Tschernichowski | Dein Glanz nahm mir die Worte | Buch | 978-3-942955-70-6 | sack.de

Buch, Deutsch, Hebrew, 320 Seiten, Format (B × H): 190 mm x 260 mm, Gewicht: 920 g

Tschernichowski

Dein Glanz nahm mir die Worte

Autobiographie, Poeme, Das goldene Volk
Autobiographie, Poeme, das goldene Volk
ISBN: 978-3-942955-70-6
Verlag: Edition Rugerup

Autobiographie, Poeme, Das goldene Volk

Buch, Deutsch, Hebrew, 320 Seiten, Format (B × H): 190 mm x 260 mm, Gewicht: 920 g

ISBN: 978-3-942955-70-6
Verlag: Edition Rugerup


„Du willst wissen, was ich schreibe, warum ich nicht schreibe usw.? [...] Ich schreibe, weil ich lebe, weil ich in diesem Moment das Lied des Lebens fu¨hle. Und wenn Du eines meiner Lieder findest, das an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Stunde geschrieben und unterzeichnet ist – so wisse: Zu jener Stunde und an jenem Ort habe ich das Lied des Lebens gespu¨rt. Das Leben selbst ist, in jener Form, in der es sich ta¨glich vor uns manifestiert, bis zum Ersticken voll von Schmutz und Makel. Aber der Kern des Lebens, sein Wesen, das Geheimnis des Lebens ist ein Lied, das Lied aller Lieder, das erhabenste Lied, das es gibt und das es geben kann. Und es ist nicht einfach ein Lied, sondern ein Siegeslied. Ein Lied des Sieges der Materie u¨ber Tohu und Bohu.“ [aus einem Brief an Joseph Klausner]
Der zweite Band umfasst, neben der Autobiographie und den autobiographischen Poemen, Tschernichowskys Spa¨twerk "Das goldene Volk". Inspiriert von Maurice Maeterlincks "La vie des abeilles" erza¨hlt das Epos in u¨ber 2200 Hexametern den Auszug des Bienenschwarms aus seinem Stock, verflochten mit Episoden aus der Kindheit des Dichters und dem Bau der ersten Kibbuzim. Allegorisch steht derAuszug fu¨r die Wanderung des ju¨dischenVolks nach Pala¨stina; er ist der neue Gru¨ndungsmythos des hebra¨ischen Volks.
Wie Isaak Babel Odessa und Bruno Schulz Drohobycz in die Karte der europa¨ischen Literatur eingetragen haben, zieht Tschernichowsky ihre Grenzen um die Steppen Tauriens. Im Rhythmus der Hexameter zieht sich das Herz des Lesers zusammen ob der Sehnsucht nach einer mythischen Landschaft, geschaffen aus der epischen Weite des Homer und dem hebra¨ischen Mythos von einem Judentum der Steppe, das anders war als jenes der Schtetl und des su¨ndigen Odessa.

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Weitere Infos & Material


Ika tzantarot dedahva... es gibt jene goldenen Rohre –
nichts, das der Scho¨pfer geschaffen, erreicht ihren Zauber, in allem,
das er vollbracht – sich zur Ehre, den Glanz seiner Welt zu vermehren.
Denn in die Stiftshu¨tte hieß er – so wie auf den Tisch mit dem Schaubrot
auch eine Flasche mit Manna zu bringen. Die Fu¨lle der Welt ist
nichts als der Schaubrote Tisch, der in all seinem Glanze vor ihm steht,
randvoll mit Flaschen von Manna – bezaubernden, goldenen Flaschen.
Zar?a? dedahava? ?ika?... es gibt einen goldenen Samen,
in seinem Schoß sind die Wunder des Lebens, der Ewigkeit Funken,
Ra¨tsel des Lebens verborgen, das riesige Ra¨tsel der Ra¨tsel.
Einst, da er wirkte auf Erden, an Tagen der ma¨chtigen Scho¨pfung,
gab er die Weisung, all das, was im Schoße der Erde verhu¨llt war –
Scha¨tze des Seins, das im reinsten Fragment des Geheimnisses da¨mmert.

aus dem Epos Ama dedahava (Das Goldene Volk)


Schulte, Jörg
Jörg Schulte ist Professor für Slavische Literaturen an der Universität zu Köln.? Für seine Studien zur polnischen Renaissance erhielt er 2016 den Jan Kochanowski-Preis. Im Jahr 2012 edierte er das Werk des Übersetzers Salomon Dykman (1917–1965), eines frühen Trägers des Tschernichowski-Preises (1961).

Tschernichowski, Saul
Saul Tschernichowsky geho¨rte in den 1890-er Jahren zu einem kleinen Kreis Odessiter Hebraisten, der die Renaissance erschaffen hat. 1875 im Dorf Michajlovka im
Gouvernement Taurien geboren, wuchs er mit dem Russischen, Ukrainischen und Jiddischen auf und lernte fru¨h Hebra¨isch.Von 1899 bis 1906 studierte er Medizin in Heidelberg und Lausanne und lebte von 1922 bis 1932 nahezu unbemerkt in Fichtengrund (no¨rdlich von Berlin), wa¨hrend er in allen Teilen der hebra¨ischen Welt als nationaler Dichter empfangen wurde. Erst 1932 gelang ihm als Kinderarzt die Emigration nach Eretz Israel, wo er bis zu seinem Tod 1943 unter dem Eindruck der europa¨ischen Ereignisse sein Spa¨twerk verfasste.



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