Heitger / Schrader | Handel, Technologie und Beschäftigung | Buch | sack.de

Heitger / Schrader Handel, Technologie und Beschäftigung



Erscheinungsjahr 1999, Band: 298, 166 Seiten, Gebunden Reihe: Kieler Studien
ISBN: 978-3-16-147238-1
Verlag: Mohr Siebeck


Heitger / Schrader Handel, Technologie und Beschäftigung

Die Autoren untersuchen den theoretischen und empirischen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Arbeitslosigkeit geringer-qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland und der in den letzten Jahren zu beobachtenden Intensivierung der internationalen Arbeitsteilung. Da die neoklassische Handelstheorie unterstellt, daß eine handelsinduzierte Veränderung der relativen Güterpreise gleichsam der Motor für Anpassungen in der relativen Faktorentlohnung und der Beschäftigungsstruktur ist, steht bei der empirischen Beweisaufnahme die Entwicklung der relativen Güterpreise in Deutschland im Vordergrund. Die Ergebnisse lassen vermuten, daß die relativ hohe Arbeitslosigkeit von geringer-qualifizierten Arbeitskräften nur in äußerst geringem Maße auf eine Intensivierung der interindustriellen Arbeitsteilung zurückzuführen ist. Eine tiefergehende empirische Analyse verdeutlicht jedoch, daß auch die Außenhandelsprotektion Deutschlands und der arbeitssparende technologische Fortschritt für die zu beobachtende relative Preisentwicklung mitverantwortlich sind.

Auch eine Intensivierung des intraindustriellen Handels kann die Faktorentlohnung und -beschäftigung im Inland beeinflussen, wenn der überwiegende Teil dieses reziproken Handels in einzelnen Produktgruppen auf dem Austausch von Gütern unterschiedlicher Qualität beruht. Da die Produktion solcher vertikal differenzierter Güter unterschiedliche Faktoreinsatzverhältnisse erfordern dürfte, nimmt bei einer Spezialisierung des humankapitalreichen Landes auf 'qualitätsintensive' Produktvarianten die Nachfrage nach einfacher Arbeit ab. Die empirische Analyse des intraindustriellen Handels Deutschlands verdeutlicht, daß der Intrahandel wesentlich durch den Austausch vertikal differenzierter Produkte geprägt ist.

Trade, Technology, and Employment. By Bernhard Heitger, Klaus Schrader, Jürgen Stehn.

The authors analyze the relationship between the upsurge in inter- and intraindustry trade and the growing unemployment of less-skilled workers in Germany. In Heckscher-Ohlin trade theory, interindustry trade and wages are linked solely through changes in product prices. As a consequence, the long-term shift in prices for human capital-intensive and labor-intensive goods was used as a measure of the employment effects of interindustry trade. The empirical results show that the effects of interindustry trade on the German labor market seem to be rather small. However, additional empirical tests reveal that tariff and nontariff trade barriers of the EU as well as a skill-biased technological progress could be responsible for the observed trend in relative product prices and thus give rise to an underestimation of the trade effects.

In addition, it can be assumed that an upsurge in intraindustry trade results in a growing unemployment of less-skilled workers if a large part of reciprocal trade in product groups is based on the exchange of goods characterized by different quality levels and if the home country specializes in the production of high-quality products.

Welchen Einfluß hat die Intensivierung des internationalen Handels und des technologischen Fortschritts auf die Beschäftigungsstruktur in Deutschland?

Zielgruppe


Studierende und Lehrende der Wirtschaftswissenschaften, wirtschaftswissenschaftliche Bibliotheken und Forschungseinrichtungen, Bundes- und Landesbehörden, internationale Organisationen

Weitere Infos & Material


Heitger, Bernhard
Bernhard Heitger: Geboren 1948; Studium der Volkswirtschaftslehre in Kiel; 1982 Promotion; seit 1985 Wiss. Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft in Kiel; Klaus Schrader: Geboren 1962; Studium der Volkswirtschaftslehre in Köln; seit 1988 Wiss. Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft in Kiel; 1998 Promotion; Jürgen Stehn: Geboren 1958; Studium der Volkswirtschaftslehre und der Wirtschaftspädagogik in Kiel; 1991 Promotion; seit 1993 Leiter der Forschungsgruppe 'Außenwirtschaft und Strukturwandel' am Institut für Weltwirtschaft in Kiel.


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