Fallon | Gezeitenstern-Saga - Der unsterbliche Prinz | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 01, 652 Seiten

Reihe: Gezeitenstern-Saga-Reihe

Fallon Gezeitenstern-Saga - Der unsterbliche Prinz


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7325-4570-4
Verlag: beBEYOND
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 01, 652 Seiten

Reihe: Gezeitenstern-Saga-Reihe

ISBN: 978-3-7325-4570-4
Verlag: beBEYOND
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Komm mit auf eine epische Reise durch die fantastische Welt von Amyrantha! Der Legende nach regierten die Gezeitenfürsten die Welt Amyrantha über viele Jahrhunderte. Eines Tages taucht ein Mann auf, der behauptet, Cayal, der unsterbliche Prinz, zu sein. Sind die mythischen Gezeitenfürsten zurückgekehrt? Die junge Herzogin Arkady kann nicht daran glauben, und doch übt der Unbekannte eine unbeschreibliche Anziehungskraft auf sie aus. Während sie seinen Geschichten lauscht, wird ihr bewusst, dass ihrer Heimat der apokalyptische Untergang droht ... Die Gezeitenstern-Saga bietet eine einzigartige Mischung aus Fantasy, Abenteuer und Ferne-Länder-Romantik. Jetzt als eBook von beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen.

Jennifer Fallon wurde in Carlton, Australien geboren. 1990 begann sie mit dem Schreiben von Fantasy-Romanen. Zehn Jahre später hielt sie mit ihrer ersten Veröffentlichung, der "Dämonenkind"-Saga, auf den Bestsellerlisten Einzug und feierte ihren internationalen Durchbruch. Mit der "Gezeitenstern"-Saga konnte sie diesen Erfolg fortsetzen. Jennifer Fallon ist neben Trudi Canavan und Sara Douglass die dritte Fantasy-Bestseller-Autorin aus Australien.

Fallon Gezeitenstern-Saga - Der unsterbliche Prinz jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Prolog
Als sich der letzte der versprengten Flüchtlinge mit versagenden Kräften in die Höhle schleppte, sah Krynan über die Schulter auf das Ende seiner Welt und fragte sich, warum der Anblick nichts mehr in ihm auslöste. Er griff nach dem Felsvorsprung und zog sich hoch, versuchte für einen Augenblick den Schmerz seiner versengten Hände auszublenden, um dann im Schutz der Höhle zusammenzubrechen. Draußen zuckte wieder ein Blitz über den blutroten Nachthimmel, die Luft war dick von vulkanischem Aschenregen. Auf den Ellbogen gestützt richtete sich Krynan langsam auf. Er fühlte es mehr, als dass er es hörte – wieder bebte unter ihnen die Erde. Das tat sie schon seit Tagen. Die Erdstöße waren so stark, dass man kaum aufrecht stehen konnte, geschweige denn laufen, um sich vor der Katastrophe in Sicherheit zu bringen. Krynan fühlte Tränen aufsteigen, doch er blinzelte sie weg, legte die Hand über die Augen und sah in die Ferne hinaus. Viel gab es dort allerdings nicht mehr zu sehen. Die Stadt L’bekken existierte nicht mehr, und etliche der umliegenden Dörfer waren unter einer dicken Schicht Bimssteinbrocken und Asche verschwunden. Was nicht dem vorrückenden Lavastrom zum Opfer gefallen war, das hatten schon vorher die wütenden Blitze zerschmettert, die die Unsterblichen in ihrer Wut so verschwenderisch austeilten. Denn sie waren es, die diese Katastrophe zu verantworten hatten. Es war unmöglich zu sagen, wo genau am Flussufer noch bis vor Kurzem sein blühendes Gehöft gestanden hatte; unmöglich, die alten Orientierungspunkte in der Landschaft wiederzufinden. Der Fluss war in der Hitze verdampft, die Erde lag begraben unter den geschmolzenen Felsmassen, die aus dem Berg gequollen waren, von den einst so fruchtbaren Hängen des Iriggin-Massivs. Wie viele Menschen den Tod gefunden hatten, konnte niemand wissen, und das Los der Handvoll Überlebenden war fast zu beängstigend, um darüber nachzudenken. »Krynan?« Er drehte sich um. Fast hätte er die junge Frau, die ihn ansprach, nicht erkannt. Es war seine Frau. Ihr Gesicht war rußgeschwärzt und mit Brandblasen übersät, wo der heiße Aschenregen sie versengt hatte. Ihr Haar war steif und schmutzig braun, und ihre einst so schönen Kleider hingen in Fetzen an ihr herunter. Sie sah aus wie eine Bettlerin. Das sind wir jetzt alle. Nur noch Bettler. »Was?«, fragte er, und es klang schroffer als beabsichtigt. Schließlich war es nicht Aleas Schuld, dass sie jetzt heimatlos waren, alles verloren hatten und nur noch damit rechnen konnten, elend umzukommen in diesem Krieg der Götter – dieser schrecklichen Götter, die nichts anderes kümmerte als ihre eigene Launenhaftigkeit. »Deine Mutter fragt nach dir.« Krynan seufzte. Er wusste, was seine Mutter von ihm wollte. Ihm, ihrem einzigen Sohn, hatte die Bruderschaft eine undankbare und wahrscheinlich völlig sinnlose Aufgabe zugedacht – eine Aufgabe, der er sich noch nicht gewachsen fühlte. »Sag ihr, ich komme gleich«, antwortete er und wandte sich wieder dem Anblick seiner Welt zu, wie sie in diesem feurigen Inferno vor seinen Augen unterging. Alea zögerte kurz, dann nickte sie. »Aber der Matriarchin bleibt nicht mehr viel Zeit, Kryn«, sagte sie warnend. Dann drehte sie sich um und ging ins Innere der Höhle zurück. Viel Zeit bleibt uns allen nicht mehr, dachte Krynan, als unvermittelt ein Berggipfel weiter östlich zerbarst, in einen Ball aus Feuer und Asche zerschmolz und hoch in den Nachthimmel hinaufsprühte wie schäumendes Ale über den Rand eines Bierkrugs. Einen Augenblick lang sah er dem schrecklichen Schauspiel zu, vom Ausmaß der Katastrophe immer noch völlig benommen. Schließlich raffte er sich auf, wandte sich ab und ging in den Berg hinein. Im hinteren Raum der Höhle lag seine Mutter auf eine behelfsmäßige Tragbahre gebettet, die anderen eng um sie zusammengedrängt. Im unruhigen Schein der wenigen Fackeln, die sie hatten retten können, konnte er erkennen, wie verheerend die Verbrennungen waren, die sie erlitten hatte. Ihr Atem ging so mühsam, dass es beim Zuhören schmerzte. Als Alea ihn kommen sah, machte sie ihm Platz, damit er sich neben die Verletzte knien konnte. »Mutter …« »Krynan. Du bist … noch hier?« »Wo sollte ich sonst sein?« Mit einer schwarz verbrannten Hand klammerte sich seine Mutter an seinen zerschlissenen Ärmel. »Du hast eine Aufgabe zu erfüllen …« »Meine Aufgabe ist es, mich um die Überlebenden zu kümmern.« Mit großer Anstrengung schüttelte sie den Kopf. »Du bist der Bewahrer der Überlieferung. Deine Aufgabe … deine einzige Aufgabe … ist es, unser heiliges Wissen zu retten. Die Überlieferung ist unser einziger Schutz … gegen die Gezeitenfürsten.« »Unser heiliges Wissen hat uns dieses Mal auch nicht retten können«, entgegnete er bitter. »Umso wichtiger ist es, die Überlieferung … zu bewahren, Krynan.« Das Gesicht seiner Mutter war schmerzverzerrt, aber sie schien entschlossen, sich durch ihr Leiden nicht ablenken zu lassen von der Sorge um etwas, das viel wichtiger war als die Ängste und Schmerzen einer Einzelnen. Die heilige Überlieferung bedeutete ihr alles. »Vielleicht haben wir … versagt, aber zukünftige Generationen können … auf unseren Erfahrungen aufbauen. Die Bruderschaft … verlässt sich auf dich. Bildet einen neuen Fünferrat der Weisen. Rette … unser Wissen. Es muss … weiter bestehen.« Obwohl er mit dieser Forderung gerechnet hatte, machte sie ihn wütend. »Du willst, dass ich mein Volk im Stich lasse? Nur um ein paar zerfledderte Papierfetzen zu retten, die uns jetzt auch nichts genützt haben?« »Dein Schmerz … trübt deine Urteilskraft, Krynan …«, warnte seine Mutter. Ihre Stimme wurde immer schwächer, so wie sie selbst. »Du hast immer gewusst, dass es einmal so kommt.« Das war die bittere Wahrheit. Seit der Fünferrat, das Führungsgremium der Bruderschaft des Tarot, ihn seinerzeit zum Bewahrer der heiligen Überlieferung ernannt hatte, hatte Krynan gewusst, dass es dazu kommen konnte. Aber es war ein gewaltiger Unterschied, ob man wusste, dass man auserkoren war, eines Tages eine beschwerliche Aufgabe zu erfüllen, oder ob man plötzlich konkret mit dieser Forderung konfrontiert war. Hilflos zuckte er mit den Schultern. »Ich fürchte, ich hatte einfach nicht erwartet, zu überleben.« »Dass du überlebt hast … ist ein sicheres Zeichen … es ist dein Schicksal, mein Sohn.« Er schüttelte den Kopf. »Dafür bin ich nicht stark genug, Mutter.« »Die Bruderschaft hält dich für stark genug, sonst hätte sie dir dieses Amt nicht übertragen.« Krynan runzelte die Stirn. Eigentlich, dachte er, hatte man ihn in erster Linie deshalb mit dieser Aufgabe betraut, weil in den kultivierten Salons von L’bekken niemand wirklich damit gerechnet hatte, dass die Gezeitenfürsten mit solcher Wildheit übereinander herfallen würden. Die Menschen wussten nicht einmal, worum die Götter überhaupt stritten, welche Auseinandersetzung da zur Zerstörung ihrer ganzen Welt eskaliert war. Vermutlich würden sie es auch nie erfahren. Aber wie bei den unzähligen Zivilisationen, die vor ihnen dasselbe Los ereilt hatte, war das nicht von Belang. Alles, was jetzt noch zählte, war, die heilige Überlieferung zu retten und gut versteckt zu halten. Und am sichersten versteckt war sie in einer unverdächtigen Form – sie verbarg sich in Gestalt des Tarot. Die Gezeitenfürsten waren zwar unsterblich, aber früher oder später, so glaubte die Bruderschaft des Tarot, würde jemand einen Weg finden, sie zu besiegen. Das war der Grund, warum die Überlieferung um jeden Preis bewahrt werden musste. Nur war Krynan bis zu diesem Augenblick nicht klar gewesen, wie hoch der Preis dafür war. Der Atem seiner Mutter ging stoßweise, ihre Stimme war nur noch ein Flüstern. »Versprich mir, Krynan … versprich mir, die Überlieferung zu retten.« »Ich verspreche es«, sagte er. So nutzlos diese Aufgabe ihm auch vorkam, er konnte seiner Mutter nicht ihren letzten Wunsch abschlagen. »Ich werde die verdammten Karten retten. Wer weiß, vielleicht sind die Menschen der Zukunft klüger und finden heraus, wie die Schufte zu besiegen sind.« Sie nickte und hob ihre Hand, griff nach etwas, das in ihrer Bluse verborgen war. Als er sah, wie schmerzhaft die Bewegung für sie war, kam er ihr zu Hilfe. Es war ein jämmerlich dünnes Päckchen, das er da hervorzog, in Öltuch eingeschlagen, um es vor der Feuchtigkeit zu schützen. Aber feuerfest war es nicht. Seine Mutter hatte die kostbaren Karten unter Einsatz ihres Lebens mit ihrem eigenen Körper vor der glühenden Asche geschützt. Krynan hielt sich für nicht annähernd so tapfer. Oder so pflichtbewusst. »Die Zukunft … liegt in deiner Hand, Krynan«, flüsterte seine Mutter. »Enttäusche … sie nicht.« »Ich werde die heilige Überlieferung um jeden Preis beschützen«, rezitierte er und gab sich Mühe, die Skepsis aus seiner Stimme herauszuhalten, denn nur so würde sie Frieden finden. »Das Tarot muss weiter bestehen, damit die Menschheit überleben kann.« »Die Zeit … wird kommen, Krynan«, versprach sie leise und schloss die Augen. »Nur … eben jetzt noch nicht. Nicht in unserer Zeit.« »Die Zeit wird kommen«, wiederholte er bestätigend und merkte zu seiner Überraschung, dass...


Fallon, Jennifer
Jennifer Fallon wurde in Carlton, Australien geboren. 1990 begann sie mit dem Schreiben von Fantasy-Romanen. Zehn Jahre später hielt sie mit ihrer ersten Veröffentlichung, der "Dämonenkind"-Saga, auf den Bestsellerlisten Einzug und feierte ihren internationalen Durchbruch. Mit der "Gezeitenstern"-Saga konnte sie diesen Erfolg fortsetzen. Jennifer Fallon ist neben Trudi Canavan und Sara Douglass die dritte Fantasy-Bestseller-Autorin aus Australien.

Jennifer Fallon wurde in Carlton, Australien geboren. 1990 begann sie mit dem Schreiben von Fantasy-Romanen. Zehn Jahre später hielt sie mit ihrer ersten Veröffentlichung, der "Dämonenkind"-Saga, auf den Bestsellerlisten Einzug und feierte ihren internationalen Durchbruch. Mit der "Gezeitenstern"-Saga konnte sie diesen Erfolg fortsetzen. Jennifer Fallon ist neben Trudi Canavan und Sara Douglass die dritte Fantasy-Bestseller-Autorin aus Australien.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.