E-Book, Deutsch, 240 Seiten, E-Book
Reihe: Haufe Fachbuch
Slaghuis / Rose Besser arbeiten
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-648-14289-9
Verlag: Haufe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
66 Impulse für eine menschlichere Arbeitswelt und mehr Freude im Beruf
E-Book, Deutsch, 240 Seiten, E-Book
Reihe: Haufe Fachbuch
ISBN: 978-3-648-14289-9
Verlag: Haufe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Bernd Slaghuis ist Karriere-Coach und Experte für berufliche Neuorientierung sowie gesunde Führung. Zuvor war er Leiter Unternehmensentwicklung bei der ROLAND Rechtsschutz-Versicherung. Sein Karriere-Blog ist einer der meistgelesenen in Deutschland. Slaghuis ist Bankkaufmann und promovierter Ökonom.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Arbeitswelt & Change
- Von Arbeitsfreud und Arbeitsleid
- Was ist eigentlich Berufserfahrung in Zukunft noch wert?
- Die Teilzeit muss weg vom Mutti-Image!
- Der Hype ums Scheitern ist ein Fehler
- New Work: Hast du wirklich, wirklich Lust auf neues Arbeiten?
- Fünf provokante Fragen an CEOs und Personalchefs
- Die 4-Tage-Woche macht Arbeit nicht gesünder
- Recht auf Homeoffice? Flexibles Arbeiten benötigt Vertrauen statt Gesetze
- Querdenker: Wer stört, muss gehen
- Geplante Folgenlosigkeit: Change-Management als Werkzeug der Stagnation
Führung & Management
- Test: Was taugt Ihr Chef als Führungskraft?
- Respekt: Du bist das Werkzeug!
- Macher müssen machen dürfen
- Vom Chef am Steuerrad: über Management-Metaphern
- Chefs: Digital Loser oder Digital Leader?
- Von Bergspitzen und Seilschaften: Warum ich für zeitlich begrenzte Frauenquoten bin
- Management by Ampelmännchen: Wenn Chefs nur noch rotsehen
- Führen durch Fragen: Chefs, Schluss mit den Ratespielchen!
- Sie sollen arbeiten, nicht denken!
- Hand aufs Herz: Wer wird schon wirklich gerne geführt?
- Die Führungskraft als Coach? Achtung, nur mit Vorsicht zu genießen
- Pseudo-Chefs: Diese 10 Chef-Typen braucht kein Mensch
- (Warum) Führen immer die Falschen?
- Mitarbeiterbindung: Loyalität ist keine Einbahnstraße
- Manager brauchen mehr Bescheidenheit
Recruiting & People Management
- Hört auf, den Menschen als Produktionsmittel zu betrachten!
- Vergesst Lebensläufe, lernt Menschen kennen
- Chief Experience Officer: Der neue Chef fürs gute Erlebnis?
- Von Krawatten im Kopf und radikalem Wandel
- Das Anschreiben abzuschaffen ist populär, aber dumm
- Die Mitarbeiter sind unser höchstes Gut. Ja wirklich?
- Arbeitszeiterfassung: Die Rückkehr der Stechuhr wird Arbeit nicht gesünder machen
- 95 Prozent Ihrer Mitarbeiter sind zufrieden mit der Arbeit? Warum das ein Problem sein kann
- Wenn wir vor lauter Zielen das Ziel verfehlen
- Kann man eine gute Unternehmenskultur in harten Zahlen messen?
Teams & Zusammenarbeit
- Freude im Job: Wieviel dürfen wir uns erlauben?
- Vertrauen führt. Aber welche Führung führt zu Vertrauen?
- Wie Führungskräfte positive Emotionen im Alltag nutzen können
- Sechs Tipps für Ihre Karriere mit Kopf statt mit Ellenbogen
- Der Teufelskreis der Rache beim Knausern
- Ist Zeitmanagement verschwendete Zeit?
- 'Wir müssen die Leute abholen, wo sie stehen.' 'Klar Chef, aber wo stehen sie denn?'
- Gehöre ich wirklich dazu?
- Tagesgeschäft frisst Wertschätzung
- Was wäre, wenn wir dem Busfahrer Applaus spendeten?
- Ich mach mir die Arbeit, widewide wie sie mir gefällt
Freude & Sinn
- Zehn Missverständnisse rund um sinnerfüllte Arbeit
- Warum Downshifting endlich salonfähig werden muss
- Muss Arbeit glücklich machen? Warum das die falsche Frage ist
- Ich fühle mich im Job wie im Gefängnis!
- Warum wir (k)einen Purpose im Leben brauchen
- Boreout: Mit Langeweile im Job ist nicht zu spaßen
- Kultivieren Sie Selbstmitgefühl statt Selbstoptimierung
- Selbstverwirklichung: Hört mal auf, die Berufung zu finden!
- Wer bin ich auf der Arbeit - und wenn ja, wie viele?
Karriere & Jobwechsel
- Im War for Talents sind Bewerber die Verlierer
- Wir müssen Karriere endlich neu denken
- Führung und (k)ein Weg zurück
- Karriere? - Sorry, keine Zeit!
- Einmal berufliche Neuorientierung, bitte!
- Spießer - oder: von inkrementeller und disruptiver Persönlichkeitsentwicklung
- Laufbahn B: Über Inspiration und das ungelebte Leben
- Generalisten verzweifelt auf Jobsuche
- Zehn Fragen, die Sie vor einer Kündigung mit 'Ja' beantworten sollten
- Mehr Gehalt verhandeln? Dieser simple Trick hilft nachweislich
- Quereinstieg: Wie der Jobwechsel durch die Seitentür gelingt
Ausblick
2 Führung & Management
Wie steht es eigentlich um die Qualitäten Ihrer Führungskraft – und mal ganz ehrlich, lassen Sie sich als Mitarbeiter leicht führen? Was macht Sie als guter Chef aus und Ihre Führung gesund? Was sind die wichtigsten Steuerungsinstrumente für ein wirkungsvolles Management von Organisationen sowie ihrer Teams und welche Führungstechniken sind in Zukunft geeignet, um verschiedene Generationen besser unter einen Hut zu bekommen?
In diesem Kapitel geht es unter anderem darum, welche Rolle Wertschätzung und Respekt spielen, welche Art der Führung zu Loyalität und Mitarbeiterbindung führt. Es geht um Frauen in Führung und zeitlich begrenzte Frauenquoten. Um Führen durch Fragen, die Rolle des Chefs als Coach und warum Mitarbeiterführung nicht zu Ratespielen verkommen darf. Und wir stellen die Frage, ob immer noch oft die Falschen führen, weil wir bei der Auswahl von Führungskräften zu wenig zwischen Selbstbewusstsein und Kompetenz unterscheiden.
Es ist egal, ob Sie Mitarbeiter oder selbst Führungskraft sind – nach den folgenden Beiträgen werden Sie entweder Ihren Chef mit anderen Augen sehen oder als Chef Ihre Führung auf den Prüfstand stellen. Denn besser Arbeiten wird in Zukunft immer mehr auch besser zusammenarbeiten bedeuten. Beide Seiten können hierzu etwas beitragen: Chefs, indem sie weniger Vorgesetzte, und Mitarbeiter, indem sie weniger Gegenarbeiter sind.
Wir spannen bewusst einen großen Bogen und beleuchten viele verschiedene Aspekte, die aus unseren eigenen Erfahrungen als ehemalige Führungskräfte sowie auch aus unserer Arbeit mit Führungskräften, Teams und Mitarbeitern resultieren. Picken Sie sich heraus, was für Sie in Ihrer heutigen Rolle und jeweiligen Funktion besonders interessant ist.
Test: Was taugt Ihr Chef als Führungskraft?
Bernd Slaghuis
Wie steht es um die Führungsqualitäten Ihres Chefs? Und mal ganz ehrlich, lassen Sie sich als Mitarbeiter leicht führen? Machen Sie hier den Test und finden Sie heraus, ob Sie gemeinsam ein gutes Team sind.
Bei vielen Angestellten, die mir im Karrierecoaching von ihren Chefs erzählen, klingt es so, dass sie es mehr mit einem »Vor-Gesetzten« als mit einer Führungskraft zu tun haben. Ein Boss, der machtvoll ein Kästchen im Organigramm besetzt, jedoch wenig echtes Interesse hat, mit dem Team gemeinsam Ziele zu erreichen. Chefs, die ihre Rolle als Vorbild und Mentor nicht ausfüllen und mehr netter Kumpel als starke Führungskraft sind. Die ihr Team nicht im Blick haben, Aufgaben wie aus der Gießkanne delegieren, keine Entscheidungen treffen und vom Burnout ihres besten Mitarbeiters erst mit der Krankmeldung erfahren.
Wie ist es bei Ihnen und Ihrem Chef bzw. Ihrer Chefin? Womöglich haben Sie ja den besten Chef der Welt und wissen gar nicht, wie glücklich Sie sich schätzen können. Hier sind 10 Anhaltspunkte, anhand derer Sie es herausfinden können:
Ihr Chef: Nur Vorgesetzter oder echte Führungskraft
Stellen Sie sich eine Skala von 1 bis 10 vor und lesen Sie sich jede der folgenden zehn Aussagen einzeln durch. Denken Sie über konkrete Situationen der letzten Zeit nach, anhand derer Sie den jeweiligen Sachverhalt bewerten können. Notieren Sie sich zu jeder Aussage einen Wert zwischen 1 und 10, der für Sie gefühlt passend erscheint: 1 bedeutet, dass die Aussage überhaupt nicht auf Ihren Chef oder Ihre Chefin zutrifft, 10 bedeutet, dass sie absolut passt:
- Mein Chef interessiert sich für mich und weiß, was mir im Beruf wichtig ist, kennt meine persönlichen Stärken ebenso wie meine Schwächen.
- Mein Chef delegiert Aufgaben entsprechend der Erfahrungen und Stärken seiner Mitarbeiter und verteilt Aufgaben gerecht nach der Auslastung innerhalb des Teams.
- Mein Chef räumt mir Gestaltungsspielräume bei der Bearbeitung übertragener Aufgaben ein und vertraut mir, dass ich selbst Lösungen finde oder mich bei Fragen melde.
- Mein Chef ist für mich erreichbar, wenn ich einen Rat, eine Information oder eine Entscheidung benötige. Er reagiert auf meine Anfragen innerhalb angemessener Zeit.
- Meinem Chef gelingt es, die Themen und ihren Stand im Team im Blick zu behalten. Er kann den Ressourcenaufwand von Aufgaben beurteilen oder fragt nach unserer Einschätzung.
- Mein Chef gibt mir regelmäßig Feedback zu den Ergebnissen meiner Arbeit oder zu meinem Verhalten. Das Feedback ist wertschätzend und konstruktiv, Fehler werden nicht bestraft, sondern lösungsorientiert besprochen.
- Mein Chef ist für mich Vorbild und Mentor, er gibt sein Wissen weiter und fördert mich. Ich nehme ihn ernst, vertraue ihm und weiß, dass ich mit ihm alles besprechen kann.
- Mein Chef interessiert sich für meine Meinung, lässt andere Sichtweisen zu und diskutiert sie, trifft Entscheidungen und kommuniziert diese so transparent wie möglich.
- Mein Chef informiert unser Team regelmäßig über unternehmensrelevante Entwicklungen und macht die Leistungen seines Teams im Führungskreis und Management sichtbar.
- Mein Chef denkt strategisch, hat eine Vision von der Weiterentwicklung unseres Bereichs und fördert die Entwicklung sowohl des gesamten Teams als auch jedes Mitarbeiters.
Welche Bewertungen sind Ihnen leichtgefallen und bei welchen Aussagen mussten Sie länger nachdenken? Was haben Sie dabei gefühlt, als Sie über die Zusammenarbeit und das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Chef oder Ihrer Chefin nachgedacht haben? War es ein Gefühl von Glück oder Zufriedenheit oder war es Angst, Wut oder Trauer? War dies immer schon so wie heute oder hat sich etwas in der letzten Zeit verändert? Wenn ja, was konkret hat sich positiv oder negativ verändert – und was war früher anders?
Bei welchen Aussagen haben Sie die niedrigsten Punktzahlen vergeben? Was glauben Sie, warum sich Ihr Chef oder Ihre Chefin nicht so verhält, wie Sie es von ihm/ihr erwarten würden? Haben Sie eine Idee, was womöglich auch Sie in Zukunft dazu beitragen können, damit sich etwas an dieser Situation positiv verändert?
Bei welchen Aussagen schneidet Ihre Chefin bzw. Ihr Chef besonders gut ab? War Ihnen dies zuvor bereits bewusst? Was können Sie tun, damit es in Zukunft so gut bleibt oder sogar noch besser wird? Und vielleicht haben Sie Lust, ihr oder ihm bei nächster Gelegenheit auch einmal zu sagen, was Sie besonders an ihr/ihm schätzen?Sind Sie ein Gegenarbeiter oder Mitarbeiter?
Nachdem Sie die Führungsqualitäten Ihres Chefs schonungslos bewerten konnten, ist es nur gerecht, nun auch die Perspektive zu wechseln. Schließlich ist wirkungsvolle Führung auch davon abhängig, wie gut sich jeder einzelne Mitarbeiter und ganze Teams führen lassen. Denken Sie ans Paartanzen: Was nützt die beste Führungstechnik, das Wissen um atemberaubende Figuren und eine gute Haltung, wenn sich die andere Seite hängen lässt oder sogar aktiv dagegen arbeitet? Führen und Folgen ist immer ein gutes Zusammenspiel.
Selbsttest: Wie gut lassen Sie sich als Mitarbeiter führen?
Hier sind 10 Aussagen, die Sie für sich bewerten und so erkennen können, was es Ihrer Führungskraft vielleicht schwer macht, Sie gut zu führen. Denken Sie wieder an die Skala von 1 bis 10 und vergeben Sie dieses Mal die Punkte für sich selbst: 1 trifft überhaupt nicht zu, 10 bedeutet volle Zustimmung – und seien Sie ehrlich mit sich selbst, es bekommt ja niemand mit ;-)
- Ich betrachte meinen Chef nicht als Feind, sondern als wichtigen Teil des Teams. Ich kämpfe nicht gegen ihn, seine Meinung oder Entscheidungen, sondern tausche mich offen und konstruktiv mit ihm aus.
- Ich sage meinem Chef, was mir im Beruf wichtig ist und was ich benötige, um motiviert gute Leistungen zu erbringen. Ich mache deutlich, wenn ich mich zu stark kontrolliert fühle und mir mehr Freiheit wünsche oder mehr Führung und Struktur benötige.
- Ich spreche meinen Chef direkt darauf an, sobald mich etwas an seinem Verhalten stört. Ich begegne ihm nicht mit pauschalen Vorwürfen, sondern mache Dinge an konkreten Situationen fest. Ich spreche aus, was ich mir für die Zusammenarbeit in Zukunft anders wünsche.
- Ich achte auf mich und meine Gesundheit und versuche, an solchen Situationen zu arbeiten, die mich privat oder beruflich belasten.
- Ich weiß, dass Chefs nicht die geborenen Führungskräfte sind und in dieser Rolle lernen müssen, was für sie gute Führung bedeutet und welche Führungshaltung zu ihnen und ihrem Team passt. Auch mein Chef darf Fehler machen.
- Ich fokussiere mich auf das Finden von Lösungen, denke zielgerichtet und interessiere mich dabei auch für andere Meinungen und Lösungsvorschläge.
- Ich fühle mich...