Maynard | Heiße Nächte mit dem Bad Boy | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2126, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Maynard Heiße Nächte mit dem Bad Boy


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2611-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2126, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2611-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie muss verrückt sein! Zwei Mal hat Fiona sich schon von Hartley Tarleton zu einer gemeinsamen Nacht verführen lassen, und zwei Mal ist er danach ohne ein Wort aus ihrem Leben verschwunden. Jetzt steht der sexy Bad Boy wieder vor ihrer Tür. Sie sollte es eigentlich besser wissen - doch seine dunklen Augen und dieses unwiderstehliche Lächeln ... Schon entfacht Hartley heftige Begierde in ihr. Unwiderstehlich fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch soll sie es wirklich riskieren, noch einmal von ihm verletzt zu werden?



Janice Maynard wuchs in Chattanooga, Tennessee auf. Sie heiratete ihre High-School-Liebe während beide das College gemeinsam in Virginia abschlossen. Später machte sie ihren Master in Literaturwissenschaften an der East Tennessee State University. 15 Jahre lang lehrte sie in einem Kindergarten und einer zweiten Klasse in Knoxville an den Ausläufern der schönen Great Smoky Mountains. Im Herbst 2002 verließ sie die Schule um in Vollzeit zu schreiben.

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1. KAPITEL

Hartley Tarleton hatte in seinem Leben eine Menge Fehler gemacht, doch Fiona James zu verlassen, und das gleich zweimal, war der dümmste gewesen. Allerdings hatte er seine Gründe gehabt. Mildernde Umstände. Familiäre Verpflichtungen. Dennoch hatte er die Dinge schlecht gemanagt. Fiona war vermutlich nicht in versöhnlicher Stimmung. Schlimmer noch, er war hier, um sie demütig um einen Gefallen zu bitten.

Trotz jeder Menge Bedenken parkte er auf der Straßenseite gegenüber ihrem ordentlich gepflegten Bungalow. Das Mittelklasseviertel von Charleston war sanft gealtert, hatte das Beste des Südstaaten-Charmes der Stadt behalten und war noch immer erschwinglich für Singles und junge Familien. Fiona war Landschaftsmalerin, sehr talentiert und mit erstklassigem Ruf. Die brotlosen Künstlerjahre lagen hoffentlich hinter ihr.

Hartley trommelte auf dem Lenkrad herum und ging in Gedanken noch einmal seine Rede durch. Das Haus und die Frau zogen ihn wie magisch an. Zwei Nächte hatte er hier verbracht, wenn auch nicht hintereinander. Aus Gründen, die er nicht zu eingehend analysieren wollte, erinnerte er sich an jedes Detail.

An schwierigen Tagen im vergangenen Jahr war er zur Ruhe gekommen, indem er sich die wunderschöne alte Essecke in Fionas kleiner Küche in Erinnerung rief. Der Tisch war gelb mit grauen Sprenkeln. Er hatte sich Fiona mit ihren natürlichen roten Locken und den riesigen graublauen Augen vorgestellt, wie sie mit einem Zeichenblock vor sich auf einem der Stühle mit den verchromten Beinen saß.

Langsam stieg er aus dem Auto und streckte sich. Derart zögerlich zu sein sah ihm gar nicht ähnlich. Eigentlich war er eher impulsiv. In jungen Jahren hatten die Leute diese Tendenz als Zeichen von jugendlicher Unreife kritisiert. Er sah es lieber so, dass er den Stier bei den Hörnern packte. Er nahm sein Schicksal gern selbst in die Hand.

Ein Schweißtropfen rann ihm den Rücken hinunter. Der Tag war absurd heiß und feucht. Vielleicht war er zu lange weg gewesen. Charleston war sein Zuhause. Warum bloß fühlte er sich wie ein Eindringling?

Das Herz hämmerte ihm in der Brust, als er die Straße überquerte und den Weg hinauflief. Er hatte sich Sorgen gemacht, dass Fiona unterwegs sein könnte, doch ihr sorgfältig restaurierter VW Käfer stand in der Einfahrt. Das Auto war so pink wie Zuckerwatte, und kleine blaue Seepferdchen zierten die Motorhaube. Alles in allem ein schrulliger Wagen, der perfekt zum Image einer Künstlerin passte.

Auf der Veranda lockerte er die Krawatte und zwang sich, einen kühlen Kopf zu bewahren. Trauer und jede Menge andere Emotionen strömten auf ihn ein. Sein Hals war staubtrocken. Fest entschlossen drückte er auf die Klingel.

Als Fiona die Türklingel hörte, seufzte sie erleichtert auf. Sie hatte neue Öl- und Acrylfarben im Wert von mehreren hundert Dollar bestellt. Die Gebühr für die Über-Nacht-Lieferung hatte sie erschaudern lassen, doch sie war selbst schuld, weil ihr nicht früher aufgefallen war, dass sie nicht alles Nötige hatte, um den neuen Auftrag zu beginnen.

Sie trug ein farbbeflecktes T-Shirt und uralte Jeans mit Löchern an den Knien, aber der Paketbote hatte sie schon schlimmer gesehen. Als sie auf die Füße sprang, protestierte ihr Rücken. So lange auf einem Fleck zu sitzen und sich Verspannungen zuzuziehen war ein Berufsrisiko. Wenn sie tief in ihre Arbeit versunken war, konnte sie stundenlang malen oder zeichnen, ohne zu bemerken, wie die Zeit verging.

Der Sprint durch das kleine Haus bis zur Tür dauerte nur Sekunden. Das Einzige, was sie kurz aufhielt, war ein Zusammenstoß ihres Zehs mit dem hinteren Fuß des Sofas. Verdammt, verdammt, verdammt. Vor Schmerzen sprang sie auf dem anderen Fuß weiter. Sie musste sich beeilen, denn die Annahme des Pakets erforderte eine Unterschrift.

Atemlos und keuchend riss sie die Tür auf und war kurz von den hellen Sonnenstrahlen geblendet. Der Mann, der auf ihrer Veranda stand, war kein Fremder. Und ganz sicher kein Paketbote.

Es dauerte geschlagene fünf Sekunden, bis sie das Unvorstellbare verarbeitet hatte.

„Hartley?“ Schnell verwandelte sich der Schock in Ärger. „Oh, verdammt, nein.“ Dieser Mann hatte ihr Ego verletzt und ihr vielleicht sogar das Herz gebrochen.

Instinktiv warf sie die Tür zu. Oder versuchte zumindest, sie zuzuwerfen. Ein großer Fuß – in einem Anzugschuh der Größe sechsundvierzig aus italienischem Leder – schob sich kurz vorher in den Türrahmen. Sein Besitzer stöhnte vor Schmerzen, doch er gab keinen Zentimeter nach.

„Bitte, Fiona. Ich brauche deine Hilfe.“

Da war sie. Ihre Schwäche. Ihre Achillesferse. In einer Reihe von annehmlichen, aber nur mittelmäßigen Pflegefamilien aufzuwachsen hatte sie gelehrt, dass es ihr das Dach über dem Kopf sicherte, wenn sie sich unentbehrlich für die Gemeinschaft machte.

Seit mehr als einem Jahrzehnt stand sie jetzt auf eigenen Beinen – also seit sie zu alt für das System geworden war. Sie hatte Geld auf der Bank, und ihre Bonität war makellos. Dieses perfekte kleine Haus war beinahe abbezahlt. Anderen einen Gefallen zu tun war inzwischen eine Gewohnheit, keine Notwendigkeit. Eine Gewohnheit, die sie geschworen hatte, sich abzugewöhnen.

Doch als sie Hartley tatsächlich ins Gesicht sah, geriet ihre Entschlossenheit ins Wanken. „Du siehst furchtbar aus“, murmelte sie, die Hand noch immer an der Tür, um ihm den Eintritt zu verwehren. Ihre Aussage war nicht vollkommen richtig. Selbst mitgenommen und mit dunklen Augenringen war Hartley Tarleton der attraktivste Mann, den sie je gesehen hatte. Muskulöse Schultern, schmale Hüften und ein Lächeln, das zum Wohle aller Frauen verboten gehörte.

Das erste Mal hatten sie sich vor einem Jahr bei der Hochzeit von gemeinsamen Freunden getroffen. Hartley war Trauzeuge gewesen und Fiona seine zugewiesene Begleiterin. Während der Zeremonie hatte er sie den Weg zum Altar entlanggeführt. Später am Abend, nach einer rauschenden Hochzeitsparty mit extrem gutem Wein in Hülle und Fülle sowie jeder Menge Tanz, hatte er sie aus dem scheußlichen pinkfarbenen Brautjungfernkleid geschält … in ihrem eigenen Schlafzimmer. In das sie ihn eingeladen hatte.

In jener Nacht war ihre körperliche und emotionale Verbindung eng und geradezu explosiv gewesen.

Doch als sie am folgenden Morgen aufwachte, war er verschwunden.

Heute schimmerten seine kaffeebraunen Augen – so dunkel, dass sie beinahe schwarz waren – voll starker Emotionen. „Bitte, Fee.“ Seine Stimme war rau. „Fünf Minuten.“

Was hatte dieser Mann bloß an sich, dass er all ihre Abwehrmauern niederriss? Schließlich hatte er sie nicht nur einmal sitzen lassen, sondern zweimal. War sie eine Masochistin? Normalerweise fiel sie nicht auf alberne Schmeicheleien von Männern herein. Doch sie hatte tatsächlich geglaubt, dass Hartley ebenso wie sie der Magie der betörenden Anziehungskraft zwischen ihnen verfallen war.

Sie seufzte über ihr eigenes rückgratloses Verhalten, trat einen Schritt zurück und öffnete die Tür. „Gut. Aber nur fünf Minuten. Ich bin beschäftigt.“

Sie versuchte, gleichgültig zu wirken, versagte dabei aber kläglich. Als er an ihr vorbeiging, versetzte sie der verführerisch frische Geruch seines Aftershaves zurück zu den beiden Nächten, in denen sie so verzweifelt versucht hatte zu vergessen.

Hartley durchquerte den Raum und machte sich auf ihrem Sofa breit. Sie blieb stehen, die Arme vor der Brust verschränkt. Bei ihrer ersten Begegnung hatte er einen Smoking getragen, wie es sich für einen Hochzeitsgast gehörte. Neun Monate später, als er ohne Erklärung für seine lange Abwesenheit vor ihrer Tür aufgetaucht war, hatte er eine ausgeblichene Jeans und ein blassgelbes Baumwollhemd mit aufgekrempelten Ärmeln getragen.

Heute schrie sein maßgeschneiderter Anzug förmlich nach Geld. Trotz seiner beinah greifbaren Verzweiflung sah er aus wie ein reicher Mann. Mit anderen Worten: nicht wie die Art von Mensch, mit der Fiona ein Date haben sollte. Oder mit der sie schlafen sollte. Oder irgendwelche Zukunftspläne schmieden.

Das Schweigen dehnte sich aus. Hartley lehnte sich vor, stützte die Ellbogen auf die Knie und senkte den Kopf. Er war ein Mann, der immer wusste, was zu sagen war. Die Art von Mann, die mit einem einzigen verschmitzt neckischen Zwinkern das Interesse einer Frau wecken konnte.

Jetzt, da sie den großen bösen Wolf in ihr Haus gelassen hatte, blieb er stumm.

Die drückende Stille machte sie schließlich mürbe. „Was willst du, Hartley?“

Sie wollte es ungeduldig und desinteressiert klingen lassen. Stattdessen zitterte ihre Stimme. Innerlich zuckte sie zusammen und hoffte, dass es ihm nicht aufgefallen war. Wenn es je einen Zeitpunkt gab, an dem eine Frau die Kontrolle über die Situation übernehmen und die Spielregeln festlegen konnte, dann jetzt.

Er verdiente ihr Mitleid nicht.

Endlich richtete er sich auf und sah sie an, die Hände auf den Oberschenkeln zu Fäusten geballt. Sein Gesicht wirkte eingefallen. Eindeutig ein Zeichen von Trauer. „Mein Vater ist tot“, brachte er mühsam hervor. Der Ausdruck in seinen Augen lag irgendwo zwischen kindlicher Fassungslosigkeit und stumpfer erwachsener Gewissheit.

„Oh mein Gott. Das tut mir so leid.“ Trotz der Verärgerung zog sich ihr Herz vor Mitleid zusammen. „Ist es plötzlich passiert?“

„Ja. Ein Schlaganfall.“

„Warst du in Charleston?“ Bei der Hochzeit hatten sie herausgefunden, dass sie beide in dieser wunderschönen rustikalen...



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