E-Book, Deutsch, 200 Seiten
Behling Der Letzte macht das Licht aus...
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86368-708-3
Verlag: Berlin Story Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Zu Lande, zu Wasser und in der Luft - 250 Fluchtgeschichten aus der DDR
E-Book, Deutsch, 200 Seiten
ISBN: 978-3-86368-708-3
Verlag: Berlin Story Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Klaus Behling (*1949) studierte an der HU Berlin Asienwissenschaften mit Schwerpunkt kambodschanische Sprache und Kultur. Von 1972 bis 1977 war er als Diplomat in Laos und Kambodscha, von 1981 - 1987 Kulturattaché in Rumänien. In der Wendezeit arbeitete Behling als Oberassistent am Institut für Internationale Beziehungen in Potsdam als Experte für Indochina-Fragen. Von 1991 bis zu seiner Pensionierung war er als Journalist für den Springerverlag tätig. Behling publizierte u.a. zum Thema DDR-Spionage, Nachrichtendienst der NVA und zu den Alliierten Militärmissionen in Deutschland.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort
Der Mauerbau und die Sechziger Jahre
Die Siebziger Jahre
Die Achtziger Jahre und das Ende der DDR
Ein Nachsatz
Quellen
Endstation Eckkneipe
6. Oktober 1962: Harry Seidel, inzwischen über 70, staunt: "Dass unser Graben so lange gehalten hat!" Im Herbst 2004 entdecken Bauarbeiter die Reste eines Fluchttunnels, durch den bis zum 6. Oktober 1962 zwei Menschen nach West-Berlin gelangt sind. Dann fliegt das Schlupfloch auf. Fluchthelfer Eberhard Wittmann wird niedergeschossen und verhaftet.
Harry Seidel erinnert sich: "Wir haben zwei Meter unter der Straße gegraben, wollten von der Engelhardt-Eckkneipe an der Heidelberger Straße zur Elsenstraße 40." Dort wohnte jedoch ein Fleischermeister, der in solche Geschäfte nicht verwickelt werden wollte. Also disponierte man um: "Gegenüber, Schneidermeister Kasseljung, der half uns!"
Der unterirdische Weg führte durch eine Torfschicht. Deshalb blieb der Tunnel über vierzig Jahre lang erhalten.
Harry Seidel, in der DDR vor seiner eigenen Flucht ein bekannter Bahnradsportler, ließ sich von dem Misserfolg nicht entmutigen. Insgesamt war er am Bau von sechs Tunneln beteiligt, durch die 150 Menschen flohen [...]




