Roth | Die Magnolienvilla | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 262 Seiten

Roth Die Magnolienvilla

Roman | »Ich habe jede Seite geliebt!«, jubelt Bestsellerautorin Debbie Macomber
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-96148-862-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman | »Ich habe jede Seite geliebt!«, jubelt Bestsellerautorin Debbie Macomber

E-Book, Deutsch, 262 Seiten

ISBN: 978-3-96148-862-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Drei Schwestern, eine alte Villa und das Geheimnis des Glücks: Der berührende Schicksalsroman »Die Magnolienvilla« von Ann Roth jetzt als eBook bei dotbooks. Als die Magnolien blühten und wir Schwestern waren ... Vor vielen Jahren schon haben sich ihre Wege getrennt, erst der Tod ihrer Mutter führt sie wieder zusammen: Die brillante Margaret, die ihre wissenschaftlichen Forschungen stets dem Chaos der Liebe vorzieht, die scheue Rose, die sich so sehr nach einem Kind sehnt, und die schöne Quincy, die allen Männern den Kopf verdreht, doch Herzensbrecher wie magisch anzuziehen scheint. Die Villa unter den Magnolien ist nun das gemeinsame Erbe der Schwestern, mit ihren schmerzhaften Erinnerungen, alten Geheimnissen - und der Chance auf einen Neuanfang. Wird es ihnen gelingen, die Schatten der Vergangenheit hinter sich zu lassen und das Band zwischen ihnen neu zu knüpfen? »Eine zu Herzen gehende Geschichte über Schwestern, Verlust und das ganz besondere Band einer Familie. Ich habe jede Seite geliebt!« New-York-Times-Bestseller-Autorin Debbie Macomber Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der mitreißende Familiengeheimnisroman »Die Magnolienvilla« von Ann Roth wird Fans von Dora Heldt und Lucinda Riley begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Ann Roth lebt mit ihrem Mann, ihren drei Töchtern und einer launischen Katze in der Nähe von Seattle. Sie studierte Betriebswirtschaft, arbeitete als Bankangestellte und in der Unternehmensentwicklung, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ann Roth veröffentlichte bereits über 35 Romane - stets mit garantiertem Happy End. Mehr über Ann Roth erfahren Sie auf ihrer Website: annroth.net/blog/ Ann Roth veröffentlichte bei dotbooks ihre Schicksalsromane »Wo die Träume wohnen« und »Die Magnolienvilla«.
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Kapitel 2


Sonntag

Margaret war die Fahrerei leid. Sie bog in die Mayfair Street ein, wo ihre Mutter über dreißig Jahre lang gewohnt hatte. Für Juni war es ungewöhnlich heiß und trocken, und der Rasen in den Vorgärten war hier eher braun als grün. Wahrscheinlich war das Wasser rationiert worden. Die meisten Nachbarn waren in Susans Alter. Sie hatten ihre Kinder hier großgezogen, ihre Häuser abbezahlt und genossen jetzt die Ruhe. Es gab kaum Kinderlärm, zumal es so heiß war, dass die meisten Leute wohl jetzt nach Kirche und Mittagessen ein Nickerchen auf der Veranda hielten.

Susans Bungalow hatte keine Einfahrt, deshalb parkte Margaret den Wagen unter der großen Magnolie vor dem Haus. Alles sah so aus wie immer. Weiße Fensterrahmen aus Kunststoff und schwarze Fensterläden. Schwarz und weiß. Das war Susan.

Jemand hatte den braunen Rasen gemäht, das Unkraut gejätet und die Blumenbeete gewässert. Zu beiden Seiten der Eingangstreppe blühten weiße Rosen und Löwenmäulchen.

Die Hitze sprang Margaret förmlich an, als sie die Autotür öffnete. Sofort bildeten sich Schweißtropfen auf ihrer Oberlippe. Sie nahm ihre Tasche vom Rücksitz und ging zur Haustür.

Mit der Hüfte hielt sie die Fliegengittertür auf, während sie die unverschlossene Haustür öffnete, dann trat sie in die dämmerige Stille. Die Luft war wunderbar kühl hier. Durch die geflieste Diele ging sie direkt ins Wohnzimmer.

Margaret stellte Reisetasche und Handtasche ab. Alles war unverändert. Die beigen Vorhänge, die wegen der Sonne zugezogen waren; der beige, abgetretene Teppich; die eierschalenfarbenen Wände und die dreißig Jahre alten Möbel. Da sich Moden jedoch immer wieder wiederholten, sahen Couchtisch, Sofa und Sessel beinahe schick und modern aus. Der Kamin, den ihre Mutter nur angezündet hatte, wenn Besuch da war, war sauber ausgefegt, und an der Wand darüber hing ein großes Gemälde von Suzette. Margaret fand es geschmacklos und hässlich. Auf dem Kaminsims stand derselbe unpersönliche Nippes wie immer - vier Porzellanhunde, zwei goldene Kerzenhalter und eine kleine Messingglocke. Keine Fotografien. Als ob es Margaret und ihre Schwestern gar nicht gäbe.

Das hatte ihr schon immer wehgetan, und heute schmerzte es sogar noch mehr. So selbstsüchtig Susan auch gewesen war, Margaret liebte sie doch, und sie wünschte sich, alles wäre anders gewesen. Aber jetzt war es zu spät.

Ziellos wanderte sie durchs Haus. Mrs Overman, die Frau, die Susan nach dem Auszug ihrer Töchter zum Saubermachen eingestellt hatte, hatte gesaugt und alles abgestaubt. Das leise Summen der Klimaanlage machte noch deutlicher, wie still es im Haus war. Margaret ging an dem kleinen Esszimmer vorbei in die Küche, um das Radio einzuschalten.

In der Tür blieb sie stehen und blickte auf die Kuchen, Pasteten und Brote, die auf der Arbeitsplatte und dem Küchentisch standen. Es wäre Susan, die Unordnung hasste, sicher nicht recht gewesen.

Margaret brauchte sich gar nicht erst zu fragen, wie das ganze Essen hierhergekommen war. In Shadow Falls ging jeder bei jedem ein und aus, eine Angewohnheit, die sie schrecklich fand.

Da sie keinen Klassik-Sender fand, wählte sie einen Sender mit Rock-Oldies. Ein früher Song von den Beatles ertönte. Aber da ihre Mutter gerade erst gestorben war, fand sie das doch zu pietätlos und schaltete auf einen Gospel-Sender um.

Seit dem Frühstück hatte sie nichts mehr gegessen, und angesichts der Überfülle an Speisen spürte sie auf einmal, wie hungrig sie war. Sie schnitt sich zwei Scheiben von einem selbst gebackenen Brot ab und machte sich ein Schinken-Käse-Sandwich, das sie am Spülbecken stehend verschlang.

Sie kaute noch, als es an der Vordertür klopfte. »Huhu, Maggie, ich bin’s, Fiona.«

Die beste Freundin ihrer Mutter. Margaret unterdrückte ein Stöhnen. Sie musste Fiona so schnell wie möglich wieder loswerden.

»Äh, ich komme sofort.« Sie schaltete das Radio aus, wischte sich die Hände ab und eilte zur Tür.

Leicht übergewichtig, aber gepflegt wie immer, sah Fiona in ihrem leichten Sommerkleid, den Sandalen und einem Strohhut tadellos aus. Wahrscheinlich hatte sie das Kleid auch in der Kirche angehabt.

»Oh Mann, ist das heute heiß.« Ihr sorgfältig geschminktes Gesicht war kummervoll verzogen, als sie Margaret einen Strauß Blumen hinhielt. »Aus meinem Garten, mit Liebe.«

Margaret biss sich auf die Lippe. »Danke.«

»Es ist wundervoll, dich zu sehen, selbst unter diesen Umständen.«

Fiona war mit vierzig Witwe geworden und hatte ihren Sohn, der damals ein Teenager gewesen war, alleine großgezogen. Sie wusste, wie weh es tat, einen geliebten Menschen zu verlieren. Und sie wusste auch, dass man Trost brauchte. Sie legte ihren Hut aufs Sofa und breitete die Arme aus. Margaret ließ sich bereitwillig von ihr umarmen, und als sie sich voneinander lösten, schnieften sie beide.

»Wie geht es dir?«, fragte Fiona und wischte sich die Tränen mit den Knöcheln ab.

»Ganz okay. Ich habe es immer noch nicht ganz begriffen, weißt du?« Eigentlich konnte Fiona doch ein Weilchen dableiben, dachte sie. »Ich stelle schnell diese wunderschönen Blumen ins Wasser. Kann ich dir was zu essen oder zu trinken anbieten?«

»Ich muss auf mein Gewicht achten, deshalb besser nichts zu essen, danke. Und eigentlich trinke ich ja um diese Tageszeit nichts, aber ein Glas Weißwein wäre jetzt gut. Ich glaube, im Schrank neben der Spüle ist noch eine ungeöffnete Flasche Pinot Grigio, aus diesem Karton, den Rose und Danny zu Weihnachten geschickt haben.«

Auch Margaret hatte Lust auf ein Glas Wein. »Ich hole ihn«, sagte sie. »Setz dich doch schon mal.«

In der Küche arrangierte sie die Blumen in einer Vase und gab Wasser hinein. Sie stellte sie auf den Esstisch, wo schon mehrere Sträuße aus dem Blumengeschäft im Ort standen. Als sie mit der geöffneten Flasche und zwei Gläsern ins Wohnzimmer zurückkam, hatte Fiona sich mit züchtig übereinandergeschlagenen Beinen auf das Sofa gesetzt.

Margaret schenkte Wein ein. Sie reichte Fiona ein Glas und stellte die Flasche auf den Wohnzimmertisch. Die einzigen Stühle waren die beiden beige und weiß gestreiften Queen-Anne-Armlehnstühle. Mit ihren harten Sitzen und der starren Rückenlehne waren sie alles andere als bequem, aber sonst gab es nur noch den Polsterschemel.

»Auf deine Mutter.« Fiona hob ihr Glas.

Margaret erwiderte die Geste, und sie tranken beide einen großen Schluck.

»Das ist schon besser«, erklärte Fiona und schmatzte mit den Lippen.

Ihr roter Lippenstift zeichnete sich am Glasrand ab. Es sah aus wie eine Kosmetikwerbung. Margaret war nicht geschminkt, und ihren Lippenabdruck sah man kaum auf dem Glas. In ihren bequemen Khakishorts und dem weiten, weißen T-Shirt kam sie sich entschieden unattraktiv vor.

»Reverend Hill hat mich gebeten, dir zu sagen, dass er den Mittwoch für die Beerdigung reserviert hat«, sagte Fiona. »Du und deine Schwestern, ihr sollt morgen bei ihm vorbeikommen. Habt ihr euch schon über den Gottesdienst Gedanken gemacht?«

Margaret fügte den Besuch beim Pfarrer ihrer mentalen To-do-Liste hinzu. Sie schüttelte den Kopf. »Nein. Hast du eine Ahnung, was für eine Art von Beerdigung Susan gerne gehabt hätte?«

»Du liebe Güte, nein. Deine Mutter war noch viel zu jung, um sich über solche Fragen den Kopf zu zerbrechen. Was ihr entscheidet, wird schon in Ordnung sein.«

Hoffentlich wurde es eine kurze Beerdigung, dachte Margaret. Sie wollte es möglichst schnell hinter sich bringen, damit sie wieder zur Tagesordnung übergehen konnte. »Ich sage dir Bescheid.«

»Ja, bitte. Ich möchte euch Mädchen sowieso so viel wie möglich helfen, also meldet euch ruhig bei mir.« Fiona trank ihr Glas aus und schenkte sich nach. »Was wollt ihr mit dem Haus machen?«

Fiona war Immobilienmaklerin, deshalb kam die Frage nicht unerwartet.

»Wir wollen es verkaufen.« Da sie alle an dieses Haus nur schmerzliche Erinnerungen hatten, galt ihre Aussage auch für Rose und Quincy.

»Wenn ihr es anbieten wollt ... sprecht mich an.«

»Auf jeden Fall.«

Auf einmal wollte sie Fiona gerne wieder loswerden. Margaret trank noch einen Schluck und verschloss dann demonstrativ die Weinflasche. »Mehr Wein vertrage ich jetzt nicht«, sagte sie. »Danke, dass du vorbeigekommen bist.«

»Ich bin noch nicht bereit zu gehen.«

Entschlossen zog Fiona den Korken wieder aus der Flasche. »Wann erwartest du Rose und Quincy?«, fragte sie.

»Irgendwann heute Abend.«

»Oh, das ist blöd. Ich wollte eigentlich mit euch allen dreien sprechen, aber du kannst es ja deinen Schwestern später erzählen.« Sie beugte sich vor und fuhr leiser fort: »Es gibt etwas, was du wissen solltest, und du solltest es auf jeden Fall von mir erfahren.«

»Und was ist das?«

»Über die Jahre hatte deine Mutter verschiedene ... wie soll ich es ausdrücken? ... Herrenbekanntschaften.«

Margaret riss verblüfft den Mund auf. »Das ist unmöglich. Susan hat Männer verabscheut.«

Jeden Tag hatte sie mindestens eine abschätzige Bemerkung über das männliche Geschlecht gemacht und ihren Töchtern geraten, sich von Männern fernzuhalten. Jeder Junge, der an die Tür klopfte, wurde auseinandergenommen wie frisch gefangener Fisch, und die Zeit auf der Highschool war die reine Hölle gewesen.

Um Auseinandersetzungen zu vermeiden, hatten Margaret und Rose gelogen und sich heimlich davongeschlichen. Die eigensinnige Quincy jedoch ignorierte die Warnungen ihrer Mutter einfach und handelte sich jede Menge Ärger ein. Das galt auch für die Jungs, die hinter ihr her waren, aber sie hätten für Quincy...



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