Sieber | Die Erfindung des Zeitstrahls | Buch | 978-3-8376-7391-3 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 251, 294 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 146 mm x 223 mm, Gewicht: 472 g

Reihe: Image

Sieber

Die Erfindung des Zeitstrahls

Eine Kritik der Sichtbarmachung von Zeit und Handel im 18. Jahrhundert
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8376-7391-3
Verlag: Transcript Verlag

Eine Kritik der Sichtbarmachung von Zeit und Handel im 18. Jahrhundert

Buch, Deutsch, Band 251, 294 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 146 mm x 223 mm, Gewicht: 472 g

Reihe: Image

ISBN: 978-3-8376-7391-3
Verlag: Transcript Verlag


1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Zeit betrifft alle Aspekte des Lebens. Obgleich sie ein wichtiges politisches Instrument ist, sind Vorstellungen von Zeit erstaunlich unterkomplex. Eine zentrale Vorstellung ist die linearer Zeit, die über Darstellungen des Zeitstrahls quasi verinnerlicht, wissenschaftlich aber längst überholt ist. Mich hat interessiert, woher zunächst das Bild des Zeitstrahls kommt, was es impliziert und warum es gleichzeitig so wenige andere Darstellungsformen von Zeit gibt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch beschäftigt sich mit dem Entstehungszusammenhang des Zeitstrahls im 18. Jahrhundert und zwei ersten Anwendungszusammenhängen in Großbritannien: die veränderte Darstellung von Geschichte und die Visualisierung ökonomischer Daten. Die neuen Darstellungen, die sich an Kartografie orientierten, bekräftigen die Vorherrschaft des British Empire, gleichzeitig behaupten sie universell und neutral zu sein. Meine Analyse legt damit offen, wie problematisch der Zeitstrahl ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch berührt den Bereich der Diagrammatik, damit Fragen nach dem Verhältnis von Vorstellung und Darstellung, aber auch postkoloniale Theorie, die durch den historischen Kontext, insb. die Kolonialgewalt, bedeutsam sind. Die größeren Zusammenhänge betreffen aber den Bereich der Wissensgeschichte, insb. Darstellungskonventionen, ihre Grenzen und Implikationen. Gerade für Informationsgrafiken gibt es in diesem Bereich noch viele Lücken und offene Fragen.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Die Darstellung des Zeitstrahls ist nicht neutral, sondern ein Produkt imperialistischer und liberalistischer Vorstellungen des 18. Jahrhunderts.

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Weitere Infos & Material


Sieber, Judith
Judith Sieber ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin. Sie promovierte 2023 an der Leuphana Universität Lüneburg im Rahmen des Graduiertenkollegs »Kulturen der Kritik«. Ihre Forschungsinteressen sind u.a. Fragen der Darstellung von Zeit und Geschichte in Kunst und visueller Kultur.



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