E-Book, Deutsch, 126 Seiten
Simonsohn Zistrose. Kompakt-Ratgeber
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-86374-613-1
Verlag: Mankau Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Immunschutz und Entgiftung aus der Natur. Mit bewährten Anwendungen und Rezepten
E-Book, Deutsch, 126 Seiten
ISBN: 978-3-86374-613-1
Verlag: Mankau Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Barbara Simonsohn (geb. 1954) ist Ernährungsberaterin und Reiki-Ausbilderin. Seit 1982 gibt sie Seminare im In- und Ausland, vor allem über das authentische Reiki mit sieben Graden, aber auch in Azidose-Therapie und -Massagen nach Dr. Renate Collier sowie in Yoga. Darüber hinaus befasst sie sich intensiv mit dem Thema 'gesunde Ernährung' und gilt als Expertin für 'Superfoods'. Regelmäßig reist die Hamburgerin nach Indien, wo sie meditiert und ehrenamtlich als Englischlehrerin für Waisenkinder arbeitet; außerdem fördert sie Moringa-Projekte und hat im Rahmen ihrer Entwicklungsarbeit auf Haiti Fruchtbäume gepflanzt und Bio-Gärten angelegt. Seit 1995 hat Barbara Simonsohn zahlreiche Ratgeber im Bereich der ganzheitlichen Gesundheit veröffentlicht; die Gesamtauflage ihrer Bücher beläuft sich auf über 500.000 Exemplare.
Zielgruppe
gesundheitsbewusste Leser/innen, insbesondere Frauen ab ca. 35 Jahren
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
INHALT
Vorwort
Die Zistrose - eine uralte Heilpflanze
- Geschichte und Volksmedizin
Zur Botanik
- Standort, Verbreitung, Aussehen
ZISTROSE - EIN SCHATZ FÜR DIE GESUNDHEIT
Die wichtigsten Inhaltsstoffe und ihre Bedeutung
Die Biochemie der Pflanze
Pflanzenbegleitstoffe - die Alleskönner für unser Wohlbefinden
- Antioxidantien
- Polyphenole
- Polyphenole unter der Lupe
Die Wirkung der Pflanze bei Krankheiten
In Aktion als Virenhemmer
- Der Cystus 052® Flüssigextrakt
- Aktiv gegen SARS-CoV-2/Covid-19
Kampf den Bakterien
- Keine Chance für Magenkeime
- Prophylaxe von Karies und Parodontitis
Unterstützung bei Akne
Ausleitung von Schwermetallen
Weitere Krankheitsbilder A-Z
- Allergien
- Aphthen
- Diabetes mellitus
- Entzündungen
- Krebs
- Neurodermitis
- Nervensystem
- Tonsillopharyngitis
ZISTROSENPRODUKTE FÜR KÖRPER UND SEELE
Tolle Sachen zum Selbermachen - Gastbeitrag von Jana Ellmer
Zistrosentee
Kräuterbonbons
Zistrosensalben
- Salbe gegen Juckreiz
- Schmerzsalbe
- Gelenksalbe
- Antifaltencreme
- Heilsalbe
Anwendung und Erfahrungen mit Zistrosenprodukten
Tee
Sud
Halstabletten/-pastillen
Salbe
Erfahrungsberichte
Ein paar Gedanken zum Schluss
Verwendete Quellen und andere wichtige Studien
Buchquellen und Leseempfehlungen
Register
Die wichtigsten Inhaltsstoffe und ihre Bedeutung
Die Zistrose ist nicht nur eine herbe Schönheit, sondern zeichnet sich auch durch Gerbstoffe, Harze und vor allem besondere Pflanzenbegleitstoffe aus, die Polyphenole. Es handelt sich um eine Pflanze der Superlative mit einem beispiellosen antioxidativen Potenzial. Auch wenn ich Ihnen jetzt einige der Inhaltsstoffe im Detail vorstellen werde, bitte ich zu beachten: Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile. Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken synergetisch miteinander – unterstützen ihre gegenseitige Wirkung. Davon profitieren wir gesundheitlich.
Die Biochemie der Pflanze
1999 wurde der Zistrose eine besondere Ehre zuteil: Sie wurde von deutschen Wissenschaftlern in Griechenland zur »Heilpflanze Europas« ernannt. Die Expertengruppe gehörte der wissenschaftlichen Institution an, die sich aus Biologen, Naturmedizinern, Medizinhistorikern und Vertretern der Grundlagenforschung an der Universität Würzburg zusammensetzte. Dr. Thomas Richter, Vorstandsmitglied der Wissenschaftsgesellschaft und Medizinhistoriker: »Wir sind von dem großen Potenzial des Wildkrautes überzeugt und wollen mit der Auszeichnung zur Pflanze Europas ein deutliches Signal setzen. Heilkundige der Vergangenheit wussten sehr genau, welche Kräuter und Pflanzen bei welchen Krankheiten am besten wirken« (Harnisch 2010, S. 12). Gut, dass das Wissen um diese außergewöhnliche Pflanze bewahrt blieb und die Forschung sich ihrer angenommen hat.
In Afrika, wo schriftliche Überlieferungen Seltenheitswert haben und Forschungen an heimischen Pflanzen in den Kinderschuhen stecken, sagt man: »Stirbt ein Medizinmann, geht eine Bibliothek in Flammen auf.« Die Zistrose ist bekannt für ihre Fülle an sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, vor allem Polyphenolen. Diese Stoffe, das wird ein eigenes Kapitel aufzeigen ( Seite 31 ff.), dienen den Pflanzen als Phytohormone zur Kommunikation untereinander oder mit Bestäubern sowie als Schutz gegenüber Fressfeinden oder zur Abwehr gegen krank machende Bakterien, Viren und Pilze. Sekundäre Pflanzenstoffe sind zwar für die Pflanze nicht unmittelbar lebensnotwendig, für ein gesundes und langes Leben sind sie aber bedeutsam, und diese Fähigkeit geben sie an Mensch und Tier weiter. Die Zistrose ist besonders reich an diesen bioaktiven Substanzen. Normalerweise fressen Ziegen beispielsweise keine Zistrosen; das ändert sich jedoch, wenn sie krank sind. Vermutlich haben Menschen über Tierbeobachtungen die Heilkraft von Pflanzen wie der Zistrose auch für sich selbst entdeckt.
Die antioxidative Wirkung der Zistrose geht hauptsächlich auf diese Inhaltsstoffe zurück. Schon ein Schnapsglas voller Cystus® BIO Tee oder Cystus 052® Flüssigsud – das sind nur 20 Milliliter – hat die gleiche antioxidative Wirkung wie eine Tagesdosis von Vitamin C.
Hier eine Vergleichsstudie des LEFO-Instituts in Ahrensburg vom 21.2.2000:
| Produkt | Antioxidatives Potenzial/TEAC-Wert |
| Cystus® Tee | 23,5 mmol Trolox/Liter |
| Cystus 052® Sud | 24,0 mmol Trolox/Liter |
| Grüner Tee | 8,5 mmol Trolox/Liter |
| Schwarzer Tee | 3,1 mmol Trolox/Liter |
| Kamillentee | Weniger als 1,0 mmol Trolox/Liter |
| Rotwein | 5,3 mmol Trolox/Liter |
| Kirschsaft | 4,8 mmol Trolox/Liter |
| Holunderbeersaft | 7,0 mmol Trolox/Liter |
| Zitronensaft, frisch gepresst | Weniger als 1,0 mmol Trolox/Liter |
| Apfelsaft | 1,0 mmol Trolox/Liter |
| Ascorbinsäure-Lösung, 880 mg/Liter | 5,6 mmol Trolox/Liter |
Antioxidantien sind die Gegenspieler zu freien Radikalen, die sozusagen den Umsturz des Staates planen, die Zerstörung unseres Organismus.
sticht aufgrund ihres Reichtums an Polyphenolen hervor, die im Wesentlichen ihre gesundheitlich bedeutsamen Wirkungen ausmachen. Bei einigen Zistrosenarten wie oder spielen Öle und Harze eine wichtige Rolle zum Verständnis ihrer gesundheitlichen Wirkungen. Sie verleihen der Pflanze ihren einzigartigen Duft. Die leicht flüchtigen ätherischen Öle bestehen vor allem aus Alkohol, Estern, Ketonen bzw. Terpenen. Pflanzen locken damit Bestäuberinsekten an oder wehren Schädlinge ab. Als man die ätherischen Öle der Pflanze untersuchte, fand man bei einen hohen Anteil an Diterpenen, nämlich 59,23 Prozent, wobei Manoyloxid zu den Hauptkomponenten zählt (Danne 1994). Terpene können stimmungsaufhellend wirken, Entzündungen hemmen, entspannen und das Gedächtnis verbessern. Bestimmte Diterpene wirken antibakteriell, andere krebshemmend.
Harze sind zähflüssige Vitalstoffgemische, die zum Beispiel dem Wundverschluss dienen oder der Abwehr von feindlichen Insekten, Bakterien, Pilzen oder Viren. Das Zistrosenharz besteht hauptsächlich aus Ketonen, Alkohol, Phenolen sowie Harzsäureestern. Wie bereits erwähnt, wurden die Harze mancher Zistrosenarten aufgrund ihres aromatischen Dufts früher zusammen mit Weihrauch als Räucherwerk wie auch in kosmetischen Produkten verwendet. Diese Anwendungen erleben gerade wieder eine Renaissance.
Pflanzenbegleitstoffe – die Alleskönner für unser Wohlbefinden
Ein großer Teil der Heilkraft der Zistrose liegt in ihrem antioxidativen Potenzial – also in ihrer Fähigkeit, uns vor der Zerstörungskraft aggressiver Sauerstoffradikale zu schützen. Und ein großer Teil dieser Kraft liegt in den Polyphenolen begründet. Es gibt keine bisher untersuchte Pflanze, die eine derartige Konzentration an Phenolen aufweist wie die Zistrose, und hier besonders die Varietät . Wichtig ist dabei nicht nur die Menge ganz bestimmter Polyphenole, sondern das Muster der Zusammensetzung der einzelnen Inhaltsstoffe, und dazu zählen nicht nur die Polyphenole selbst, sondern auch zum Beispiel Harze und Gerbstoffe. Das Ganze ist also mehr als die Summe seiner Teile. Salbei beispielsweise ist ebenfalls eine sehr polyphenolreiche Pflanze. Allerdings weist er im Gegensatz zu keine vergleichbare antivirale Wirkung auf (vgl. Ehrhardt 2007).
Dass die Zistrose 1999 zur europäischen »Pflanze des Jahres« ausgerufen wurde, hat sie auch ihren Rekordwerten an Polyphenolen zu verdanken, aber eben nicht nur ihnen. Gesundheitlich bedeutsame Wirkstoffe in Heilpflanzen wirken synergetisch zusammen, das heißt, sie unterstützen ihre Wirkung gegenseitig.
Antioxidantien
Sie schützen die Zellen und unsere DNA – unser Erbgut – vor der zerstörerischen Kraft von Sauerstoff- und anderen Radikalen. Freie Radikale sind instabile Moleküle, die so verzweifelt nach Elektronen suchen, dass sie diese aus ihrer Umgebung rauben. Oft ist unser Erbgut davon betroffen oder wichtige Proteine, Cholesterin-Teile oder die Zellmembran. Der Verlust von Elektronen verändert ihre Funktion und zerstört Zellen oder Zellteile. Freie Radikale wirken wie Geschosse, welche die Wände der Mitochondrien – der Energiefabriken in unseren Zellen – attackieren, Giftstoffe in die Zelle einschleusen und die DNA schädigen. Die Wirkung von freien Radikalen spielt eine Rolle bei der Entstehung von Herzerkrankungen, Krebs, Arthritis, Grauem Star, altersbedingter Makuladegeneration, AMD, Gedächtnisverlust, Rheuma, Diabetes, Arteriosklerose, Lungenerkrankungen, chronischen Entzündungen, bei schlecht heilenden Wunden, Demenz und Alterungsprozessen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Antioxidantien sind die Gegenspieler zu freien Radikalen. Sie schenken freien Radikalen großzügig Elektronen, ohne selbst zu instabilen Elektronenräubern zu werden. Alle Antioxidantien in unserer Nahrung arbeiten zusammen als eine Art Familie, in der jeder eine wichtige Rolle spielt. Manche Antioxidantien wirken in der Zelle, andere zwischen den Zellen, dritte – wie zum Beispiel Betacarotin – auf deren Oberfläche.
Antioxidantien schützen vor Herzkrankheiten, indem sie verhindern, dass das...
VORWORT
"Ist die Zistrose eine neue Rosenzüchtung?", fragen mich Seminarteilnehmer, wenn ich ihnen von meinem neuen Buchthema erzähle. Nein, die Zistrose ist eine uralte Spezies, schon in der Antike verehrt als Heilpflanze der Götter, mehrmals in der Bibel erwähnt, zwischendurch aber fast in Vergessenheit geraten. Es ist Zeit, dass Cistus aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und bekannter wird.
Sie scheint in dieser Zeit wie vom Himmel gefallen, hilft sie doch gegen Viren und Bakterien, innerlich wie äußerlich, und außerdem schützt sie vor Entzündungen und leitet Schwermetalle aus. Die Zistrose entlastet unser Immunsystem, wirkt Demenz und Alzheimer entgegen, hilft bei Hautproblemen jeder Art, gleicht den Blutzuckerspiegel aus, kann gegen Krebs eingesetzt werden und schützt vor Karies und Parodontose. Sogar als Schönheitsmittel hat sich die Zistrose bewährt.
Fast möchte ich diese Pflanze als Adaptogen bezeichnen, die körperliche und seelische Funktionen optimiert. Lassen Sie sich von der Kraft der Zistrose überraschen!
Ihre Barbara Simonsohn




