Wolff | Glitzerbarbie | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 299 Seiten

Wolff Glitzerbarbie

Roman
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96655-896-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 299 Seiten

ISBN: 978-3-96655-896-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Gerade noch Adam & Eva, jetzt Blitzlichtgewitter: Das Comedy-Feuerwerk »Glitzerbarbie« von Bestsellerautorin Steffi von Wolff als eBook bei dotbooks. Hand aufs Herz: Wären Sie manchmal auch gerne reich und berühmt ... oder ahnen Sie schon, dass das Scheinwerferlicht auch Schattenseiten hat? Dabei fängt für Caro und ihren Freund Marius erst einmal alles richtig schön an: Die beiden machen eine Kreuzfahrt in der Karibik - bis sie als Schiffsbrüchige auf einer einsamen Insel stranden! Nun heißt es Kokosnüsse knacken statt »Captain's Dinner« ... Als sie gerettet werden, reißen sich die Medien um die sympathischen Abenteurer. Ehe Caro weiß, wie ihr geschieht, landet sie als neue Talkshow-Moderatorin im TV - und damit geht das (Liebes-)Chaos so richtig los ... Keine Chance für schlechte Laune: »Ein Brüller folgt dem nächsten.« BILD AM SONNTAG Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die turbulente Komödie »Glitzerbarbie« von Bestseller-Autorin Steffi von Wolff. Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag.

Steffi von Wolff, geboren 1966 in Hessen, war Reporterin, Redakteurin und Moderatorin bei verschiedenen Radiosendern. Heute arbeitet sie freiberuflich für die ARD, als Roman- und Sachbuchautorin für diverse Verlage, hat eine Kolumne im Segelmagazin YACHT und wird von vielen Fans als »Comedyqueen« gefeiert. Steffi von Wolff lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Die Autorin im Internet: steffivonwolff.de und facebook.com/steffivonwolff.autorin Steffi von Wolff veröffentlichte bei dotbooks bereits ihre Bestseller »Glitzerbarbie«, »Gruppen-Ex«, »ReeperWahn« und »Rostfrei«, »Fräulein Cosima erlebt ein Wunder«, »Das kleine Segelboot des Glücks«, »Der kleine Buchclub der Träume«, »Das kleine Hotel an der Nordsee«, »Das kleine Haus am Ende der Welt«, »Kein Mann ist auch (k)eine Lösung«, »Für Rache ist es nie zu spät«, »Die Spätsommerfrauen«, »Taxifahrt mit einem Vampir« und »Das kleine Appartement des Glücks« sowie die Kurzgeschichten-Anthologien »Das kleine Liebeschaos für Glückssucher«, »Das kleine Glück im Weihnachtstrubel« und »Das kleine Handbuch des Liebesglücks«. Außerdem erschienen sind ihre Sammelbände »Liebe ist nichts für Anfänger« und »Küsse und andere Missgeschicke«. Eine andere Seite ihres Könnens zeigt Steffi von Wolff unter ihrem Pseudonym Rebecca Stephan im ebenso einfühlsamen wie bewegenden Roman »Zwei halbe Leben«.
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Kapitel 2


Am nächsten Tag fahre ich beschwingt in die Redaktion und versuche als Erstes, die Telefonnummer vom Einwohnermeldeamt auf Maui herauszubekommen. Ich wähle eine Nummer und gelange in eine Warteschleife. Eine Frau singt ein Lied. Dann singt ein Mann. Man kann nicht verstehen, was gesungen wird, weil das dazugehörige Orchester so laut und falsch spielt, dass ich wahnsinnig werden könnte. Nach ungefähr zwei Jahren sagt eine piepsige Stimme: »Hello, may I help you?«

Mist, was heißt Einwohnermeldeamt auf Englisch? Ich stottere: »Äh, yes, my name is Carolin Schatz in Germany. Is that … is that … are you … I would like to talk with the … with the … the company, who knows, where my family is … äh …«

Oh Gott, wie peinlich. Die Stimme sagt: »Sorry?«

Wo ist Zladko? Er hat schließlich Anglistik studiert. Da vorne sitzt er im Foyer und trinkt Kaffee. Mist, mein Büro ist ganz am anderen Ende. Ich bummere gegen die Glasscheibe und winke, aber niemand nimmt Notiz von mir. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Ich könnte aus den Augen bluten oder als lebende Fackel durch die Redaktion laufen, keinen würde es stören.

Ich greife erneut zum Hörer. »Miss, Miss«, sage ich. »Excuse me, I would like to talk with a person who works on the In-Live-Tell-Company!« Das muss sie doch jetzt verstehen. Ich habe quasi wörtlich übersetzt.

»One moment!«

Juhu. Sie hat es verstanden. Eine neue Warteschleife. Diesmal auf Deutsch. Eine Gruppe junger Männer singt: »Es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier …« Es geht doch nichts über Touristenwerbung. Entsetzlich – der Gebührenzähler auf meinem Telefon zeigt bereits 18 Euro und vierzig Cent an. Endlich, endlich eine Stimme. »May I help you?« Ich stammle wieder tausendmal yes und no und live und family und bekomme zum Schluss kein Wort mehr raus. Die neue Stimme lässt mich eine halbe Stunde reden, dann sagt sie freundlich: »Sie könn aug deutsch spreg mit mir.« Hätte die Stimme das gleich gesagt, wäre der Sender jetzt nicht um vierhundert Euro ärmer und die Stimme hätte auch nicht so viel Spaß gehabt. Ich bin ziemlich böse, aber die Stimme (ich kann nicht orten, ob es ein Mann oder eine Frau ist) ist sehr freundlich, und ja, ich sei richtig, das sei das Einwohnermeldeamt Maui (ich bin gut im Direktübersetzen, o ja, ich bin gut), und er/sie schaue gleig mal nag, ob es eine Familie mit dem Namen Kauarilada gäbe. Die Info habe ich von einer entfernten Kusine, die ich zum Glück erreicht habe. Meine Mutter wollte ich mir nicht antun, das wäre wieder was geworden – »Warum willst du das denn wissen, was hast du denn vor, das macht man doch nicht, da einfach anrufen« usw. Es raschelt in der Leitung, er/sie wühlt in Papieren oder tippt was in einen Computer, und dann: »Habe ig gefunden. Wohnen nigt direkt in Maui-Stadt, sondern in kleine Ort an Ozean. Ig gebe Nummer.«

Mit zitternden Händen schreibe ich mit. Ich habe meine Vorfahren gefunden! Bedanke mich vielmals bei dem Menschen und wähle die Nummer. Es tutet endlos lange, dann ist irgendein Kind am Telefon. Es spricht natürlich nur englisch. So geht das nicht. Ich rufe »Wait a moment« und hole Zladko. Eine Viertelstunde später weiß ich, dass die Familie auf Maui, zu der ich ja auch irgendwie gehöre, aus ungefähr fünfzig Personen besteht. Sie leben in Baumhäusern und ernähren sich zwar auch von Beeren und Käfern, essen aber auch gern mal eine Pizza oder einen Hotdog. Selbstverständlich gibt es in den Baumhäusern auch E-Mail-Anschluss. Irgendjemand erinnert sich sogar daran, dass Nuave, so hieß mein Ururopa, damals in Deutschland war. Auf irgendeinem Bananendampfer. Die Hawaiianer bitten Zladko, das Telefon laut zu stellen, was er auch tut, dann rufen sie lauthals: »Welcome to Hawaii, our new daughter!!! Yippie! Yeah!« Und das so laut, dass alle aus dem Großraumbüro angedackelt kommen und uns verständnislos anschauen. Zladko macht aus, dass ich später nochmal anrufe, um mit irgendeinem Verantwortlichen wegen des Besuches zu reden. Ich bin jedenfalls erst mal zufrieden.

Später ruft Marius an und sagt, dass es heute Abend bei ihm später wird. Sofort werde ich eifersüchtig, aber ich tue so, als mache mir das gar nichts aus, und frage auch nicht, warum es später wird. Es ist schlimm mit meiner Eifersucht. Obwohl ich überhaupt keinen Grund habe, denke ich immer, dass er mich betrügen könnte. Total dämlich.

Ich mache auch nicht nochmal den Fehler, jemandem hinterherzuspionieren. Habe das einmal getan. Mein Ex hat behauptet, abends mit einem Freund ein Bier trinken gehen zu wollen. Ich war mir sicher, dass er sich mit Nadja trifft. Nadja war damals so eine Tusse, die alle Männer angemacht hat. Sie sah noch nicht mal besonders toll aus, hatte aber das gewisse Etwas. Ich hatte auch das gewisse Etwas, in diesem Fall von Dämlichkeit, denn ich bin zusammen mit meiner Freundin Alex in ihrem neuen Auto, das mein Ex, Steffen, nicht kannte, von Kneipe zu Kneipe gefahren und hatte eine Simpsons-Maske auf, damit er mich nicht erkennt, wenn ich durch die Scheiben der Kneipe schaue. Irgendwann verrutschte mir die Maske, als ich gerade auf den »Bärenhof« zulief. So merkte ich nicht, dass ein Mofafahrer daherkam, und wurde prompt umgefahren. Alex hat laut um Hilfe gerufen, alle kamen aus dem »Bärenhof« gerannt, und ich lag zusammen mit dem Mofafahrer auf der Straße. Dummerweise war Steffen auch im »Bärenhof«. Mit einem Freund.

Ich glaube, ich habe damals behauptet, für ein Laienspielstück zu proben, weil komische Darsteller gesucht wurden. Geglaubt hat er mir das bis heute nicht.

Habe gar keine Lust, den Abend allein zu verbringen, und rufe Gero an. Der sagt, er hätte eigentlich mit seinem Freund Tom zu einem meditativen Kochkurs an der Volkshochschule gehen wollen, aber der würde ausfallen. Ein meditativer Kochkurs? Ja, sagt Gero, eigentlich wollten sie den Kurs »Ich male mir ein Mandala mit Fingerfarben« machen, aber der wäre ausgebucht gewesen. Ah ja. Ich frage lieber nicht nach und schlage vor, beim »Schorsch«, unserer Watzelborner Stammkneipe, einen trinken zu gehen.

Kurze Zeit später ruft Pitbull in der Redaktion an. Er will ein paar Sachen wegen des Clubs besprechen und fragt, ob ich mich auf ein Bier mit ihm treffe. Ich sage ihm, er soll doch mit zum »Schorsch« kommen, und erzähle von Geros abgesagtem Kochkurs. »Hehehe«, macht Pitbull, »hört sich echt schwul an. Obwohl …«, er überlegt, »so’n Kochkurs wär vielleicht mal ganz gut für mich.«

Hä? Ich sage: »Wieso, du kochst doch sowieso nie?«

Pitbull antwortet: »Eben deswegen. Weil ich es nicht kann. Außerdem …« Er stockt.

»Was ist?«, frage ich.

»Na ja, ich hab ’ne Frau kennengelernt«, gesteht er.

»Du hast WAS?« MEIN Pitbull hat eine Frau kennengelernt.

O nein! So nicht. »Wo?«, frage ich lauernd.

»Beim ›Schorsch‹. Ich war gestern Abend da und hab ein Rippchen mit Kraut gegessen. Da fragt plötzlich jemand: ›Ist hier noch frei?‹ Ich sag ›ja, klar, aber immer doch‹, und schon kamen wir ins Gespräch. Sie ist klasse, Caro.«

»Wie heißt sie denn?«, will ich wissen.

»Margot«, sagt Pitbull.

Margot. Wie kann jemand Margot heißen? Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Margot wohnt mit ihrer Mutter zusammen, war noch nie in einer festen Partnerschaft und muss sich rechtfertigen, wenn sie abends eine Viertelstunde später als gewöhnlich von ihrem Job als Küsterin in der Epiphaniengemeinde nach Hause kommt. Mutti ist besorgt, aber auch böse, weil der Abendbrottisch schon gedeckt ist (Vollkornbrot, Gewürzgürkchen, Diätmargarine, hart gekochte Eier, aufgeschnittene Tomaten, Tofupaste und Ziegenkäse aus dem Reformhaus und dazu Pfefferminztee) und sie überlegt hat, alles schon wieder wegzupacken. Diese Margot hatte noch nie Sex und war nur zufällig beim »Schorsch«, weil sie eben mal auf die Toilette gehen wollte, um ihre Stützstrümpfe aus der Apotheke zu richten. Oder Margot ist eigentlich keine Margot, sie hat sich diesen Namen nur zugelegt, weil er harmlos klingt. Margot II ist eine Heiratsschwindlerin, hat schon acht Millionen Euro auf dem Konto und nimmt die Kerle aus bis zum Gehtnichtmehr, um sich dann in Sibylle oder Waltraud umzubenennen. Und das meinem Pitbull? Ich muss das verhindern.

»Wann siehst du ›Margot‹ denn wieder?«, frage ich scheinheilig. Leider kennt Pitbull mich zu gut, denn er sagt: »Du musst den Namen gar nicht so komisch aussprechen, sie ist wirklich nett. Echt.«

Papperlapapp. Ich muss diese Möchtegern-Margot kennenlernen. »Du kannst sie ja heute Abend mitbringen«, schlage ich vor.

»Mal sehen«, weicht Pitbull aus. »Ich muss sie doch auch erst mal besser kennenlernen.«

Jedenfalls wollen wir uns um halb acht beim »Schorsch« treffen. Fein. Dann kann ich vorher im Sender mit Nini noch »Verbotene Liebe« schauen.

Verbringe die nächsten Stunden damit, eine Gewinnspielaktion zu planen, die über einen Monat laufen soll, und gerate bei der Sponsorsuche während eines Telefonats an einen Mann, der behauptet, ich sei der einzige Mensch, dem er seine Sorgen erzählen könne. Der Mann heißt Oskar und ist furchtbar böse auf seine Frau, die sich einen jüngeren Liebhaber zugelegt habe, und er, Oskar, müsse jetzt sehen, wie er allein zurechtkomme. Sie sei nämlich Knall auf Fall ausgezogen und habe auch...



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