Christ | Oskar und der Steinkönig | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5, 356 Seiten

Reihe: Oskar, der halbe Vampir

Christ Oskar und der Steinkönig


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7693-9499-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 5, 356 Seiten

Reihe: Oskar, der halbe Vampir

ISBN: 978-3-7693-9499-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Oskar und der Steinkönig Die friedliche Heimkehr der Familie Steinhagen ist in weite Ferne gerückt, denn eine französische Armee will die Burg Rheinstein erobern. Aus Pflichtbewusstsein verzichten sie schweren Herzens auf eine Heimreise und warnen die Burginsassen. Der Kommandeur der Burg ist ein Prinz, der im Kriegshandwerk sehr unerfahren ist. Hauptmann Walter von Assmannshausen befehligt die Soldaten auf der Burg, doch mit seinen wenigen Männern wird er die Burg nicht gegen 500 Franzosen und deren Kriegsmaschinen halten können. Die Steinhagens versuchen, der Burgbesatzung zu helfen, doch dabei werden Frau Steinhagen und Annika gefangengenommen. Mit Klugheit und viel Mut, gelingt es Oskar, seine Mutter und Annika zu befreien und dabei auch noch den französischen Kommandeur gefangen zunehmen. Nun wendet sich das Blatt grundlegend. Nachdem ein Friedensvertrag geschlossen wurde, ziehen die Franzosen unverrichteter Dinge ab. Wieder steht die Familie Steinhagen an der Wegbiegung unterhalb der Burg und bittet das Kleine Volk um Hilfe. Die kleinen Elfen geben sich auch zu erkennen und die Familie Steinhagen erfährt, dass die Elfen, von denen sie in die Vergangenheit gezaubert worden sind, schwer verletzt seien und über kurz oder lang sterben müssten. Grund waren die Energie-strahlen, mit denen die Steinhagens den braunen Nebel, den sie für ihre Misere verantwortlich machten, zerstören wollten. Nun aber stellt sich heraus, dass fünf kleine Elfenkinder von Ansgar zu dieser Tat verführt worden sind. Sie reisen also ins Elfenland um den Kindern zu helfen. Aber auch im Elfenland ist es für Menschen nicht ganz ungefährlich. Oskar ist neben Frau Steinhagen der Reaktionsschnellste und rettet mehrmals seine Familie. Nach mehreren gefährlichen Abenteuern war nun auch die Ruhe im Elfenland wieder eingekehrt. Doch das Problem eines erneuten Zeitsprungs, der sie in ihre eigene Zeit bringen soll, scheint immer noch ungelöst.

Harald Christ wurde am 26.09.1953 in Wiesbaden geboren. Der gelernte Bauzeichner, Bautechniker und Bürokaufmann sammelte in den Jahren zwischen 1970 und 1980 als Gruppenleiter einer sozialen Einrichtung in Taunusstein große Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen. Später arbeitete er mehrere Jahre als Sekretär und Hausmeister an einer Grundschule in Wiesbaden. Dort war er auch in der Betreuung und bei der Hausaufgabenhilfe von Grundschülern tätig und erweiterte seinen Erfahrungsschatz. Die Arbeit an dieser Wiesbadener Grundschule und in der Betreuung inspirierte ihn nachhaltig und so schrieb er sein erstes von inzwischen fünf Kinder- und Jugendbüchern über "Oskar, der halbe Vampir".
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Kriegsmaschinen

„Dass ihr mir ja die Augen offen haltet“, rief Walter den Torwachen zu. „Es könnte sein, dass wir ziemlich schnell angerannt kommen, weil es da oben etwas knapp geworden ist“, ermahnte er die Wachen auf den Laufgängen. „Ihr müsst auf die Franzosen schießen, aber nicht auf uns“, scherzte er.

Die Torwachen öffneten grinsend das Tor und schweigend verließ der ganze Kriegstrupp die Burg.

„Oskar zu mir“, befahl Walter leise. Sekunden später stand Oskar neben Walter von Assmannshausen. „Du gehst voran, denn du hast die besten Augen. Diese zwei Männer werden dir in kurzem Abstand folgen. Es sind Jäger, die es verstehen, sich lautlos in der Wildnis zu bewegen. Wenn du Späher der Franzosen siehst, gib den beiden ein Zeichen. Sie werden die Späher aus dem Weg räumen und uns warnen, wenn vor uns noch mehr Soldaten sind. Nehmt Frau Erika und die Mädchen in die Mitte. Und nun keinen Ton mehr. Ab jetzt wird es richtig gefährlich.“

Oskar huschte los und war wenige Augenblicke später verschwunden.

„Halt, nicht so schnell, Jungchen“, rief einer der Jäger sofort. „Du bist wirklich völlig lautlos und auch viel schneller als wir. Aber wir können das nicht so gut wie du, also mach etwas langsamer. Hast du schon was gesehen?“

„Entschuldigt bitte“, meinte Oskar. „Ich werde jetzt etwas langsamer gehen. Und nein, es ist niemand in der Nähe.“

Oskar ging langsam weiter und die beiden Jäger hatten nun kein Problem mehr, ihm zu folgen. Langsam ging er den schmalen Pfad zur Hochebene hinauf.

„He, Oskar“, rief einer der Jäger leise und Oskar wartete, bis die beiden heran waren. „Ich denke, du solltest ab jetzt rechts oder links des Pfades gehen“, sagte der Jäger. „Wenn Franzosen hier sind, werden sie nicht auf dem Weg stehen sondern rechts und links in den Büschen lauern. Wir können auf dem Weg sehr leise gehen, aber durch das Unterholz neben dem Weg kommen wir ohne Geräusche nicht durch. Wenn du das kannst, solltest du rechts und links des Weges nach Spähern suchen. Das geht zwar erheblich langsamer, aber wir haben ja die ganze Nacht Zeit.“

Oskar nickte nur und verschwand auch schon im Unterholz. Wieder einmal war er froh, dass er so gut wie eine Eule sehen konnte. Schnell machte er sich unsichtbar und schwebte kurz über dem Waldboden den Berg hinauf. Mehrmals wechselte er die Seiten, doch er sah keine französischen Späher. Er schwebte weiter in Richtung Hochebene, dann hörte er plötzlich Geräusche vor sich. Zwei Franzosen kamen den Weg von der Hochebene herunter. Kurzerhand schlug er die beiden bewusstlos, machte sich wieder sichtbar und wartete auf die beiden Jäger.

Die hatten Oskar und die beiden Gestalten entdeckt und kamen mit gezückten Schwertern heran.

„Ja, wie hast du denn das gemacht?“, staunte einer der Jäger. „Das ist ja ein echtes Meisterstück. So etwas gelingt mir nur, wenn es nur ein Gegner ist, du aber legst gleich zwei um. Du bist ja wirklich so gut, wie Walter sagte.“

„Sie sind nur bewusstlos“, meinte Oskar. „Man sollte sie fesseln und knebeln, bevor sie aufwachen.“

„Wir warten hier, bis unsere Leute da sind“, entschied einer der beiden. „Ein paar unserer Männer müssen sie zur Burg bringen und dann wieder zurückkommen. Da sind sie ja schon.“

Walter von Assmannshausen kam schnell heran. „Was ist los?“, flüsterte er.

„Der Kleine hier ist wirklich ein Jäger allererster Güte“, sagte der Jäger. „Wir haben uns kurz besprochen und danach ging er auf die Pirsch. Wir haben ihn seitdem weder gesehen noch gehört. Jetzt saß er gemütlich hier mitten auf dem Weg und zeigte uns diese beiden Franzosen. Er hat sie bewusstlos geschlagen ohne dass wir etwas mitbekommen haben. Wir sollten sie fesseln und knebeln, meint Oskar. Ich denke, einige von uns bringen die beiden in die Burg und kommen dann schnell zur Hochebene. Der Weg dorthin wird frei sein, denn wir sind ja schon vor ihnen da oben.“

„So machen wir es auch“, nickte Walter und bestimmte vier Männer, welche die Franzosen zur Burg bringen sollten. „Gut gemacht, mein Kleiner“, flüsterte Walter und klopfte Oskar auf die Schulter.

Susanne kam und umarmte Oskar schweigend. Auch Annika drückte ihren Bruder fest an sich und Frau Steinhagen strich ihm liebevoll durch die Haare.

„So, es geht weiter“, flüsterte Walter, als die Franzosen weggetragen wurden. „Oskar, geh wieder nach vorne und sei vorsichtig, hörst du? Geh bitte kein Risiko mehr ein.“

Oskar winkte allen noch einmal zu, huschte in die Büsche und war verschwunden.

„Wir gehen dann auch wieder los“, grinste einer der Jäger und winkte seinem Kameraden zu. Dicht am Rande des Pfades eilten sie den Berg hinauf. Kurz darauf gab Walter den anderen ein Zeichen, dass es auch für sie weiter ging.

Bald schon sah Oskar den Waldrand vor sich. Im Wald selbst war es so finster, dass ihm die Wiese und das freie Feld trotz der mondlosen Nacht sehr hell vorkamen. Dann war er am Waldrand und schaute sich kurz um. Er spürte sofort, dass Männer in der Nähe waren. Im Lager der Franzosen war es still. Langsam flog er auf die Wiese und stieg höher. Schnell hatte er die französischen Wachen entdeckt und flog wieder zum Waldrand zurück und den schmalen Pfad entlang. Da kamen auch schon die beiden Jäger. Oskar stellte sich dicht an die Büsche und wurde wieder sichtbar. Die beiden Männer atmeten erschrocken ein, als sie Oskar so dicht bei sich entdeckten.

„Wo kommst du denn so plötzlich her?“, fragte einer erstaunt.

„Scht, nicht so laut“, flüsterte Oskar. „Da vorne ist schon der Waldrand, rechts und links davon sitzen je zwei Wachen der Franzosen im Gebüsch. „Ihr nehmt die rechts und ich die links. Aber versucht bitte, sie am Leben zu lassen.“

„Jawohl, Herr Hauptmann“, grinste einer der beiden und salutierte lässig.

„Ganz so wie du es befiehlst“, meinte der andere. „Wenn es geht, lassen wir sie am Leben. Aber bedenke, es ist Krieg, die nehmen auch keine Rücksicht und würden uns sofort töten, wenn sie könnten. Wenn wir merken, dass es nicht mehr leise geht, müssen wir sie zumindest verletzen.“

„Versucht es wenigstens“, bat Oskar und huschte in die Büsche. Schnell war er wieder unsichtbar. Dann schwebte er dorthin, wo er die beiden Wachen gesehen hatte. Langsam näherte er sich den beiden Männern und schlug ihnen seine Fäuste auf die Köpfe. Sofort brachen sie bewusstlos zusammen. Dann flog er dorthin, wo er die beiden Jäger vermutete.

Auch sie hatten ihre zwei Wachen lautlos überwältigt. Sie waren wie Oskars Männer nur bewusstlos. Schnell zogen sie die vier Wächter zum Weg.

„Wartet hier auf die anderen“, flüsterte Oskar. „Ich gehe jetzt in Richtung Lager und kundschafte aus, wie die Lage dort ist.“

Er bückte sich ins hohe Gras und huschte davon. In einiger Entfernung wurde er wieder unsichtbar und flog dann langsam zum Lager hin. Dort waren die Wachen natürlich verdoppelt worden, denn der Kampf um die Burg war ja von beiden Seiten offiziell eröffnet worden. Oskar flog mehrere Meter hoch über das Lager. Die Hunde wurden zusehends unruhig. Daher flog Oskar noch höher. Schon bald beruhigten sich die Hunde wieder und legten sich nieder. Nun wusste Oskar, wie hoch sie fliegen mussten, damit die Hunde nichts bemerken würden. Die Kriegsmaschinen standen alle noch an ihrem Platz, so wie er es gestern gesehen hatte. Bis auf die Wachen schliefen die Franzosen. Schnell sauste Oskar wieder zum Waldrand, legte sich ins Gras und wurde wieder sichtbar. Dann schlich er sich zu den beiden Jägern hin. Der ganze Trupp war inzwischen angekommen.

„Scht, hallo, ich bin es“, rief Oskar leise.

„Gut, dass du wieder da bist“, flüsterte Walter.

Oskar huschte die letzten Meter zum Waldrand und zwischen die Bäume. Dann berichtete er allen, was er gesehen hatte. Die Soldaten murmelten anerkennend.

„Was schlägst du also vor?“, fragte Walter. „Können wir es so machen, wie geplant? Können wir die Soldaten in zwei Reihen aufteilen?“

„Ja, das geht“, nickte Oskar. „Zwischen hier und dem Lager ist kein Franzose mehr. Die Wachen im Lager sind verdoppelt. Einige Feuer brennen und sonst ist alles ruhig. Wenn wir leise sind, sollte alles klappen.“

„Dann los“, befahl Walter von Assmannshausen. „Fünfzehn Mann folgen mir, der Rest bezieht im Abstand von drei Metern seine Stellung. Schießt erst auf Kommando. Prinz Friedrich, wollt Ihr hier das Kommando übernehmen? Es darf erst geschossen werden, wenn ihr die Franzosen von uns unterscheiden könnt, falls wir fliehen müssen.“

„Ja, das werde ich tun“, nickte der Prinz. „Ihr könnt Euch auf mich verlassen. Los, Männer, verteilen wir uns“, wandte er sich nun an die Soldaten. „Ich bleibe hier in der Mitte, damit ich alles...



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