El-Arifi | Faebound | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 512 Seiten

Reihe: Battle of the Drumfire

El-Arifi Faebound

Divided by Blood
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-455-01975-9
Verlag: Atlantik Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Divided by Blood

E-Book, Deutsch, Band 1, 512 Seiten

Reihe: Battle of the Drumfire

ISBN: 978-3-455-01975-9
Verlag: Atlantik Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



- queere saphic Liebesgeschichte - Enemies-to-Lovers - Only-One-Bed Das Buch des Jahres der British Book Awards: Band 1 der mitreißenden Romantasy-Trilogie voller prickelnder Spannung, magischer Fae und dramatischer Wendungen Yeeran ist die jüngste Colonel ihres Elfenvolkes, doch der erste Einsatz endet in einer Katastrophe. Die Strafe lautet Exil. Der treuergebene Kommandant Rayan folgt Yeeran gemeinsam mit ihrer Schwester Lettle in die Wildnis. Auch wenn Lettle die Kunst der Prophezeiung beherrscht - niemals hätte sie vorhersagen können, dass sie jenseits der Grenzen ihrer Lande auf das Volk der Fae treffen würden. Seit mehr als tausend Jahren gelten sie als ausgestorben und leben nur in Legenden voller Magie und Grausamkeit fort. Nachdem die Schwestern und Rayan gefangen genommen werden, müssen sie feststellen, dass nichts, was sie bisher über die Fae zu wissen glaubten, der Wahrheit entspricht. Eine Anziehung geht von ihnen aus, die die Loyalität der drei auf die Probe stellt. Ebenso wie ihre Herzen ... »Du bist das Feuer meines Herzens und der Schlag meiner Trommel. Unter dem Mondlicht bin ich die Deine, bis das Lied verstummt.«   »Dieser Mann hat mein Herz. In der Stille zwischen ihren Atemzügen brannte sich ein Gedanke hell in ihren Geist. Und eines Tages werde ich dich töten.«   »Sie überschritt die Grenze, und in ihrer Brust breitete sich Hoffnung aus. Hoffnung, dass sie ihre Geliebte eines Tages wiedersehen würde. Und die Hoffnung darauf, dass es, wenn es so weit sein würde, nicht auf der anderen Seite des Schlachtfelds wäre.«

Saara El-Arifi ist ein internationales Phänomen: »Faebound«, der Auftakt ihrer Romantasy-Trilogie »Battle of the Drumfire«, schoss auf Anhieb auf Platz 1 der Sunday Times-Bestsellerliste und wurde zum Buch des Jahres der British Book Awards gekürt. El-Arifi wusste, dass sie eine Geschichtenerzählerin ist, seit sie ihre erste Lüge erzählt hat. Derzeit lebt sie in London.
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Weitere Infos & Material


Cover
Titelseite
Widmung
Karte
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Lettles Buch der Prophezeiungen
Dank
Über Saara El-Arifi
Impressum


1 Yeeran


Yeeran wurde auf dem Schlachtfeld geboren, lebte auf dem Schlachtfeld und wusste, dass sie eines Tages auf dem Schlachtfeld sterben würde.

Ihre ersten Atemzüge waren durchdrungen vom Rauch und der Asche der sterbenden Feinde ihrer Mutter. Und als Yeeran schrie, stimmte sie in den Kampfruf ihres Volkes mit ein, das in die Schlacht ritt. Es war nicht ungewöhnlich, dass Soldatinnen an der Front ein Kind bekamen. Wer eine Trommel in den Händen halten konnte, der konnte auch kämpfen.

Mit einem tiefen Seufzer betrachtete Yeeran die Kriegskarte vor sich. Jedes Tal und jeder Hügel waren von erfahrenen Kartografierenden in die Scheibe Eichenholz gebrannt worden. Dies war ein sehr kostbarer kunsthandwerklicher Gegenstand für eine Schlafkammer, aber Yeerans Geliebte war noch nie bescheiden gewesen.

Das Mondlicht warf silbriges Licht auf die Tischmitte, genau dorthin, wo sich die vier Bezirke der Elfenländer am Blutfeld berührten, das die Front der Schlacht darstellte. Sie ließ den Blick über die vier Quadranten der Karte schweifen: der Abnehmende Mond, der Halbmond, die Mondfinsternis und zu guter Letzt ihr eigenes Elfenvolk des Zunehmenden Mondes.

Dabei krümmte sie die Hand um die Tischkante, und ihre Fingernägel hinterließen Rillen in der Maserung, während sie über die Formation auf dem Schlachtfeld nachdachte. Weiße Steine kennzeichneten die Standorte der Truppen ihrer Armee.

Yeeran konzentrierte sich auf ein Regiment, das neben dem Ostturm der Garnison auf der Lauer lag. Ihres.

»Yeery«, hallte ihr Spitzname durch die Stille. Salawa war leise neben Yeeran getreten. »Komm wieder ins Bett.« Ihr Atem wehte heiß auf die rasierten Seiten von Yeerans Kopf, als Salawa ihre Lippen hinter eines der spitzen Ohren presste.

Yeeran strich mit einer Hand über Salawas Rücken und spielte mit den Fingern an den Spitzen ihrer Zöpfe. Diese hingen ihr schwer über die nackte Haut, da sie mit Perlen und Edelsteinen verziert waren.

»Ich kann nicht schlafen.«

Zuerst erwiderte Salawa nichts. Das mochte Yeeran so an ihrer Geliebten, dass jede Sekunde geschätzt und jeder Gedanke vor dem Aussprechen abgewogen wurde.

»Du hast zwanzig Jahre auf diese Beförderung gewartet. Nur wenige haben damit gerechnet, dass du es vor deinem fünfunddreißigsten Geburtstag schaffst, und doch bist du jetzt die jüngste Kommandantin, die es je in der Armee des Abnehmenden Mondes gegeben hat …«

»Nicht vor morgen.«

Salawa sog scharf die Luft ein. Sie konnte es nicht leiden, unterbrochen zu werden. Yeeran ließ die Hand von Salawas Schlüsselbein zu ihrer Wange wandern. Erst dann war Salawa besänftigt genug, um weiterzusprechen.

»Der Schlaf wird dir diese Errungenschaft nicht nehmen. Dein neues Regiment ist auch morgen früh noch da.«

Salawa schaute durch das Fenster auf die Stadt Gural hinaus, die das Herz im Bezirk des Abnehmendes Mondes darstellte. Yeeran folgte ihrem Blick auf die pulsierenden Viertel.

Schornsteine ragten von Kuppeldächern auf und stießen Rauchwolken zum Himmel empor, der mit Sternen übersät war. Yeeran wusste, dass es in den Tavernen von Soldatinnen und Soldaten wimmeln würde, die sich am gewürzten Rum bedienten. Für die Bäckereien war es derweil nicht mitten in der Nacht, sondern früher Morgen, und der Geruch ihrer Öfen wurde vom leichten Wind herübergetragen.

Yeeran beobachtet, wie sich Salawas sonst so sanfte Miene verhärtete, als ihr Blick weiter zum Blutfeld wanderte. Schlachtfeuer färbten ihre grünen Iriden haselnussbraun, und Yeeran spürte das darin reflektierte Feuer in ihrem eigenen Körper.

»Ich habe was für dich, um deinen neuen Rang zu feiern«, sagte Salawa leise.

Yeeran ließ die Hand von ihrer Wange sinken. Die Geschenke ihrer Geliebten waren immer protzig und bunt. Dabei machte sich Yeeran nichts aus Schmuck oder feinen Kleidern, da sie beides auf dem Schlachtfeld nicht gebrauchen konnte.

Das Einzige, was sie bei sich trug, war ein kleiner Goldring, der in den Saum ihrer Uniform eingenäht war. Er besaß für sie keinerlei sentimentalen Wert, aber er würde rechtmäßig an die Kinder übergehen, die ihren Lebensunterhalt mit dem Plündern der Leichen bestritten. Dieser Ring würde sie ein Jahr lang ernähren können. Yeeran hatte in ihrer Kindheit viele Jahre lang auf einen solchen Segen gehofft.

»Ich glaube, dieses Geschenk wird dir sehr gefallen.« Salawa entfernte sich, um etwas unter ihrem Himmelbett hervorzuziehen.

Yeeran erwiderte Salawas vielsagendes Lächeln zögerlich, als diese ihr ein großes rundes Objekt entgegenhielt, das mit einer Lederschlinge versehen war.

Mit nicht einmal drei Schritten hatte Yeeran den Raum durchquert. Sie nahm Salawa den Gegenstand aus den ausgestreckten Händen und zog das grobporige Leder beiseite, um das darunter verborgene Geschenk zu enthüllen.

Die Trommel war von Meisterhand geschaffen worden. Die Außenhülle bestand aus Mahagoni, das in dunklem Purpurrot schimmerte wie frisches Blut. Die goldenen Spannböcke und -reifen waren mit Saphiren besetzt. Perlen hingen an der Trommel herunter, die jedoch eher zur Zierde als zur Klangverbesserung dienten. Aber das Schönste war das schwarze Fell, mit dem sie bespannt war.

»Von einem Obeahältesten?«, murmelte Yeeran und fuhr mit der Hand über das straffe Leder.

Obeah waren die einzigen magischen Kreaturen des Reiches. Einst wurden sie so häufig angetroffen wie Rehe, während sie in Rudeln durch die Elfenlande streiften. Yeeran stellte sich die Kreaturen vor, wie sie durch den Wald jagten, das Blattwerk mit ihren weißen Hörnern zerfetzten und ihre katzenartigen Leiber so geschmeidig bewegten wie Tinte auf Papier.

Heute jedoch war diese Tinte so gut wie vertrocknet, da sie wegen ihrer Magie beinahe ausgerottet worden waren.

Yeerans Finger kribbelten dort, wo sie das Fell berührte.

Grinsend verschränkte Salawa die Hände unter dem Kinn.

»Ja, sie wurde aus dem Fell des ältesten Obeah gefertigt, den unsere Jägerinnen und Jäger jemals gefangen haben.«

Im Alter wurde die Fellfarbe der Obeah intensiver, was die Magie dieser Kreaturen wirkungsvoller machte. So eignete sich ihre Haut noch besser zur Herstellung mächtiger Objekte. Bedauerlicherweise waren die Ältesten der Obeah auch weitaus intelligenter und deshalb kaum zu erlegen. Das machte Salawas Geschenk überaus selten und kostbar.

Yeeran spürte deutlich die Magie, die vom Fell ausging. Sie klopfte mit den Fingern darauf und leitete die Magie des Trommelschlags bewusst, knüpfte sie in ihren Gedanken zusammen und schuf auf diese Weise ein kleines Projektil. Aus dem Klang wurde so eine Waffe. Mit dieser unsichtbaren Macht traf sie einen weißen Stein auf der Kartenmitte in gut drei Metern Entfernung.

Sie war schon immer gut in der Beherrschung des Trommelfeuers gewesen. Dabei kam es vor allem auf eine klare Intention an, doch die Reinheit des Tons und die starke Magie im Fell des Obeahältesten machten ihre Fähigkeiten umso mächtiger. Wenn ihre Feinde sie zuvor schon für gefährlich gehalten hatten, würden sie bald feststellen, wie tödlich sie war.

Salawa klatschte in die Hände.

»Jetzt hat die beste Kommandantin der Armee des Abnehmenden Mondes auch die beste Waffe.«

Vorsichtig verstaute Yeeran die Trommel wieder in der Hülle und ging zu Salawa. Sie nahm sie in die Arme und stützte das Kinn auf ihren Scheitel.

»Vielen Dank. Ich werde dieses Geschenk bis ans Ende meines Lebens in Ehren halten.«

»Können wir dann jetzt wieder ins Bett gehen? Der morgige Tag wird noch früh genug anbrechen«, murmelte Salawa.

Yeeran stieß zustimmend die Luft aus und ließ sich zurück zu Salawas Bett führen. Sie schlüpfte unter die Seidenlaken, und Salawa schmiegte sich an Yeerans Körper, legte den Kopf auf die weiche Haut zwischen Yeerans Schulter und Brust und seufzte zufrieden.

Salawas Atmung wurde bald tiefer und ließ erkennen, dass sie eingeschlafen war. Yeeran sah zu, wie die Fraediaperlen in Salawas Haar im Licht der anbrechenden Morgendämmerung sanft glühten. Der Kristall besaß dieselben Eigenschaften wie die Sonne und konnte dazu genutzt werden, Feldfrüchte wachsen zu lassen oder Häuser im Winter zu wärmen.

Sacht strich sie Salawa eine der Perlen aus dem Gesicht, damit die Helligkeit sie nicht weckte. Sie umfasste den Edelstein eine Sekunde lang und staunte über seine Wärme. Dieses kleine Depot konnte eine Pflanze für einen kompletten Lebenszyklus wachsen lassen und so dabei helfen, eine Familie zu ernähren.

Sie ließ die Perle los.

Fraedia war die Währung des Krieges.

Unter der mit Leichen gepflasterten Erde des Blutfelds lagen unerschlossene Minen dieses wertvollen Kristalls. Und wo es Reichtümer gab, da gab es auch Macht. Und um Macht brodelte unausweichlich Gewalt.

So war der Ewige Krieg ausgebrochen.

Yeeran fragte sich, wie viele Soldatinnen und Soldaten für eine so kleine Fraediaperle wie diese in Salawas Haar hatten sterben müssen. Der Edelstein tauchte ihre schwarze Haut, die noch dunkler war als Yeerans umbrabrauner Teint, in warmes safranfarbenes Licht.

Auch wenn alle Elfen anders aussahen, war doch der einzig wirklich wichtige...


Fricke, Kerstin
Kerstin Fricke arbeitet seit über zwanzig Jahren als freie Übersetzerin und Lektorin von Romanen, Comics, Sachbüchern und Computer-, Video-, Brett- und Rollenspielen. Sie lebt in Berlin.

El-Arifi, Saara
Saara El-Arifi ist ein internationales Phänomen: »Faebound«, der Auftakt ihrer Romantasy-Trilogie »Battle of the Drumfire«, schoss auf Anhieb auf Platz 1 der Sunday Times-Bestsellerliste und wurde zum Buch des Jahres der British Book Awards gekürt. El-Arifi wusste, dass sie eine Geschichtenerzählerin ist, seit sie ihre erste Lüge erzählt hat. Derzeit lebt sie in London.

Saara El-Arifi ist ein internationales Phänomen: »Faebound«, der Auftakt ihrer Romantasy-Trilogie »Battle of the Drumfire«, schoss auf Anhieb auf Platz 1 der Sunday Times-Bestsellerliste und wurde zum Buch des Jahres der British Book Awards gekürt. El-Arifi wusste, dass sie eine Geschichtenerzählerin ist, seit sie ihre erste Lüge erzählt hat. Derzeit lebt sie in London.



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