Dark | John Sinclair - Folge 0654 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 654, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 0654

Wo Deborah den Teufel trifft
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0259-9
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Wo Deborah den Teufel trifft

E-Book, Deutsch, Band 654, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0259-9
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Wo Deborah den Teufel trifft.

Es war seine Stunde, die Stunde des Skaters. Das Gefühl der Freiheit, die Sorgen hinter sich lassen zu können, einfach zu fahren und den Rausch der Geschwindigkeit zu erleben.

Earl Flynn fuhr und fuhr - bis er die Frau sah!

Blond, jung, schön - und halbnackt!

Sie stand einfach da, ohne sich zu rühren. Er war zu schnell, ausweichen konnte er nicht.

Die Frau hielt ihm ein Messer mit langer Klinge entgegen. Und Earl Flynn raste genau hinein ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

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* * * (S. 9-10)

Es war eine düstere, unheimliche Landschaft, ein Meer aus Schatten und dunklen Farben, die miteinander verwuchsen oder ineinander verschwammen. Derartige Landschaften fand man in gewissen Filmen als Kulisse wieder, sollten sie doch aufzeigen, wie es in anderen Dimensionen und Welten aussah. Stinkende Gase erfüllten die Luft. Sie krochen aus zahlreichen Spalten im Erdboden, der aussah wie ein braunes Samtfeld, aus dem ab und zu kniehohe, blätterlose Büsche wuchsen, an abgestorbene Finger erinnernd, die ins Leere griffen, denn in dieser Landschaft existierte kein Tier und kein Mensch, sie stand den Kreaturen feindlich gegenüber.

Leer, ohne Leben, aber trotzdem irgendwie klar, denn am Horizont zeichneten sich die dunklen Umrisse einer Gebirgskette ab, über der ein Himmel lag, der sich dieser Landschaft genau angepaßt hatte. Weit, bräunlich schimmernd und nur an einigen Stellen helle Flecken zeigend, die sich als verschwommene Kreise ausbreiteten, als würde es eine Sonne nicht schaffen, die Wolkendecke zu durchbrechen. Eine Landschaft, die gestorben war, in der Dämonen das Sagen hatten und der Tod regierte. Und dennoch hätte alles mögliche in diese Umgebung hineingepaßt, nur eben nicht die Person, die sich mit langsamen Schritten durch die Ebene bewegte. Es war eine Frau! Blond, halbnackt. Nur die wichtigsten Stellen an ihrem Körper waren durch schmale Streifen bedeckt. Um gegen den rauhen Boden gewappnet zu sein, trug die Frau Stiefel.

Das Leder war an den Enden umgeschlagen, die Seiten hingen in Fransen herab. Die Frau hatte das dunkelblonde Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden. Ihr Gesicht war hart, es zeigte einen lauernden Zug. Die Kampfbereitschaft war ihr anzusehen. Diese wurde auch durch die Waffe dokumentiert, ohne die jemand in diesem Land aufgeschmissen war. Die Frau hatte sich für eine Waffe entschieden, die zu der Welt paßte. Es war ein kurzes Schwert oder ein sehr langes Messer mit breiter Klinge. Es gab keine Scheide, in der sie es hätte verschwinden lassen können.

Deshalb blieb ihr nichts anderes übrig, als das Schwert normal zu tragen. Sie hielt mit der rechten Hand den Griff fest, hatte die Klinge gekippt und gedreht, so daß sie Halt auf ihrem linken, angewinkelten Arm fand. Trotz der Blöße zeigte die Frau keine Furcht. Sie war zwar vorsichtig, aber nicht ängstlich. Sie fand ihren Weg durch die Öde, die Leere, in der nichts zu hören war, kein Laut, keine Stimmen, nicht das Zwitschern oder Singen eines Vogels, nur eben diese bedrückende Stille der alptraumhaften Welt. Keiner hätte erklären können, was diese halbnackte Frau innerhalb der Alptraumwelt zu suchen hatte.

Es gab kein Ziel, ausgenommen die gewaltigen Berge. Dennoch ging sie weiter durch die Düsternis, als würde sie genau wissen, wohin sie wollte. Und es kristallisierte sich etwas hervor. Dies geschah auf eine unerklärliche Art und Weise, als hätte jemand von oben herab ein riesiges Stück Leinwand mit einem düsteren Gemälde in diese Alptraumwelt hineingeschoben. Auf einmal wehte Wind über die Öde. Er griff mit seinen Armen tiefer hinein in den dicken Staub des Erdbodens. Wolken entstanden. Sie schimmerten dunkelbraun und leicht gelb, und sie trieben über die Öde hinweg. Die Frau machte sich nichts daraus.

Sie schritt in die Wolken hinein, als wollte sie von ihnen umfangen und geschützt werden. Ihr Blick war starr geradeaus gerichtet, die Augen hatte sie leicht verengt. Ihre Haltung hatte sich gestrafft, die Spannung auf ihrem Gesicht war nicht zu übersehen. Sie wollte nicht aufgeben, und wirkte in ihrer Haltung wie eine kriegerische Amazone, die kein Pardon kannte.



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