Zimmermann | Ankommen in der Republik | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 353 Seiten

Zimmermann Ankommen in der Republik

Thomas Mann, Nietzsche und die Demokratie
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-495-81354-6
Verlag: Verlag Karl Alber
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Thomas Mann, Nietzsche und die Demokratie

E-Book, Deutsch, 353 Seiten

ISBN: 978-3-495-81354-6
Verlag: Verlag Karl Alber
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Die deutsche Revolution von 1918 hat mit Thomas Manns Bekenntnis zur Weimarer Republik eine Affirmation erhalten, die für das Verhältnis von Kultur und Politik von großer Bedeutung ist. In dieser Zeit avanciert Thomas Mann zu einem prominenten Anti-Faschisten und Kritiker des Nationalsozialismus, wobei seine politischen Überzeugungen und Stellungnahmen durch das Werk Friedrich Nietzsches inspiriert werden. Dabei erfährt Nietzsche durch Thomas Mann eine republikanische Zähmung, die ihn von faschistischen Vereinnahmungen entlastet. So fordern Thomas Manns Kritik und Verteidigung Nietzsches zu einer philosophischen Bestandsaufnahme am Leitfaden von historischer Erfahrung auf, die neue Einsichten zum analytischen Potenzial von Nietzsches Philosophie (z. B. der Wille zur Macht) für das 20. Jahrhundert erschließt. Dies führt zu systematischen Unterscheidungen zwischen Zentrum und Peripherie eines radikalen Philosophierens mit der These, dass nicht der 'ganze' Nietzsche, aber ein liberaler Nietzscheanismus auch für das 21. Jahrhundert besondere Relevanz besitzt. Der Satz Adornos, dass Nietzsche von Thomas Mann für die Humanität gerettet wurde, erlangt dadurch seine philosophische Vertiefung.

Rolf Zimmermann, geboren 1944 in Stuttgart, Studium der Philosophie, Soziologie und Politik in Heidelberg, dort Promotion 1972. Habilitation 1983 in Konstanz, seit 1983 Professor für Philosophie in Konstanz. Von 1988-2000 Personalgeschäftsführer in einem bundesweiten Bildungsunternehmen. Danach apl. Prof. in Konstanz und Privatgelehrter. Buchveröffentlichungen u. a.: Philosophie nach Auschwitz. Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft (2005); Moral als Macht. Eine Philosophie der historischen Erfahrung (2008).
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Inhalt;10
3;Einleitung;14
4;1. Nietzsche und Thomas Mann in Zeiten des Krieges;22
4.1;1.1 Kulturkrieg mit und gegen Nietzsche;23
4.2;1.2 Thomas Mann und die »Ideen von 1914«;31
4.3;1.3 Offenes Problem: »Demokratie des Herzens« versus realpolitische Form;48
5;2. Nietzscheanischer Republikanismus: Thomas Mann in Weimar;52
5.1;2.1 »Deutsche Demokratie« mit Nietzsche;52
5.2;2.2 Republik und Humanität: Ressourcen der Romantik;58
5.3;2.3 Republikanische Wende: Politische Identifikation und ästhetische Distanz;64
6;2.4 Zwischenbilanz: Thomas Mann und Nietzsche in der Republik;83
7;3. Nietzsche und die Politik: Ein systematischer Rahmen;89
7.1;3.1 Wille zur Macht und politische Ambivalenz bei Nietzsche;89
7.2;3.2 Dionysischer Radikalismus und Politik: vier Modelle;103
7.3;3.3 Wille zur Macht, Krieg und historische Erfahrung: Nietzsche, Max Weber und Thomas Mann;113
8;4. Nietzsche-Bilder im Kontext des Faschismus;126
8.1;4.1 »Militante Demokratie« gegen Faschismus;127
8.2;4.2 Nietzsche contra Wagner – Thomas Mann contra Hitler;132
8.3;4.3 Nietzsche und Doktor Faustus;142
8.4;4.4 Nietzsche, Leverkühn, deutsche Politik;158
9;5. Der »rettungsloseste Ästhet«: Nietzsche im Sog des Nationalsozialismus;171
9.1;5.1 Nietzsche-Kritik und ästhetische Würdigung;171
9.2;5.2 Hintergrund: Georg Lukács und die »marxistische Scholastik«;180
9.3;5.3 Hintergrund: Der »fürchterliche« Alfred Bäumler;185
10;6. »Nicht Nietzsche hat den Fascismus gemacht, sondern der Fascismus ihn«;195
10.1;6.1 Thomas Mann: Nietzsche als Seismograph des 20. Jahrhunderts;195
10.2;6.2 Nietzsche und das 20. Jahrhundert: Moral-Kriege und große Politik;202
10.3;6.3 Neue Moralen im weltpolitischen Kampf;205
10.4;6.4 Nietzsche und die Transformation des Menschen;223
11;7. Auf dem Prüfstand historischer Erfahrung;227
11.1;7.1 Nietzsches fatale Sätze – peripher oder zentral?;227
11.1.1;7.1.1 Nietzsche im Kontinuitäts-Modell;229
11.1.2;7.1.2 Nietzsche und das Differenz-Modell;240
11.2;7.2 Übermensch und Metaphysik des Diesseits;246
11.2.1;7.2.1 Übermensch, ewige Wiederkehr, amor fati;246
11.2.2;7.2.2 Ausnahmemenschen und menschliche Perfektion;259
11.3;7.3 Thomas Mann, historische Erfahrung, philosophische Systematik;266
11.3.1;7.3.1 Zentrum und Peripherie;268
11.3.2;7.3.2 Historische Realität, philosophische Revisionen und Nietzsches Relevanz;275
12;8. Zeitfahrt mit Nietzsche ins 21. Jahrhundert;280
12.1;8.1 Atheismus, Religion, kultureller Pluralismus;280
12.1.1;8.1.1 Historischer Atheismus und die Metaphysik der menschlichen Selbstbejahung: Nietzsche und Charles Taylor;283
12.1.2;8.1.2 Kunst und fragmentierte Moderne: Adorno, Nietzsche, Thomas Mann;307
12.2;8.2 Liberaler Nietzscheanismus und Konflikt-Demokratie;318
12.3;8.3 Thomas Mann und Nietzsche: Kulturelle Elite in der Demokratie;332
13;Siglen, Zitierweise, Literatur;335
13.1;Thomas Mann;335
13.2;Friedrich Nietzsche;336
13.3;Literatur;337
14;Personenverzeichnis;348


Rolf Zimmermann, geboren 1944 in Stuttgart, Studium der Philosophie, Soziologie und Politik in Heidelberg, dort Promotion 1972. Habilitation 1983 in Konstanz, seit 1983 Professor für Philosophie in Konstanz. Von 1988–2000 Personalgeschäftsführer in einem bundesweiten Bildungsunternehmen. Danach apl. Prof. in Konstanz und Privatgelehrter. Buchveröffentlichungen u. a.: Philosophie nach Auschwitz. Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft (2005); Moral als Macht. Eine Philosophie der historischen Erfahrung (2008).



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