Mauel | Bad For Me (For-Me-Reihe 3) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 381 Seiten

Reihe: For-Me-Reihe

Mauel Bad For Me (For-Me-Reihe 3)

Bad Boy Liebesroman mit Tiefgang | Eine verbotene Liebe und ein Geheimnis, das alles zu zerstören droht
1. Auflage, Digital Original 2023
ISBN: 978-3-646-61047-5
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Bad Boy Liebesroman mit Tiefgang | Eine verbotene Liebe und ein Geheimnis, das alles zu zerstören droht

E-Book, Deutsch, Band 3, 381 Seiten

Reihe: For-Me-Reihe

ISBN: 978-3-646-61047-5
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Niemand darf von ihren Gefühlen zueinander wissen - nicht die Upper-Class-Eltern und nicht die Lower-Class-Gang: Mit Helena, dem Mädchen aus guten Hause, und Ben, dem verruchten Gangmitglied, kommen knisternde Westside-Story-Vibes auf. **Bist du bereit, alles für die Liebe zu geben?** Nachdem Helena den Bad Boy ihres Viertels fast mit ihrem Fahrrad überfährt, ahnt sie schon, dass sein Interesse an ihr nichts als Probleme mit sich bringt. Ben ist das komplette Gegenteil von ihr: zerlöcherte Klamotten, keine Manieren, keine Zukunft. Und doch bekommt sie ihn nicht aus ihren Gedanken. Dabei ist ihr eigenes Leben schon mehr als kompliziert und sie kann unmöglich mit jemandem zusammen sein, dessen Leben von Gefahr und Ärger bestimmt wird. Trotzdem können die beiden einander nicht fernbleiben und aus ihren heimlichen Treffen wird bald mehr. Aber sowohl Helenas Eltern als auch Bens Kumpels aus der Gang dürfen nie etwas von der Beziehung erfahren ... //»Bad For Me« ist der dritte Band der »For-Me-Reihe« von Veronika Mauel. Es handelt sich um eine Neuauflage des Romans »Ben & Helena« aus der Romance-Reihe »Kai & Annabell«. Alle Bände der Bad Boy-Trilogie bei Impress:   -- Risk For Me (Band 1) -- Lie For Me (Band 2) -- Bad For Me (Band 3)//  Diese Reihe ist abgeschlossen.

Veronika Mauel wuchs in einer Kleinstadt in der schönen Oberpfalz auf. Bereits als Jugendliche schrieb sie selbst erfundene Geschichten. Auch während und nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin begeisterte sie mit ihren Erzählungen ihre Schützlinge im Kindergarten. Ihre Leidenschaft gilt Jugendbüchern mit einem Touch Romantik.
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Autoren/Hrsg.


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1. Kapitel


Helena


Ich war eine Fee mit leuchtendem Zauberstab, die über die Unendlichkeit einer bunten Blumenwiese schwebte … bis mein Wecker klingelte und ich mich fragte, ob man das dämliche Ding eigentlich auch auf bessere Zeiten stellen kann. Augen rollend verpasse ich dem Störenfried einen Schlag, wobei ich ihn auch gerne an die Wand geworfen hätte, so dass er gar nicht in Versuchung kommt, jemals wieder einen Ton von sich zu geben. Doch da Wecker leider keine Frösche sind, die sich dadurch in Prinzen verwandeln und ich außerdem viel zu gutmütig und wohlerzogen bin, um derartige Aktionen zu liefern, bleibt das Teil brav auf meinem Nachtkästchen stehen. Ich bin unendlich müde und schaffe es nur mit größter Willensanstrengung mich aus dem Bett zu hieven. Es war eine von unzähligen Nächten gewesen, in denen ich wieder Stunden lang wach gelegen und vor mich hin sinniert hatte. Keine Ahnung, wie lange das noch so weitergehen soll. Immer häufiger fühle ich mich ausgelaugt und antriebslos und frage mich, woher ich die Kraft für den bevorstehenden Tag nehmen soll. Vollkommen gerädert stapfe ich auf bloßen Füßen durch den Flur, hinüber ins Bad. Draußen klatscht der Regen gegen das Fenster und ab und an weht ein einsames Herbstblatt vorbei. Weiß wohin das Auge reicht. Ich entledige mich meines Schlafshirts und steige unter die Dusche. Ungeduldig warte ich, bis das Wasser endlich warm ist. Als ich mich zehn Minuten später abtrockne, werfe ich einen Blick auf die Uhr, es bleibt weniger als eine Stunde Zeit für ein Frühstück und den Weg zur Schule. Ungeduldig lasse ich den Föhnwind durch mein Haar blasen und verlasse schließlich perfekt geschminkt und das lange Haar zu einem französischen Zopf geflochten das Bad. Leise schleiche ich mich die Treppe hinunter, um meine Mutter, die noch immer schläft, nicht zu wecken. Vor einem Jahr war noch alles anders.

Traurig denke ich, als ich mir eine Schüssel für mein Müsli aus dem Schrank nehme, über diese Zeit von vor zwölf Monaten nach. Damals, als meine kleine Schwester noch bei uns war, saßen wir zu dritt am Frühstückstisch. Mama hat oft eine Duftkerze angezündet und mit uns Pläne für den Nachmittag geschmiedet. Ab und zu hat sie uns sogar morgens ein Märchen vorgelesen. Meistens war es Dornröschen. Meine kleine Schwester hat diese Geschichte über alles geliebt, obwohl sie mit ihren zehn Jahren eigentlich schon viel zu alt dafür war. Wer hätte damals ahnen können, dass aus diesem Märchen bald so grausamer Ernst wird. Meine kleine Schwester schläft genauso wie die schöne Königstochter, doch wird sie nicht, nach hundert Jahren in strahlender Schönheit wieder erwachen. Wahrscheinlich schlägt sie nie wieder die Augen auf und wenn sie es tut, wird sie nie wieder so sein wie zuvor. Geliebte Lilly. Süße, kleine Prinzessin. Unser Dornröschen, das für immer schläft. Eine einzelne Träne kullert über meine Wange und tropft in die Schüssel mit den Cornflakes. Die Rollen in diesem wahr gewordenen Märchen sind klar verteilt. Meine Mutter nimmt an der Seite meines Vaters, dem König, den Platz als Königin ein und ich?

Ich bin die 13. Fee. Die böse, grausame Fee, die Dornröschen ihres Lebens beraubt und für immer in die Traumwelt verbannt hat. Ich bin schuld, dass Lillys Lachen nicht mehr durch dieses Haus schallt, kein kleines Mädchen im Prinzessinnenkleid durch die Räume tanzt. Ich trage die Schuld daran, dass Kummer und Traurigkeit jegliche Lebensfreude und Leichtigkeit aus diesem Haus vertrieben haben. Meine Eltern können mir nicht verzeihen, was geschehen ist und lassen mich das jeden Tag spüren. Lilly war ein Wunschkind, ihre kleine Sonne, und obwohl ich wusste, dass meine Eltern meine kleine Schwester viel lieber hatten als mich, konnte auch ich mich nicht Lillys Aura entziehen. Lilly brachte alles zum Strahlen, jeder hatte sie gern. Sie besaß eine unverfängliche Art und sah in allem das Gute. Selbst einem düsteren Tag wie heute, konnte sie etwas Schönes abgewinnen. Meine Schwester, sie war etwas Besonderes. Ein Kind, wie es sich Eltern wünschen. Klein und zart mit hellen Locken, die um ihr schmales Gesicht tanzten und einem Herzen aus Gold.

Der letzte Löffel Cornflakes bleibt mir im Hals stecken, als ich Lillys Lächeln vor mir sehe. Schnell räume ich das Geschirr in die Spülmaschine und stürze ins Bad. Vor der Toilette gehe ich in die Knie. Geräuschlos öffne ich den Deckel und stecke mir den Finger, so weit ich es schaffe in den Mund. Ich bemühe mich, dass mein Würgen nicht allzu laut ist. Auf keinen Fall darf mich meine Mutter dabei hören. Ich habe ihnen schon genug Sorgen bereitet.

Manchmal wünsche ich mir unsichtbar zu sein, so dass meine Eltern nicht mehr diesen vorwurfsvollen und todtraurigen Gesichtsausdruck bekommen, wenn sie an mir vorüber laufen. Ich spüle mir gründlich mit Wasser den Mund aus und stecke einen Kaugummi zwischen die Lippen, bevor ich in meinen Anorak und die Winterstiefel schlüpfe. Es regnet noch immer, als ich über den Gartenweg zur Garage laufe, um mein Fahrrad zu holen. Trotzdem ich mir die Kapuze tief ins Gesicht gezogen habe, klatschen mir beim Fahren die kalten Tropfen fast schmerzhaft auf die Wangen und die Nase. Es ist saukalt und ich ärgere mich, dass ich meine Handschuhe zuhause vergessen habe. Es dauert nicht lange und ich bin völlig durchnässt. Der Wind und die Kälte dringen in all meine Glieder und bringen mich zum Schlottern. Ich will so schnell wir möglich zur Schule, um mich noch ein wenig an den Heizkörpern aufzuwärmen ehe der Unterricht beginnt. Ich trete wie besessen in die Pedale und schneide eine Kurve, als ich aus den Augenwinkeln plötzlich einen Schatten wahrnehme. Erschrocken ziehe ich scharf an der Handbremse, was zur Folge hat, dass mein Reifen blockiert und auf dem nassen Asphalt ins Rutschen gerate. Mit voller Wucht knalle ich auf die Straße, während mein Fahrrad davon schlittert. Schmerz schießt durch meine rechte Hüfte, mit der ich auf die Bordsteinkante geknallt bin. Benommen bleibe ich liegen und hoffe, darauf, dass das Hämmern und Stechen in meinem Körper verebbt. Leider ist das nicht der Fall, die Hüfte tut weiter weh und ich fühle mich, als hätte mich ein Güterwaggon überrollt. Plötzlich fällt mir dieser Schatten wieder ein, den ich mir eingebildet hatte. Oh mein Gott! Bitte! Lass mich niemanden angefahren haben. Mein Herz schlägt wie wild. Habe ich schon wieder nicht richtig aufgepasst und somit jemanden in Lebensgefahr gebracht? Stöhnend und die Schmerzen ignorierend rapple ich mich auf, als sich plötzlich jemand über mich beugt.

Ben


Verfluchte Scheiße! Dachte die Kleine, wir befinden uns hier auf einer Rennstrecke? Es hätte nicht viel gefehlt und sie hätte mich umgenietet. Allein meiner Reaktionsfähigkeit ist es zu verdanken, dass ich so schnell zur Seite springen konnte. Zwar bin ich trotzdem ausgerutscht und auf dem Arsch gelandet, aber was soll‘s ich habe schon Schlimmeres erlebt. Ihr Sturz scheint jedoch nicht so glimpflich ausgegangen zu sein. Ihre, fast schon lächerlich unbeholfenen Versuche aufzustehen, erinnern an ein Fohlen, das zum ersten Mal probiert auf die Beine zu kommen. Und obwohl ich mega angepisst bin von der Kleinen, dass sie mir solch einen Schrecken eingejagt hat, kann ich dieses hölzerne Gehampel, dass sie da an den Tag legt, nicht länger mit ansehen und greife ihren Arm und helfe ihr auf die Beine.

»Machst du hier einen Schumi oder bist du zu dämlich ein Fahrrad zu beherrschen?«, frage ich erbost.

Entgeisterung spiegelt sich in ihren Augen.

»Es … es …«, stammelt sie los.

»Es … es …«, äffe ich sie nach. »Sag jetzt bloß nicht, dass es dir leid tut, denn das macht meinen Arsch auch nicht wieder trocken!«

»Was?« Verblüfft starrt sie mich an. Ist sie immer so begriffsstutzig oder hat auch ihr Kopf etwas bei dem Sturz abbekommen?

Ich rolle mit den Augen und drehe mich um und hebe die Jacke hoch, damit sie meinen nassen Hintern begutachten kann, der durch ihre Ungeschicktheit enge Freundschaft mit einer Pfütze geschlossen hat.

»So genug gestarrt. Ich will ja nicht, dass du noch unnötig geil auf mich wirst!« Grinsend ziehe ich die Jacke an ihren Platz zurück. Die Kleine ist so knallrot im Gesicht geworden, dass es sogar im Schein der Straßenlaterne zu sehen ist. Meine Fresse, ist die prüde! Sie scheint ziemlich verklemmt zu sein, wenn ihr schon solche Sprüche an die Nieren gehen.

»Sorry! Es tut mir wirklich sehr leid!«, murmelt sie und senkt den Kopf. Ich will mich soeben vom Acker machen, als sie plötzlich ihren Schulrucksack durchwühlt und etwas auf einen Zettel kritzelt. Sie muss sich bei dem Sturz wirklich weh getan haben, denn als sie eben in die Hocke ging, hat sie ihr Gesicht schmerzhaft zu einer Maske verzogen. »Was soll ich damit?«, frage ich verblüfft, als sie mir das abgerissene Blockblatt reicht. Als ich sehe, was darauf steht, kann ich mir ein abfälliges Schmunzeln nicht verkneifen. Scheiße, ist die Kleine peinlich.

»Bist du so scharf auf meinen Arsch geworden, dass du jetzt ein Date mit mir willst?«

Sie wird schon wieder rot und ich sehe, wie sich ihre Hände zu Fäusten ballen. Blitze schießen aus ihren Augen in meine Richtung und drohen mich zu versengen. Scheinbar habe ich sie mit meinem Spruch aus der Reserve gelockt. Und um ehrlich zu sein, es gefällt mir, sie derart in Rage zu sehen.

»Du Trottel! Ich wollte dir nur meine Adresse geben, damit ich die Kosten für die Reinigung deiner Klamotten übernehmen kann. Beziehungsweise … »

Sie deutet in Richtung meines Hinterteils. Und nun ist sie es, um deren Mundwinkel ein hämisches Lächeln zuckt, was mich...



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