Dark | John Sinclair - Folge 1711 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 1711, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 1711

Der Mond-Mönch
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8387-0791-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Mond-Mönch

E-Book, Deutsch, Band 1711, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0791-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Niemand konnte den Tod aufhalten, auch der alte Abt nicht. Obwohl er es versuchen musste, denn er war es gewesen, der die Schlange an seiner Brust genährt hatte. Und er befürchtete, dass er zu lange gewartet hatte. Jetzt war es höchste Zeit oder vielleicht sogar schon zu spät.

Er hatte einiges getan und um Unterstützung und Aufklärung ersucht, und er hoffte, dass die Hilfe noch rechtzeitig bei ihm eintreffen würde. So recht glauben konnte er nicht daran. Es war viel Zeit vergangen, und der strenge Winter hielt noch immer an ...

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"(S. 15-16)

Wir hatten schon mit etwas Schlimmem gerechnet und uns in den letzten Sekunden darauf vorbereiten können. Dennoch traf uns dieses Bild hart. Ich hielt ebenso den Atem an wie Karina. Mir kam es beinahe wie ein Wunder vor, dass der Abt noch lebte. Ich saugte irgendwann die Luft ein und hatte den Eindruck, in einer Wärmekammer zu stehen. Es lag einzig an mir, denn ich schwitzte plötzlich, und das Blut war mir in den Kopf gestiegen. »Anatol lebt noch«, flüsterte Karina, »das ist einfach ein Wahnsinn.« »Dann versuch bitte, ob er mit dir sprechen kann. Uns erzählen, wer ihm das angetan hat.«

»Darauf kannst du dich verlassen.« Ich war ab jetzt nur noch Statist. Der Verletzte sprach sicherlich nur russisch, und damit haperte es bei mir. Karina ging auf den Abt zu. Sie beugte sich vor und senkte ihre Stimme. »Wir sind gekommen, Bruder Anatol …« Das Stöhnen verstummte für einen Moment. Dann war die Stimme des Mannes zu hören, und er strengte sich an, damit er eine Antwort geben konnte. »Ja, ja, du bist da. Zu spät. Ich werde sterben. Jetzt endlich kann ich sterben, wo ich dich gesehen habe und weiß, dass doch nicht alles umsonst war.« Ich bewunderte den Mann, der trotz seiner schweren Verletzung noch recht flüssig sprach. In ihm musste eine wahnsinnige Energie stecken. »Er war schneller als ihr.« »Und wer?«

»Der Mönch!« Karina stutzte. Mit einer derartigen Antwort hatte sie nicht gerechnet. Ein Mönch als Mörder? »Bist du sicher? Es ist ein Mönch gewesen?« »Ja, der Mond-Mönch. Ich kenne ihn gut. Er heißt Sobotin.« Anatol verstummte. Er musste sich erst wieder sammeln, und Karina tupfte ihm den Schweiß von der Stirn. Dann sprach er weiter. »Hast du gehört? Sein Name ist Sobotin. Und ich kenne ihn deshalb, weil er hier bei uns im Kloster gelebt hat. Wahrscheinlich war es sein Versteck. Er hat sich dem Bösen verschworen. Er war anders als wir.« »Und weiter? Was hat er mit Rasputins Erben zu tun?« Nach dieser Frage schaffte Anatol sogar ein leises Lachen, das sich seltsam anhörte.

Er wollte seine Linke anheben, um nach Karina zu fassen. Das schaffte er nicht, denn er war für diese Bewegung schon zu schwach. »Hör genau zu. Er ist ein Wissender. Einer, der die Zusammenhänge kennt.« »Und auch die Erben Rasputins?« Der Abt schwieg. Allerdings bewegte er seine Lippen und schien grinsen zu wollen. Er wollte etwas sagen, hatte damit Mühe und hustete trocken. Den Anfall überstand er, konnte wieder sprechen, aber seine Worte drangen jetzt leiser über seine Lippen, sodass sich Karina vorbeugen musste, um ihn überhaupt zu verstehen."



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