E-Book, Deutsch, Band 308, 384 Seiten
Reihe: Collection Baccara
Sands / Roe / Grady Collection Baccara Band 308
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86494-002-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Heiße Küsse - kalter Verrat? / Wenn aus Lüge Liebe wird / Erst die Vernunft, dann das Verlangen /
E-Book, Deutsch, Band 308, 384 Seiten
Reihe: Collection Baccara
ISBN: 978-3-86494-002-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Heiße Küsse - kalter Verrat? von SANDS, CHARLENE
In fiebriger Erregung gemurmelte Liebesschwüre, die später keine Bedeutung mehr hatten - Brooke versuchte jahrelang, Nick zu vergessen. Jetzt steht er wieder vor ihr, und sofort knistert die Luft ... Aber Brooke darf ihm nicht trauen. Egal, wie süß seine Küsse schmecken!
Wenn aus Lüge Liebe wird von ROE, PAULA
Wie gern würde sie seine Lippen auf ihren spüren, sich ihm in endloser Leidenschaft hingeben! Doch so verführerisch Alex sie auch anlächelt - Yelena weiß, dass sie für den sexy Millionär nur eine Affäre wäre. Dunkle Schatten der Vergangenheit verhindern echte Gefühle ...
Erst die Vernunft, dann das Verlangen von GRADY, ROBYN
Klopfenden Herzens steht Jenna vor dem Traualtar - wie sehnt sie sich nach der Hochzeitsnacht in Gages Armen! Wären da bloß nicht diese nagenden Zweifel: Gage behauptet, sie nur aus Vernunftgründen zu heiraten. Täuscht sich Jenna, wenn sie in seinen Augen Liebe sieht?
Alles begann damit, dass der Vater von Charlene Sands ihr als Kind die schönsten, brillantesten und fantastischsten Geschichten erzählte. Er erfand Geschichten von plündernden Piraten, mächtigen Königen und Sagen von Helden und Rittern. In diesen Erzählungen war Charlene immer die Prinzessin, Königin oder Heldin um die gekämpft oder die gerettet wurde. Mit diesem Bild wuchs sie auf und inspirierte sie immer in diesen fantastischen Welten zu träumen. Die Romantik kam später, als Romane von verschiedenen anderen Autoren sie fesselten. 25 Jahre lang hat sie in Teilzeit als Lehrerin für Geburtshilfe in einem Krankenhaus gearbeitet. Momentan schreibt sie zeitgenössische romantische Literatur und auch historische Western. Mittlerweile hat sie 28 Bücher verfasst und hat mit dem Schreiben 'ihr Bild gefunden', wie sie es selbst bezeichnet. Sie ist mit dem Readers Choice Award 2006, dem Cataromance Reviewer's Choice Award 2007 und 2008 und dem Booksellers Best Award 2009 ausgezeichnet worden. Sie ist ein aktives Mitglied der 'Romance Writers of America', gehört zu dem 'Orange County Chapter', den 'Los Angeles Chapter of RWA' und verbringt dort auch ehrenamtlich viel Zeit, indem sie Verbindungen zu veröffentlichten Autoren hält. Sie ist mit ihrer Jugendliebe Don verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder und zwei Katzen. Wenn sie nicht gerade schreibt, findet man sie an sonnigen kalifornischen Stränden oder beim Bowling mit ihrem Team. Gerne verbringt sie auch ruhige Abende und Candlelight Dinner mit ihrem Ehemann. Selbst bezeichnet sie sich als hoffnungslose Romantikerin.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Nick Carlino stieg in seinen Ferrari und verließ den Parkplatz des Nachtklubs „Rock and A Hard Place“. Die Reifen quietschten, als er den Sportwagen auf die Straße in Richtung seines Hauses in Napa Valley lenkte. In diesem Augenblick wünschte er sich nichts sehnlicher, als sich eine Zigarette anzustecken. Er verfluchte den Tag, an dem er für immer mit dem Rauchen aufgehört hatte. Heute Abend hatte er begriffen, dass Rachel Mancini es ernst meinte. Das hatte er in ihren Augen gelesen. Irgendwann hatte jede Frau, mit der er ausgegangen war, diesen Blick bekommen. Und jedes Mal war er auf Abstand gegangen und hatte nach einer Weile nicht mehr angerufen.
Er mochte Rachel. Sie sah gut aus, brachte ihn zum Lachen und gab ihm nützliche Tipps für seine Geschäfte. Er respektierte sie. Und genau deswegen musste er mit ihr Schluss machen. In der letzten Zeit hatte sie ihn oft wissen lassen, dass sie sich mehr von ihm wünschte. Das konnte er ihr allerdings nicht geben.
Das fahle Licht des Mondes erhellte die dunkle Straße, die auf beiden Seiten von Weinstöcken begrenzt wurde. Nach dem Tod seines Vaters war Nick nach Napa bestellt worden, um seinen Brüdern zu helfen, das Weingut der Familie – Carlino Wines – zu leiten. Und der letzte Wille ihres Vaters besagte, dass sie sechs Monate Zeit hatten, um zu bestimmen, welcher der drei Söhne der neue Geschäftsführer wurde. Allerdings war keiner von ihnen scharf auf diese Ehre. Trotzdem hatten Tony, Joe und Nick in den letzten fünf Monaten eng zusammengearbeitet. Jetzt blieben ihnen noch vier Wochen, um festzulegen, wer die Winzerei in Zukunft übernehmen sollte.
Als Nick in eine Kurve einfuhr, blendete ihn ein entgegenkommendes Fahrzeug. Er stieß einen lauten Fluch aus. Plötzlich geriet der Wagen ins Schleudern und steuerte direkt auf ihn zu. Nick versuchte noch auszuweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Doch alles passierte viel zu schnell. Mit einem lauten Knall prallten die Autos seitlich aufeinander. Nick wurde von der heftigen Erschütterung durchgerüttelt und schlug mit dem Kopf auf dem Airbag auf.
„Verflucht“, stöhnte er. Er schob seinen Sitz nach hinten und atmete einmal tief durch. Dann kletterte er aus dem Wagen, um nach dem anderen Fahrer zu sehen.
Das Schreien eines Babys war das Erste, was er hörte. Sein Magen zog sich zusammen. Hoffentlich war dem Kind nichts passiert! Rasch lief er zum anderen Auto, das sich in einem weitaus schlimmeren Zustand befand als seins, und starrte hinein. Auf dem Fahrersitz saß eine Frau. Ihr Kopf lag auf dem Lenkrad. Deshalb konnte er nicht erkennen, wie schwer sie verletzt war. Vorsichtig öffnete er die Tür und sah sofort das Blut auf ihrem Gesicht.
Das Schreien des Babys wurde lauter. Nick öffnete die Tür zur Rückbank und blickte hinein. Ein Säugling war gegen die Fahrtrichtung in einem Babysitz angegurtet und schien unversehrt zu sein.
„Bin gleich wieder bei dir, Kleines.“ Da es dem Baby gut zu gehen schien, wandte er seine Aufmerksamkeit wieder der Frau zu. „Können Sie mich hören? Ich hole Hilfe.“
Als sie nicht antwortete, fasste er sie vorsichtig am Kopf und an den Schultern und zog ihren Oberkörper nach hinten. Dabei bemerkte er eine blutende Wunde auf ihrer Stirn, die vom Aufschlag auf das Lenkrad stammen musste.
Plötzlich öffnete sie die Augen. Nick fiel sofort deren unglaublich intensive Farbe auf. Sie schimmerten in einer Mischung aus Türkis und Grün. Diese Farbe hatte er erst einmal im Leben gesehen. Behutsam strich er ihr eine Strähne aus dem Gesicht. „Brooke Hamilton?“
„Mein Baby“, stöhnte sie, während sich ihre Augen allmählich wieder schlossen. „Kümmer dich um Leah.“
„Es geht ihr gut.“
Die Frau, die er vor zwölf oder dreizehn Jahren in der Highschool kennengelernt hatte, flehte ihn verzweifelt an: „Versprich mir, dass du dich um sie kümmerst.“
„Das werde ich. Mach dir keine Sorgen.“
Erneut verlor sie das Bewusstsein.
Sofort wählte er die Notrufnummer.
Als er den Anruf beendet hatte, setzte er sich auf den Rücksitz des Wagens. Das Schreien des Babys war mittlerweile zu einem leisen Wimmern geworden. „Ich komme und befreie dich aus deinem Sitz, meine Kleine.“
Nick hätte ein Buch darüber schreiben können, was er alles nicht über Babys wusste. Er hatte keine Ahnung, wie er vorgehen musste, um das Mädchen aus dem Sitz zu befreien. Wenn er ehrlich sein sollte, hatte er bisher nicht einmal ein Baby auf dem Arm gehalten. Und so schaffte er es erst nach mehreren Minuten, die Gurte zu lösen.
Zum Glück hörte die Kleine wenigstens auf zu weinen und sah ihn neugierig aus ihren blaugrünen Augen an, die denen ihrer Mutter glichen.
„Mit diesem Blick wirst du irgendwann die Männer verrückt machen“, sagte er sanft.
Und als ob sie ihn verstanden hätte, begann sie zu lächeln.
Vorsichtig nahm er sie aus dem Sitz heraus und hielt sie ungeschickt auf dem Arm. „Du brauchst jemanden, der sich mit Babys auskennt.“ Dann holte er das Handy aus der Tasche und wählte Renas Nummer. Sie würde wissen, was zu tun war. Allerdings war es schon spät. Und er erinnerte sich daran, wie schwer es ihr im Moment fiel einzuschlafen. Immerhin würde sie bald selbst sein Baby bekommen.
Deshalb drückte er auf den roten Knopf und rief stattdessen Joe an. Dessen Verlobte Ali konnte ihm bestimmt helfen. Doch leider ging nur der Anrufbeantworter an. Nick hinterließ eine kurze Mitteilung. Dann fiel ihm ein, dass die beiden im Urlaub waren. „Großartig“, brummte er. „Scheint so, als müsstest du mit mir vorliebnehmen. Und das ist keine gute Nachricht für dich, Kleine.“
Bevor die Sanitäter den Unfallort erreichten, durchsuchte Nick die Handtasche der Frau und fand ihren Führerschein. Er hatte tatsächlich recht gehabt. Bei der Unfallverursacherin handelte es sich um Brooke Hamilton-Keating. Er war mit ihr auf die Highschool gegangen. Und einmal war sogar etwas zwischen ihnen passiert – aber das war sehr lange her.
Seufzend legte er das Baby auf den Rücksitz. „Du bleibst jetzt kurz hier, ja? Ich schau mal nach deiner Mom.“
Sofort fing Leah an zu weinen.
Die Brauen hochgezogen, sah er sie an und machte einen Schritt auf Brooke zu. Daraufhin öffnete Leah den Mund und wollte offenbar wieder schreien.
„Na gut.“ In dem Augenblick, in dem er sie hochgehoben hatte, beruhigte sie sich. „Dann sehen wir eben gemeinsam nach deiner Mutter.“ Er ging zur Beifahrertür, öffnete sie und stieg in das Auto. Vorsichtig berührte er Brookes Arm. Sie war ganz kalt, aber sie atmete. Wahrscheinlich hatte sie von dem Unfall keine inneren Verletzungen davongetragen, denn so schwer war dieser nicht gewesen. Doch er war kein Arzt, deshalb konnte er sich nicht sicher sein.
Als er in der Ferne Sirenen hörte, atmete er erleichtert auf. Wenige Minuten später stieg er aus dem Auto und begrüßte die Sanitäter. „Dem Baby geht es gut, aber die Fahrerin ist bewusstlos.“
„Was ist passiert?“, fragte einer der Rettungsassistenten.
„Ich bin ganz normal in die Kurve eingefahren, und plötzlich kam mir dieses Auto entgegen. Natürlich habe ich versucht auszuweichen. Leider habe ich es nicht ganz geschafft.“
„Gehört das Baby zu Ihnen oder zu der Frau?“
„Zu ihr.“
Besorgt sah der Sanitäter zu seinem Kollegen hinüber. „Wir bringen sie beide ins Krankenhaus.“ Er wandte sich an Nick. „Was ist mit Ihnen? Sind Sie verletzt?“
„Nein. Der Airbag hat mich gerettet. Anscheinend hat sie keinen gehabt.“
Der Rettungsassistent nickte. „Der Babysitz scheint das Kind vor Verletzungen bewahrt zu haben.“
Fünfzehn Minuten später kam die Polizei an die Unfallstelle. Während Nick seine Aussage machte, wurde Brooke auf einer Trage in den Krankenwagen gebracht.
„Geben Sie sie mir“, sagte der Sanitäter zu Nick, der immer noch Leah hielt.
„Was haben sie mit ihr vor?“
„Wir werden sie untersuchen und einen Verwandten kontaktieren.“
Als der Sanitäter Leah auf den Arm nahm, begann sie sofort laut zu schreien und nach Nick zu greifen.
Und in diesem Moment musste er an das Versprechen denken, das er ihrer Mutter gemacht hatte. „Lassen Sie sie bei mir“, bat er. „Ich fahre mit Ihnen ins Krankenhaus.“
Skeptisch sah der Sanitäter ihn an.
„Ich kenne ihre Mutter“, fuhr Nick fort. „Wir sind zusammen auf die Highschool gegangen. Ich habe ihr versprochen, dass ich auf Leah aufpasse.“
„Wann?“
„Nach dem Unfall war sie kurz bei Bewusstsein. Da hat sie mich darum gebeten.“
Der Sanitäter seufzte. „Na gut. Sie scheint sie sowieso mehr zu mögen als mich. Holen Sie alles aus dem Auto, was sie für das Baby brauchen. Wir müssen los.“
Langsam schlug Brooke die Augen auf. Und selbst diese Bewegung verursachte starke Kopfschmerzen. Als sie sich die Schläfe reiben wollte, bemerkte sie einen Verband. Sie wusste nicht, seit wann sie hier war. Aber es musste schon lang sein. Die Sonne ging bereits auf.
Nach wenigen Sekunden musste sie an ihre Tochter denken. „Leah!“ Panisch schoss sie hoch und sah sich um. Allerdings wurde ihr gleich schwarz vor...




