashire Killings

ISBN: 978-3-98690-964-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Im Dunkeln hört niemand deine Schreie: »Wenn der Hass entbrennt« von Neil White jetzt als eBook bei dotbooks. Vor 20 Jahren erschütterte ein grauenhaftes Verbrechen die englische Grafschaft Lancashire: Die Ehefrau des angesehenen Moderators Claude Gilbert, wurde tot in ihrem eigenen Garten aufgefunden - lebendig begraben in einer Holzkiste. Vom berühmten Ehemann keine Spur ... Nun wird der Fall noch einmal aufgerollt, als Reporter Jack Garrett einen Anruf von einer Frau erhält, die behauptet, Claudes Geliebte zu sein - und auf dessen Unschuld besteht. Zusammen mit seiner Freundin, Sergeant Laura McGanity, beginnt er, Nachforschungen anzustellen. Bald schon wird ihnen klar, dass der Fall viel komplexer ist als zunächst angenommen. Doch je näher Jack und Laura der Wahrheit kommen, desto gefährlicher wird das Spiel, auf das sie sich unwissend eingelassen haben ... »Sie werden von Anfang bis Ende gefesselt sein.« Closer Magazine Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Wenn der Hass entbrennt« von Neil White ist Band 3 seiner Thriller-Serie Lancashire Killings, deren Einzelbände voneinander unabhängig gelesen werden können, wird alle Fans von Vam McDermid und Claire Douglas begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Neil White wuchs in Yorkshire auf. Seit seiner Kindheit begeistert ihn nichts so sehr wie die Musik von Johnny Cash und Bücher, vorzugsweise Science Fiction und Kriminalromane. Während seines Jura-Studiums packte ihn die Lust, selbst zu schreiben. Heute ist Neil White der erfolgreiche Autor zahlreicher Spannungsromane. Die Website des Autors: neilwhite.net/ Bei dotbooks veröffentlichte der Autor seine Thriller-Serie »Lancashire Killings« mit den Einzelbänden: »Wer in den Schatten lebt« »Wo die Angst regiert« »Wenn der Hass entbrennt« »Wen die Rache treibt« Außerdem erschienen bei dotbooks seine Thriller »Die Stimme des Verrats« und »Ein tödlicher Verdacht«.
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Prolog


Mai 1988

Bill Hunter warf einen Blick durch das schmiedeeiserne Tor, während er den Wagen vor dem Haus von Claude Gilbert ausrollen ließ. Mit dem Ärmel wischte er sich die Stirn, im Polizeiwagen sorgte der erste Vorbote des kommenden Sommers für schweißtreibende Temperaturen. Dann wandte er sich seinem Beifahrer zu, einem jungen Officer mit glattem Gesicht, das sein jugendliches Alter unterstrich.

»Weißt du, warum solche Häuser immer oben auf den Hügeln zu finden sind?«, fragte Hunter und deutete auf das ausladende Anwesen im edwardianischen Stil, einem kantigen, fast quadratischen Block aus Sandstein und mit weiß getünchten Ecken, an denen Rosen rankten. Ein breiter Kiesweg diente als Auffahrt, die hinauf zur Haustür führte.

Roach schien es nicht zu interessieren, da er nur beiläufig mit den Schultern zuckte.

»Dadurch wurden die Unternehmer vor dem Smog bewahrt, wenn die Mühlen arbeiteten«, redete Hunter weiter. »Das einfache Volk, also Leute wie wir, musste dagegen im Tal wohnen, wo der Rauch aus den Schornsteinen uns Tag für Tag die Luft zum Atmen nahm.«

So wie Rom hatte man auch Blackley auf sieben Hügeln erbaut, nur dass Blackley kaum mehr zu bieten hatte als die terrassenartigen Felder und die riesigen Baumwollmühlen, die die einst grünen Täler entstellten.

»Die Maschinen gibt’s schon lange nicht mehr, alter Mann«, meinte Roach, dann sah er zurück zum Haus und fügte lächelnd hinzu. »Allerdings hätte ich gegen ein Häuschen von der Sorte nichts einzuwenden.«

»Was ist mit all dem altmodischen Kram, zum Beispiel mit dem Wunsch, einen Unterschied zu bewirken?«, fragte Hunter.

Mit einer Kopfbewegung deutete er auf Hunters Hose, die so abgetragen war, dass der Stoff längst glänzte. Auch seine Schuhe waren in keiner guten Verfassung. »Du bist nicht gerade der Richtige, um anderen Karrieretipps zu geben.«

Hunter stellte den Motor ab, und mit einem Mal herrschte Totenstille. Der Trubel des Stadtzentrums war weit weg, und vor ihnen lag nur die in einer lang gestreckten Kurve verlaufende Straße, an die die Häuser mit ihren efeubewachsenen hohen Mauern grenzten. Er nahm seine Jacke vom Rücksitz und stieg aus.

Roach stellte sich auf dem Gehweg zu ihm und sah sich um. »Und wo ist Gilbert hin?«

»Das werden wir nicht erfahren, wenn wir nur hier rumstehen«, gab Hunter zurück und drückte das Tor auf. Das Quietschen der Scharniere war das einzige Geräusch weit und breit.

»Meinst du, sie werden uns auf dem Rasen Erdbeeren servieren?«, fragte Roach.

Kopfschüttelnd betrat Hunter die Auffahrt, als das Tor gegen die Stopper aus Ziegelstein schlug. Der Kies knirschte unter seinen Schuhen, ein leichter Wind wehte Kirschblütenblätter über den Boden.

»Was ist Claude Gilbert eigentlich für ein Typ?«, wollte der jüngere Mann wissen.

»Kommt drauf an, welchen Claude du meinst«, entgegnete Hunter. »Der Fernseh-Claude, der im Morgenprogramm juristische Tipps gibt, ist der Liebling der Medien.«

»Und der Claude im Gerichtssaal?«

»So wie die meisten seiner Art – ein Herrgott in seinem eigenen Universum. Wenn du deinen Job erst mal lange gemacht hast, wenn man dich bespuckt und geprügelt hat und wenn du erst mal ein paar Tote gefunden hast, dann wirst du die Häuser von Anwälten mit anderen Augen sehen und dich fragen, warum die Typen so viel kassieren, wenn wir die eigentliche Drecksarbeit machen müssen.«

»Sieht trotzdem gut aus«, fand Roach und schaute sich auf dem Rasen um. Als Hunter missbilligend brummte, ergänzte er: »Du bist ein Dinosaurier, Bill. Mit dem Bergarbeiterstreik hat der Klassenkampf geendet. Erinnerst du dich, wie sie alle zurückmarschiert sind? Das war das Ende der Revolution. Also hör mir auf mit dem Mist vom Held der Arbeiterklasse. Thatcher hat gewonnen.«

Hunter zog eine finstere Miene, als er Roach nachsah, wie der zur Haustür ging.

»Wann wurden sie zuletzt gesehen?«, rief der ihm über die Schulter zu.

»Vor etwa einer Woche.«

»Dann könnten sie in Ferien sein.«

»Das glaubt man in Claudes Kanzlei aber nicht. Er steckt mitten in einem Gerichtsverfahren, das unterbrochen ist, weil er unauffindbar ist.«

»Was denn? Meinst du etwa, die haben sich aus dem Staub gemacht?«

»Das hängt davon ab, warum sie verschwunden sind«, meinte Hunter. »Es heißt, dass Claude dem Glücksspiel nicht abgeneigt ist. Vielleicht haben sich ja Spielschulden angehäuft, was früher oder später bei jedem Spieler der Fall ist. Wenn Mrs Gilbert sich an diesen Lebensstil gewöhnt hat, an die schicken Möbel, an die Dinnerpartys, das Geld, dann wird sie nicht am Hungertuch nagen wollen. Möglicherweise haben sie ihre Konten geplündert und sich abgesetzt.«

Roach schien das nicht zu überzeugen. »Die Immobilienpreise sind im Aufwind, da dürfte das hier eine ordentliche Summe einbringen.«

Hunter trat einen Schritt zurück und sah sich das Haus an. Alle Vorhänge waren zugezogen. »Möglicherweise ist ein Fall aus dem Ruder gelaufen. Anwälte halten sich ja gern für immun, aber sie sind es nicht. Ganz im Gegenteil, sie haben manchmal mit verdammt unangenehmen Leuten zu tun. Ich kenne Richter, die man bedroht. Nur eine beiläufige Bemerkung, wenn er mit seiner Frau unterwegs ist und glaubt, niemand würde ihn erkennen.« Er machte einen Schritt nach vorn und ging ganz dicht an die Buntglasscheibe in der Tür heran. »Auf dem Boden liegen ein paar Briefe, also waren sie die letzten Tage nicht hier.«

»Und jetzt?«, wollte Roach wissen, während er sich umdrehte.

Als Hunter seinem Blick folgte, bemerkte er, dass sie von der anderen Straßenseite aus beobachtet wurden. Ein Teenager stand dort, über der Schulter trug er eine Tasche mit Zeitungen. »Geh ihn fragen, ob er irgendwas gesehen hat.«

Roach sah ihn einen Moment lang schweigend an, schließlich zuckte er mit den Schultern und ging los. Nachdem der sich einige Meter vom Haus entfernt hatte, drehte sich Hunter um und rammte den Ellbogen gegen die Scheibe in der Haustür. Als das Glas zersplitterte, wirbelte Roach erschrocken herum. »Hoppla, bin ausgerutscht«, erklärte Hunter beiläufig und griff durch das Loch in der Scheibe, um die Tür von innen zu öffnen. Roach schnitt eine Grimasse und kehrte zum Haus zurück.

Als Hunter die Tür aufdrückte, schob er einen Stapel Briefe vor sich her. »Sieh mal nach, wie weit die Poststempel zurückreichen«, sagte er und deutete auf die Umschläge.

Er musste blinzeln, bis sich seine Augen an die Düsternis im Haus gewöhnt hatten. Vor ihnen erstreckte sich ein langer Flur, eine Treppe führte hinauf in den ersten Stock. Durch das Buntglas der Türen zu beiden Seiten des Flurs fiel rötlich und bläulich eingefärbtes Licht.

Beide rümpften sie die Nase angesichts der abgestandenen Luft, die ihnen entgegenschlug.

Hunter warf einen Blick ins Wohnzimmer zu seiner Linken, aber da sah alles unverdächtig aus. Zwei Sofas und ein Fernseher in einem Wandschrank, Bleikristallschalen auf einem Sideboard. Keine Anzeichen von Verwüstungen, die auf einen Kampf hätten schließen lassen. Ein Zimmer auf der anderen Seite des Flurs wurde von einem langen Mahagonitisch beherrscht.

»Keine Hinweise auf einen Einbruch«, stellte er fest. »Was ist mit den Briefen?«

»Die reichen ein paar Tage zurück«, erwiderte Roach, der die Umschläge überflog. »Vor allem Rechnungen und Kreditkartenauszüge.«

Hunter ging den Flur entlang zur Küche, einem länglichen Raum mit hohen Schiebefenstern, die den Blick auf den Garten erlaubten. Er sah einen gelblichen Herd und einen ramponierten Eichentisch, unter einem Hängeschrank fanden sich an einer Reihe von Haken mehrere angestaubte Kaffeetassen.

»Auf jeden Fall hatten sie nicht geplant, für längere Zeit wegzufahren«, meinte Roach. Als Hunter sich umdrehte, sah er den jüngeren Mann vor dem geöffneten Kühlschrank stehen. In einer Hand hielt er eine halb volle Flasche Milch. »Die wird allmählich zu Joghurt. Sie hätten den Kühlschrank ausgemistet, bevor sie in Urlaub gefahren wären.«

Hunter kratzte sich nachdenklich am Kopf, schlenderte zum Fenster und warf einen Blick auf den Garten, der in zwei durch einen Kiesweg voneinander getrennte Rasenflächen unterteilt war. In einer Ecke stand ein extravaganter Brunnen mit der Statue einer Frau nach griechischem Vorbild, die eine Vase in der Hand hielt. Am anderen Ende konnte er durch die Scheiben eines Gewächshauses Blumen in leuchtenden Farben erkennen.

Er schaute vor sich auf den Boden, dann zur Wand, schließlich wieder nach draußen. Gerade wollte er etwas sagen, als ihm ein Detail im Garten auffiel, das ihm irgendwie seltsam erschien. Als er genauer hinsah, kam er ins Grübeln, was er da eigentlich bemerkt hatte, da seine Augen schneller waren als sein Verstand, bis ihm klar wurde, dass es den Rasen selbst betraf. Der war eine durchgehend gleichmäßig grüne und ebene Fläche – bis auf eine Ecke nahe der rückwärtigen Mauer. Dort wirkte ein Stück so, als hätte man ein Loch gegraben und dann wieder gefüllt und mit Rasen bedeckt.

»Was hältst du davon?«, fragte Hunter, drehte sich um und sah, dass Roach sich hingekniet hatte und die Wand sowie den Sockel genauer betrachtete. »Was hast du?«

Roach sah ihn mit ernster Miene an, von seiner Flapsigkeit war nichts mehr zu bemerken. »Sieht aus wie getrocknetes Blut. Und an der Wand ist noch mehr davon.«

Als Hunter seinem Blick folgte, sah er es auch. Winzige Punkte, dazu ein paar Schmierer auf den weißen Kacheln, als hätte jemand versucht, sie wegzuwischen.

»Und jetzt?«, wollte Roach wissen.

Hunter schürzte die Lippen. Er wusste, er befand sich im Haus eines...



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