Buch, Deutsch, 287 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 421 g
ISBN: 978-3-531-16136-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Die Metapher begleitet die Geschichte der Menschheit, seit die Suche nach Erkenntnis und Zugehörigkeit die Handlungs- und Orientierungsweisen des Menschen prägt. Metaphern sind eine der ersten rhetorischen, poetischen Figuren, vor allem in der für die Entstehung modernen Denkens bahnbrechenden „Ilias“ Homers. Die Wertschätzung von Metaphern von der Antike bis heute war durchaus wechselvoll. Ihre Verwendung setzte sich aber in der Beschreibung von Weltbildern, in der Mythologie, der Literatur, der Philosophie, der Theologie und anderer Wissenschaften durch und bestimmt bis heute sowohl wissenschaftliches wie auch alltagsweltliches Denken, Interagieren und Kommunizieren. Metaphern bündeln auf komplexe und vielschichtige Weise Orientierungen, Orientierungshilfen und Wissen über den bezeichneten und umschriebenen Gegenstand. Der Aufklärung dieser vielfältigen Zusammenhänge ist dieser interdisziplinäre Reader gewidmet.
Zielgruppe
Professional/practitioner
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Philosophie Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsphilosophie
- Interdisziplinäres Wissenschaften Wissenschaften: Allgemeines Wissenschaften: Theorie, Epistemologie, Methodik
- Sozialwissenschaften Soziologie | Soziale Arbeit Spezielle Soziologie Wissenssoziologie, Wissenschaftssoziologie, Techniksoziologie
Weitere Infos & Material
Zugänge zu Metaphern in Wissenskulturen: A. Theologie und Religionswissenschaft.- Riskante Liturgien. Zur Pragmatik religiösen Metapherngebrauchs in gesellschaftlicher Öffentlichkeit.- Das Selbst auf Umwegen. Metaphorische Identität am Beispiel des Gleichnisses vom Verlorenen Sohn.- Metaphorische Kommunikation des Politischen im Neuen Testament – der Epheserbrief.- Metaphern im Kulturkontakt – religionswissenschaftliche Perspektiven.- Sprach-, Literatur- und Kommunikationswissenschaften.- Metaphern und die Unternehmenskommunikation.- Inszenierte Vergleiche und metaphorisches Verstehen. Zur Poetik der mittelhochdeutschen Gleichnisrede.- Von Hybriden und Geisterschiffen. Metaphern im postkolonialen Wissenschaftsdiskurs.- Visuelle Metaphern und die Konstruktion des Orients in neueren amerikanischen Filmen.- Philosophie.- Die Kreativität der Metapher.- Impertinente Prädikate. Davidson, Ricoeur und der Streit um die kognitive Funktion der Metapher.- Erkenntnis durch Metaphern? Methodologische Bemerkungen zur Metaphernforschung.- Sozialwissenschaften.- Ein psychologischer Beitrag zu einer interaktiven Metapherntheorie.- „Leben“ als resistenter Begriff und absolute Metapher im Denken Christoph Wilhelm Hufelands (1762-1836).- Der soziale Gebrauch der Metapher.