Wood | Wiedersehen in Marbella | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Romana Herzensbrecher

Wood Wiedersehen in Marbella


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-4508-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Romana Herzensbrecher

ISBN: 978-3-7337-4508-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Tas ist entsetzt! Bei ihrer Rückkehr ins romantische Marbella begegnet sie dem neuen Liebhaber ihrer Stiefmutter: Und das ist niemand anderes als Judeo Corderro, ihre große Jugendliebe! Muss sie den feurigen Spanier nun endgültig vergessen oder darf sie um ihr Glück kämpfen?



Sara Wood wurde in England geboren. An ihre Kindheit hat sie wundervolle Erinnerungen. Ihre Eltern waren zwar arm, gaben ihr jedoch das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Ihr Vater kannte seine Eltern nicht, deshalb war er so glücklich über seine eigene Familie. Die Geburtstagsfeiern, die er gestaltete, waren sensationell: Er trat als chinesischer Zauberer oder Clown auf, erfand lustige Spiele und Schatzsuchen. Von ihm lernte sie, dass harte Arbeit belohnt werden würde und sie einem vor allem Selbstachtung verschafft. Während ihrer Abschlusskurse lernte Sara ihren Mann kennen, einen nachdenklichen und aufmerksamen Menschen, der ihr Freund und Seelenverwandter wurde. Im Alter von 21 Jahren heiratete sie ihn und bekam mit 22 ihren ersten Sohn. Inzwischen hat sie noch drei weitere Kinder. Zwölf Jahre lang unterrichtete sie in der englischen Grafschaft Sussex, was ihr viel Freude bereitete. Ihr Wechsel zum Schreiben vollzog sich auf ungewöhnliche Art und Weise. Richie, ihr ältester Sohn war schon immer verrückt nach Naturkunde und besaß eine große Sammlung von Tierschädeln. Im Alter von 15 entschloss er sich, ein Buch über seine Sammlung zu schreiben. Ein angesehener Verlag veröffentlichte es, und er gewann sogar den begehrten Times Information Book Award. Ermutigt von seinem Erfolg, dachte Sara es ihm gleich tun zu können, und veröffentlichte verschiedene Wissensbücher für Kinder. Als sie die Mills & Boon-Autorin Charlotte Lamb im Fernsehen sah, glaubte sie, auch Liebesromane schreiben zu können! Allerdings hatte sie vorher nur selten Romane gelesen. Darum kaufte sie sich zahlreiche Bücher, las und analysierte sie akribisch, um danach selbst eine Romance zu schreiben. Erstaunlicherweise wurde ihr Buch angenommen und plötzlich war sie Romanautorin. Sara und ihr Ehemann zogen auf einen kleinen Landsitz in Cornwall, der zu ihrem ganz persönlichen Paradies wurde. Doch als ihr Mann ernsthaft krank wurde, mussten sie umziehen. Nach einem schrecklichen Jahr voller Sorge um ihn, in dem sie ihn pflegte und mit Adleraugen über ihn wachte, war sie erleichtert, als es wieder bergauf ging und sie zurück nach Sussex ziehen konnten. Ihr derzeitiges Haus ist groß und mit Reet gedeckt und liegt inmitten von schönen, sanften Hügeln und einem wundervollen Ausblick auf das Wandergebiet. Jetzt leben sie auch näher bei ihren Jungs (inzwischen Männer!) und können sie so öfter besuchen. Sie freut sich jedes Jahr wahnsinnig darauf, ihre ganze Familie am festlich ...
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PROLOG

Grimmig stapfte Judeo durch den Innenhof von La Quinta, ohne dabei auf die tropische Pflanzenwelt oder den sanft sprudelnden Springbrunnen zu achten. Er war ein überlegt handelnder Mann, dem es vor allem um eines ging: Gerechtigkeit.

Einen Monat lang hatte er nichts anderes getan, als sich Sorgen zu machen und an seines Vaters Bettstelle zu essen und zu schlafen. Zunächst im Krankenhaus in Marbella und jetzt hier auf dem Anwesen in einem weiten Tal der Sierra Nevada.

Alle seine Gefühle waren von dem Vater eingenommen, der sich so selbstlos um ihn gekümmert hatte, seitdem vor über zwölf Jahren seine Mutter gestorben war. Damals war er gerade einmal vierzehn Jahre alt gewesen. Er war fürchterlich wütend auf David Laker gewesen, auf den Mann, der den Sturz seines Vaters verursacht hatte. Und da war es natürlich ein Schock, als er sich eingestehen musste, dass Lakers Tochter Tas sich einen Platz in seinem Herzen erobert hatte. Doch auch dahinter hatte nur ihr Vater gesteckt.

„Tas“, stieß er ihren Namen hervor, und dabei war der Schmerz beinahe körperlich zu spüren. Er kniff die Augen zusammen, um das Bild von ihr zu vertreiben. Sie war schlank, hatte eine samtweiche Haut und dunkle Augen, aus denen sie ihm Blicke zugeworfen hatte, die ihm höchst erotische Stunden versprachen. So wie er es nie zuvor erlebt hatte.

Dabei aber hatte sie es nicht ehrlich gemeint. Sie war eine Marionette ihres Vaters. Ohne jeden Anstand. Er sollte eigentlich froh sein, nichts mehr mit ihr zu tun zu haben, auch wenn sich sein Körper mit jeder Faser nach ihr sehnte. Sie war eine sehr anziehende Frau, und Judeo hatte schon seit langer Zeit allein gelebt.

Er schämte sich seiner eigenen Schwäche und stapfte eilig weiter. Vor dem Eingang, der zu Mateos Zimmern führte, blieb er stehen, bereitete sich einen Augenblick lang vor, klopfte dann energisch und trat ein. Immer wenn er seinen Vater sah, zog sich ihm das Herz zusammen.

Früher war Mateo ein lebensfroher Mann gewesen, der seine Freunde stets mit guter Laune unterhalten hatte. Doch das war nun vorbei. Unter der Bettdecke zeichnete sich kaum noch der blasse, magere Körper ab.

Judeo schluckte schwer. Tiefes Mitleid überkam ihn. Diesem Mann war Unrecht zugefügt worden, und dafür mussten Laker und seine Tochter zur Rechenschaft gezogen werden. Hastig machte er einen Schritt vorwärts, doch auf einmal wurde ihm bewusst, dass seine eigene Stärke ein Leiden für seinen Vater sein musste. Zärtlich lächelte er ihm zu. Was nur war aus dem einst so kräftigen Mann geworden! Und das alles wegen dieses Lakers.

Der Ärger hatte vor einigen Monaten begonnen, als Laker bestritten hatte, dass Judeos Vater der bedeutendste Anteilseigner an Lakers Privatklinik war. Mateo hatte einen Betrug befürchtet und eine Finanzuntersuchung gefordert. Das Ergebnis war völlig unerwartet. Mateo besaß keinerlei Anteile mehr, und schlimmer noch, Laker stellte ihn als einen betrügerischen Kerl dar.

Judeo war da gewesen, als sein Vater den Bericht bekommen hatte. Es war ein fürchterlicher Schlag gewesen. Diesen Augenblick würde Judeo sein Leben lang nicht vergessen. Und jetzt setzte er alles daran, um herauszufinden, welchen Betrug Laker eingefädelt hatte. Wie nur war es ihm gelungen, die Fahnder hinters Licht zu führen?

„Vater.“

Mateo machte eine schwache Handbewegung. Zu mehr reichte seine Kraft nicht. Judeo brach es beinahe das Herz. Sein Vater war wach und intelligent. Da musste der kranke Körper wie ein Gefängnis für ihn sein. Judeo legte ihm sanft eine Hand auf die Schultern. Einstmals waren sie breit und stark gewesen, doch jetzt schockierte es Judeo, wie kraftlos sie geworden waren.

„Ich werde alles tun, um diesen Laker zu überführen“, sagte er. „Das verspreche ich.“

Wieder machte sein Vater eine schwache Handbewegung. Er konnte nicht mehr sprechen, und Judeo versuchte, seinen Blick zu verstehen.

„Ich komme nachher wieder, bis dahin kümmert sich Carmen um dich.“

Judeo drückte seinem Vater einen leichten Kuss auf die Stirn und stand dann auf. Er nahm die Straße Richtung Marbella und kam wenig später in Puerto Banus an.

„Laker, wo ist er?“, herrschte er das Mädchen an, das die Tür aufmachte.

„Er ist nicht da“, gab sie ängstlich zurück.

Judeo glaubte ihr kein Wort. Er stürmte an ihr vorbei und riss die Türen auf, als ob ein Orkan durch das Haus wirbelte.

„Laker!“, rief er.

Und dann sah er sie. Tas stand oben auf der Treppe. Das Haar fiel ihr ungekämmt auf die Schultern, die Augen waren rot und geschwollen. Judeo blieb verwundert stehen. Es war gerade erst drei Monate her, dass sie sich das letzte Mal getroffen hatten, doch Tas war kaum wiederzuerkennen. Von der schlanken, wunderschönen Frau, die sein Herz erobert hatte, war nichts mehr zu sehen. Jetzt hingen ihr die Kleider am Leib herunter.

Tas wollte erst zurückweichen. Sie wusste, wie schrecklich sie aussah, doch das war seine Schuld. Seitdem er ihr eröffnet hatte, dass es aus war zwischen ihnen, hatte sie nichts anderes getan als essen und weinen. Und jetzt hasste sie sich selbst dafür, dass sie ihm erlaubt hatte, ihr Leben zu zerstören. Das Schlimmste aber war, dass sie ihn immer noch liebte!

Mit zittrigen Knien kam sie die Treppe hinunter, wobei sie sich am Geländer festhielt. Sie ging in das Wohnzimmer. Judeo folgte ihr. Als sie sich zu ihm umdrehte, bemerkte sie, dass seine dunklen Augen vor Abneigung blitzten.

„Lass mich in Ruhe“, presste sie hervor. „Sonst rufe ich die Polizei.“

„Wo ist er?“, fragte Judeo, ohne auf die Drohung zu achten.

„Er hat das Land verlassen.“

Judeo ballte die Fäuste. „Dieser Feigling. Er hat wohl geahnt, dass ich kommen würde.“

„Du hast dich nicht gerade beeilt. Schließlich ist die Untersuchung schon einen Monat her. Da hat er natürlich nicht abgewartet, bis du das hinterlistige Spiel weitertreibst.“

„Hinterlistiges Spiel? Weißt du eigentlich, in welchem Zustand mein Vater ist?“

„Nein, und das interessiert mich auch nicht.“ Sie konnte seine Anwesenheit kaum noch ertragen.

„Das glaubst du doch selbst nicht.“

Natürlich machte sie sich Sorgen um Mateo. Sie hatte ihn immer gern gemocht. Dann aber hatte er versucht, das Ansehen ihres Vaters zu beschädigen, und das konnte sie ihm nicht verzeihen.

„Ich kann verstehen, wenn sich dein Vater schämt. Es war nicht richtig, öffentlich zu behaupten, der wichtigste Anteilseigner an der Klinik zu sein, wo es doch nicht stimmte.“

„Da täuschst du dich aber gewaltig!“

Tas seufzte. Sie gingen beide davon aus, dass ihre Väter recht hatten in dieser Angelegenheit. Dabei musste Judeo doch einsehen, dass Mateo Corderro falsche Anschuldigungen erhoben hatte. Das hatte die Prüfung eindeutig belegt. Warum bestand Judeo weiterhin darauf, die Wahrheit zu leugnen?

Ihm war deutlich anzusehen, wie sehr ihm diese Halsstarrigkeit zu schaffen machte. Die Wangenknochen standen hervor, so mager war er geworden. Dunkle Schatten hatten sich um die Augen gelegt, und zu den Mundwinkeln liefen scharfe Falten hinunter. Bestimmt hatte er schon seit einiger Zeit keinen richtigen Schlaf mehr gefunden.

Tas warf ihm einen raschen Seitenblick zu. Sie musste sich eingestehen, dass sie ihn immer noch liebte. Dabei hatte er das nur ausgenutzt. Er hatte sich doch nur an sie herangemacht, um genug Informationen über die Klinik ihres Vaters herauszubekommen, damit sein Vater diese Anschuldigungen erheben konnte. Warum gab Judeo das jetzt nicht zu?

„Judeo“, sagte sie leise. „Ich weiß, wie wichtig die Ehre deiner Familie für dich ist, und es ist ja richtig, dass du dich so sehr für deinen Vater einsetzt, doch …“

„David Laker hat gelogen und betrogen und damit das Leben meines Vaters ruiniert“, fuhr er unbeirrt fort. „Vielleicht ist es ihm gelungen, sich aus dem Staub zu machen, doch ich werde nicht aufgeben, bis ich euch beide überführt habe.“

„Wieso denn mich?“, fragte sie ungläubig. „Ich habe mit der ganzen Sache nichts zu tun!“

Judeo konnte sich nicht mehr zurückhalten.

„Dein Vater hat die ganze Sache eingefädelt, um meinen Vater dazu zu bringen, in die Klinik zu investieren. Dios! Dafür ist ihm nichts zu schade gewesen. Nicht einmal seine Tochter. Er hat dich doch zu mir ins Bett geschickt.“

„Was? Ins Bett geschickt?“

„Das weißt du genau. Du hast mir immer wieder von der Klinik erzählt. Und ich war so dumm und bin darauf hereingefallen. Ich habe die Sache meinem Vater schmackhaft gemacht, und so konntet ihr ihn ausnehmen.“

Tas schüttelte den Kopf. „Du irrst dich auf der ganzen Linie.“

„Mein Vater hat mir die Sache bestätigt, und das ist alles, was ich brauche. Er ist ein ehrenwerter Mann. Dein Vater aber ist ein mieser Betrüger.“

„Wie kannst du es nur wagen! Er wollte nur Gutes tun, als er sein Privatvermögen für die Klinik eingesetzt hat.“

„Ganz im Gegenteil. Er hatte selbst keinen Pfennig auf der Naht. Da hat er das Geld von anderen hinterzogen. Man sagt sogar, dass er nach Spanien gekommen sei, da er auf der Flucht war.“

„Ich lasse nicht zu, dass du meinen Vater so in den Dreck ziehst“, zischte Tas. „Und jetzt sieh zu, dass du rauskommst.“

Auf einmal hatte sie alle Kraft verlassen.

„Ich gehe schon“, erklärte er. „Aber glaube nicht, dass du mich so einfach loswirst.“

„Irgendwann wirst du einsehen müssen, dass dein...



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