Schield | Rasante Affäre - betrügerische Küsse | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2069, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Schield Rasante Affäre - betrügerische Küsse


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2480-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2069, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2480-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sein Blick blieb an ihrem Mund hängen. 'Das einzige Dessert, das ich möchte, ist der Geschmack deiner süßen Lippen.' Ein riskanter Plan: Die hübsche Eventplanerin London McCaffrey und ihre zwei Freundinnen wollen es den Männern heimzahlen, die sie betrogen haben. Londons Ziel: Tristan Crosby, einer der einflussreichsten Männer von Charleston. Aber unerwartet wird dessen Bruder Harrison ein sexy Hindernis. Der umschwärmte Rennfahrer weckt in London ein gefährliches Verlangen. Ihre Leidenschaft für Harrison brennt heißer als der Wunsch nach Rache! Dabei weiß London genau, dass ihre rasante Affäre beendet ist, wenn Harrison von ihrem Pakt erfährt ...



Cat Schield lebt gemeinsam mit ihrer Tochter, zwei Birma-Katzen und einem Dobermann in Minnesota, USA und ist die Gewinnerin des Romance Writers of America 2010 Golden Heart® für romantische Serienromane. Wenn sie nicht gerade neue romantisch-heiße Geschichten schreibt, trifft sie sie sich mit ihren Freunden um auf dem St. Croix River zu segeln. Auch in der Karibik und Europa ist sie gerne unterwegs und erkundet neue Gewässer.

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1. KAPITEL

Die Feier zum zehnjährigen Bestehen der Dixie-Bass-Crosby-Stiftung war in vollem Gange, als Harrison Crosby unter dem Kronleuchter aus Kristall und Messing hindurchging, der an der fünf Meter hohen Decke der restaurierten Vorkriegsvilla hing. Er schnappte sich ein Glas Champagner von einer der umherlaufenden Kellnerinnen und schritt von der geräumigen Eingangshalle mit dem weißen Marmorfußboden und den großen Pfeilern hinüber in den Ballsaal, wo in einer Ecke ein Streichquartett spielte.

Vor dreißig Jahren hatte Harrisons Onkel Jack Crosby die historische Groves Plantage gekauft. Dort, auf dem vierzig Hektar großen Grundstück, das etwa sechzig Kilometer außerhalb der Stadt Charleston lag, wollte er die Hauptverwaltung von Crosby Motorsports gründen. Zu dieser Zeit befand sich die Villa aus den 1850er-Jahren in einem schrecklichen Zustand, und sie waren kurz davor, sie komplett abzureißen, bis Virginia Lamb-Crosby und Dixie Bass-Crosby – Harrisons Mutter und Tante – sich dagegen aufgelehnt hatten. Stattdessen steckte die Familie Crosby haufenweise Geld in die vorschriftsmäßige Denkmalsanierung, um das Anwesen wieder bewohnbar zu machen. Das Ergebnis war ein Kunstwerk.

Obwohl Harrison über die Jahre an dutzenden Wohltätigkeitsveranstaltungen der Familienstiftung teilgenommen hatte, langweilte ihn das gesellschaftliche Tamtam. Er hätte das Geld lieber einfach gespendet und auf Glanz und Gloria verzichtet. Trotz des Reichtums der Crosbys und der alten Familienbande, auf die sich seine Tante und Mutter berufen konnten, hatte Harrison nichts mit Charlestons High Society zu tun. Er bevorzugte die Pferdestärken unter der Motorhaube seines Fords, nicht auf dem Polofeld.

Deshalb hatte er sich vorgenommen, seine Familie zu begrüßen, so wenig Smalltalk wie möglich zu machen und dann, so schnell es ging, zu verschwinden. Diese Saison gab es nur noch drei Rennen, und Harrison musste sich auf die Vorbereitungen konzentrieren. Schließlich brauchte er so viel geistige und körperliche Kondition wie möglich.

Er erspähte seine Mutter und machte sich auf den Weg zu ihr. Sie war in ein Gespräch mit einer jüngeren Frau vertieft, die er nicht kannte. Doch als er sich ihnen näherte, wurde ihm klar, dass dies ein Fehler war. Die attraktive Blondine neben seiner Mutter trug keinen Ring am Finger. Immer wenn seine Mutter eine geeignete Kandidatin traf, versuchte sie, ihn zu verkuppeln. Sie verstand nicht, dass seine Rennfahrerkarriere all seine Zeit und Energie forderte. Oder sie verstand es, hoffte aber, dass Ehefrau und Familie ihn vielleicht überzeugen würden, all das aufzugeben und endlich sesshaft zu werden.

Harrison wollte sich gerade abwenden, als Virginia ihn bemerkte und triumphierend lächelte.

„Da ist ja mein Sohn“, rief sie und zog Harrison zu sich heran. „Sawyer, das ist Harrison. Harrison, ich möchte dir Sawyer Thurston vorstellen.“

„Sehr erfreut“, sagte Harrison und runzelte die Stirn, als er versuchte, ihren Namen einzuordnen. „Thurston …“

„Linc Thurston ist mein Bruder“, erklärte Sawyer. Offensichtlich war sie es gewohnt, ihre Verbindung zu Linc, einem Profi-Baseballer, zu erklären.

Harrison nickte. „Verstehe.“

Bevor er noch etwas hinzufügen konnte, schaltete sich seine Mutter wieder ins Gespräch ein. „Sawyer ist Mitglied der Denkmalschutzgesellschaft von Charleston, und wir haben gerade über die Historic Home Holiday Tour gesprochen. Sie möchte wissen, ob ich das Jonathan-Booth-Haus dieses Jahr zur Verfügung stelle. Was denkst du darüber?“

Das war genau die Art von Unsinn, in die er nicht involviert werden wollte. Egal, was er oder jemand anderes darüber dachte, Virginia Lamb-Crosby würde ihr eigenes Ding durchziehen.

Er lehnte sich vor, gab ihr einen Kuss auf die Wange und murmelte: „Ich denke, du solltest Vater fragen. Es ist schließlich auch sein Haus.“

Nachdem ein paar weitere Höflichkeiten ausgetauscht worden waren, tat Harrison so, als habe er einen Bekannten entdeckt, mit dem er sprechen musste, und verabschiedete sich. Während er durch den Ballsaal schlenderte und lächelnd diejenigen begrüßte, die er kannte, blieb sein Blick an einer wunderschönen Frau in einem tiefblauen Kleid hängen. Ihr langes honigfarbenes Haar fiel ihr über die Schulter und war auf einer Seite zurückgesteckt, um ihren funkelnden Ohrring zur Geltung zu bringen. In einem Raum voller schöner Frauen stach sie ihm ins Auge. Denn statt zu lächeln und sich zu amüsieren, hatte die Blondine mit den großen Augen und den zartrosa Lippen die Stirn gerunzelt. Sie schien ihrer mitteilsamen Begleitung, einer kleineren und fülligeren Brünetten von klassischer Schönheit und mit Schmollmund, kaum zuzuhören.

Ihr Interesse richtete sich anscheinend auf … Harrison folgte ihrem Blick und erkannte, dass sie seinen Bruder beobachtete, Tristan. Das hätte Harrison eine Warnung sein sollen. Am allerwenigsten wollte er sich auf eine Verflossene seines Bruders einlassen. Doch diese Frau erregte mehr als nur seine Aufmerksamkeit. Er spürte den augenblicklichen und starken Drang, mit ihr allein zu sein, um zu testen, ob ihre Lippen genauso süß waren, wie sie aussahen. So etwas war ihm schon viel zu lange nicht mehr passiert.

Er drehte der Schönheit den Rücken zu und machte sich auf den Weg zu seiner Tante, die gerade an einer Seite des Raums von Leuten umringt war. Neben ihr stand ein großer Fernseher, auf dem ein Werbespot über die Dixie-Bass-Crosby-Stiftung lief. Die Stiftung half nicht nur Familien mit kranken Kindern, sondern unterstützte auch Alphabetisierungskurse für Schüler aller Altersklassen. In den letzten zehn Jahren hatte seine Tante beinahe zehn Millionen Dollar gespendet, und ihre Familie war sehr stolz auf sie.

Doch selbst als Harrison ein paar Worte mit seiner Tante, seinem Onkel und den anderen wechselte, wurde seine Aufmerksamkeit wie magisch von der reizenden Blondine im blauen Kleid angezogen. Je länger er sie beobachtete, desto mehr schien sie sich von den Frauen, die er normalerweise attraktiv fand, zu unterscheiden. Ebenso schön, aber kein quirliges Partygirl. Eher zurückhaltend. Jemand, den seine Mutter gutheißen würde.

Je länger er sie ansah, desto verklemmter erschien sie ihm. Nicht in sexueller Hinsicht, so als wüsste sie nicht, was ein Orgasmus war. Aber auf eine Art, die zu sagen schien, dass sie ihr ganzes Leben als Zwangsjacke empfand. Wäre sie nicht so auf Tristan fixiert gewesen, hätte er sie vermutlich gar nicht bemerkt.

Er musste einfach herausfinden, wer sie war, deshalb machte er sich auf die Suche nach seinem anderen Onkel. Immerhin kannte Bennett Lamb wirklich jeden und handelte mit Klatsch und Tratsch wie andere Männer mit Aktien, Immobilien oder Sammlerstücken.

Harrison fand die Kultfigur Charlestons samt seiner Gefolgschaft neben der Bar. Mit der schwarzen Hose und dem cremefarbenen Smoking mit Wabenmuster sowie einer goldenen Fliege und Einstecktuch stellte Bennett viele der weiblichen Gäste in modischen Dingen in den Schatten.

„Hast du eine Sekunde?“, fragte Harrison und versicherte sich mit einem kurzen Blick, dass sein Objekt der Begierde nicht entkommen war.

Bennett hob eine perfekt gezupfte Augenbraue. „Selbstverständlich.“

Die beiden Männer traten ein paar Schritte zur Seite, und Harrison deutete auf die Frau, der sein ganzes Interesse galt. „Weißt du, wer das ist?“

Erheiterung blitzte in den Augen seines Onkels auf, als er in die von Harrison gezeigte Richtung blickte. „Maribelle Gates? Sie hat sich kürzlich mit Beau Shelton verlobt. Gute Familie. Konnten trotz schockierend schlechter Ratschläge von Roland Barnes an ihrem Reichtum festhalten.“

Stumm verfluchte Harrison den Begriff verlobt. Wieso war sie so an Tristan interessiert, wenn sie vergeben war? Vielleicht betrog sie ihren Verlobten. Bevor sein Onkel den Verdacht bekam, dass er sich für eine vergebene Frau interessierte, fragte er: „Und die Brünette?“

„Maribelle Gates ist die Brünette.“ Bennett verstand die Absichten seines Neffen und schüttelte den Kopf. „Ach, du warst an der Blondine interessiert. Das ist London McCaffrey.“

„London.“ Der Klang ihres Namens gefiel ihm. „Wieso klingelt da was bei mir?“

„Sie war zwei Jahre lang mit Linc Thurston verlobt.“

„Ich habe gerade seine Schwester getroffen.“

Während Harrison London nicht aus den Augen ließ, redete sein Onkel weiter. „Er hat die Verlobung unlängst aufgelöst. Niemand weiß genau, warum, aber man munkelt, er schläft mit …“ Bennetts Lippen verzogen sich zu einem boshaften Grinsen. „… seiner Haushälterin.“

Ein Bild der stämmigen fünfzigjährigen Frau, die das Haus seiner Eltern in Schuss hielt, tauchte unvermittelt vor Harrisons geistigem Auge auf. Er verzog das Gesicht und fragte sich, welcher Wahnsinn Linc gepackt hatte, dass er die gertenschlanke Blondine hatte ziehen lassen.

„Er scheint mir nicht der Typ zu sein, der seiner Haushälterin nachstellt.“

„Bei manchen Leuten weiß man nie.“

„Und warum ist jeder davon überzeugt, dass er mit ihr schläft?“

Überzeugt ist vielleicht ein bisschen übertrieben“, erwiderte sein Onkel. „Sagen wir einfach, dass es irgendwann erste Spekulationen gab. Linc war mit niemandem aus, seit er und London sich getrennt haben. Niemand hat auch nur den Hauch einer neuen Romanze auf dem Radar. Und wie ich gehört habe, ist sie eine junge Witwe mit Kleinkind.“

Harrison hörte dem Klatsch nicht weiter zu und widmete sich...



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