Buch, Deutsch, Band 7, 300 Seiten, broschiert, Format (B × H): 150 mm x 210 mm, Gewicht: 431 g
Funktionen der Debatte um "Nieuwe Zakelijkheid" im niederländischen Kunstfeld der Zwischenkriegszeit aus feldtheoretischer Perspektive
Buch, Deutsch, Band 7, 300 Seiten, broschiert, Format (B × H): 150 mm x 210 mm, Gewicht: 431 g
Reihe: Schriften aus dem Haus der Niederlande
ISBN: 978-3-487-16386-4
Verlag: Georg Olms Verlag
Ausgehend von der deutschen Malerei verbreitete sich die "Neue Sachlichkeit" ab 1925 schnell in anderen Kunstdisziplinen und über die deutschen Landesgrenzen hinaus. In den Niederlanden war der literarische Diskurs zur "Nieuwe Zakelijkheid" rasch von scharfer Polemik geprägt. Literaturkritiker zogen den künstlerischen Status des Konzepts in Zweifel. Mit ihren negativen Äußerungen prägten sie jedoch nicht nur die damaligen Debatten, auch die literaturwissenschaftliche Rezeption der "Nieuwe Zakelijkheid" war noch bis in die 1990er Jahre von den Urteilen einzelner zeitgenössischer Gegner bestimmt. Diese Arbeit untersucht die Ursachen dieser Polemik, indem die Kritikerurteile nicht als rein poetologisches Werturteil betrachtet werden, sondern als strategisches Positionierungsinstrument der Kritiker im Kampf um Macht und Einfluss im niederländischen Kunstfeld der Zwischenkriegszeit. Dabei werden die literaturkritischen Positionen im breiteren Kontext der anderen Kunstdebatten (u.a. Bildende Kunst und Architektur) analysiert. Auf diese Weise werden interdisziplinäre Korrelationen der Debatten herausgestellt und so eine adäquatere Erklärung für das negative Rezeptionsbild der "Nieuwe Zakelijkheid" gegeben.