Buch, Deutsch, 263 Seiten, Format (B × H): 147 mm x 212 mm, Gewicht: 362 g
Buch, Deutsch, 263 Seiten, Format (B × H): 147 mm x 212 mm, Gewicht: 362 g
ISBN: 978-3-8252-6495-6
Verlag: UTB GmbH
Der beschleunigte wirtschaftlich-technische Wandel setzt (Aus-) Bildungsinstitutionen unter Stress. Praktiken, Haltungen, Standards, die für wirtschaftliche Unternehmen wesentlich sind, bestimmen zunehmend auch das Bildungswesen. Grundlegende ethische Werte riskieren dabei verdrängt zu werden. Das Buch will diese Werte und ihre rationale Grundlage in Erinnerung rufen.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Vorwort 11
Einleitung 13
Ausgangspunkt: Was ist überhaupt Ethik, und wozu taugt sie? 15
1 Werte - eine Begriffsbestimmung. Werte im Bildungswesen und in der Wissenschaft 17
1.1 Was sind Werte? 17
1.2 Wirtschaftliche/ökonomische Werte 20
1.3 Ethische Werte 21
1.4 Bildung als Wert: Wissen, Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten 23
1.5 Wertfreiheit der Wissenschaft? 28
1.6 Wertfragen in der Pädagogik 31
1.7 Stellungnahme der Entwicklungspsychologie: Die Auseinandersetzung zwischen Wygotski und Piaget 34
1.8 Werte-Erziehung - eine Herausforderung 38
1.9 Exkurs: Autonomie und Demokratie 39
1.10 Methoden der Werte-Erziehung 40
I. Teil: Das Bildungswesen im Spannungsfeld zwischen Wettbewerb und Ethik
2 Wirtschaft als Vorbild? Zwölf Aspekte der Marktwirtschaft, die auch das Bildungswesen bestimmen 51
2.1 Ausbreitung des Marktes 52
2.2 Lob des Wettbewerbs 54
2.3 Privatisierungstrend 58
2.4 Verschiebung der Autonomie weg vom Individuum zur Firma 60
2.5 Transformation der Kooperationsweisen in der Wirtschaft 61
2.6 Zementierung von Ungleichheit 62
2.7 Technische Fertigung - eine Grundlage der Wirtschaft 63
2.8 Exzessive Quantifizierung 64
2.9 Rationalisierung, Effizienzsteigerung, Beschleunigung 65
2.10 Entstehung von Oligopolen und Monopolen 67
2.11 Abhängigkeit der Wirtschaft von der Börse 68
2.12 Verkehrung des Verhältnisses zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem 70
3 Ökonomisierung der Bildung. Zwölf von der Marktwirtschaft inspirierte Aspekte des Bildungswesens 72
3.1 Ausbreitung des Marktes im Bildungswesen 72
3.2 Lob des Wettbewerbs auch im Bildungswesen 73
3.3 Privatisierungstrends im Bildungswesen 74
3.4 Verschiebung des Ankerpunkts für die Autonomie 76
3.5 Transformation der Kooperationsweisen im Bildungswesen 78
3.6 Zementierung von Ungleichheit im und durch das Bildungswesen 80
3.7 Technische Fertigung als Muster für Bildungsprozesse 82
3.8 Exzessive Quantifizierung im Bildungswesen 83
3.9 Rationalisierung, Effizienzsteigerung, Beschleunigung im Bildungswesen 86
3.10 Entstehung von Oligopolen im Bildungswesen 89
3.11 Was für den Markt die Börse, ist für das Bildungswesen das Ranking 91
3.12 Verkehrung zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem in Bildung und Forschung 93
4 Der Utilitarismus: Ethik als Nützlichkeit? 96
4.1 Das größte Wohl der größten Zahl 96
4.2 Utilitarismus und Ökonomie 98
4.3 Das utilitaristische Gleichheitsprinzip 100
4.4 Kann der Utilitarist moralische Normen gutheißen? 101
4.5 Der Regelutilitarismus 102
4.6 Der utilitaristische Kalkül 105
4.7 Schwachpunkte des Utilitarismus 108
4.8 Christine Korsgaards Kritik am Utilitarismus 109
II. Teil: Ethik und wie man sie begründen kann
5 Ethik als Rücksichtnahme: Von Aristoteles bis Kant 115
5.1 Ethik der Haltungen: Aristoteles und die Folgen 115
5.2 Ethik der Emotionen I: Anregungen von Baruch Spinoza 120
5.3 Ethik der Emotionen II: Der Beitrag von Adam Smith 122
5.4 Ethik der Normen, Gebote und Verbote: Neuzeitlicher Ansatz 126
5.5 Allgemeine Gegenseitigkeit Die Ethik Immanuel Kants 127
5.6 Zwei Probleme 136
5.7 Eine Synthese 137
6 Diskursethik: Ethik in Entscheidungsprozessen 140
6.1 Exkurs in die Demokratietheorie 140
6.2 Zur Logik kollektiver Entscheidungsprozesse 142
6.3 Ethik und Diskurs I: Die Theorie von Jürgen Habermas 147
6.4 Philosophieren mit Kindern 149
6.5 Ethik und Diskurs II: Die Theorie von Karl-Otto Apel 150
6.6 Zur Begründung des Gleichheitsprinzips 152
6.7 Kooperation und Moralbegründung 153
6.8 Symmetrische und asymmetrische Kooperation 157
7 Ethische Klippen im Bildungswesen: Autonomie, Machtfrage, Berufsethos, Chancengleichheit 160
7.1 Autonomie und Achtung 160
7.2 Machtasymmetrie oder die verleugnete Realität 160
7.3 Berufsethos der Lehrkraft oder die Aufforderung zum Widerspruch 169
7.4 Chancengleichheit oder der kaum erfüllbare Auftrag 173
III. Teil: Ethik in der Entwicklungsperspektive
8 Entwicklung der Ethik in geistesgeschichtlicher Perspektive 183
8.1 Dezentrierung als allgemeines geistiges Phänomen 183
8.2 Dezentrierung in der Wissenschaft 185
8.3 Dezentrierung in der Ethik 186
8.4 Eine Geschichte der Ethik als Folge von Dezentrierungen 188
8.5 Menschenrechte und die UNO 193
8.6 Exkurs: Die Zweischneidigkeit identitärer Bewegungen 196
Veranschaulichung der zyklischen Wiederholung der Abfolge von Zentrierung und Dezentrierung 200
9 Das Ethik-Verständnis in der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen 202
9.1 Entwicklung ist stufenweise Dezentrierung 202
9.2 Die Anfänge: Piagets „sensomotorische“ Stufe 204
9.3 Das Gesicht im Spiegel Empathie und keimender Wille 206
9.4 Das gespiegelte Ich Das Kind gewinnt ein Bild von sich selbst 208
9.5 Die gespiegelte Sozialbeziehung und die Bildung einer eigenen Rolle 215
9.6 Die gespiegelte Rolle: Entwicklung bis zum Erwachsenenalter 220
9.7 Exkurs: Der moralische Relativismus 228
10 Tierethik und Ökologische Ethik 230
10.1 Die ökologische Krise 230
10.2 Anthropozentrismus 233
10.3 Pathozentrismus: Konzentration auf leidensfähige Wesen 237
10.4 Wo Dezentrierungs-Prozesse beginnen, ist wichtiger, als wo sie enden 243
10.5 Welche Dezentrierung? 244
10.6 Der Physiozentrismus 249
10.7 Die anthropische Bedrohung 249
10.8 Schluss 250
Literaturverzeichnis 253