Walker | Mythor 90: Triumph der Großen Horde | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 90, 64 Seiten

Reihe: Mythor

Walker Mythor 90: Triumph der Großen Horde


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8453-9842-6
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, Band 90, 64 Seiten

Reihe: Mythor

ISBN: 978-3-8453-9842-6
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Mythor, der Sohn des Kometen, hat in der relativ kurzen Zeit, da er für das Bestehen der Lichtwelt kämpfte, bereits Großes vollbracht. Nun aber hat der junge Held Gorgan, die nördliche Hälfte der Welt, verlassen und Vanga, die von den Frauen regierte Südhälfte der Lichtwelt, erreicht, wo er von der ersten Stunde seines Hierseins an in gefährliche Geschehnisse verstrickt wurde. Diese Geschehnisse nahmen ihren Anfang im Reich der Feuergöttin, wo Mythor für Honga, einen aus dem Totenreich zurückgekehrten Helden, gehalten wurde. Es kam zur Begegnung mit Vina, der Hexe, und Gerrek, dem Mann, der in einen Beuteldrachen verwandelt worden war. Es folgten Kämpfe mit Luftgeistern und Amazonen, es kam zu Mythors Gefangenschaft, zur Flucht und zu erneuten Kämpfen mit denen, die sich an Mythors Fersen geheftet hatten. Während Mythor und seine Gefährten nun endlich auf dem Weg zum Hexenstern sind, wo Fronja dringend der Hilfe bedarf, blenden wir um nach Gorgan. Denn dort, auf der Nordhälfte der Welt, bahnen sich ebenfalls Dinge von großer Bedeutung an. Motor des dortigen Geschehens ist Nottr, der Lorvaner. Mythors ehemaliger Kampfgefährte setzt seinen Kriegszug gegen die Caer und die sie beherrschenden Dunkelmächte fort. Nottrs Scharen dringen immer weiter nach Westen vor - und es kommt zum TRIUMPH DER GROSSEN HORDE ...

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2.


Außer den Kirguisi-Kundschaftern unter Ottans Führung entdeckten auch andere Kundschaftertrupps die Lagerfeuer Frehoms. Aber sie kehrten um und schickten Boten zur Vorhut und zur Hauptmacht. Schließlich brach Nottr mit hundert Kriegern der Vorhut auf, um Art und Stärke der Niederlassung zu erkunden. An seiner Seite ritt Urgat, der Quarenführer, der das magische Vlies trug. An seiner Seite ritt Lella, die Tigerin, seine Gefährtin und Flankenschwester. An seiner Seite ritt Calutt, der Schamane. Und an seiner Seite ritt seit den Tagen, da sie Horcans Tal durchquert hatten, der gefangene Caer, Daelin, der zu seinem Berater geworden war.

Und Daelin sagte während des Rittes: »Ich habe unseren Anführer sagen hören, dass es hier in den Wildländern einen Unterschlupf gibt für alle, die fliehen konnten, als unsere Priester und ihre Dämonen kamen. Gerüchte sagen, dass sie zum großen Schlag gegen die Dunkelmächte ausholen. Aber das mag alles nur Gerede sein. Es gibt sogar einen Namen für diesen Ort: Frehom. Kyerlan – euren Göttern sei Dank für seinen Tod – war auf der Suche danach. Wir alle, die wir zu seinen Scharen gehörten, waren wohl auf der Suche danach, auch wenn wir es nicht wussten ...«

Nottr nickte. »Wenn es wirklich Frehom ist, werden wir eine Menge Nützliches erfahren.«

»Es sind viele unter uns«, ergänzte Daelin, »die Frehom nicht für den Priester, sondern für sich selbst suchen würden. Es gibt viele in unseren Stämmen, die sich lieber heute als morgen lossagen würden von der dunklen Herrschaft der Priester. Sie brauchen nur einen Funken. Frehom könnte dieser Funke sein.«

Nottr dachte eine Weile darüber nach.

Die Nacht brach herein. Sie ritten, bis ein Vorwärtskommen im dichten Unterholz unmöglich war. Dann lagerten sie.

Am Morgen, als sie ihr Lager abbrachen, sahen sie gewaltige Rauchmassen aufsteigen, wo die Lagerfeuer ihnen zuvor den Weg gewiesen hatten.

»Sieht aus, als ob der Wald brennt«, meinte Urgat.

»Oder das Lager.«

»Sieht aus, als wären uns die Caer zuvorgekommen«, brummte Urgat mit einem Seitenblick auf Daelin. »Müssen die mit dem Funken gewesen sein.«

Nottr grinste, als der Caer die Bemerkung mit einem wütenden Blick beantwortete.

»Wie stark sind eure Horden bereits hier in den Wildländern?«, fragte Nottr.

Der Caer zuckte die Achseln. »Vielleicht haben die Priester einen Überblick. Wir hatten ihn nicht. Wir erfuhren wohl gelegentlich, wenn wichtige Gebiete erobert worden waren, und wir konnten ziemlich sicher sein, dass es hinter uns keinen organisierbaren Widerstand mehr gab. Dafür sorgen die Kreaturen der Dunkelmächte ...«

»Wie Duldamuur«, unterbrach ihn Urgat und schüttelte sich.

»Ja, wie Duldamuur. Aber solange sie – unter welchen Opfern und mit welchen Mitteln auch immer – besiegt werden können, ist Hoffnung.« Dabei warf er Nottr einen bewundernden Blick zu. Ernst fuhr er fort: »Ugalien ist fest in uns ... ihrer Hand.« Er grinste entschuldigend. »Selbst für deine zehntausend wäre es ein gewaltiges Risiko, diese Bastion der Dämonen zu durchqueren ...«

Nottr nickte. »Es gibt viele Stammesführer in der Horde, die deinem Rat misstrauen, Daelin, obwohl du uns bisher gut beraten hast. Es ist für einen aus den Wildländern schwer zu begreifen, dass jemand sein Volk verrät und gegen die eigenen Leute kämpft. Für die Lorvaner bist du ein Verräter ...«

»Ich kämpfe nicht gegen mein Volk!«, begehrte Daelin auf. »Mein Kampf gilt ...!«

»Ich weiß, den Dunkelmächten. Wie unserer. Aber die meisten der Horde haben bisher kaum Erfahrungen mit den Dunkelmächten gesammelt. Ich habe es ebenso schwer wie du, sie für meine Ziele zu erwärmen. Für sie bin ich ein Träumer und du ein Verräter. Dass ich träume, sind sie gewillt, mir zu vergeben, denn sie wissen, dass die Zeichen für mich gesprochen haben und dass die Götter und Geister auf meiner Seite sind ...« Er grinste. »Wenigstens, solange es mir gelingt, die Schamanen bei Laune zu halten.«

Calutt nickte mit einem Lächeln zu diesen Worten.

»Aber dass ein Verräter an meiner Seite reitet und ich ihm mein Ohr leihe, das will nicht mehr so recht in ihre Schädel hinein, und selbst die Schamanen haben einen harten Stand, es zu rechtfertigen. Und selbst wenn du uns das ganze Caer-Reich in die Hände lieferst, wirst du bei den Lorvanern keine Liebe finden.«

Daelin nickte düster. »Ich bin ausgestoßen. Mein Volk liebt mich sowenig wie deines. Dennoch bereue ich meine Entscheidung nicht. Wir haben es alle nicht leicht in Zeiten wie diesen. Und du? Misstraust auch du mir?«

»Ich wäre der Horde ein schlechter Führer, wenn ich dir trauen würde. Aber ich habe gelernt, nicht nur mit dem Herzen zu denken. Und ich kann verstehen, was dich treibt. Dafür biete ich dir die Hand zum Bund. Aber du wirst dich bewähren müssen.«

»Ja«, sagte Daelin, und es klang hoffnungsvoll. Dann fügte er hinzu: »Es ist nicht mehr, als ich auch von dir verlange.«

Am Nachmittag erreichten sie den kahlen Hügel und die rauchenden Balken des Dorfes. Halb und ganz verkohlte Tote lagen unter der Asche. Keine lebende Seele war mehr zu sehen. Die Eroberer der Siedlung hatten zugeschlagen und waren wieder verschwunden.

»Könnte es dieses Frehom sein?«, fragte Nottr den Caer.

»Schon möglich ... obwohl ich ... auf etwas Größeres, Unbezwingbares hoffte.«

Nottr nickte. Vielleicht gab es viele Frehoms; Orte, wo es Menschen gab, die den Widerstand nicht aufgaben; verborgene Bollwerke gegen die Dunkelmächte; wie Ullanfort!

Sie fanden über zehn Dutzend Tote, die meisten Krieger, aber auch Frauen und Kinder. Doch viel war an den verkohlten Leichen nicht mehr zu erkennen. Dennoch sagte Daelin: »Es sind auch viele Caer darunter. Wenn sie das Dorf überfielen, haben sie große Verluste erlitten. Sie sind wohl deshalb so rasch verschwunden.«

»Ja«, erwiderte Urgat, »wir kamen ihnen in die Quere, bevor sie die Beute mitnehmen konnten.« Er deutete auf das Vieh und die Pferde, die außerhalb der Barrikaden auf der Rodung friedlich weideten.

»Wir sollten vorsichtig sein«, meinte Daelin. »Sie könnten auch Verstärkung herbeiholen.«

Nottr schüttelte den Kopf. »Unsere Kundschafter hätten es uns berichtet, wenn sie auf Spuren größerer Horden von Caer gestoßen wären ...«

»Wenn sie noch leben«, wandte Daelin warnend ein. »Es ist immerhin seltsam, dass wir von Ottans Haufen keine Botschaft haben. Er hätte das brennende Dorf nicht übersehen können.«

»Möglicherweise ist die Botschaft eingetroffen, als wir bereits aufgebrochen waren.«

»Ich werde den Waldrand nach Spuren absuchen lassen«, schlug Urgat vor, und Nottr nickte zustimmend.

Als Urgat sich mit der Hälfte der Schar daranmachte, den Waldrand abzusuchen, tauchten zwei Kirguisi hastig winkend auf.

»He!«, rief Lella. »Das sind ja Ottans Leute ...!«

Die beiden führten ihre Pferde am Riemen und erreichten zögernd Urgats Haufen. Nach einem kurzen, gestenreichen Palaver kamen sie alle gemeinsam den Hang hoch.

»Sie sagen, wir sollen schleunigst hier verschwinden! Der Platz ist verflucht!«, rief Urgat keuchend.

»Wo ist euer Anführer?«, fragte Nottr unfreundlich.

»Auf dem Weg zur Horde ... mit den anderen.«

»Und ihr?«

»Wir sind hier, um auf die Beute aufzupassen, die wir gemacht haben«, erklärte der eine nicht ohne Stolz.

»Euer Haufen hat die Beute gemacht?«, fragte Nottr mit plötzlichem Grimm.

»Ja, wir haben das Dorf von den Caer erobert und nur vier der Unseren verloren ...«

»Von den Caer?«

Die beiden Kirguisi nickten hastig.

»Dann habt ihr wohl viel zu berichten?«

Sie nickten erneut, und der Sprecher der beiden sagte rasch: »Aber nicht hier, Hordenführer. Die Frau und der Schatten sind nicht verbrannt, wie Ottan dachte. Sie ...«

»Ein Schatten?« Calutt horchte auf. »Ein lebendiger Schatten?«

»Ja, ja. Der Caer-Führer nannte ihn Dilvoog.«

»Dann ist es ein Dämon!«, entfuhr es Daelin.

»Der Caer-Führer sagte, kein Dämon ... aber wohl so etwas Ähnliches. Wir sahen, wie dieses Ungeheuer einem Dandamarer den Verstand aus dem Schädel fraß ...«

Grauen erwachte in den Mienen der Krieger.

»Das wäre auch mit uns geschehen, wenn wir sie nicht alle erschlagen hätten«, berichtete der Kirguisi.

»Weißt du den Namen dieses Caer-Priesters?«

»Kein Priester. Ein Magier, wie er selbst sagte, oder Prinz. Er sagte keinen Namen.«

Daelin schüttelte verwundert den Kopf.

»Und die Frau?«

»Sie war eine aus Frehom ...«

»Frehom?«, rief Daelin. »Dann ist das Frehom?«

»Das war Frehom«, bestätigten die Kirguisi.

»Ihr habt es zerstört!« Bitterkeit war in Daelins Stimme.

»Ihr habt Männer, Frauen und Kinder erschlagen, die nicht unsere Feinde waren, die auf unserer Seite gekämpft hätten ...«

»Wir hatten keine Gelegenheit, das herauszufinden, Hordenführer. Und die meiste Arbeit hatten uns die Caer bereits abgenommen. Wir waren selbst nicht stark genug, um das Risiko einzugehen, ein paar von ihnen am Leben zu lassen. Es ging alles viel zu schnell. Und was heißt schon Feinde oder nicht Feinde. Halten wir die Ugaliener für unsere Feinde, wenn wir ihre Dörfer plündern? Halten wir die Alks für unsere Feinde, wenn wir sie jagen und essen? Wir haben nicht mehr getan, als wir immer tun, wenn wir ein Dorf nehmen und plündern: Wir töten und nehmen die Beute. Hier ist die Beute ...« Er deutete auf die Herden. »Wir hatten Lob erwartet.«

Bevor Nottr erwidern konnte, fegte ein...



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