Buch, Deutsch, 170 Seiten, Format (B × H): 105 mm x 206 mm, Gewicht: 196 g
Buch, Deutsch, 170 Seiten, Format (B × H): 105 mm x 206 mm, Gewicht: 196 g
ISBN: 978-3-9824105-4-8
Verlag: tentare Verlag
Étienne Balibar situiert Spinozas Philosophie vor dem Hintergrund der politischen Kämpfe seiner Zeit, die in ihrer Konfrontation von populistisch dirigiertem ›Volk‹ und liberaler ›Elite‹ deutlich an die heutigen gesellschaftlichen Spaltungen erinnern. Anhand der drei Hauptwerke – des »Theologisch-politischen Traktats«, des »Politischen Traktats« und der »Ethik« – gibt er eine präzise Einführung in ein Denken, das unter dem Druck der Verhältnisse gezwungen war, »sich noch ›politischer‹ zu zeigen als die ›Politiker‹ selbst«. Was dieses Buch aber vor allem auszeichnet, ist die Verve, mit der es das transformative Potential von Spinozas Gesellschaftsentwurf offenlegt: eine Konzeption kollektiver Emanzipation durch freie Kommunikation.
Zielgruppe
Philosophisch Interessierte mit Vorkenntnissen, aber ohne notwendige akademische Spezialisierung |
Leser*innen, die sich mit historischen Freiheits- und Demokratiekonzepten auseinandersetzen möchten |
Politikwissenschaftlich Interessierte, die philosophische Grundlagen gesellschaftlicher Ordnung verstehen wollen |
Leser*innen mit Interesse an kritischer Bibelinterpretation und Religionsgeschichte |
Geschichtsinteressierte mit Fokus auf europäische Geistesgeschichte und frühe Neuzeit |
Studierende und Lehrende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen |
Leser*innen mit Interesse an den Zusammenhängen von Macht, Religion und Wissen |
Politische Engagierte, die nach intellektueller Orientierung suchen |
Leser*innen mit Interesse an politischer Theorie, die über Tagespolitik hinausgeht |
Weitere Infos & Material
»Wir verstehen dadurch, warum der wesentliche Aspekt der spinozistischen Demokratie von vornherein die Freiheit der Kommunikation ist. Wir verstehen auch, inwiefern die Theorie des ›politischen Körpers‹ weder eine einfache Physik der Macht, noch eine Psychologie der Unterwerfung der Massen, noch das Mittel zur Formalisierung einer Rechtsordnung ist, sondern die Suche nach einer Strategie kollektiver Befreiung, deren Losung sich formulieren ließe: so zahlreich wie möglich zu sein, um möglichst viel zu denken.«




