McKay / Night / Rimmer | Collection Baccara Band 367 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0367, 384 Seiten

Reihe: Collection Baccara

McKay / Night / Rimmer Collection Baccara Band 367


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-2329-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0367, 384 Seiten

Reihe: Collection Baccara

ISBN: 978-3-7337-2329-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



VERBRENN DIR NICHT DIE FINGER, DARLING von MCKAY, EMILY
Meg kann Grants Liebe einfach nicht vergessen. Ebenso wenig wie den Schmerz, als er sie wortlos verließ! Sie hat sich geschworen, ihn nie wiederzusehen. Doch diesen Schwur muss sie heute brechen - wegen ihrer kleinen Tochter. Mit bebendem Herzen tritt sie ihm entgegen ...
VERFÜHRUNG IN SCHWARZEM LEDER von NIGHT, NICKI
Was für eine attraktive Frau! Blake kann den Blick nicht von ihr abwenden. Aber sie ignoriert ihn einfach. Wie ungewöhnlich - sonst machen es die Frauen ihm immer sehr leicht. Und wenn der Star-Anwalt etwas nicht widerstehen kann, dann einer schönen Herausforderung ...
DIE NACHT MIT DEM TYCOON von RIMMER, CHRISTINE
Es fängt harmlos an: Die junge Lehrerin Tori erklärt sich zu einer Scheinverlobung mit Connor McFarlane bereit, damit er das Sorgerecht für seinen Sohn bekommt. Aber dann küsst der Tycoon sie, und plötzlich herrscht ein erotisches Knistern, das alles ist - außer harmlos!



Durch Zufall stieß Emily McKay schon in jungen Jahren auf einen Liebesroman und war von Anfang an fasziniert. Sie studierte Englisch an einer Universität in Texas und unterrichtete vier Jahre lang an einer Grundschule. Während ihrer Tätigkeit als Englischlehrerin setzte sie sich mit dem Schreiben auseinander und näherte sich dem Thema Liebesromane. Sie entschied sich, das Unterrichten zu beenden, und schreibt seither erfolgreich Liebesromanen. Ihr Schwerpunkt sind romantische Komödien. 2001 wurde ihr Traum wahr, denn einer ihrer Romane wurde mit dem begehrten Golden Heart Preis der Romance Writers of America ausgezeichnet. In ihrer Freizeit widmet Emily sich der Gartenarbeit und backt leidenschaftlich gern Cookies. Sie ist glücklich verheiratet und wenn die Autorin ihre Haustiere für einige Zeit abgeben kann, reisen sie und ihr Mann gern an exotische und spannende Orte wie Griechenland oder Costa Rica.

McKay / Night / Rimmer Collection Baccara Band 367 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Gut zwei Jahre später.

Meg Lathem saß in ihrem staubigen, verbeulten Chevy und verfluchte die Hitze von Texas, die verstopften Straßen von Houston und ihre kleine Blase.

Sie hätte in Bay City einen Stopp einlegen und die Toilette aufsuchen sollen. Aber auch wenn sie es getan hätte, wären ihre Nerven jetzt zum Zerreißen gespannt gewesen. Heute sollte sie Grant Sheppard zum ersten Mal nach so langer Zeit wiedersehen.

Sie ertappte sich dabei, dass sie an ihrer Unterlippe nagte. Automatisch griff sie nach ihrer Handtasche, um nach ihrem Labello zu suchen. Sie fand nur ihren Cherry-Bomb-Lippenstift, den sie für gewöhnlich nur am Ende eines besonders langen Arbeitstages benutzte, wenn sie ein wenig Pep und Sex-Appeal brauchte. Im Moment brauchte sie weder das eine noch das andere – sie brauchte nur eines: einen klaren Kopf.

Sie warf den Lippenstift zurück, schnappte sich die Tasche und wollte gerade den Wagen verlassen, als ihr Handy klingelte.

Wäre die angezeigte Nummer nicht die ihrer Freundin Janine gewesen, hätte sie die Mailbox antworten lassen. Aber Janine, die auch ihre Mitarbeiterin in der Konditorei war, kümmerte sich heute um Megs Tochter Pearl. Ohne lange nachzudenken, zog Meg die Wagentür wieder zu, um den Verkehrslärm auszuschließen, und meldete sich mit: „Ist alles okay mit Pearl?“

„Alles im grünen Bereich, Honey. Sie ist glücklich und zufrieden.“

„Und warum rufst du dann an?“

„Hast du es schon hinter dich gebracht?“

„Die Fahrt von Victoria hierher dauert zwei Stunden. Ich bin gerade erst angekommen.“

„Ha! Bisher hast du dich doch noch nie an Geschwindigkeitsbeschränkungen gehalten. Ich wette, du warst schon vor einer halben Stunde dort und sitzt jetzt im Auto und himmelst den Schriftzug über seiner Tür an: Sheppard Bank and Trust.“

„Das stimmt nicht.“ Meg warf einen Blick auf die Uhr. Sie war erst seit zweiundzwanzig Minuten hier. Und der Schriftzug der Bank stand nicht über der Tür sondern in riesigen Lettern in Höhe des zweiundvierzigsten Stockwerks. Außerdem konnte von Anhimmeln keine Rede sein – eher hatte sie das Gebäude mit grimmiger Miene betrachtet. „Ich habe keine Gefühle mehr für Grant Sheppard, das weißt du. Der Mann ist ein verlogener, hinterhältiger …“

„Du musst es nicht machen“, unterbrach Janine sie ruhig.

„Ich weiß.“ Meg rieb sich die Stirn.

„Wir können eine andere Möglichkeit finden.“

„Ich weiß“, sagte sie noch einmal. Nur gab keine andere Möglichkeit. Ihre Tochter brauchte eine Operation am Herzen. Meg konnte den Eigenanteil der Kosten nicht zahlen, ohne die Konditorei zu verkaufen. Und wenn sie die Konditorei verkaufte, hatte sie keinen Job mehr und konnte nicht für ihren Lebensunterhalt sorgen. Ihre Freunde hatten eine Spendenaktion in Victoria organisiert. Die halbe Stadt war gekommen. Es war ein wirklich herzerwärmender Tag gewesen, aber letztlich hatte er nur neuntausend Dollar gebracht.

Doch allein für die Operation brauchte sie schon fast fünfzigtausend. Anschließend kamen noch die Kosten für die Physiotherapie dazu, und sicher auch weitere Arztkosten. Kosten, die sie nicht aufbringen konnte. Aber Pearls Vater hatte das Geld. Geld war sein Geschäft.

War es nicht fair, dass er sich an den Kosten beteiligte?

Immerhin war er Pearls Vater!

Zu ihm zu gehen hieß nicht zu betteln. Es war ihr Recht.

Es wäre nur so viel einfacher, wenn er schon wüsste, dass er eine Tochter hatte.

„Hör auf, deine Stirn zu reiben“, unterbrach Janine das lange Schweigen. „Du weißt, wie empfindlich deine Haut ist. Und wenn du Grant Sheppard nach so langer Zeit zum ersten Mal wiedersiehst, willst du doch nicht überall rote Flecken haben.“

Meg riss hastig ihre Hand zurück und klappte den Spiegel herunter. Verdammt! Janine hatte recht!

Sie klappte den Spiegel zurück. Was spielte es für eine Rolle, ob sie Flecken hatte oder nicht? Sie wollte Geld von Grant, nicht mehr und nicht weniger!

„Und nun gib dir einen Ruck! Du schaffst das!“ Janine legte auf.

„Okay“, murmelte Meg und seufzte schwer. „Auf geht’s!“

Sie stieg aus. Das Hochhaus der Sheppard-Bank befand sich an einem Platz, der im Schatten großer Eichen lag. Der Springbrunnen in der Mitte war umgeben von Bänken. Etliche Angestellte verbrachten hier offensichtlich ihre Mittagspause und genossen dabei das gute Wetter.

Meg war noch auf der dem Hochhaus gegenüberliegenden Seite des Platzes, als die großen Eingangstüren der Bank aufgingen und ausgerechnet Grant Sheppard höchstpersönlich herauskam. Automatisch verlangsamte Meg ihren Schritt. Irgendwo hupte ein Auto.

Plötzlich hatte sie so etwas wie einen Tunnelblick. Es gab nur noch Grant für sie. Mehr als zwei Jahre waren vergangen, seit sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Er sah gut aus. Genauso groß und attraktiv wie damals. Sein hellbraunes Haar war etwas länger als früher. Etwas zerzaust. Vielleicht zu verwegen für diese konservative Stadt. Aber sein Anzug war einfach perfekt. Seine Lippen verzogen sich immer noch zu diesem halben Lächeln. Lippen, die in jeder Frau sofort den Wunsch weckten, sie zu küssen.

Lippen, die eine Frau um den Verstand bringen konnten.

Meg gab sich einen Ruck. Sie rief sich in Erinnerung, dass nicht einfach gut zwei Jahre vergangen waren, seit sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Vor gut zwei Jahren hatte er sich mitten in der Nacht aus ihrem Bett geschlichen und war spurlos verschwunden.

Das war ein Unterschied, und sie tat gut daran, es nicht zu vergessen.

Gerade wollte sie einen Schritt auf ihn zu tun, als ihr Tunnelblick sich weitete und sie die Frau an seiner Seite wahrnahm. Es war eine schlanke Blondine, die fast ebenso groß war wie er. Er hatte seinen Arm um ihre Taille gelegt – es war eine beschützende Geste, die Zuneigung und Vertrautheit verriet. Meg glaubte, das Schrillen einer Alarmsirene zu hören.

Sie wusste, was sie sehen würde, noch ehe die Frau sich herumdrehte. Die Frau war schön und weltgewandt. Sie hatte Stil und Klasse. Alles das, was Meg nicht hatte.

Und sie war bestimmt schwanger.

Meg war sich so sicher, dass sie für einen Moment glaubte, ihren Augen nicht trauen zu können, als sich die Frau schließlich so drehte, dass sie sie von der Seite sehen konnte.

Die Frau war nicht schwanger. Schlimmer.

Sie hatte ein Baby auf dem Arm. Ein schönes, gesundes Baby. Ein perfektes Baby.

Grant Sheppards perfekte Frau hatte ihm ein perfektes Baby geschenkt.

Mit Meg hatte er dagegen eine Tochter, die das Downsyndrom und ein Herzproblem hatte.

Für Meg war sie dadurch nicht weniger perfekt. Ja, das winzige Loch in ihrer Herzscheidewand bedeutete, dass sie Probleme hatte, die Meg gelegentlich in Angst und Schrecken versetzten. Aber Pearl war auf ihre eigene Weise perfekt.

Würde Grant das erkennen? Würde er begreifen, wie wunderbar Pearl war? Würde sie Pearl beschützen können, falls er es nicht tat?

Und unter dem Bedürfnis der Mutter, ihr Kind zu beschützen, gab es noch ein anderes, komplizierteres Gefühl.

Ein winziger Hauch von Neid, der nichts mit dem Baby zu tun hatte oder mit Pearl, sondern mit der Frau an Grants Seite.

Meg wollte nicht so sein wie diese perfekte Frau, die Grant offenbar geheiratet hatte. Weder wollte sie ihren Reichtum, noch ihr Haar oder ihre Garderobe oder ihr Baby, dessen Herz wahrscheinlich keinen Defekt hatte. Sie war glücklich mit ihrem eigenen Bankkonto, mit ihrem Haar, ihrer Kleidung und ihrem Kind. Sie wollte nichts von diesen Dingen. Aber zum ersten Mal begriff sie, dass ein Teil von ihr vielleicht immer noch an Grant interessiert war. Und das machte ihr Angst. Eine Höllenangst.

Wie konnte sie jetzt zu Grant gehen, um mit ihm zu reden?

Es war ausgeschlossen. Nicht, solange sie noch andere Möglichkeiten hatte.

Sie hatte ihrer Mutter und ihrem Großvater versprochen, es nie zu tun. Sie hatte sich selbst versprochen, es nie zu tun. Aber nun würde sie ihr Versprechen brechen. Sie würde ihren Vater aufsuchen. Würde einen Pakt mit dem Teufel schließen.

Wie der Zufall es wollte, lebte der Teufel – beziehungsweise Hollister Cain – ebenfalls in Houston, unweit der City in dem vornehmen Viertel River Oaks. Das herrschaftliche Haus lag in der Nachbarschaft der Villen ehemaliger Präsidenten, abgesetzter gekrönter Häupter und ungekrönter Stars der Musikszene.

Dank Google Maps Street View kannte sie sein Haus vom Sehen. Und dank Google wusste sie auch, wie ihr Vater aussah. Begegnet war sie ihm noch nie.

Meg war Hollisters ungeplante Tochter, von der er nichts wusste. Vor gut sechsundzwanzig Jahren hatte er ihre Mutter geheiratet – und kurze Zeit später verlassen. Und das nicht nur, weil er ein gefühlloser Bastard war, sondern aus kalt berechnetem Kalkül. Hollisters Verhalten hatte dazu geführt, dass es mit ihrer Mutter sehr schnell bergab gegangen war.

Das war der Grund, aus dem Meg bei ihrem Großvater aufgewachsen war. Sie hatte die Wahrheit über das Verhältnis ihrer Mutter mit Hollister immer gekannt und ging wie selbstverständlich davon aus, dass auch er von ihr wusste, dass er nur nie ein Interesse an ihr gehabt hatte. Das war okay für sie. Absolut okay. Sie brauchte weder ihn noch seine Familie.

Aber jetzt war es anders. Sie brauchte Geld.

Natürlich bestand die Möglichkeit, dass Hollister sie nicht anerkannte. Dann musste sie...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.