E-Book, Deutsch, Band 0059, 384 Seiten
Reihe: Tiffany Sexy
Shalvis / Leigh / O'Reilly Tiffany Sexy Band 59
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-226-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Schuss, Kuss - Schluss? / Vorsicht, viel zu heiss! / Mach dich für mich frei /
E-Book, Deutsch, Band 0059, 384 Seiten
Reihe: Tiffany Sexy
ISBN: 978-3-86295-226-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
SCHUSS, KUSS - SCHLUSS? von LEIGH, JO
Mord im Hotel 'Hush' - was sollen nur die Gäste denken? Die quirlige Concierge Mia ist wild entschlossen, den Fall zu lösen. Allerdings nicht allein, sondern zusammen mit Detective Bax Milligan. Ein Mann wie aus einem guten Krimi: clever, mutig und gefährlich sexy ...
VORSICHT, VIEL ZU HEISS! von SHALVIS, JILL
Lichterloh brennt es zwischen Brooke und dem Feuerwehrmann Zach Thomas. Aber Brooke hat sich geschworen, ungebunden zu bleiben. Ein Vorsatz, den sie nicht aufgeben will. Nicht einmal für den Experten der Brandbekämpfung, der in ihr dieses heiße Feuer entfacht?
MACH DICH FÜR MICH FREI von OREILLY, KATHLEEN
Sex in der City? Schon Seans erster Kuss verrät Cleo, wie fantastisch sie sich im Bett verstehen würden! Das einzige Problem: Cleos Job in New York ist so stressig, dass ihr kaum Zeit bleibt. Nur um Mitternacht könnte sie sich für Sean noch freimachen ...
New York Times-Bestsellerautorin Jill Shalvis lebt in einer Kleinstadt in Sierras, voller verschrobener Mitmenschen. Jegliche Ähnlichkeit mit den Quirky Charakters in ihren Büchern ist, naja, meistens zufällig. Besuchen Sie sie auf ihrer Website www.jillshalvis.com, um mehr über Jills Bücher und ihre Abenteuer als Berge erklimmendes Stadtkinde zu lesen.
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1. KAPITEL
Cleo Hollings, stellvertretende Bürgermeisterin von New York City, schaute auf ihre Armbanduhr und stöhnte. Sechs Uhr morgens. Sie brauchte Schlaf, dringend. Der Streik der Mitarbeiter der öffentlichen Verkehrsbetriebe zerrte an ihren Kräften. Überreizt sprangen ihre Gedanken von den ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen zu ihrem ins Stocken geratene Liebesleben. Daran zu denken hatte ihr jetzt gerade noch gefehlt, aber vier Tage ohne ausreichende Nachtruhe, da musste man ja verrückt werden. Sie brauchte Schlaf. Wenigstens ein paar Minuten.
Vorsichtig schob sie die hohen Aktenstapel beiseite, verschränkte die Arme auf dem Schreibtisch und bettete ihren Kopf darauf. Langsam döste sie ein und verlor sich in Träumen, in denen das Unmögliche möglich war und die Männer aus dem Stoff waren, aus dem Helden geschaffen sind …
Die Wüstensonne brannte vom Himmel, aber innerhalb der hohen Marmorwände der City Hall war es angenehm kühl. Ihre treuen Diener wedelten mit Palmblättern und boten ihr Wasser aus diamantbesetzten Kelchen und die süßesten Weintrauben der Ostküste an. Leider war die Atempause nur kurz. Es wurde Zeit, ihren Pflichten als Herrscherin vom East River nachzukommen. Majestätische Fanfaren-klänge begleiteten sie auf dem Weg zum Thron.
Ihre Wache war zehntausend Mann stark. Sie trugen die blaue Uniform der Bus- und Bahnfahrer als Zeichen ihrer Loyalität ihrer Herrscherin und der Stadt gegenüber. Ehrerbietig teilte sich die Menge vor ihr, um sie durchzulassen. Dabei fiel Cleo ein Fremder auf.
Der Mann war einen Versuch wert.
Sie erkannte es an seinem herausfordernden Blick. Der Mann glaubte, er könnte sie zähmen – sie, die über ganz New York regierte. Es gab nur wenige Männer, die sie zu befriedigen vermochten. Wenn man Cleopatra hieß, waren die Ansprüche hoch.
Langsam näherte er sich ihrem Thron, mit geschmeidigen Bewegungen, wie ein Löwe, der sich an seine Beute heranpirschte. Seine nackten Füße verursachten kein Geräusch auf dem kalten Marmorboden. Elegant kniete er vor ihr nieder, doch er senkte den Kopf nicht ehrfürchtig, wie es sich für einen Untergebenen eigentlich ziemte. Stattdessen sah er ihr gerade in die Augen und versprach ihr mit seinem Blick das Blaue vom Himmel.
Schon viele Männer hatten versucht, sie zu umwerben – mit Geschenken und blumigen Worten, die sich letztlich als leere Versprechungen entpuppten. Sie kannte die Spielchen, doch diese Arroganz war neu für sie.
Cleo war fasziniert.
Sie erhob sich und überragte ihn stehend, um ihn daran zu erinnern, auf welchen Platz er gehörte.
Selbst in kniender Haltung war seine gebändigte Kraft erkennbar. Die kräftigen Muskeln seiner Schultern zeichneten sich verführerisch unter dem dünnen Stoff seiner Toga ab. Cleo verspürte Lust, ihn zu berühren, doch sie verharrte regungslos. Dies waren ihr Palast, ihre Stadt, ihr Reich. Sie regierte mit eiserner Hand und zeigte niemals Schwäche oder Gnade.
Er streckte die Hand aus, als wollte er es wagen, sie anzufassen. Schon sprang eine ihrer Wachen vor, den Speer zum tödlichen Stoß bereit. Die Herrscherin ohne Aufforderung zu berühren bedeutete den sicheren Tod. Sie konnte ein solch herrliches Exemplar jedoch nicht töten lassen. Hastig entließ sie die Wachen, zehntausend Mann, die ihr blind gehorchten. Während sie im Gleichschritt hinausmarschierten, bewunderte sie den dunklen Schopf dieses einen, bemerkte das betörende Aroma von … Issey Miyake Eau de Cologne. Es war ihr Lieblingsduft, der stets Verlangen in ihr weckte.
Um seinen Mund zuckte es verräterisch.
Er wusste es.
Als sie allein waren, lächelte er sogar noch frecher, doch er stand nicht auf. Ohne um Erlaubnis zu bitten, schob er kühn eine Hand durch den Schlitz ihres Kleides und strich an ihrem Bein hoch. Die federleichte Berührung brannte auf ihrer Haut und brachte ihr Blut zum Kochen. Seine Finger waren rau, aber geschickt. Er streichelte sie so hingebungsvoll, dass sie leise seufzte. Cleo war völlig entspannt und vor allem glücklich.
Männer brachten ihr Geschenke. Kein Mann hatte ihr je Glück gebracht.
Schon allein aus dem Grund würde sie ihn am Leben lassen.
„Wer bist du?“, fragte sie.
„Ein einfacher Bauer“, antwortete er, ohne in seinen herrlichen Zärtlichkeiten innezuhalten. Immer höher glitt seine Hand an ihrem Oberschenkel hinauf.
„Warum bist du hier?“, wollte sie wissen. Ihre Stimme klang ein wenig brüchig. Es entging ihm nicht. In seinen Augen blitzte es übermütig auf, und sie fand seine Frechheit auch noch anziehend.
„Ich bitte um Eure Gunst, Exzellenz.“
„Du verstehst dich aufs Bitten“, meinte sie ungeniert anerkennend. Er reagierte auf ihre Offenheit mit einer Liebkosung, die nicht mehr werbend war, sondern unverhüllt fordernd. Cleo schluckte. Ihr wurden die Knie weich. Sie hasste es, Schwäche zu zeigen, doch ihr Körper verriet sie gegen ihren Willen. Die Königin wurde zur Schachfigur.
Schachfigur? Sie war Cleopatra, die mächtige Herrscherin. Sie würde sich vor keinem Mann kleinmachen. Hart stieß sie seine Hand fort. „Schluss mit der Spielerei. Bevor du mir dein Anliegen vorträgst, sollst du mir dienen. Wenn du mir gefällst, belohne ich dich vielleicht. Komm.“
Er stand auf. Er war groß, größer als sie. Sein Blick verriet, dass er eine Schwäche für sie hatte. Cleo lächelte. Ihr konnte kein Mann etwas vortäuschen.
Respektlos setzte er sich auf ihren Thron und zog sie auf seinen Schoß. „Wer könnte Euch widerstehen?“
„Wie kannst du es wagen!“, herrschte sie ihn an und versuchte, sich aus seinem Griff zu befreien. Unbeeindruckt drehte er sie zu sich herum und küsste sie so verlangend, wie es noch kein Mann vor ihm gewagt hatte. Cleo wehrte sich noch heftiger, doch dann spürte sie seine Erektion an ihrem Bauch und wurde willenlos.
„Ich wage es“, flüsterte er an ihren Lippen und drang mit einem kraftvollen Stoß in sie ein.
Cleo keuchte.
Er war so groß, so kräftig. Sie hatte schon einige Liebhaber gehabt, aber noch keinen wie diesen, keinen so männlichen.
Als er seine Hüften bewegte, langsam und kraftvoll, vergaß sie, dass er auf ihrem Thron saß, sie vergaß, dass er nur ein einfacher Sterblicher in ihrem Reich war. In diesem Moment zählte für sie nur noch, dass dieser Mann die Leere in ihr ausfüllen konnte. Er war genauso leidenschaftlich wie sie. Sie spürte es an seinen eisern kontrollierten Bewegungen. Sein Körper, seine Kraft – all das gehörte ihr.
„Wie heißt du?“, fragte sie, weil sie seinen Namen wissen musste. Er würde künftig ihr Günstling sein. Sie würde ihm eine einflussreiche Stellung geben, ein Stück Land oder eine eigene Stadt, über die er herrschen konnte.
„Mark“, sagte er.
„Mark“, flüsterte sie. Ihre Körper bewegten sich im Gleichklang, und mit jeder Sekunde wurde ihr klarer, dass sie ihn bei sich behalten musste. Er machte sie glücklich. „Mark“, wiederholte sie. „Mark, Mark, Mark …“
Nachdem er an zwei Sicherheitsbeamten vorbeigekommen war und drei Assistenten ausgetrickst hatte, stand Sean O’Sullivan im Büro von Cleo Hollings und überlegte, was er jetzt tun sollte. Dies war ein Szenario, auf das er nicht vorbereitet war. Die stellvertretende Bürgermeisterin von New York City schlief an ihrem Schreibtisch und murmelte dabei den Namen eines gewissen Mark vor sich hin.
Der Glückliche.
Cleo Hollings war sexy – selbst beim Nickerchen am Schreibtisch. Sean sah auf die Uhr. Beinahe acht. Bald würden ihre Mitarbeiter eintreffen. Wegen des immer noch andauernden Tarifstreits im öffentlichen Nahverkehr würde es sofort hektisch zugehen. Dies war seine einzige Chance, Cleo Hollings zu sprechen. Es wäre nicht klug, hier herumzustehen und die Gelegenheit verstreichen zu lassen. Obwohl es ihn schon sehr interessierte, was Cleo noch alles im Traum verraten würde.
Mit einem bedauernden Seufzen legte er eine Hand auf ihre Schulter und rüttelte sie sanft. Ihr langes rotes Haar fiel über seine Finger. Verführerisch. Sehr verführerisch.
Ruckartig hob sie den Kopf. Sie starrte ihn aus großen bernsteinfarbenen Augen an, noch etwas schlaftrunken und zugleich glühend vor Leidenschaft. Das muss schon ein sehr heißer Traum gewesen sein, dachte er und wünschte, er hätte eine Rolle darin gespielt.
Sie blinzelte. „Mark?“
Sean schüttelte den Kopf. „Nein, leider nicht. Sean O’Sullivan.“
Er lächelte sie an. Schlagartig schwanden Leidenschaft und Schlaftrunkenheit aus ihrem Blick. Ungehalten kniff sie die Augen zusammen.
„Was machen Sie in meinem Büro? Sind Sie wegen des Streiks hier?“
Dies war die stellvertretende Bürgermeisterin, von der er gehört...




