Hardy / Claydon / Ryder | Julia Ärzte zum Verlieben Band 142 | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 142, 384 Seiten

Reihe: Julia Ärzte zum Verlieben

Hardy / Claydon / Ryder Julia Ärzte zum Verlieben Band 142


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1559-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 142, 384 Seiten

Reihe: Julia Ärzte zum Verlieben

ISBN: 978-3-7337-1559-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



IN DEN ARMEN DES PLAYBOY-DOCS von LUCY RYDER
Als Danielle einem sexy Fremden in die Arme stolpert, knistert es heiß. Doch die Ärztin hat den Männern abgeschworen! Schnell reißt sie sich los - nur um kurz darauf schockiert zu erkennen: Dylan ist ihr neuer Klinik-Kollege! Vergeblich versucht sie, ihn zu ignorieren ...
WENN EIN ARZT SEIN HERZ RISKIERT von KATE HARDY
Nach einer schweren Enttäuschung zieht sich Dr. Ben Mitchell in das malerische Küstenörtchen Great Crowmell zurück. Statt zur Ruhe zu kommen, wird sein Leben jedoch bald von der süßen Schwester Toni durcheinandergewirbelt. Kann er es wagen, erneut sein Herz zu riskieren?
GEFÄHRLICHE SEHNSUCHT NACH DIR von ANNIE CLAYDON
Dr. Ethan Conway ist Kates Held, seit er sie vor ihrer Tierarztpraxis aus den Händen eines gefährlichen Angreifers befreit hat. Aber so sehr sie sich insgeheim nach seinen zärtlichen Umarmungen sehnt, darf sie ihm nicht zu nahekommen. Sonst entdeckt er noch ihr Geheimnis ...



Kate Hardy wuchs in einem viktorianischen Haus in Norfolk, England, auf und ist bis heute fest davon überzeugt, dass es darin gespukt hat. Vielleicht ist das der Grund, dass sie am liebsten Liebesromane schreibt, in denen es vor Leidenschaft, Dramatik und Gefahr knistert? Bereits vor ihrem ersten Schultag konnte Kate Hardy fließend lesen. Mit blühender Fantasie dachte sie sich Geschichten aus und schrieb sie auf einer Schreibmaschine nieder, die sie zu ihrem sechsten Geburtstag bekommen hatte. Ihren ersten Liebesroman, der niemals veröffentlicht wurde, schrieb sie mit dreizehn Jahren. Kate Hardy studierte englische Literatur des Mittelalters, heiratete und bekam zwei Kinder. Sie arbeitete freiberuflich als Journalistin im Gesundheitsbereich, doch ihre wahre Berufung fand sie erst, als sie ihr Interesse für Medizin mit Romantik verband und ihren ersten Arztroman schrieb, der auf Anhieb das Lesepublikum begeisterte. Seitdem hat sie weitere 33 Arztromane, einige erotische Liebesromane und mehrere Sachbücher zum Thema Gesundheit geschrieben.
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2. KAPITEL

Dylan fiel in seine Krankenhaus-Routine zurück, als wäre er bloß eine Woche lang weg gewesen. Sein alter Kollege Steve Randall freute sich so sehr über seine Rückkehr, dass er sofort alle Termine so weit wie möglich verlegt hatte, um auf Bora Bora im Südpazifik Urlaub zu machen. An seiner Stelle übernahm nun Dylan diejenigen Operationen, die nicht verschoben werden konnten.

Obwohl er viel zu tun hatte, ging ihm die niedliche kleine Brünette vom Parkplatz neulich nicht aus dem Kopf. Das ärgerte ihn. Schließlich war er ein fünfunddreißigjähriger Mann, der seit fast zwanzig Jahren mit Frauen zusammen gewesen war. Und noch nie hatte er während einer Operation an eine Frau gedacht.

Bis zu dem Tag, als er in die geheimnisvollen grauen Augen einer unwiderstehlichen jungen Frau geblickt hatte, während er den verstreuten Inhalt ihrer Handtasche einsammelte.

Sie tauchte nicht nur in seinen Träumen auf, sondern drängte sich sogar im OP in seine Gedanken. Das musste aufhören. Ablenkungen dieser Art konnte Dylan sich nicht leisten. Da er alleine war, blieb ihm nicht mal Zeit für eine Mittagspause, geschweige denn für eine Frau, die fest entschlossen war, sich von Männern fernzuhalten.

Er fragte sich, was ihr zugestoßen sein mochte, dass sie Männern so sehr misstraute. Er verspürte das unerklärliche Bedürfnis, den Kerl zu finden, der dafür verantwortlich war, und ihn zu verprügeln. Dylan hatte zwei Schwestern und würde mit jedem Kerl, der ihnen übel mitspielte, dasselbe tun.

Ja, genau. Er empfand einfach nur einen brüderlichen Beschützerinstinkt für die kleine Brünette. Mehr nicht. Schließlich wusste er nichts über sie, außer dass sie ebenfalls im St. Mary’s arbeitete. Es war ein großes Krankenhaus, und er hatte weder Zeit noch Lust, eine Frau zu suchen, die keinerlei Interesse an ihm hatte.

Es war sogar umso besser, dass sie auf seinen Flirtversuch nicht eingegangen war. Denn er wollte nichts weiter, als ab und zu mal ein paar nette Stunden mit einer attraktiven Frau verbringen, die wusste, worum es ging. Da die Kleine ganz offensichtlich nicht der Typ für ein solches Arrangement war, beschloss Dylan, sie aus seinem Kopf zu verbannen und sich darauf zu konzentrieren, seinen hervorragenden Ruf als Chirurg weiter auszubauen.

Nach unzähligen, eng aufeinanderfolgenden Terminen und zwei Tagen, an denen er von morgens bis abends operiert hatte, war Dylan am Donnerstagabend der nächsten Woche froh, endlich nach Hause zu können. Er nahm seine Lederjacke, schaltete das Licht aus und ging durch den dunklen Warteraum. Es war schon nach acht, und er hatte die Absicht, sich in einer Sport-Bar am Jachthafen mit ein paar Kajakfreunden zu treffen. Seit seiner Rückkehr hatte er sie noch nicht gesehen, und er wollte gerne bald wieder aufs Wasser.

Er war gerade im Begriff, hinter sich abzuschließen, da klingelte sein Handy. Nach einem schnellen Blick auf das Display lächelte er. „Hi, Mom. Was ist los?“

Seine Mutter lachte. „Gar nichts ist los, Darling. Ich rufe bloß an, um herauszufinden, was mein Lieblingssohn am Wochenende vorhat, und ihn zum Dinner einzuladen.“

„Mom, ich bin dein einziger Sohn.“

„Und deshalb auch mein Lieblingssohn“, entgegnete sie scherzhaft.

Dylan lachte ebenfalls. „Ich würde gerne zum Essen kommen, Mom, aber ich habe Rufbereitschaft. Bei einem Notfall würde es zu lange dauern, um von West Vancouver zum Krankenhaus zu fahren.“

„Das ist ja das Schöne an meinem Plan, Darling“, erwiderte Vivian St. James selbstzufrieden. „Wir gehen mit den Hendersons zum Dinner ins Regis. Du erinnerst dich doch noch an Fred und Daphne?“

Der allzu muntere Tonfall seiner Mutter machte Dylan misstrauisch. Und ihr nächster Satz bestätigte seinen Verdacht.

„Jedenfalls ist ihre Tochter Abigail wieder aus Europa zurück, und wir könnten doch alle schön zusammen essen …“

„Mom“, unterbrach er sie sanft. „Lass es.“

Nach einer kurzen Pause fragte sie: „Was denn?“

Er seufzte. „Du willst mich wieder verkuppeln.“

„Ach was! Das ist doch Unsinn“, wehrte sie mit einem Lachen ab.

Doch er merkte ihr an, dass er den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Seine Mutter versuchte, ihm ein Date zu vermitteln in der Hoffnung, dass es zum Altar führen würde. Sie wollte vor ihrem Tod noch Enkelkinder haben. Dabei war sie erst sechzig.

„Selbst wenn es wahr wäre, junger Mann, du musst unbedingt mehr ausgehen und Leute treffen. Frauen“, fügte sie hinzu.

„Mom, ich treffe jeden Tag Frauen. Und außerdem habe ich schon jemanden kennengelernt“, hörte er sich plötzlich sagen. Doch dann hätte er sich am liebsten die Zunge abgebissen, weil er ihr damit falsche Hoffnungen machte. Vivian würde ihm so lange in den Ohren liegen, bis er ihr die erfundene Frau vorstellte. Dylan liebte seine Mutter sehr, aber sobald sie der Ansicht war, dass eins ihrer Kinder einen hilfreichen Schubs in die richtige Richtung benötigte, tat sie alles dafür.

„Ach ja?“

Oh, verdammt! Seine Mutter schien überglücklich zu sein, dass ihr Sohn sich nach dem Tod seines Freundes endlich mal wieder verabredete. Sie fand jedes ihrer Kinder großartig und konnte einfach nicht widerstehen, sich in deren Angelegenheiten einzumischen.

„Das ist ja wunderbar, Darling! Wo seid ihr euch begegnet, und wann lerne ich sie kennen?“

Belustigt gab er zurück: „Wer sagt denn, dass es eine Sie ist?“

Sekundenlang herrschte verblüfftes Schweigen am anderen Ende des Telefons, und Dylan konnte sich den Ausdruck seiner Mutter lebhaft vorstellen.

Dann schnaubte Vivian jedoch ungläubig. „Dylan Thomas St. James!“ Sie musste lachen. „An Homosexualität gibt es nichts auszusetzen, aber du willst mich bloß ärgern. Also, wann kann ich sie kennenlernen?“

Zum Glück hörte er in diesem Augenblick den Piepton eines eingehenden Anrufs. „Sekunde, Mom. Ich kriege gerade einen Anruf.“ Mit einem schnellen Tastendruck nahm er den Anruf an. „St. James.“

„Hier ist Rona Sheppard von der Notaufnahme“, sagte eine resolute Stimme. „Sind Sie noch im Hause?“

„Ja.“ Dylan streifte seine Lederjacke ab und eilte zu seinem Kittel. Ein solcher Anruf bedeutete grundsätzlich, dass er noch eine Weile hierbleiben würde. „Was gibt’s?“

„Ein kleines Kind mit einer schweren Armverletzung“, antwortete die Stationsärztin. „Voraussichtliche Ankunftszeit in drei Minuten. Vitalfunktionen schwankend.“

„Bin gleich unten.“ Dylan legte auf, in Gedanken bereits bei seinem nächsten Fall. Erst als er das Handy in die Tasche stecken wollte, erinnerte er sich wieder an seine Mutter. „Mom, tut mir leid, aber das mit dem Dinner heute Abend klappt nicht.“ Dass er eigentlich auf dem Weg zu Harrys Bar am Jachthafen gewesen war, erwähnte er lieber nicht. Vor allem, um zu vermeiden, dass seine Mutter ihm einen Vortrag über die Frauen hielt, die sich in Sport-Bars aufhielten.

„Oh, wie schade.“ Vivian seufzte. „Ich habe mich so gefreut, dass du wieder hier bist. Ist es was Schlimmes?“

„Ich weiß noch nicht, aber es geht um ein kleines Kind.“

„Oh, Darling. Ich weiß, wie sehr dir solche Fälle zu schaffen machen. Ruf mich an, wenn du kannst.“

Er verabschiedete sich, legte auf und nahm dann die Treppe, anstatt auf den Lift zu warten. Schwere Verletzungen waren immer dramatisch. Und bei einem Kind war noch mehr Eile geboten.

Als er durch die Schwingtüren kam und mit langen Schritten den Korridor hinunterlief, hörte er, wie jemand kurze, schnelle Anweisungen erteilte. Eine weiche, weibliche Stimme, die er sofort erkannte. Noch ehe er den Schockraum erreicht hatte, wusste er aufgrund der zackig hervorgestoßenen Befehle, dass der Patient bereits eingetroffen war. Das Erstaunlichste war, dass mitten im Zentrum des Chaos die brünette Frau vom Parkplatz stand und ihre Anordnungen gab.

Die behandelnde Ärztin.

Warum ihn dieser Anblick so vollkommen durcheinanderbrachte, wusste Dylan nicht. Unvermittelt blieb er an der Tür stehen, wobei sich sein Magen in einer Mischung aus Furcht und düsterer Vorahnung verkrampfte.

Der Junge, nicht älter als sechs oder sieben, sah auf der Liege so klein und zerbrechlich aus, dass sich Dylans Herz schmerzlich zusammenzog, ehe er sich innerlich davon distanzieren konnte. Solche Fälle gingen ihm jedes Mal unter die Haut. Und falls es seinem Team nicht gelingen sollte, den abgetrennten Arm wieder mit dem Körper zu verbinden, würde es ihn noch viel mehr quälen.

Der Anblick der blutdurchtränkten Kompresse versetzte ihn nach Westafrika zurück, wo er die beiden letzten Jahre damit verbracht hatte, Gliedmaßen zu replantieren, die entweder durch Explosionen oder Geschützfeuer abgerissen oder auch von Panga schwingenden Soldaten abgehauen worden waren. Die Behandlung der jungen Opfer war immer am schwierigsten gewesen, denn oft hatte es keine Gliedmaßen mehr gegeben, die man wieder hätte replantieren können. Häufig hatten auch bereits Nekrosen oder Infektionen eingesetzt, bevor die Kinder zu ihm kamen.

Das bedeutete lebenslanges, unnötiges Leid und Behinderungen, falls sie es tatsächlich überlebten. Und mehr als einmal hatte Dylan sich gefragt, wozu das alles gut sein sollte.

In seinen Erinnerungen verloren, hörte er kaum, wie die behandelnde Ärztin fragte: „Wer ist der diensthabende Orthopäde? Hat ihn jemand gerufen?“

Erst als sein Name genannt wurde, brachte ihn das wieder in die Gegenwart zurück.

„Rona...



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