Schwartz | Maddrax - Folge 311 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 311, 64 Seiten

Reihe: Maddrax

Schwartz Maddrax - Folge 311

Der Weg des Bösen
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8387-1481-3
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Weg des Bösen

E-Book, Deutsch, Band 311, 64 Seiten

Reihe: Maddrax

ISBN: 978-3-8387-1481-3
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Streiter nähert sich weiter der Erde an. Dort liegt sein Ziel, dort glaubt er den Wandler zu finden, den er seit Äonen jagt. Der kleine rote Planet, der auf der letzten Etappe seinen Weg kreuzt, interessiert ihn nicht.

Doch allein seine Präsenz hat Auswirkungen auf den Mars und seine Bevölkerung, so grausam, dass man sich bald wünscht, der Streiter hätte besser kurzen Prozess mit dem Planeten gemacht.

Der Schatten des Bösen legt sich über eine Zivilisation, die zum Untergang verdammt ist.

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(S. 6-7)

George Ramoz aus dem Haus Angelis betrat die Straße. Früher hatte er niemals Verabredungen bei Tageslicht getroffen, aber heutzutage blieb ihm nichts anderes übrig. Offiziell gab es zwar keine Ausgangssperre mehr. Aber wer die Sperrstunde in Elysium nicht beachtete, wurde verhaftet. Immerhin war sie inzwischen auf dreiundzwanzig Uhr verlängert worden, aber das war für einen Nachtmenschen wie George immer noch ein Unding.

Zu der Zeit wurde er normalerweise erst so richtig wach. Tja, da konnte man eben nichts machen. Auf den Straßen herrschte lebhafter Verkehr, jeder gab sich Mühe, den Anschein normalen Lebens zu wahren. Der Schock der vergangenen Wochen saß allen noch tief in den Knochen, aber man sprach nicht mehr darüber. Schon gar nicht öffentlich. Der Militärpräsident hatte alles fest im Griff, die Medien eingeschlossen. Seine Schutztruppen, wie er sie bezeichnete, waren allgegenwärtig, am Boden genauso wie in der Luft. Am Schlimmsten war dieser kahlköpfige Gingkoson, der engste Vertraute des Präsidenten.

Wer einmal ins Visier dieses äußerlich eher schwächlich wirkenden Mannes geriet, war wie im roten Treibsand verloren. Man musste keine besondere Fantasie besitzen, um einen Zusammenhang zwischen vermissten Personen und dem Chef des Geheimdienstes herzustellen. Und heutzutage „verschwanden“ viele. George hielt sich deshalb aus allem heraus, und wieso auch nicht? Was hatte er mit Politik zu tun? Er ging seiner Arbeit im Büro nach, vergnügte sich abends, trieb ab und zu Sport, ja: Er lebte wie ein ganz normaler Marsianer. Er besaß keinerlei Ambitionen, die Welt verbessern zu wollen, und solange man ihn sein Leben so führen ließ, wie er es gewohnt war, wollte er’s zufrieden sein und ein paar Veränderungen hinnehmen.

Das würde schon alles eines Tages wieder ins Lot kommen. Hatten nicht die Gründer einst den Mars lebenswert gemacht und aus dem Nichts heraus diese Zivilisation gegründet? In den Jahrhunderten war es immer wieder zu Problemen und Konflikten gekommen, doch eines Tages hatten sich der Rote Planet und seine neuen Bewohner miteinander arrangiert, und auch die Menschen untereinander – schließlich gab es davon zwei verschiedene Sorten, die im Wald und die in der Stadt – hatten zu einem Konsens gefunden. Bis zu den Anschlägen.

George Ramoz konnte sich nicht erklären, was einen Menschen dazu trieb, eine Bombe zu zünden, um möglichst viele Leben auszulöschen. Und als Ziel ausgerechnet noch die verehrte Präsidentin auszuwählen! Kein Wunder, dass ihr Ehemann hart durchgriff; so etwas durfte niemals wieder geschehen. Immerhin war der Aufstand niedergeschlagen worden und die Lage beruhigte sich. Wie viele andere Marsianer zündete George jeden Abend eine Kerze an und stellte sie ans Fenster, um seiner Hoffnung Ausdruck zu geben, dass die Präsidentin wieder zu sich käme und gesund würde. Damit die Ordnung auf dem Mars wiederhergestellt wäre und alles so wie früher.



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