Buch, Deutsch, 259 Seiten, Format (B × H): 132 mm x 210 mm, Gewicht: 422 g
Buch, Deutsch, 259 Seiten, Format (B × H): 132 mm x 210 mm, Gewicht: 422 g
ISBN: 978-3-608-94646-8
Verlag: Klett-Cotta
Vor 1600 Jahren: Wenn Rom fällt, fällt die Welt. Wie Katastrophenereignisse Geschichtsbilder prägen
Drei Tage lang plünderten Alarichs Soldaten die Ewige Stadt. Seither hat dieses Ereignis die Phantasie der Menschen bewegt. Die Autoren erzählen, wie zunächst die Zeitgenossen, dann Geschichtsschreiber und Historiker bis in die Gegenwart dieses epochale Ereignis deuteten, das sich nun zum 1600. Mal jährt.
Einzigartige Kombination aus Darstellung, Analyse und Reflexion
Diese einzigartige Kombination aus Darstellung, Analyse und Reflexion erhellt beispielhaft, wie Katastrophenereignisse in der Geschichte immer wieder neu verarbeitet und gedeutet werden.
So auch die Eroberung Roms durch Alarich im Jahr 410, die schon die Zeitgenossen und dann die Nachwelt bis hin zur modernen Geschichtsschreibung zu großen, historisch wirkmächtigen Geschichtsbildern angeregt hat. Das reicht von den Deutungen eines entsetzten Zeitgenossen wie Hieronymus bis zu der Verherrlichung Alarichs in der deutschen Geschichtsschreibung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Autoren stellen die wichtigsten Interpretationen dieses epochalen Ereignisses vor und zeigen, wie wenig wir über das eigentliche Geschehen im Jahr 410 wissen.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Alte Geschichte & Archäologie Geschichte der Völkerwanderung
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Militärgeschichte
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtswissenschaft Allgemein Historiographie
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Alte Geschichte & Archäologie Geschichte der klassischen Antike Römische Geschichte
Weitere Infos & Material
VORWORT
PROLOG: EIN EREIGNIS – VIELE GESCHICHTEN
I. ZEITGENÖSSISCHE DEUTUNGEN
1 . Claudius Claudianus – Rom vor dem Fall
2 . Hieronymus – Ein 30 -jähriger Krieg
3 . Augustinus – Wen Gott liebt, den straft er
4 . Orosius – Von der Katastrophe zum Heilsereignis
5 . Rutilius Namatianus – Die Entfaltung der Romidee
II. HISTORIOGRAPHEN
1 . Sokrates, Zosimos, Prokop – Der Weg nach Byzanz
2 . Jordanes – Die Erfindung der Westgoten
3 . Isidor von Sevilla – Vergangenheitsbewältigung eines Vertriebenen
4 . Otto von Freising – Roms Fall als Offenbarung Gottes
5 . Flavio Biondo, Franciscus Irenicus und Johannes Magnus – Sind wir nicht alle Goten?
III. HISTORIKER
1 . Edward Gibbon – Distanzierte Ironie
2 . Ferdinand Gregorovius – Alarich erneuert Rom
3 . August W.Grube und Felix Dahn – Alarich erobert Deutschland
4 . Wilhelm Capelle – Entwurzelte Germanen fern der Heimat
5 . Herwig Wolfram und Michael Kulikowski – Ein neuer Kampf um Rom
EPILOG: VIELE GESCHICHTEN – WELCHES EREIGNIS?
VERZEICHNIS DER LITERATUR
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