Smart | Schenk mir diesen Tanz, mi amor | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2661, 144 Seiten

Reihe: Julia

Smart Schenk mir diesen Tanz, mi amor


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2490-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2661, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-2490-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Gabrielle fühlt sich wie Cinderella: Eben noch regelt sie als einfache Grenzbeamtin die Einreise nach Monte Cleure - am Ball der Königin teilzunehmen scheint ein unerreichbarer Traum. Da braucht der attraktive spanische Tycoon Andrés Morato überraschend Ersatz für seine erkrankte Begleiterin. Plötzlich findet Gabrielle sich im Palast wieder und schwebt mit Andrés übers Parkett. Als es immer sinnlicher zwischen ihnen prickelt, lässt sie sich gegen jede Vernunft zu einer Liebesnacht verführen. Mit ungeahnt süßen Folgen ...



Michelle Smart ist ihrer eigenen Aussage zufolge ein kaffeesüchtiger Bücherwurm! Sie hat einen ganz abwechslungsreichen Büchergeschmack, sie liest zum Beispiel Stephen King und Karin Slaughters Werke ebenso gerne wie die von Marian Keyes und Jilly Cooper. Im ländlichen Northamptonshire, mitten in England, leben ihr Mann, ihre beiden Kinder und sie zusammen mit einem niedlichen Cockapoo - einer Kreuzung aus den Hunderassen Cocker Spaniel und Pudel. Was Michelle am meisten am Autorinnen-Dasein liebt, ist, dass sie den ganzen Tag mit Kaffee auf dem Schoß herumsitzen, aber dabei in Gedanken weit weg sein kann ... In ihrer eigenen Welt, die sie ganz nach ihrer Vorstellung erschafft.
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1. KAPITEL


Die Grenzkontrollen zwischen dem winzigen Fürstentum Monte Cleure und seinen Nachbarländern Frankreich und Spanien fielen traditionsgemäß eher bescheiden aus. Ein lässiges Wedeln mit dem Pass vor einem gelangweilten Grenzbeamten reichte aus, um die Grenze zu passieren. Monte Cleure galt als El Dorado für Steroid-Anhänger und wurde aufgrund der großzügigen Steuergesetze von Millionären und Milliardären geradezu überschwemmt. Die Nachlässigkeit im Grenzverkehr in Kombination mit der notorisch faulen und korrupten Polizei zog eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Drogen-, Waffen- und Menschenhändlern an. Denn in Monte Cleure fanden sie alle den perfekten Ort, um ihr schmutziges Geld zu waschen.

All das kam zu einem jähen Ende, als der international wenig beliebte Monarch und Regent König Dominic bei einem Rennunfall tödlich verunglückte und seine Schwester Catalina widerwillig den Thron bestieg. Zu ihren ersten Amtshandlungen gehörte es, gegen die Kriminellen vorzugehen, die ihr schönes Land für ihre gewissenlosen Geschäfte ausnutzten. Das bedeutete auch eine Verschärfung der Grenzkontrollen. Wenige Monate nach ihrer Krönung ließ Catalina die Grenzsicherung verstärken, entließ die korrupten Beamten und stellte neue ein. Zu Letzteren zählte auch Gabrielle Breton.

Nach einem Jahr liebte Gabrielle ihren Job immer noch, obwohl sie ursprünglich eine ganz andere Karriere angestrebt hatte. Sicher, die meisten Tage boten wenig Spannung, aber als an diesem Morgen der anonyme Hinweis einging, dass in einem Luxusauto Kokain im Wert von einer Million Euro aus Spanien ins Fürstentum geschmuggelt werden sollte, kribbelte es in ihr vor Aufregung. Was sie sich nicht anmerken ließ. Gabrielle war stolz auf ihre Professionalität und darauf, dass ihre unmittelbare Vorgesetzte sie kürzlich ermutigt hatte, sich um eine Beförderung zu bemühen. Noch hatte sie sich nicht entschieden, den Schritt zu machen, aber sie würde sorgfältig darüber nachdenken, wie es ihre Art war.

Das Hauptproblem mit dem Hinweis auf das Luxusauto war, dass solche Wagen etwa siebzig Prozent der Fahrzeuge ausmachten, die die Grenze passierten. Zum Glück hatten sie zusätzliche Informationen. Es sollte sich um ein brandneues Elektrofahrzeug und zwei Passagiere handeln, einen Mann und eine Frau.

Knapp eine Stunde vor Ende ihrer Schicht hatten Gabrielle und ihr Team neun Fahrzeuge gründlich durchsucht, drei davon sicherheitshalber sogar geröntgt, aber nichts gefunden.

Als sich nun ein futuristisch und fabrikneu aussehender Sportwagen mit einem Mann am Steuer und einer Frau daneben der Grenze näherte, winkte Gabrielle den Fahrer des Wagens mit spanischem Kennzeichen in eine Parkbucht und bedeutete ihm, die Scheibe herunterzulassen.

Der dunkelhäutige, schwarzhaarige Mann mit dem Designerbart folgte ihrer Anweisung.

„Ihre Ausweise bitte“, sagte sie höflich auf Spanisch.

„Ich bin bereits in Ihrem System registriert und somit berechtigt, nur die Gesichtserkennung zu nutzen“, antwortete der Mann ungeduldig.

Er kam Gabrielle vage bekannt vor, doch sie konnte ihn nicht einordnen. Hatte sie ihn schon einmal hier an der Grenze gesehen, oder kannte sie sein Gesicht aus den Medien? Egal – das machte keinen Unterschied.

„Ich habe Sie um Ihre Pässe gebeten“, erwiderte sie deutlich kühler als zuvor.

Mit grimmiger Miene reichte er ihr die Ausweise. „Gibt es ein Problem?“

Sie öffnete den ersten Pass. „Das werden wir gleich herausfinden, Monsieur … Morato.“ Andrés Javier Morato. Spanischer Staatsbürger. Vor Kurzem dreiunddreißig geworden.

Gabrielle warf einen Blick auf seine Beifahrerin, bevor sie den zweiten Pass aufklappte. Sophia Maribel Morato. Spanische Staatsangehörige. Fünfunddreißig. „Was ist der Grund für Ihren Besuch in Monte Cleure?“

„Was soll diese Frage?“

„Ich tue nur meine Arbeit, Sir.“

Er verzog die sinnlichen Lippen zu einem arroganten Lächeln. „Ich habe hier Grundbesitz, und dringende Geschäfte warten auf mich. Wissen Sie eigentlich, wie viel Geld ich schon in Ihre Wirtschaft gepumpt habe?“

Sie unterdrückte ein Gähnen. „Glückwunsch. Was ist der Zweck Ihres Besuchs?“

„Der Zweck dieses Besuchs, Mademoiselle …“, erwiderte er gedehnt, „… ist die Party im Palast. Ich bin ein Freund und geladener Gast Ihrer Königin.“

„Sie Glückspilz.“ Die Hälfte der Leute, die an diesem Tag die Grenze überquert hatten, waren geladene Gäste auf Königin Catalinas Party. Gabrielle selbst hätte alles dafür gegeben, mit der Frau, die sie vergötterte, an einem Tisch sitzen zu dürfen. Aber das würde leider nie passieren. „Sprechen Sie mich bitte mit Officer an“, wies sie den arroganten Kerl zurecht. „Führen Sie illegale Drogen in beliebiger Menge oder irgendwelche anderen Waren mit sich, die gegen die Gesetze von Monte Cleure verstoßen?“

Er sah sie an, als hielte er sie für verrückt. „Nein“, versetzte er knapp. „Ich führe nichts Illegales mit und auch nichts, das ich anmelden müsste. War’s das? Wir sind schon spät dran und müssen uns noch für die Party der Königin vorbereiten.“

„Ich fürchte, wir sind noch nicht fertig, Sir, und die Königin zu erwähnen, wird den Prozess nicht beschleunigen. Bitte steigen Sie aus dem Wagen. Sie beide.“

Er funkelte sie aus seinen nachtschwarzen Augen wütend an. „Wissen Sie eigentlich, wen Sie hier vor sich haben?“

Die alte Leier. Beinahe so langweilig wie Ich habe viel Geld in die Wirtschaft Ihres Landes gepumpt. „Ich bin sicher, dass Sie eine bedeutende Persönlichkeit darstellen, Sir, aber ich habe einen Job zu erledigen, und dafür benötige ich Ihre Kooperation.“

Die Frau an seiner Seite, die die Szene bis jetzt schweigend beobachtet hatte, tippte mit der Hand, an der ein auffälliger Diamantring blitzte, auf sein Handgelenk, bevor sie einen Knopf an der Tür betätigte, die sich daraufhin lautlos nach oben hin öffnete.

Mit einem genervten Seufzer folgte Andrés ihrem Beispiel und hob seinen beeindruckend muskulösen Körper aus dem schnittigen Wagen. Neben ihm wirkte die Frau trotz ihrer schwindelerregend hohen High Heels fast winzig.

„Stellen Sie sich bitte hinter die Linie“, wies Gabrielle sie an und deutete auf eine Stelle ein paar Meter von der Parkbucht entfernt. Sophia gehorchte kommentarlos, während Andrés die Arme vor der breiten Brust verschränkte. Die Ärmel seines schwarzen Hemds waren bis zu den Ellenbogen hochgekrempelt und enthüllten ein Tattoo auf seinem linken Unterarm.

„Warum?“

„Wir müssen Ihr Auto durchsuchen, und das dürfen wir laut Vorschrift erst tun, wenn Sie hinter der Linie stehen.“ Sie deutete auf ihre beiden Kollegen und den Spürhund, die geduldig auf grünes Licht warteten.

Empörung breitete sich auf seinem attraktiven Gesicht aus. „Wie lange wird das dauern?“

„So lange, wie es eben dauert.“

„Sie müssen es beschleunigen.“

„Ich fürchte, die Königin schätzt es nicht, wenn wir keine Sorgfalt walten lassen. Jetzt stellen Sie sich bitte hinter die Linie, Sir.“

Er sah aus, als würde er jeden Moment explodieren. Noch vor einem Jahr hätte Gabrielle es als einschüchternd empfunden, wenn ein Mann, der doppelt so groß war wie sie, sich mit einer bedrohlichen Mischung aus Arroganz und Wut vor ihr aufgebaut hätte. Seine Körpersprache vermittelte eine eindeutige Botschaft: Niemand erteilt Andrés Morato Befehle! Grenzkontrollen waren etwas für den Pöbel, nicht für einen so wichtigen Mann wie ihn!

„Es ist Ihre Zeit, die Sie verschwenden“, erinnerte Gabrielle ihn höflich.

Ein Muskel zuckte in seiner Wange. Dann schien er zur Vernunft zu kommen und trat drei Schritte zurück, jedoch ohne seinen „Für diese Unannehmlichkeiten werde ich Sie bezahlen lassen“-Blick von ihr zu nehmen.

„Vielen Dank für Ihre Mitarbeit, Sir.“

„Wenn Sie den Wagen in irgendeiner Weise beschädigen, Officer, werden Sie für die Reparatur aufkommen.“

„Keine Sorge, Sir, mit dem Geld, das Sie in die Wirtschaft meines Landes pumpen, können wir uns das leisten.“

Andrés starrte die zierliche Frau an, die ihn gelassen herumkommandierte und seine Worte süffisant als Waffe gegen ihn einsetzte. Seine Wut, die ihm schon die ganze Woche die Laune verdorben hatte, wuchs immer mehr. „Was hoffen Sie zu finden?“

Ihre Reaktion bestand darin, die Hände in Latexhandschuhe zu zwängen und so zu tun, als hätte sie ihn nicht gehört.

Andrés war es nicht gewohnt, ignoriert zu werden. Er war es nicht gewohnt, herumkommandiert zu werden. Normalerweise verschonte seine Umwelt ihn mit den Ärgernissen des alltäglichen Lebens, ausgenommen seine Familie. Seiner Schwester zuliebe hatte er sich an diesem Morgen aus dem Bett gequält, anstatt den Schlaf nachzuholen, den er nach dem juristischen Schreiben, das seine Welt in ihren Grundfesten erschüttert hatte, so dringend brauchte. Das Letzte, was er wollte, war, sich mit Hunderten fremder Menschen zu treffen.

Sein guter Freund und Geschäftspartner, der Mann der Königin, hätte es verstanden, wenn er abgesagt hätte. Sophia hingegen hätte mindestens bis Weihnachten geschmollt. Auf den heutigen Tag hatte sie sich riesig gefreut, und so tat Andrés sein Bestes, um seine schlechte Laune in Schach zu halten. Bis sie mit seinem Helikopter in Barcelona gelandet und in sein neuestes Spielzeug umgestiegen waren, war ihm das auch gelungen. Doch als Sophia leichthin verkündet hatte „Wir...



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