Eckmann | Die Kommissarin und der Teufel | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 268 Seiten

Eckmann Die Kommissarin und der Teufel


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7583-9241-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 268 Seiten

ISBN: 978-3-7583-9241-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein geistig gestörter Mann hält sich für den Teufel und ist in der Lage, den Tod vorherzusagen. Diese Fähigkeit wird von einem Verbrecher erkannt und für erpresserische Zwecke genutzt. Kommissarin Hansen begegnet zufällig dem Teufel in dessen irdischen Funktion. Der hält sie für einen Engel, er beginnt an seiner Position als Herrscher der Unterwelt zu zweifeln und verliert seine Fähigkeit, den Tod vorherzusagen. Der Verbrecher, der ihn ausnutzt, will das nicht akzeptieren. Er plant, die Kommissarin in einer spektakulären Zeremonie zu töten, um so das Weltbild des Teufels wiederherzustellen. Nur irdische Mächte können ihr jetzt noch helfen. Der Roman spielt 2016 in der Umgebung von Stade und Freiburg.

In Pinneberg wurde Peter Eckmann im Jahr 1947 geboren, in Hamburg, in der Nähe der Reeperbahn, wuchs er auf. Er erlernte den Beruf des Chemielaboranten und schloss 1972 sein Studium zum Chemie-Ingenieur ab. Bis 1975 arbeitete er noch in Hamburg, ehe es ihn zum Unternehmen Dow nach Stade zog. An seinem 59. Geburtstag bot sich Peter Eckmann die Gelegenheit, in den Vorruhestand zu wech-seln. "Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs und kümme-re mich gerne um meinen Garten", nennt Peter Eckmann seine Hobbys. "Ansonsten schreibe ich nur noch", fügt er hinzu. Mit seiner Frau Eva Maria ist er seit 1974 verheiratet.

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Der Teufel
Drei Jahre vorher, Frühjahr 2013, in einem Autohaus in Assel ... Frank Torborg hat sein Auto, einen SUV von Ford, zur Inspektion in die Filiale in Assel gebracht. Der Wagen ist jetzt fertig, er sitzt beim Werkstattmeister im Büro zur Übergabebesprechung. „Ihr Wagen ist ohne Mängel, wir haben die 20.000-er Inspektion durchgeführt, ohne etwas zu finden.“ „Das sollte nicht überraschen, ich habe den Wagen doch erst vor einem Jahr gekauft.“ Herr Torborg mustert nachdenklich die Checkliste. „Eine Kleinigkeit habe ich noch: Ich brauche so etwas wie eine Halterung für mein Handy, haben Sie so etwas?“ Der Meister grübelt einen Moment. „Ich glaube ja, ich habe so etwas kürzlich in einem Prospekt gesehen. Am besten ist es, wenn Sie in unser Lager gehen, der Mann dort kann Ihnen bestimmt weiterhelfen.“ Er zögert einen Moment. „Der Lagerist heißt Ludwig Petersen, er hat ein phänomenales Gedächtnis, alle Ersatzteilnummern hat er vollständig im Kopf.“ Er beugt sich zu seinem Kunden und spricht leise weiter. „Dafür ist er nicht richtig im Kopf. Er spricht mit niemandem, jedenfalls nicht mehr, als für seine Arbeit erforderlich ist. Er ist knapp und unfreundlich, Sie müssen etwas tolerant sein.“ Toleranz ist nicht die Stärke eines Frank Torborg, jedenfalls nicht, wenn für ihn nichts dabei herausspringt. Er ist groß, hat volle, dunkelblonde Haare, die kurz geschnitten sind und einige graue Strähnen enthalten. Eine mächtige Hakennase ziert ein wenig attraktives Gesicht, manche finden seinen Anblick eher zum Fürchten. Eine starke Akne in seiner Jugend hat viele Narben in der grauen Haut hinterlassen. „Eigentlich ist es nicht meine Aufgabe, mit schwierigen Angestellten zu verhandeln, aber ich werde schon mit dem Mann klarkommen. 1st er im Ersatzteillager direkt neben der Werkstatt?“ „Ja, das stimmt. Soll ich Ihren Wagen schon auf den Hof fahren lassen?“ „Das wäre nett, vielen Dank für Ihre Mühe.“ Herr Torborg erhebt sich und geht zur Kasse. Er zahlt dort mit Karte und geht zum Ersatzteillager hinüber. Dort ist es auffällig dunkel, nur wenige Leuchten sind eingeschaltet, die Rollos vor den ohnehin kleinen Fenstern sind fast alle heruntergezogen. In dem Dämmerlicht stehen zwei Männer am Tresen. Dahinter befindet sich der erwähnte Lagerist und spricht mit dem Kunden auf dieser Seite. Frank Torborg stellt sich an und beobachtet die beiden beiläufig. Das ist also dieser merkwürdige Verwalter, denkt Frank Torborg und mustert ihn. Der Mann ist dicklich, etwa mittelgroß und hat schüttere, blonde Haare. Frank schätzt ihn auf Mitte 30. Er trägt eine Brille mit dicken Gläsern, die seine Augen stark vergrößert erscheinen lassen. Er bedient gerade den Kunden vor ihm, Frank Torborg stellt sich dahinter und bekommt unabsichtlich einen Teil des Gespräches mit. „Wieso wissen Sie, dass Sie das Teil nicht haben? Sie haben hier nicht mal einen Computer. Sehen Sie doch erst mal nach.“ Der Kunde vor ihm scheint verärgert. Der Lagerist zeigt keinerlei Regung. „Wir haben das nicht, ich muss es bestellen.“ Er nimmt einen Zettel und schreibt eine lange Nummer darauf. „Ihr Name?“ Der Kunde nennt seinen Namen. „Wann ist das Teil denn da?“ „Morgen oder übermorgen. Sie können anrufen.“ „Okay, ich melde mich bei Ihnen.“ Er dreht sich um und verlässt das Lager. Der Verwalter sieht ihm hinterher. „Der wird sterben“, äußert er leise, mit unbeteiligter Stimme. „Was haben Sie gesagt? Sterben? Warum?“, fragt Frank Torborg verwirrt. „Wie kommen Sie darauf?“ Ludwig Petersen sieht an seinem Kunden vorbei. „Egal, er wird sterben, in den nächsten zwei Wochen.“ Frank Torborg blickt zufällig auf den Zettel mit der Adresse, die vor ihm auf dem Tresen liegt. Der Lagerist hat nur einen kurzen Blick darauf geworfen, jetzt ist sie für ihn offenbar wertlos geworden. »Max Köster, Fleetstraße 6«, steht dort in keiner, präziser Schrift. Der Lagerist steht regungslos am Tresen und blickt Frank Torborg nicht an, sondern auf den dunkelgrünen Belag vor ihm. Dann plötzlich: „Sie wünschen?“ Er hat eine unerwartet tiefe Stimme, unmelodisch und monoton. Frank Torborg erläutert seinen Wunsch nach dem Adapter für sein Telefon. „Es gibt ihn in zwei Farben, einmal schwarz mit Nummer 3 417 351 806 und in Grau mit der Nummer...“, wieder folgt eine zehnstellige Zahl, die für Frank völlig nutzlos ist, für die der Mann nicht einen Moment überlegen muss. „Ich hätte es gerne in Schwarz.“ Das Interieur seines Wagens ist schwarz, das sollte wohl am besten passen. „Einen Moment!“ Das Zahlenwunder verschwindet und kehrt nach einem Moment mit einer Schachtel zurück. „Hier! Zahlen Sie an der Kasse.“ Frank Torborg sieht auf die Beschreibung auf der Schachtel. Es ist genau das, was er haben wollte. Er bedankt sich und verlässt den unfreundlichen, dunklen Raum. Den Lageristen und den Vorfall mit dem anderen Kunden hat er schon vergessen. *** Zwei Wochen später, Frank Torborg sitzt an seinem Schreibtisch und macht gerade Frühstückspause. Er trinkt mit Schaudern den Kaffee aus dem Automaten auf dem Flur. Leider ist auf dieses schaurig schmeckende morgendliche Gebräu angewiesen. Vor ihm liegt die Zeitung von heute, er stellt die Tasse ab und blickt wieder auf den Text. Auf der zweiten Seite wird sein Augenmerk durch ein großes Bild mit einem völlig demolierten Auto angezogen. Er liest sich den kurzen Artikel durch. Demnach ist der Fahrer Max K. auf dem Obstmarschenweg von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Nach Angaben der Polizei ist er sofort tot gewesen. Er war der einzige Insasse, außer ihm ist niemand zu Schaden gekommen. Frank Torborg kratzt sich am Kopf. Max K.? Könnte das dieser Max Köster sein, dessen Name der Lagerist seiner Werkstatt auf dem Zettel notiert hat? Das hätte er gerne genauer gewusst. Er sucht die Adresse der Polizei, die für den Unfall zuständig ist, aus dem Internet heraus und wählt die angegebene Nummer. Er erfährt, dass der Tote in dem Autowrack tatsächlich Max Köster war. „Kennen Sie die Ursache des Unfalles? War es technisches Versagen oder wurde er vielleicht sogar absichtlich herbeigeführt?“ Der Polizist am anderen Ende der Leitung schüttelt den Kopf, was Torborg natürlich nicht sehen kann. „Nein, es lagen keinerlei Anzeichen dafür vor. Wir halten einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit für die Ursache, ein Blick auf ‘s Handy, vielleicht ist der Fahrer auch kurz eingeschlafen, Sekundenschlaf, wissen Sie.“ *** Wenige Tage später ist in der Zeitung eine Todesanzeige zu sehen. Da steht es wieder: »Max Köster, Fleetstraße 6«. Frank Torborgs Interesse ist geweckt. Entweder hat dieser Ludwig Petersen das Auto sehr geschickt manipuliert, oder er wusste, dass sein Kunde sterben würde. Was für ein Unsinn! Als wenn man das könnte! Frank Torborg ist nicht nur hoch intelligent, er ist auch skrupellos. Seit acht Jahren arbeitet er als Elektroingenieur bei einer Firma für Rettungsboote am Asselersand, der Verdienst ist gut, aber nicht überragend. Vor zehn Jahren hat er wegen Veruntreuung eineinhalb Jahre gesessen. Sein kriminelles Denken ist wegen der Haft nicht zum Erliegen gekommen. Er tüftelt schon länger an einer einträglicheren Methode, zu Geld zu kommen, als Tag für Tag zur Arbeit zu fahren und für andere Leute Gewinn zu erwirtschaften. Sein bösartiges Genie entwickelt bei dem Gedanken an die scheinbare Fähigkeit Ludwig Petersens, den Tod fremder Leute vorherzusagen, blitzartig verschiedene Möglichkeiten. Falls das wirklich möglich wäre, könnte das eine sehr einträgliche Basis für eine Erpressung sein. Die Sache scheint ihm sehr unwahrscheinlich, er hält nichts von Dingen, die gegen jede Naturwissenschaft sprechen, dennoch - eine Überprüfung ist es wert ... Frank Torborg bewohnt ein Haus, das er von seinen inzwischen verstorbenen Eltern geerbt hat. Erbaut worden ist es von 1907-1909 von seinen Großeltern. Er mag das Haus nicht, er hasst es seit seiner Kindheit. Die vielen Räume sind dunkel, es ist ungemütlich eingerichtet. Es in der Nähe von Freiburg nahe der Elbe erbaut worden, abseits der Straße, verborgen hinter inzwischen hoch gewachsenen Bäumen. Es ist eine Jugendstilvilla, mit 220 Quadratmeter viel zu groß für seinen Bedarf als Junggeselle. Einmal ist er hier mit einer Frau erschienen, die hat den düsteren Kasten nicht ausgehalten und ihn alsbald verlassen. Dass neben dem finsteren Haus sein hartherziges Wesen der eigentliche Anlass für die Trennung war, ist ihm nie in den Sinn gekommen. Das Haus hat 18 verschieden große Räume, auf zwei Stockwerke verteilt. Auf dem Dach sitzen viele Erker, am Knick des gewinkelten Gebäudes befindet sich ein keines Türmchen. Am schlimmsten...



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