Maybach | Ein Unfall für die Liebe | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 278, 100 Seiten

Reihe: Der kleine Fürst

Maybach Ein Unfall für die Liebe

Der kleine Fürst 278 - Adelsroman
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7409-7829-7
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der kleine Fürst 278 - Adelsroman

E-Book, Deutsch, Band 278, 100 Seiten

Reihe: Der kleine Fürst

ISBN: 978-3-7409-7829-7
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie 'Der kleine Fürst' in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten 'Der kleine Fürst' nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. 'Der kleine Fürst' ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Kann ich bei dir vorbeikommen?«, fragte Amelie. »Blöde Frage, natürlich kannst du«, erwiderte Marina. »Was ist passiert?« »Er ... er war hier. Und ich bin ausgerastet. Ich wollte es nicht, ehrlich nicht, es ist einfach passiert. Er hat dann noch mindestens zehn Mal geklingelt, aber ich habe ihn vor der Tür stehen lassen. Dabei ... dabei hätte ich ihn so vieles fragen wollen, aber irgendwie ...« »Bleib, wo du bist, ich bin gleich da«, sagte Marina. Zehn Minuten später saß sie mit Amelie in deren Wohnzimmer und ließ sich noch einmal erzählen, wie sich die erste Begegnung zwischen ihr und Antonias Vater Johannes von Dreesen abgespielt hatte. »Und zum Schluss habe ich ihm mit Schwung die Tür vor der Nase zugeknallt.« »Und sie nicht wieder geöffnet, obwohl er mehrmals geklingelt hat?« Amelie nickte. »Ich weiß auch nicht, was mich so auf die Palme gebracht hat, ehrlich, ich kann es nicht erklären.« »Wie sieht er denn aus? Tonis Vater, meine ich?« »Seine Nase ist ein bisschen schief, das macht sein Gesicht interessant.

Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie 'Der kleine Fürst' in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt 'Das Tagebuch der Christina von Rothenfels', 'Rosenweg Nr. 5', 'Das Ärztehaus' und eine feuilletonistische Biografie. 'Der kleine Fürst' ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.
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»Kann ich bei dir vorbeikommen?«, fragte Amelie.

»Blöde Frage, natürlich kannst du«, erwiderte Marina. »Was ist passiert?«

»Er … er war hier. Und ich bin ausgerastet. Ich wollte es nicht, ehrlich nicht, es ist einfach passiert. Er hat dann noch mindestens zehn Mal geklingelt, aber ich habe ihn vor der Tür stehen lassen. Dabei … dabei hätte ich ihn so vieles fragen wollen, aber irgendwie …«

»Bleib, wo du bist, ich bin gleich da«, sagte Marina.

Zehn Minuten später saß sie mit Amelie in deren Wohnzimmer und ließ sich noch einmal erzählen, wie sich die erste Begegnung zwischen ihr und Antonias Vater Johannes von Dreesen abgespielt hatte.

»Und zum Schluss habe ich ihm mit Schwung die Tür vor der Nase zugeknallt.«

»Und sie nicht wieder geöffnet, obwohl er mehrmals geklingelt hat?«

Amelie nickte. »Ich weiß auch nicht, was mich so auf die Palme gebracht hat, ehrlich, ich kann es nicht erklären.«

»Wie sieht er denn aus? Tonis Vater, meine ich?«

»Seine Nase ist ein bisschen schief, das macht sein Gesicht interessant. Er ist blond und hat blaue Augen. Also, ich meine: richtig blaue Augen. Die sind mir zuerst aufgefallen.«

»Blaue Augen wie Toni?«

»Oh … ja, stimmt. Blaue Augen wie Toni.«

»Und was hat er gesagt?«

Amelie dachte nach, ziemlich lange. Endlich gestand sie: »Ich glaube, mehr oder weniger nichts, nachdem er sich vorgestellt hatte.«

»Wie bitte? Er hatte ja einen Grund, dich aufzusuchen, den wird er dir doch wenigstens verraten haben.«

»Hätte er wahrscheinlich, aber ich … also, ich habe ihn nicht zu Wort kommen lassen, Marina.«

»Überhaupt nicht?«

Stumm schüttelte Amelie den Kopf.

Marina legte ihr einen Arm um die Schultern und zog sie an sich. »Du bist schon ein Huhn«, sagte sie liebevoll. »Du willst doch wissen, wie es Toni bei ihm geht. Deshalb hast du diesen netten Butler im Schloss angerufen. Nun hättest du die Gelegenheit gehabt, dir ein Bild von ihrem Vater zu machen, und du schlägst ihm die Tür vor der Nase zu?«

Amelie fing an zu weinen, und Marina sagte nichts mehr. Es war ja ohnehin zu spät.

*

Johannes fluchte lautstark vor sich hin. Er hatte wie ein Idiot vor ihrer Wohnung gestanden und geklingelt, aber in der Wohnung war alles still geblieben. War sie direkt hinter der Tür stehen geblieben und hatte sich über ihn amüsiert? Oder hatte sie sich auf ihr Sofa gelegt und einfach abgewartet, bis er endlich aufgab?

Zuerst machte sie ihn zur Schnecke, und dann knallte sie ihm einfach die Tür vor der Nase zu! Er konnte es noch immer nicht fassen. Wollte sie denn nicht wissen, wie es Toni ging? Interessierte sie sich dafür überhaupt nicht? Und wollte sie sich nicht wenigstens ein Bild von ihm, dem Vater machen?

Gut, er hatte sie auch abblitzen lassen, als sie versucht hatte, mit ihm in Kontakt zu treten, aber jetzt war die Situation doch eine völlig andere! So nachtragend konnte ein vernünftiger Mensch nicht sein, dass er nicht bereit war, über derlei Dinge hinwegzusehen und sich jetzt der Zukunft zuzuwenden.

Er brauchte über eine Stunde, bis er sich auch nur halbwegs wieder beruhigt hatte. Die Fahrt hierher jedenfalls war ein kompletter Reinfall gewesen, und er musste sich leider sagen, dass er das vorher hätte wissen können. Schließlich hatte sie auf keine seiner Nachrichten reagiert. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, ihr einen Brief zu schreiben, um ihr zu erklären, warum er sie sprechen wollte.

Er konnte sich einfach nicht entscheiden, sich ins Auto zu setzen, um zurückzufahren. Noch immer stand er auf der Straße, in der Nähe des Hauses, in dem sie wohnte, und überlegte, wie es ihm gelingen könnte, sie doch noch zu sprechen. Er wusste im Grunde, dass es aussichtslos war, klarer konnte ein Mensch ja nicht machen, dass er zu keinem Gespräch bereit war, als sie es getan hatte. Dennoch stand er noch immer hier, wie festgewachsen.

Er hatte längst im Schloss angerufen, um zu sagen, dass er später kommen würde als geplant – und auch, dass das Gespräch nicht zustande gekommen war. Und er hatte eine junge Frau in das Haus hineingehen sehen. Es wohnten mehrere Parteien dort, aber sie hatte geklingelt, besuchte also jemanden. Ohne zu wissen warum, war er überzeugt davon, dass die Frau zu Amelie von Seitz wollte. Eine Freundin vielleicht – oder ihre Schwester. Sie sahen sich ähnlich, beide schwarzhaarig, schlank und attraktiv. Ja, sie war ganz bestimmt bei Amelie von Seitz.

Wieso stand er noch hier? Er konnte natürlich noch einmal klingeln, vielleicht hatte er jetzt mehr Glück. Vielleicht war diese Freundin oder Schwester so klug, ihr zu raten, mit ihm zu reden?

Er verlor sich in Fantasien, was passieren würde, falls er dieses oder jenes täte, während er weiterhin auf seinem Beobachtungsposten blieb und – nichts tat. Und dann kam die junge Frau wieder aus dem Haus. Sie war über eine Stunde dort gewesen, jetzt ging sie wieder.

Wie von einer fremden Macht gesteuert folgte Johannes der Frau. Sie ging nicht besonders schnell, deshalb hatte er sie bald eingeholt. »Entschuldigen Sie bitte«, sagte er.

Sie blieb sofort stehen und drehte sich zu ihm um. Dunkle Augen, dunkle Haare – sie sah Amelie von Seitz auch aus der Nähe verblüffend ähnlich. »Sind Sie Frau von Seitz’ Schwester?«, fragte er.

Langsam gingen ihre Augenbrauen in die Höhe, während sie ihn aufmerksam musterte.

»Entschuldigen Sie bitte«, setzte er hastig hinzu. »Ich bin Johannes von Dreesen, ich wollte mit Frau von Seitz sprechen, aber sie hat mich leider nicht einmal zu Wort kommen lassen. Ich … ich sah Sie aus dem Haus kommen und dachte …« Er brach ab, er machte sich ja lächerlich. Schließlich wusste er nicht einmal sicher, ob sie Amelie von Seitz tatsächlich kannte.

»Und jetzt suchen Sie Verbündete, die Ihnen dabei helfen, an sie heranzukommen?«

Etwas an ihrem Tonfall ermutigte ihn, das Gespräch fortzusetzen. Sie war nicht direkt freundlich, aber auch nicht abweisend und ungehalten, weil er sie einfach angesprochen hatte. »Ich weiß mir keinen Rat mehr«, sagte er offen. »Aber ich muss mit ihr reden, wirklich dringend.«

»Sie musste auch mit Ihnen reden, dringend.«

Das war zumindest das Eingeständnis, dass er richtig vermutet hatte: Die beiden jungen Frauen kannten sich und waren vertraut miteinander. Sie hatten über ihn geredet.

»Ich weiß, ich habe mich schlecht benommen, weil ich meine Ruhe haben wollte. Aber jetzt ist die Situation ja eine andere. Es gibt ein kleines Mädchen, über dessen Schicksal entschieden werden muss. Ich finde, das ist wichtiger als persönliche Empfindlichkeiten. Geben Sie mir einen Rat: Soll ich noch einmal bei ihr klingeln und versuchen, mit ihr ins Gespräch zu kommen?«

»Nein, nicht jetzt. Sie braucht noch Zeit.« Die dunklen Augen blitzten ihn herausfordernd an. »Sie ist kein nachtragender Mensch, normalerweise, aber Sie haben es sich mit ihr so gründlich verdorben wie noch niemand zuvor. Das ist eine echte Leistung.«

»Auf die ich nicht stolz bin, glauben Sie mir.«

Wieder traf ihn ein prüfender Blick. »Ich glaube Ihnen. Warten Sie noch, auch wenn mir klar ist, dass die Zeit drängt. Amelie weiß, dass sie irgendwann mit Ihnen reden muss. Sie fühlt sich verantwortlich für Tonis Wohlbefinden, auch wenn Sie der Vater sind. Diese ganze Geschichte macht ihr sehr zu schaffen. Aber heute Abend ist nicht der richtige Zeitpunkt für Ihr erstes Gespräch mit ihr. Mehr als das kann ich Ihnen nicht sagen, und jetzt entschuldigen Sie mich bitte.«

»Sind Sie denn nun ihre Schwester?«

Ein knappes Kopfschütteln. »Ich bin Marina Lombardi, Amelies beste Freundin. Gute Nacht, Herr von Dreesen.«

Mit schnellen Schritten eilte sie davon.

Johannes kehrte zu seinem Wagen zurück, setzte sich ans Steuer und machte sich auf den Weg nach Sternberg. Er war froh, als er knapp anderthalb Stunden später auf die Straße zum Schloss abbiegen konnte. Es war viel später geworden als geplant, aber immerhin war sein Ausflug wegen des kurzen Gesprächs, das er mit Marina Lombardi hatten führen können, nicht gänzlich erfolglos geblieben.

Eberhard Hagedorn empfing ihn am Hauptportal. »Schön, dass Sie zurück sind, Herr von Dreesen. Die Herrschaften sitzen auf der Terrasse. Frau Falkner hält noch Essen für Sie bereit. Sie müssen hungrig sein.«

Das war er in der Tat, auch wenn er auf der Fahrt kaum ans Essen gedacht hatte. Aber jetzt, da der alte Butler es ihm in Erinnerung gerufen hatte, merkte er plötzlich, wie leer sich sein Magen anfühlte.

Er war froh, die ganze Familie noch anzutreffen, denn auch die Teenager waren noch auf.

»Wir haben angefangen, uns Sorgen zu machen, Jo«, erklärte die Baronin.

»Erzähl, wie ist es abgelaufen?«, drängelte Anna, die wie immer ihre Neugier am wenigsten bezwingen konnte.

Johannes schaffte es, das Geschehen zusammenzufassen, bevor Eberhard Hagedorn persönlich ihm servierte, was Marie-Luise Falkner für ihn vorbereitet hatte. So konnte er in Ruhe essen, während die Familie über das Gehörte diskutierte.

Es war Christian, der schließlich die entscheidende Frage stellte: »Aber wie lange sollst du denn warten, bis du den nächsten Versuch unternimmst, mit ihr zu sprechen, Jo?«

»Frag mich was Leichteres«, murmelte Johannes. »Zuerst muss ich mich von diesem Mal erholen, dann sehen wir weiter. Wie geht es übrigens Toni?«

»Sie ist einfach ein Schatz«, berichtete Sofia mit warmer Stimme. »Und am liebsten hat sie es, wenn wir alle um sie herum sind. Dass die Teenager tagsüber nicht da sind, gefällt ihr nicht, und...



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