E-Book, Deutsch, Band 0057, 448 Seiten
Reihe: Bianca Extra
Ferrarella / Paige / Kay Bianca Extra Band 57
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-3357-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0057, 448 Seiten
Reihe: Bianca Extra
ISBN: 978-3-7337-3357-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
EINE AFFÄRE IST NIE GENUG von BRENDA NOVAK
Eine unverbindliche Affäre - mehr will Elijah nicht von seiner hübschen Kollegin Cora. Denn Liebe bedeutet für ihn nichts als Schmerz! Bis er ungeahnte Sehnsucht spürt, sobald er Cora in seine Arme zieht. Doch kaum vertraut er ihr sein Herz an, fürchtet er, dass sie ihn belügt ...
ERIN UND DER SINGLEDAD von MARIE FERRARELLA
Zum ersten Mal im Leben hat Erin sich rettungslos verliebt - ausgerechnet in den sexy Singledad Steve! Gerade noch genießt sie seine zärtlichen Küsse, da muss sie sich traurig fragen: Sucht er bloß eine neue Mommy für seinen süßen Sohn, statt ihre romantischen Gefühle zu erwidern?
... UND DOCH WILL ICH NUR DICH von PATRICIA KAY
Matt ist Olivias heimlicher Traummann. Längst empfindet sie für den Bruder ihres verstorbenen Mannes mehr als nur Dankbarkeit, weil er sich so rührend um sie und ihre Tochter kümmert. Aber eine Liebesbeziehung ist unmöglich! Dafür müsste Matt mit seiner Familie brechen. Was nun?
WER BIST DU, SCHÖNE FREMDE? von LAURIE PAIGE
Die verführerisch schöne Honey stellt Zack Dalton vor ein Rätsel. Wer ist sie wirklich, wenn sie nicht - wie anfangs gedacht - seine lang verschollene Cousine ist? Er weiß nur eins: Seit er sie aus Las Vegas mit zu sich genommen hat, verzehrt er sich mit jedem Tag mehr nach ihr ...
Marie Ferrarella zählt zu produktivsten US-amerikanischen Schriftstellerinnen, ihren ersten Roman veröffentlichte sie im Jahr 1981. Bisher hat sie bereits 300 Liebesromane verfasst, viele davon wurden in sieben Sprachen übersetzt. Auch unter den Pseudonymen Marie Nicole, Marie Charles sowie Marie Michael erschienen Werke von Marie Ferrarella. Zu den zahlreichen Preisen, die sie bisher gewann, zählt beispielsweise der RITA-Award. Als Kind verbrachte Marie Ferrarella ihre Freizeit vor dem Fernseher, häufig schrieb sie die Drehbücher einiger Fernsehserien um und spielte dann selbst die Hauptrolle. Sie träumte von einer Karriere als Schauspielerin. Im Alter von elf Jahren verfasste sie ihren ersten Liebesroman, allerdings war ihr nicht bewusst, dass es sich um eine klassische Romance handelte. Während ihrer Collegezeit begann sie sich immer mehr für den Beruf einer Autorin zu interessieren und gab den Gedanken an eine Schauspielkarriere auf. Nach ihrem Abschluss, einem Master Degree in Shakespearean Comedy zogen sie zusammen mit ihren Eltern von New York nach Kalifornien. Charles, ihre Jugendliebe, hielt die Trennung nicht lange aus und folgte Marie nach sieben Wochen. Nicht lange darauf folgte die Hochzeit, und ihr Kleid dafür nähte Marie Ferrarella selbst. Mit ihren Büchern möchte die Autorin ihre Leserschaft zum Lachen bringen und unterhalten, das macht sie am glücklichsten. Genauso schön findet sie es, einen romantischen Abend mit ihrem Ehemann zu verbringen. Zu ihren Hobbys zählen alte Filme, Musicals sowie Rätsel. Geboren wurde Marie Ferrarella in Deutschland, und als sie vier Jahre alt war, wanderten ihre Eltern in die USA aus. Bereits im Alter von 14 Jahren lernte sie ihren heutigen Mann kennen; mit ihm und ihren beiden Kindern lebt sie in Süd-Kalifornien.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Cora Kelly hatte ihre leibliche Mutter nie kennengelernt.
Die Akten waren nach ihrer Adoption vor achtundzwanzig Jahren versiegelt worden. Es war nicht so, dass Lilly Kelly, ihre Adoptivmutter, niemals von Coras Mutter gesprochen hätte, aber sie kannte nicht einmal ihren Namen. Es gab leider auch kaum Hinweise, mit denen Cora etwas hätte anfangen können. Selbst nachdem sie zwei Anwälte engagiert, auf einer Website für verschollene Familienmitglieder recherchiert und einen Privatdetektiv beauftragt hatte, der kostenlos für sie arbeitete, weil er selbst ein Adoptivkind gewesen war, hatte es sechs lange Jahre gedauert, bis sie an die Informationen gekommen war, nach denen sie so intensiv gesucht hatte. Nun würde sie der Frau, die sie in die Welt gesetzt hatte, in wenigen Minuten endlich gegenüberstehen.
Würde sie ihre Mutter mögen? Wäre sie ihr ähnlicher als auf dem Foto, das sie gesehen hatte? Würde Aiyana Turner sie so akzeptieren, wie sie war?
All diese Fragen gingen Cora unentwegt durch den Kopf und verursachten ihr Magenschmerzen. Doch eine Frage überlagerte alle anderen bei Weitem: War sie gerade dabei, einen riesengroßen Fehler zu begehen?
Sie wischte sich die feuchten Hände an ihrer Hose ab und befahl sich, ruhig zu bleiben. Aiyana wusste momentan lediglich, dass es bei diesem Treffen um Coras Bewerbung als Kunstlehrerin auf der New Horizons Boy Ranch ging. Das Internat für vierzehn- bis achtzehnjährige Teenager aus problematischen Verhältnissen lag etwa anderthalb Stunden von Los Angeles entfernt. Es gab überhaupt keinen Grund für Aiyana, an Coras Identität zu zweifeln, und sie würde sich hüten, ihr zu erzählen, wer sie in Wirklichkeit war. Jedenfalls noch nicht heute. Vielleicht sogar niemals. Deshalb hatte sie sich überhaupt für diesen Job beworben – und ihn sofort akzeptiert, als man ihn ihr angeboten hatte. Denn auf diese Weise hatte sie die Gelegenheit, erst einmal in Ruhe abzuwägen, worauf sie sich einließ, ehe sie eine endgültige Entscheidung traf.
Vielleicht war ihre Mutter ja eine Frau, die sie wenigstens bewundern konnte. Sie wusste bereits, dass Aiyana sehr aktiv in der Jugendhilfe war. Sie kümmerte sich um Jungen, die auf die schiefe Bahn geraten waren. Einige von ihnen waren Waisenkinder, andere hatten noch ihre Eltern. Vor zwanzig Jahren hatte sie diese Schule gegründet, und sie schien vollkommen in ihrer Arbeit aufzugehen. Sie hatte niemals geheiratet und auch keine weiteren Kinder bekommen. Laut einem Artikel zum zwanzigsten Jahrestag der Gründung – durch diesen Bericht war der Privatdetektiv überhaupt erst auf Aiyana aufmerksam geworden – hatte sie im Laufe der Jahre einige ihrer Zöglinge adoptiert; acht, um genau zu sein. Elijah Turner, der älteste von ihnen, war inzwischen Anfang dreißig und arbeitete ebenfalls in New Horizons. Er hatte vor zwei Wochen das Bewerbungsgespräch mit Cora geführt und sie anschließend eingestellt. Weil Aiyana an jenem Tag in der Stadt gewesen war, würde Cora sie erst heute kennenlernen.
„Es tut mir sehr leid, aber Sie müssen noch ein paar Minuten warten. Miss Turner führt gerade ein wichtiges Telefongespräch.“ Die etwa sechzigjährige grauhaarige Empfangsdame lächelte entschuldigend. „Aber viel länger wird es bestimmt nicht mehr dauern.“
Cora holte tief Luft. „Kein Problem. Es macht mir nichts aus zu warten.“ Es machte ihr wirklich nichts aus – abgesehen von der Tatsache, dass sie hier vor Aiyana Turners Büro bald eine Herzattacke bekommen würde vor lauter Aufregung …
„Ist Ihnen zu warm, meine Liebe? Ich kann gerne die Klimaanlage höher stellen …“
Erst jetzt merkte Cora, dass sie sich frische Luft zugefächelt hatte. „Nein, nein, alles in Ordnung.“ Sie ließ die Hand sinken.
„Es ist ein sehr heißer Sommer.“
„Ja, und heute ist es besonders warm“, ergänzte Cora, obwohl es in Burbank, wo sie wohnte, normalerweise noch viel heißer war. Zusammen mit ihrer besten Freundin Jill hatte sie sich eine kleine Wohnung in der Nähe von Hollywood gemietet – dort, wo auch das hübsche Haus ihrer Adoptiveltern stand.
Beim Gedanken an Brad und Lilly bekam sie prompt Gewissensbisse. Sie waren so gut zu ihr gewesen. Sie hatten sie genauso behandelt wie den eigenen Sohn, der zwei Jahre älter war als Cora. Über ihre neue Arbeitsstelle wären sie bestimmt nicht froh – vor allem wenn sie wüssten, welche Gründe wirklich hinter ihrer Berufswahl standen.
Denk jetzt nicht darüber nach. Was sie nicht wissen, kann sie auch nicht verletzen. Es war noch viel zu früh, ihnen jetzt bereits reinen Wein einzuschenken, zumal sie selbst ja auch noch gar nicht wusste, wie das alles enden würde. Vielleicht brachte das Ganze ja auch gar nichts, und vielleicht wäre das sogar das Beste. Als sie ihren Adoptiveltern vor ein paar Jahren gestanden hatte, dass sie nach ihrer leiblichen Mutter suchen wollte, waren Brad und Lilly sehr enttäuscht gewesen. Sie hatten es persönlich genommen und einfach nicht verstanden, dass es gar nichts mit ihnen zu tun hatte, sondern mit der Leere, die Cora in sich spürte und die die beiden niemals würden füllen können. Denn dafür musste sie erst einmal in Erfahrung bringen, woher sie kam, wer sie wirklich war und wohin sie gehörte.
Deshalb setzte sie jetzt alle Hoffnungen auf ihren neuen Job. Ihr Freund – besser gesagt Ex-Freund, da sie letzten Monat mit ihm Schluss gemacht hatte – behauptete, es seien ihre persönlichen Probleme gewesen, an denen ihre zweijährige Beziehung letztendlich gescheitert war. Sie müsse endlich einen Schlussstrich ziehen und nach vorn schauen, hatte er ihr geraten. Denn andernfalls würde sie möglicherweise die Büchse der Pandora öffnen.
Vielleicht hatte er ja recht. Aber jetzt war es zu spät, ihren Plan zu ändern. Denn sie hatte sich bereits für ein Jahr bei New Horizons verpflichtet. Das heutige Treffen mit Aiyana war nur noch eine Formalität – eine Art gegenseitiges Beschnuppern.
Nachdem Cora ihr ganzes Leben in der Großstadt verbracht hatte, war sie sich nicht sicher, ob sie sich in einer so ländlichen Gegend wohlfühlen würde. Aber der Ort war eigentlich gar nicht so übel. Denn hier lebten viele Künstler, das Stadtzentrum war frisch restauriert, das Wasser sauber und die Energie grün. Die Stadt hatte einen hohen Freizeitwert und eine funktionierende Infrastruktur – alles in allem war sie also sehr empfehlenswert. Das Leben lief hier einfach nur ein wenig langsamer ab …
„Miss Kelly?“
Cora schlug das Herz sofort bis zum Hals. Jetzt war der Moment endlich gekommen …
„Ja?“
„Miss Turner hat jetzt Zeit für Sie.“
Einen Moment lang geriet Coras Entschluss ins Wanken, doch dann nickte sie entschlossen und betrat das Büro, an dessen Wänden Fotografien von jedem Abschlussjahrgang von New Horizons hingen.
Die Bilder verschwammen vor ihren Augen, als sie sich auf die kleine Frau mit dem schwarzen Haar konzentrierte, das zu einem dicken Zopf geflochten war. Daher also mein goldbrauner Teint, dachte Cora. Das Bild, das sie gesehen hatte, war leider zu körnig gewesen, um derlei Einzelheiten erkennen zu können. Offensichtlich war ihre Mutter eine halbe Mexikanerin oder Südamerikanerin.
Cora war sich immer schon bewusst gewesen, dass ihre Hautfarbe nicht der der Kellys entsprach. Lilly hatte blondes Haar und blaue Augen und bereits einige kleine Schönheitsoperationen hinter sich. Aiyana dagegen machte den Eindruck, als hätte sie nie etwas an ihrem Aussehen verändert.
„Miss Kelly! Entschuldigen Sie bitte, dass Sie warten mussten. Bei dem Anruf ging es um einen neuen Anwärter für unsere Schule. Da er gerade in ziemlichen Schwierigkeiten steckt, wollte ich die Sache schnellstmöglich erledigen. Seine arme Großmutter, bei der er lebt, weiß sich einfach nicht mehr zu helfen.“
Cora blinzelte kurz, um sich ihre Gefühle nicht anmerken zu lassen. Sie hatte sich so sehr nach diesem Tag gesehnt. Jetzt war er endlich gekommen. Sie schaute ihrer Mutter ins Gesicht.
Doch sie durfte sich nichts anmerken lassen. Was hatte Aiyana gerade erzählt? Etwas darüber, warum sie hatte warten müssen … „Natürlich“, stammelte sie. „Das Wohlergehen der Jungen ist das Wichtigste.“ Das war es doch, worum es ging – oder hatte sie vielleicht etwas falsch verstanden?
Lächelnd deutete Aiyana auf den Stuhl auf der anderen Seite ihres Schreibtischs. „Nehmen Sie doch Platz.“
Cora konnte den Blick gar nicht von ihr wenden. Fast hätte sie sich neben den Stuhl gesetzt.
„Eli hat mir gesagt …“
„Eli?“, echote Cora verwirrt.
„Elijah. Mein Sohn.“
„Ach so.“ Aiyana sprach von dem unglaublich gut aussehenden und beeindruckenden Mann, mit dem Cora vor zwei Wochen gesprochen und der bei ihr sofort einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte.
„Er hat mir erzählt, dass Sie vor sechs Jahren einen Bachelor in Kunsterziehung an der Universität von San Diego gemacht haben.“
„Ja. Ich liebe Kunst und auch das Unterrichten. Beides zusammenzufügen erschien mir da das Natürlichste.“
„Seitdem haben Sie als Aushilfslehrerin gearbeitet?“
„Ja. Nach meinem Abschluss war ich erst einmal froh, mir meine Zeit als Aushilfslehrerin frei einteilen zu können, weil ich einige Reisen mit meinen Eltern gemacht habe. Danach war es leider schwer, eine Vollzeitstelle zu bekommen, weil viele Schulen mittlerweile ihre Etats...




