Gorel | Die Wut der Mütter | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 326 Seiten

Reihe: Autobiografie

Gorel Die Wut der Mütter

Treibstoff für Veränderung
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-6951-0732-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Treibstoff für Veränderung

E-Book, Deutsch, Band 4, 326 Seiten

Reihe: Autobiografie

ISBN: 978-3-6951-0732-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Buch, das bewegt! Dies ist ein Buch, das nicht nur berührt, sondern aufrüttelt. Es ist ein Werk, das den Mut hat, das Tabu der mütterlichen Wut mit poetischer Sprachkraft und spiritueller Tiefe zu durchbrechen. Dieses Buch nimmt dich mit auf eine fesselnde Reise durch Generationen weiblicher Erfahrungen und bewegende Geschichten von Ahninnen, deren Erfahrungen dich tief im Innersten berühren werden. Jeder Satz ist eine Einladung zur Selbstreflexion, zum Aufbruch und zur Versöhnung mit der eigenen Geschichte. Gerade in einer Gesellschaft, die weibliche Wut oft tabuisiert oder stigmatisiert, öffnet dieses Buch einen dringend notwendigen Raum für Empathie und Wandlung. Die Autorin lädt dazu ein, alte Glaubenssätze zu hinterfragen und eigene, bislang vielleicht unausgesprochene Gefühle zu erforschen. Indem sie den Fokus nicht nur auf Schmerz und Konflikt, sondern ausdrücklich auf die Möglichkeiten zur Transformation legt, schenkt sie Hoffnung und einen neuen Blick auf familiäre Verstrickungen. So wird das Buch zu einer Landkarte, die durch die Landschaften weiblicher Emotionen führt: von Scham und Schweigen hin zu Stolz und Selbstermächtigung. Aus alten Mustern erwachsen neue Wege. Wer sich auf diese Reise einlässt, nimmt nicht nur Heilung für sich selbst in Anspruch, sondern wird zur Quelle leiser, aber nachhaltiger Veränderung im eigenen Umfeld und darüber hinaus. Dieses Buch ist mehr als eine Lektüre. Es ist ein Weckruf! Trau dich, hinter die Fassade zu blicken, verborgene Emotionen zu erforschen und die Kraft deiner eigenen Wut zu entfesseln. Lass dich inspirieren von generationsübergreifender weiblicher Stärke, von spiritueller Tiefe und einer Sprache, die Herz und Seele berührt.

Porträt der Autorin Eine Stimme für Transformation, Heilung und weibliche Kraft Die Autorin dieses Buches ist eine inspirierende Wegbereiterin, die mit poetischer Sprachkraft und großer Empathie den Mut aufbringt, gesellschaftliche Tabus zu durchbrechen. Sie schreibt nicht nur, sie rüttelt auf, regt zur Selbstreflexion an und öffnet Räume für tiefgreifende Wandlung. Mit klarem Blick für die verborgenen Schichten menschlicher Gefühle führt sie die Leser durch die komplexe Landschaft weiblicher Emotionen. Von Scham und Schweigen bis hin zu Stolz und Selbstermächtigung. Die Autorin begreift mütterliche Wut nicht als Schwäche, sondern als uralte Ressource, die von Generation zu Generation weitergegeben und transformiert werden kann. Sie sieht in der bewussten Auseinandersetzung mit alten Mustern eine Einladung zur Heilung, nicht nur auf individueller, sondern auch auf transgenerationaler Ebene. Sie schöpft aus spirituellen Quellen wie Tarot, Ahnenarbeit und Ritualen, um den Lesern konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie sich auf ihrer eigenen Reise begleiten können. Ihre Sprache ist zugleich sanft und kraftvoll, von Wärme und Weisheit getragen, und sie versteht es, berührende Geschichten und Meditationen so zu verweben, dass sie Herz und Seele berühren. In einer Zeit, in der weibliche Wut noch allzu oft stigmatisiert wird, stellt sie sich mutig an die Spitze eines notwendigen gesellschaftlichen Wandels. Ihr Werk ist ein Weckruf: Es fordert dazu auf, nicht nur das Überlieferte passiv weiterzugeben, sondern aktiv zu entscheiden, was bleiben soll. Die Autorin lädt ein, alte Glaubenssätze zu hinterfragen, Empathie zu leben und neue Wege für die kommenden Generationen zu ebnen. So entsteht das Bild einer Autorin, die sich als Lotsin durch das Labyrinth der Emotionen versteht, als jemand, die andere ermutigt, den eigenen Schmerz als Quelle von Kraft und Mitgefühl zu erkennen, die Transformation nicht nur für sich selbst, sondern als Geschenk für eine ganze Linie von Frauen möglich macht. Ihr Schreiben ist mehr als Literatur: Es ist eine Einladung zur Versöhnung, zum Aufbruch und zur Entfesselung der eigenen schöpferischen Energie.
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Weitere Infos & Material


KAPITEL 1


Eiskaltes Erbe– Die stille Rebellion der Hoffnung

Wer hätte gedacht, dass meine Kindheit manchmal, wie eine Expedition ins ewige Eis war? Zwischen gefrorenen Blicken und Worten, die wie Schneeflocken zu Boden sanken, entdeckte ich einen verborgenen Schatz – die Wut meiner Mutter. Sie brodelte wie ein Vulkan unter dem Eis, nie laut, aber unaufhaltsam. Ich spürte sie: Nicht nur als Trotz, sondern als Motor. Oft war ihre Wut die einzige Heizung im Haus. Schon früh rauschte ein geheimer Strom aus Ärger und Sehnsucht durch unsere Familie, unsichtbar, aber so gewaltig, dass ich manchmal kaum atmen konnte.

Die Erwachsenen, besonders meine Mutter, kämpften gegen eine Kälte, die nicht von draußen kam. Jeden Tag zog sie tapfer in den Kampf gegen den Frost der Gleichgültigkeit. Was für eine Heldin! Für all die unsichtbaren Taten, für den Spagat zwischen Sorge und Stärke, hätte sie Medaillen verdient. Und trotzdem – oder gerade deshalb – spürte ich sie überall: die stille Rebellion der Hoffnung. Wenn meine Mutter mit zusammengebissenen Zähnen das Abendessen kochte, ahnte ich das große Geheimnis: Wut ist nicht nur laut. Sie kann auch leise sein, ausdauernd, eine Kraft, die uns weitermachen lässt, wenn alles nach Aufgeben schreit.

Neugierig wagte ich mich hinter die Kulissen dieser Alltagsbühne und entdeckte: Jede Mutter trägt ihre eigene Geschichte. Erfolge, Niederlagen, Träume, Trotz – alles dabei, alles verdient Respekt. Selbst im frostigsten Schweigen gab es Zeichen der Zuneigung, kleine Funken, die das Eis zum Schmelzen brachten. Meine Mutter bewahrte sie und reichte sie weiter: in heimlichen Gesten, im Aufstehen nach jedem Sturm, in der Bereitschaft, alles aufs Spiel zu setzen für ein Fünkchen Wärme. Ich bestaunte sie – diese stille Revolutionärin, Überlebenskünstlerin, die mit jeder ihrer Handlungen das Familienkapitel ein kleines Stück weiterschrieb.

Je näher ich hinschaute, desto deutlicher wurde mir: Die Wut der Mütter ist kein Stigma, sondern Antrieb. Ihre Leistungen, von außen oft unsichtbar, sind das Fundament, auf dem Hoffnung wächst. Ohne diese Mischung aus Zorn und Zärtlichkeit gäbe es keinen Frühling nach dem kältesten Winter. Wer das verstanden hat, unterschätzt nie wieder die Heldinnen des Alltags. Das Erbe, das ich meine, besteht nicht aus Gold. Es sind Regeln, die keiner ausspricht, Gefühle, die wie verbotene Lieder durch den Kopf geistern. In meiner Familie wurde eine unsichtbare Krone aus Kälte weitergereicht: Nicht reden! Nicht weinen! Stärke zeigen! Wer sie trägt, weiß, wie schwer sie drückt. Sie verbiegt die Haltung, macht das Herz eng, die Seele leise. Nachts, wenn alle schliefen, aber meine Erinnerungen hellwach waren, hörte ich das Ticken der Heizungsrohre lauter als jedes Trostwort. Das Gesicht gegen den kalten Stoff des Kissens gedrückt, fragte ich mich, ob irgendwo auf der Welt ein Haus stand, in dem Liebe wie ein Kaminfeuer brannte. Bei uns war jedes Wort wie ein Eiszapfen, jeder Blick eine frostige Brise.

Meine Mutter, die eigentlich Wärme hätte schenken sollen, trug selbst die Narben ihrer frostigen Kindheit. Ihre Umarmungen waren flüchtig, als koste jede Berührung Kraft. Es war nicht das große Drama, das diese Kälte schuf – kein lauter Streit, kein offener Hass, sondern das ewige Schweigen, das alles bedeckte. Gefühle? Ein Risiko! Sehnsucht? Ein Luxus! Wir Kinder lernten: Tränen heimlich weinen, Sehnsucht tief vergraben, Träume nur unter der Bettdecke flüstern. Und doch – wo das Eis am dicksten ist, wächst auch die Wut. Sie brodelte unter der Oberfläche, ein Vulkan, der jederzeit ausbrechen könnte. Wut auf das Schweigen, auf die Kälte, auf das eigene Verstummen. Manchmal zeigte sie sich als Trotz, ein wilder Aufstand gegen die unsichtbare Ordnung: ein zerbrochenes Glas, ein knallender Türgriff, ein Schrei, der im Kissen verschwand. Aus dieser Wut erwuchs meine Sehnsucht nach einem anderen Leben. Hoffnung, hartnäckig wie eine Blume im gefrorenen Boden. So begannen meine kleinen Rebellionen: heimlich gelesene Bücher, heimliche Tränen, heimliches Lachen – der Versuch, einen Spalt im Panzer zu finden, durch den ein Funken Wärme dringen konnte.

Und dann, eines Tages, brach das Eis. Vielleicht war es nur ein Moment – ein Blick, ein Wort, eine Umarmung, die zu lange dauerte. Plötzlich schlug mein Herz wieder, die Kälte wich zurück, die alten Regeln verloren ihren Schrecken. Ich erlaubte mir, zu fühlen, zu hoffen, auch wenn ich zitterte. Die ersten Schritte hinaus aus dem Frost waren unsicher, aber sie führten in eine Welt, in der jedes Gefühl zählt. Selbstfürsorge wurde zu meinem heimlichen Protest: ein freundliches Wort, eine echte Umarmung, ein Spaziergang im Morgengrauen. Mit jedem Schritt wurde der Bann schwächer. Aus dem Eispalast entstand langsam ein Zuhause, in dem Feuer knisterte, Geschichten erzählt wurden, Schwäche zur Stärke und Tränen der Anfang von Heilung waren. Am Ende stand für mich fest: Der Bann ist nicht unzerstörbar. Kälte ist kein Schicksal, sondern ein Kapitel, das ich umschreiben kann – mit Mut, mit Wut, mit Hoffnung. Wer sich der Vergangenheit stellt, wärmt die Zukunft, für sich und alle, die noch kommen.

Die stille Wut der Mütter - Der lange Weg zur Wärme

Stell dir ein Haus vor wie aus einem alten Märchen – aber nicht gemütlich, sondern durchdrungen von klirrender Kälte. Die Wände dünn, das Schweigen dick wie arktisches Eis. Mein Vater, ein Orkan, tobte durch die Räume, doch meine Mutter blieb das eigentliche Rätsel: immer beschäftigt, aber für mich oft wie eine Landschaft hinter beschlagenem Glas. Manchmal glaubte ich, einen Funken in ihren Augen zu sehen, doch dann verschwand alles wieder hinter einer Fassade aus Pflicht. Mein Kinderzimmer war mein Zufluchtsort, wo ich heimlich Wünsche ins Kissen flüsterte. Ich stellte mir vor, eine einzige Umarmung könnte alles ändern – ein Märchenmoment, der die Eisesregeln außer Kraft setzt. Doch draußen schärfte die Kälte meine Sinne und machte mich vorsichtig, fast unsichtbar.

Einmal fiel ich und riss mir das Knie auf. Schmerz, Blut, Erwartung: Vielleicht dieses eine Mal … Doch meine Mutter sagte nur: „Aufstehen. Das Leben ist kein Zuckerschlecken.“ Erst Jahre später, als ich einen alten Zettel von ihr fand – „Ich wollte dir Wärme geben, wusste aber nicht wie“ – verstand ich: Ihre Wut war kein Makel. Sie war der verzweifelte Versuch, zu schützen, uns das Durchhalten beizubringen, obwohl sie selbst kaum Halt hatte. Ihre Wut war nicht zerstörerisch, sondern eine Kraftquelle, wild und voller Würde. Jede kleine Rebellion gegen die Kälte, jeder Versuch, das Unsagbare auszusprechen, war Befreiung. Ich lernte: Worte schlagen Brücken, Lachen und Weinen sind Mutproben, der Weg vom Eis zum Feuer ist möglich – langsam, tastend, aber unwiderruflich. So wurde meine Geschichte, geprägt vom Respekt vor der mütterlichen Wut, zu einer Geschichte über Überleben, Wandel, Hoffnung. Ich habe gelernt, nicht zu richten, sondern hinzuschauen, zu fragen, nachzuspüren. Und plötzlich ist da nicht nur Frost, sondern das Versprechen, dass jeder Bann gebrochen werden kann – wenn ich den Mut habe, zu fühlen.

Selten kehre ich ins alte Elternhaus zurück – ein Ort voller Geschichten, deren Echos in jedem Winkel lauern. Erinnerungen brechen hervor: der Geruch von Bohnerwachs, das Knarren der Dielen, die Stille, in die sich generationenübergreifende Wut mischt. Wie viele Kinder tragen wohl die Schatten ihrer Mütter, ohne es zu merken? Besonders spannend: wie sehr Erziehung von Regeln, Schweigen und ehrfürchtiger Wut geprägt war, die wie ein Erbe weitergegeben wurde. Als ich auf dem Dachboden ein Buch von Johanna Haarer, ein schrecklicher Erziehungsratgeber aus der Nazi-Zeit, finde, wird mir klar: Unsere Mütter waren selbst Produkte eines rauen Systems. Trotz aller Härte steckt in ihren Handlungen eine große Leistung: Sie hielten aus, kämpften, sorgten – oft, ohne je wirklich gesehen zu werden.

Meine Kindheit war ein Wechselspiel aus Sehnsucht, Angst und der Suche nach einem Funken Wärme. Meine Mutter – immer beschäftigt, aber innerlich fern – suchte ihr Gleichgewicht. Ihre Wut war nie nur gegen mich, sondern ein Aufbegehren gegen die Kälte ihrer eigenen Geschichte. Ihr Schweigen war manchmal Schutz für uns beide. Heute erkenne ich: Ihre Stärke lag darin, weiterzumachen, oft auf Kosten ihrer eigenen Wünsche. Ihre Wut war vielleicht ein Versuch, uns vor noch größerem Schmerz zu bewahren. Besonders spannend ist, wie sich diese Muster fortsetzen. Oft wird die Wut der Mütter von den Kindern weitergetragen – nicht, weil sie schlecht waren, sondern weil der Schmerz keine Sprache fand.

Ich brauchte Jahre, um zu begreifen, dass meine Mutter trotz aller Kälte eine Heldin war. Erst mit der Geburt meiner Tochter verstand ich, wie sehr das Alte nachwirkt und wie viel Mut es kostet, auszubrechen. Ich stellte Fragen: Was kann ich anders machen? Wie kann ich Wut als Kraft nutzen, ohne sie zur Mauer werden zu lassen? Jeder Schritt Richtung...



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