Suchanek | Flüsterwald - Der Schattenmeister erwacht  (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 4) | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 4, 272 Seiten

Reihe: Flüsterwald

Suchanek Flüsterwald - Der Schattenmeister erwacht (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 4)


1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe 2022
ISBN: 978-3-7641-9304-1
Verlag: Ueberreuter Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 4, 272 Seiten

Reihe: Flüsterwald

ISBN: 978-3-7641-9304-1
Verlag: Ueberreuter Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich: Das große Staffelfinale der beliebten Abenteuerreihe mit Suchtfaktor ab 9 Jahren! Seit Lukas auf dem Dachboden ein Portal zum Flüsterwald entdeckt hat, ist nichts mehr, wie es vorher war. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden - seiner Mitschülerin Ella, der Elfe Felicitas und dem wissbegierigen Menok Rani - hat er schon viele magische Abenteuer erlebt. Doch nun ist der dunkle Magier zurückgekehrt. Und er plant nichts Geringeres, als das Herz des Waldes und obendrein den gesamten Flüsterwald zu zerstören. Auf die vier Freunde wartet eine fast unmögliche Aufgabe! Großartiges Zusatzmaterial - nur in der ersten Auflage des 4. Bandes enthalten: - persönliche Signatur des Autors - 16 Bonusseiten: Ranis streng geheime Notizen über die Spezies Mensch - Farbiger Vor-und Nachsatz

1982 in Landau in der Pfalz geboren, studierte Andreas Suchanek Informatik, doch sein Herz schlug schon immer für Bücher. Also begann er zu schreiben. Seine Bücher wurden unter anderem mit dem Deutschen Phantasik Preis und dem LovelyBooks Leserpreis ausgezeichnet. 'Flüsterwald' ist seine erste Reihe für Kinder.
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Der Schulgarten


»Die Schürze steht dir gut.« Ella zwinkerte.

Lukas beschränkte sich auf ein verärgertes Knurren. Seine Füße steckten in Gummistiefeln, er trug eine Harke. Zu seiner Linken erstreckte sich ein Blumenbeet, rechts wuchsen Wildkräuter empor. Ein wenig abseits lag der Schulgartenteich. Fische schwammen darin herum, schillernde Punkte dicht unter der Oberfläche.

Ella hatte ihr Haar zu einem Zopf gebunden und Gartenhandschuhe übergestreift. »Stell dir vor, das ist ein Mini-Flüsterwald und wir können ihn pflegen.«

Nicht, dass sie ihn erst hätte überzeugen müssen. Lukas mochte den Garten und hatte, seit er kürzlich an die neue Schule in Winterstein gewechselt war, schon öfter einen Blick darauf geworfen. Herr Baumbach kümmerte sich immer im Wechsel mit einer anderen Klasse darum, jede Woche. Lukas hatte sich gefreut, endlich auch ein wenig mitzuhelfen.

Bis zu dem Brennnessel-Zwischenfall.

Schuld waren in gewisser Weise seine Abenteuer im Flüsterwald. Denn durch sie hatte er drei Hoodies verloren, die nun in Fetzen und blutverschmiert im geheimen Studierzimmer lagen, das sich hinter der Geheimtür in seinem Bücherregal befand. Die ganzen magischen Tränke, Pulver und Kristalle, die ebenfalls im Studierzimmer des Professors aufbewahrt wurden, hatten sich als wirkungslos erwiesen, wenn es darum ging, Hoodies wiederherzustellen. Also trug er nur ein T-Shirt. Glücklicherweise war es heute trotz des herbstlichen Wetters warm.

Leider hatte ihn Frank geschubst, woraufhin Lukas getaumelt und rückwärts – mit ausgebreiteten Armen – in ein Brennnesselbeet gefallen war. Die Pusteln bildeten sich immer stärker. Außerdem juckte es.

»Das ist gut für die Durchblutung«, hatte Herr Baumbach gemeint.

Wenigstens musste Frank eine Strafarbeit schreiben, was zwar gerecht war, aber nichts im Vergleich zur Theater-AG, in der Lukas bis zum Schuljahresende festhing – als Strafe wegen eines Vergehens im Informatikunterricht. Unterm Strich lief es nicht so gut an der neuen Schule.

»Jetzt schau doch nicht so, als könne jeden Augenblick ein Gewitter über uns hereinbrechen«, sagte Ella, deren gute Laune ungebrochen war.

Gemeinsam folgten sie ihrem Lehrer zu dem Beet, um das die Klasse sich heute kümmern sollte. Es lag am Ende des Gartens, hinter einem kleinen Hügel. Steine waren erst letzte Woche ausgelegt worden, um den gesamten Bereich schöner zu gestalten. Der Weg schlängelte sich auf der einen Seite hinauf, auf der anderen hinunter.

Herr Baumbach stand bereits vor dem Beet, hatte die kräftigen Arme in die Hüfte gestemmt und blickte zu Boden. Sein Bauch wölbte sich unter der engen Jacke, das dunkle Haar war an mehreren Stellen licht. »Also das ist ja seltsam.«

Lukas und Ella schlossen auf.

Direkt vor ihnen lag das Beet. Viel für die Pflänzchen tun konnten sie allerdings nicht. Schwarze Stängel ragten aus der Erde.

»Und dabei sind die so gut gewachsen«, sagte Herr Baumbach. »Das tut diese Sorte immer, sie wächst hier in unserem Wintersteiner Wald prächtig.«

Ella warf Lukas einen durchdringenden Blick zu. Er nickte. Das konnte kein Zufall sein.

Erst vor wenigen Tagen war der dunkle Magier aus seinem Baumgefängnis ausgebrochen, wo der Professor – Ellas Großvater – jetzt festsaß. Sie wussten nicht, wer sich unter der Kapuze verborgen hatte, als sie ihm im Baumgefängnis gegenübergestanden und ihm versehentlich zu seinem Ausbruch verholfen hatten. Doch was sie wussten, war, dass er Rache üben und den Flüsterwald zerstören wollte.

Und als wäre das nicht genug, hatten sie bisher keine Spur von Franklin, dem Assistenten des Professors, gefunden. Er war seit ihrer Zeitreise verschollen und irrte als Stadtstreicher irgendwo durch Winterstein. Noch immer war sein Geist durch ein magisches Gift verwirrt.

Auch Frau Stein war in den letzten Tagen nirgendwo aufzufinden, die Bibliothek war ohne erkennbare Gründe geschlossen.

Während Herr Baumbach sich nach vorne zum Beet beugte, zog Lukas Ella beiseite. Schließlich sollte sie niemand hören, wenn sie über den magischen Flüsterwald sprachen.

»Denkst du, was ich denke?«, fragte er.

»Die Pflanzensamen hat Herr Baumbach aus dem Wald«, sagte Ella sofort. »Und jetzt verwelken die Blumen hier bei uns. Das muss die Ausstrahlung des dunklen Magiers sein. Er ist hier in Winterstein und wird stärker.«

Nichts anderes hatten sie erwartet, doch die Auswirkung so direkt vor sich zu sehen, war ziemlich beängstigend. Er hatte sie ausgetrickst, war mit ihrer Hilfe seinem Gefängnis entkommen. Und vielleicht hatte er sich sogar schon mit seinem Schattenzwilling wiedervereinigt. Lukas und Ella hatten in den letzten Tagen immer wieder versucht, mithilfe des Magiedetektors die menschliche Hälfte des dunklen Magiers aufzuspüren. Vergeblich! Sie mussten ihn irgendwie aufhalten, auch wenn Lukas keine Ahnung hatte, wie.

»Was hältst du davon, wenn wir uns heute Abend auf den geheimen Speicher schleichen und mithilfe des Portals ins Baumhaus im Flüsterwald reisen. Dort hinterlegen wir für Felicitas eine Nachricht. Dann weiß sie, dass wir bisher keinen Erfolg damit hatten, den Menschen zu finden.«

Die Elfe war nach ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer in den Flüsterwald aufgebrochen. Zum einen wollte sie versuchen, mehr über die Schattenzwillinge herauszufinden. Zum anderen war ihr Plan, ihre Mutter, die Elfenkönigin, dringend über die Rückkehr des dunklen Magiers zu informieren. Diese würde hoffentlich alle möglichen Schutzzauber anwenden, um den Flüsterwald zu beschützen. Heute war bereits Freitag und die Elfe würde vermutlich bald zurück sein. Lukas hatte bisher jeden Tag nachgeschaut, doch Felicitas hatte sich noch nicht wieder gemeldet. Ihre Nachforschungen schienen länger zu dauern.

»Alles klar, so machen wir das. Aber hat deine Mutter auch nichts dagegen?«, fragte er.

Ella winkte ab. »Sie wünscht mir immer nur viel Spaß, wenn ich mit Freunden gehe. Spielen! Als wäre ich ein Kind.«

Lukas wusste genau, was sie meinte. Seine Mutter bekam immer diesen seltsamen Blick, sobald er ein Treffen mit Ella erwähnte. »Also meine Mutter hat bestimmt nichts dagegen. Du kannst mit uns zu Abend essen und wir sagen ihr dann einfach, dass wir danach noch gemeinsam lesen oder so.«

Zwar bestanden seine Eltern darauf, dass er die Zimmertür nicht abschloss. Aber eine kurze Stippvisite auf dem Speicher war bestimmt möglich.

»Vielleicht sollten wir mal schauen, ob es ein Pulver für die Pflanzen gibt«, Lukas deutete auf das Beet. »Damit Herr Baumbach nicht so geknickt aussieht.«

Noch während er den Arm ausstreckte, spürte er wieder das Jucken. Die Pusteln bedeckten seine Haut mittlerweile von oben bis unten. »Und eine Tinktur gegen Unkraut wäre auch nicht schlecht.«

Und in diese Kategorie hatte Lukas Brennnesseln jetzt kurzerhand eingeordnet, jawohl! Da war es ihm egal, dass man diese auch als Tee trinken konnte.

Herr Baumbach verteilte die Schüler noch auf die anderen Beete, um diese zu jäten, die Pflanzen zu gießen und das Bienenhotel von allzu aufdringlichem Unkraut zu befreien. Besonders Letzteres machte Lukas viel Spaß.

Er betrachtete die winzigen Bienen, die emsig suchend herumkrabbelten. Im Sommer trugen sie dazu bei, dass der ganze Garten grünte und blühte, das hatte Herr Baumbach ihnen erklärt. Und da hier im Schulgarten kein Unkrautvernichtungsmittel zum Einsatz kam, blieben sie auch gesund.

Am Ende der Stunde brachten sie die Gartengeräte zurück in den Schuppen. Da Lukas und Ella nicht in dieselbe Klasse gingen, trennten sich hier ihre Wege.

»Du hast alles?«, fragte er.

»Komplett ausgerüstet«, bestätigte sie. »Wir haben jetzt unsere Biostunde im Raum der Theater-AG, weil uns Frau Telfts dort einen Test schreiben lässt. Ich mache langsam und bringe ganz am Ende die Kleidung zurück, die wir uns für die Zeitreise ausgeborgt hatten.«

Was auch für die Walkie-Talkies galt. Es war ihnen sogar gelungen, das defekte Funkgerät zu reparieren, das ihnen bei ihrem Abenteuer in der Vergangenheit kaputtgegangen war. Damit bekam die Theater-AG alles vollständig wieder zurück.

Ella rannte davon, um den Anschluss an ihre Klasse nicht zu verlieren. Lukas steuerte den eigenen Klassenraum an. Es stand noch eine Stunde Deutsch auf seinem Plan, danach hatte er für heute frei.

Was auch nötig war, denn die Sorge um den dunklen Magier raubte ihm den Schlaf. Jede Nacht stand er am Fenster und beobachtete den...



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