Butterworth | KÖNIGINNEN VON DELIRIA | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 223 Seiten

Butterworth KÖNIGINNEN VON DELIRIA

Der Science-Fiction-Klassiker - nach einer Idee von MICHAEL MOORCOCK!
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7487-8652-8
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Der Science-Fiction-Klassiker - nach einer Idee von MICHAEL MOORCOCK!

E-Book, Deutsch, 223 Seiten

ISBN: 978-3-7487-8652-8
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Der Todesgenerator hatte die Erde verwüstet. Nun manipulierte die Rote Königin die Gesetze der Zeit, um ihre bösartigen Absichten in die Tat umzusetzen. Sie verwandelte den Planeten in eine Welt, die von verwesenden Ghouls heimgesucht und von satanischen Bullen überwacht wird, aus deren Verstärker als Bestrafung die Musik von Elton John dröhnt...   Königinnen von Deliria von Michael Butterworth (geboren am 24. April 1947 in Manchester) - basierend auf einer Idee von Michael Moorcock - erschien erstmals im Jahr 1977 und ist die Fortsetzung des Romans Die Zeit der Hawklords. Königinnen von Deliria erscheint als deutsche Erstveröffentlichung im Apex-Verlag.

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  Buch Zwei: DIE KÖNIGINNEN VON DELIRIA
      In die schwarze Sonne     Die zuckenden Flammen tanzten hell von den Dächern der niedrigen Kuppeln. Sie erschienen fast schadenfroh, als würden sie in ihren Possen behaupten, völlig unschuldig daran zu sein, wie sie dorthin gekommen waren.  Aber es war die Zerstörung von Earth City, welche die Hawklords jetzt beobachteten. Sie sahen zu, mit Hass in den Herzen auf die Verursacher der Verwüstung. Sie waren nahe an den Flammen, und sie spürten die Hitze und hörten das Knistern, während die gierigen orangefarbenen Dämonen die friedlichen Bauten und die sanftere Technologie fraßen, deren Errichtung so lange gedauert hatte. Über das Brüllen der Flammen hinweg tönte der Klang des Hawkwind-Musik-Equipments, hämmerte seine Botschaft des Lebens von der Bühne auf der Hügelkuppe herab. Ein aufrührerischer Mob von Menschen war vor den leuchtenden Scheinwerfern versammelt und schrie und kreischte wie wahnsinnig. Viele waren zur Zufahrtsstraße hinabgerannt und ergossen sich durch die Straßen die Stadt. Sie trugen lodernde Fackeln und schlugen und feuerten auf alles, was ihnen über den Weg lief. Der Baron kreischte laut hinaus, aber seine Stimme war verloren in dem Getöse. Er warf einen weiteren Blick auf die lodernden Gebäude unten, dann nahm er Ziel auf sie. Seine Gedanken verliehen dem Starstreaker Energie wie nie zuvor, und bald erreichte er die raucherfüllten, von Aufrührern zerstörten Straßen. Die Menge rannte ziellos umher, einen wahnsinnigen, erregten Ausdruck auf den Gesichtern. Sie trugen Rohre oder andere Dinge mit sich, die sie in die Hand bekommen konnten, und zerbrachen und zerschlugen alles auf ihrem Weg. Erstaunt begriff der Baron, dass dies keine Eindringlinge waren – es waren die Children selbst. Als sie den Baron erblickten, drängten sich mehrere aus dem Mob zu der Stelle, wo er schwebte. Er behielt seine Position bei, gerade außer Reichweite ihrer ausgestreckten Hände. Wild riss er seinen Helm und die Schutzbrille herab, um sich zu identifizieren, und ließ das lange Haare herabfließen. Er zog seine Musikwaffe und hielt sie in die Höhe. »Was tut ihr da?«, schrie er. Verzweifelt blickte er um sich. Seine Worte waren über den Lärm hinweg kaum zu verstehen. Dann begriff er, dass sogar diejenigen, die nahe genug waren, um ihn zu hören, nicht reagierten. Sie hatten sich unter ihm zusammengeschart und griffen mit ihren Waffen nach ihm, mehr denn je entschlossen, ihn herabzuziehen. »Na gut dann, wenn ihr es so haben wollt...!«, schrie er. Er holte seine Musikwaffe herab und richtete sie auf sie. Er drückte den Abspielknopf, und die Spulen in dem knubbeligen Lauf begannen sich zu drehen. Die Musik war nicht laut genug, um gehört zu werden, aber ein schwacher Strahl positiver Energie strömte aus den Lautsprechern, und der delatronisierte Klang kämpfte gegen die negativ geladene Luft rings herum an. Die anderen Hawklords waren eingetroffen. Sie schwebten neben ihm, wie benommen von der albtraumhaften Szenerie. Sie zogen ihre eigenen Waffen heraus und besprühten die wahnsinnig geworden Children mit ihren tödlichen Strahlen, aber die magischen Strahlen hatten keinen Effekt auf ihre Ziele. »Sie sind Teil von uns!«, rief die Princess. »Was sie auch sonst sind. Wir können sie nicht so bekämpfen.« »Dann bekämpfe sie mit ihren eigenen Waffen«, erwiderte der Baron. Grimmig ließ er sein Fahrzeug in die Hände der Children absteigen. Sie erschienen eifrig bedacht, ihn zu ergreifen, als ob sie tatsächlich nach Zerstörung gierten. Aber sobald er die ersten ihrer Hiebe spürte, strömte Hawklord-Stärke in seine Gliedmaßen. Sie stieg ungebeten herauf, bereit, in jeder Situation dienlich zu sein. Mühelos schob er die umherwirbelnden, bedrängenden Leiber zurück und warf sie zu Boden. Er trat und knuffte sie zur Seite, landete sein Fahrzeug und stieg ab. Sogleich war die Horde über ihm, als ob sie nicht gelernt hätte, welchen Schaden er ihren weichen Leibern zufügen konnte. Er wusste, dass die Energie in ihm, wenn er nicht innehielt, Earth City schließlich auslöschen würde. Dennoch war er gezwungen, gegen sie zu kämpfen. Die gesamte Bevölkerung griff ihn an, kreischend und mit Schaum vor dem Mund. Sie fielen mit erneuter Wut über ihn her, und er starrte in die Augen wahnsinnig gewordener, besessener Kreaturen und erschauerte. Er schlug sie von sich weg gegen die Mauern der Kuppel. Es gelang ihm, seinen Starstreaker zu packen, und er gab den anderen Hawklords Zeichen, sie sollten ihm helfen. In einem Hagel aus Geschossen, die von der Menge geschleudert wurden, flogen sie über ihn und hielten seine Angreifer zurück. So konnte er wieder sein Fahrzeug besteigen und sich zu ihnen in die Luft erheben. »Raus hier!«, rief er ihnen zu. Einen Moment lang schwebten sie verwirrt da, dann schossen sie auf ein Zeichen von Captain Calvert vom Lärm und von den Flammen davon. Der Baron war offenbar erschüttert von seinem Erlebnis, als sie sich im Feuerschein hoch über der belagerten Stadt versammelten. »Ich kann nicht erklären, was da passiert ist... Ich habe sie getötet... Das habe ich nie zuvor getan... Es ist zu unheimlich für mich. Ich hätte sie alle getötet, wenn...« »Du hättest nichts anderes tun können, Baron«, sagte Hound Master, um ihn zu trösten, obwohl er selbst in Gedanken zu erregt war, um die Krankenschwester zu spielen. Er überlegte verzweifelt, was sie tun könnten. »Wir müssen Earth City retten!«, rief er, verstört von den fernen Geräuschen des Aufruhrs, der von unten hochkam. »Wenn ich an all das denke, was wir getan haben, um...« »Warte!«, rief Captain Calvert. »Ich habe eine Idee. Wir könnten die automatischen Sendeapparate rund um die Bühne abschalten – das würde sie zur Besinnung bringen.« »Das ist eine Idee...«, stimmte der Sonic Prince zu. »Aber es ist ein wenig gruselig, nicht? Wenn die volle Wucht der Horrorbilder jetzt zu den Kindern da unten zurückkehrte, werden die meisten von ihnen bestimmt unter der Belastung sterben.« »Wir haben keine Zeit, uns um Nettigkeiten zu sorgen«, brummelte Hound Master. »Unter normalen Umständen wäre es unverzeihlich, so etwas zu tun, aber wenn wir’s nicht tun, werden diese ‚Kinder‘, wie du sie nennst, am Ende das ganze Gelände in Schutt und Asche legen. Abgesehen davon sind sie in einem derart schlimmen Zustand, dass ich davon ausgehe, dass sie, sobald sie alles niedergebrannt haben, sich an einen Massenselbstmord machen.« Ihn schauderte. »Was immer in sie gefahren ist, es ist weit von nett entfernt.« »Dann fliegen wir hinunter«, drängte der Captain. »Das Feuer breitete sich immer noch aus. Wenn wir sie jetzt sofort aufhalten, werden wir vielleicht zumindest ein paar der Gebäude retten können.« Sie nahmen Kurs auf Parliament Hill. Bald tauchte seine Kuppe auf, erleuchtet von einer Mischung aus Licht, das vom Equipment des Light Lords stammte (das verschwenderisch eingeschaltet worden war) und dem magischen Dunst von Funken, die die Hawkwind-Musik verursachten, während sie um die Vorherrschaft mit den Dunkelkräften kämpfte. Es war Musik vom Band, verteilt von einer computergesteuerten Batterie von Maschinen, die eine beständige Sendung abstrahlten. Als die fünf Hawklords herabschossen, spielte die Musikmaschine gerade The Aubergine That Ate Rangoon, aber als sie auf der massigen Bühne landeten, die jetzt zernarbt und stumpf geworden war, wechselte die Spur zu Psychedelic Warlords.  Die gigantischen Lautsprechertürme bebten und erfüllten die Luft mit der 100.000-Watt-Mauer von Klang, die sie vereint lieferten. Mehrere Hundert Children waren versammelt. Sie hatten alles zerschlagen, abgesehen vom Bühnenequipment. Sie wurden anscheinend von dessen Zerstörung nur durch einige Spuren der Erinnerung an ihr früheres Selbst und ihre früheren Bedürfnisse gehindert. Sobald sie die Hawklords erblickten, übertrugen sie ihre Aggressionen auf sie und schwärmten hinauf auf die Bühne. Wie zuvor versuchten sie, die Fluggeräte aus dem Himmel zu pflücken. Diesmal waren die Hawklords vorbereitet. Sie brachen sich eine Schneise durch den Mob, und sobald sie hindurch waren, schwebten sie über den Verstärkern, während der Hound Master und der Captain landeten und sich daran machten, die Kabel auszustöpseln. Die Tapedecks selbst lagen in einer Kammer unterhalb der Bühne, aber es erschien sinnlos, Zeit mit ihnen zu verschwenden. Um so viele Leben zu retten wie möglich, mussten sie rasch handeln. Einer nach dem anderen fielen die Verstärker aus, und die Lautstärke nahm ab. Die Menge zeigte allmählich Anzeichen von Panik. Einige litten bereits offensichtlich Schmerzen. Die beiden Saboteure sahen einander an, schockiert von der Reaktion. Grimmig schalteten sie die letzte Reihe von Verstärkern ab. Bald funktionierte nur noch ein einziger, und sie schalteten diesen ebenfalls ab. Die hämmernde Musik hörte auf. Die gepeinigten Children kreischten, als die zunehmenden Todesstrahlen sie mit voller Wucht trafen. Sie scheuten vor den Hawklords zurück, und die eindringende Macht in ihnen war jetzt außerstande, ihre Kontrolle auszuüben. In ihrer bedrängten Lage vergaßen sie die Starstreaker, und diejenigen, welche stark genug waren, rannten ziellos davon. Die anderen brachen zusammen und lagen sterbend da. Voller Entsetzen vollendeten die Hawklords ihre grimmige Aufgabe, hoben die zusammengerollten Kabel auf, so dass sie nicht wieder...



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