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E-Book, Deutsch, 1100 Seiten

Kurland Highland Fate

Zwei Schottland-Romane in einem eBook: »Die Leidenschaft des Highlanders« und »Die Sinnlichkeit des Highlanders«
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-96898-281-6
Verlag: venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Zwei Schottland-Romane in einem eBook: »Die Leidenschaft des Highlanders« und »Die Sinnlichkeit des Highlanders«

E-Book, Deutsch, 1100 Seiten

ISBN: 978-3-96898-281-6
Verlag: venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eine Liebe zwischen den Zeiten: Der mitreißende Schottland-Sammelband »Highland Fate« von Lynn Kurland jetzt als eBook bei venusbooks. DIE LEIDENSCHAFT DES HIGHLANDERS: Auf Thorpeworld Castle in den Highlands will Victoria sich vollkommen auf ihr nächstes Theaterstück konzentrieren. Allerdings hat sie die Rechnung ohne den gutaussehenden Lord Connor gemacht, dessen dunkle Augen sie immer wieder aus der Fassung bringen. Schon bald kann Victoria die Leidenschaft, die zwischen ihnen aufflammt, nicht mehr leugnen - doch Connor hat ein Geheimnis, das die Liebe zwischen ihnen unmöglich zu machen scheint ... DIE SINNLICHKEIT DES HIGHLANDERS: Endlich hat Sunny Phillips sich ihren Traum von einem ruhigen Leben in den Highlands erfüllt ... bis in einer dunklen Regennacht plötzlich Cameron vor ihrer Tür steht und sie um Hilfe bittet. Sunny ahnt nicht, dass er aus einer anderen Zeit kommt und sie in das Jahr 1375 entführen will - und noch viel weniger erwartet sie, ihr Herz an diesen unwiderstehlichen Fremden zu verlieren ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Romance-Sammelband »Highland Fate« von Lynn Kurland wird Fans von Mariah Stone und Diana Gabaldons »Outlander«-Serie begeistern. Lesen ist sexy: venusbooks - der erotische eBook-Verlag.

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Prolog


Thorpewold, Großbritannien
Frühling 2005

Sanft sank die Dämmerung über Thorpewold Castle herab. Die verfallene Pracht bildete die Kulisse für eine Szene, die sich in jedem der mittelalterlichen Schlösser auf der Insel hätte abspielen können.

Der Laird gab seinen Gefolgsleuten mit fester Stimme Anweisungen; er war gerecht und äußerst umsichtig. Seine Leute gehorchten den Befehlen des Lairds widerspruchslos. Bauern taten emsig ihre Arbeit, zufrieden mit ihrem Los und ängstlich darauf bedacht, ihrem Herrn zu dienen. Die Schläge des Schmiedehammers und die Laute des Viehs schallten durch die Luft. Männer unterhielten sich über das kühle Frühjahr und den Regen, der ausgerechnet in dem Augenblick einzusetzen schien, als sie zu ihren Fechtübungen ins Freie gegangen waren.

Es war ein Tag wie jeder andere, ein Tag, wie ihn jeder brave Mann zu beiden Seiten des Hadrianswalls erleben konnte.

Allerdings war dies nicht das mittelalterliche Schottland.

Und die Menschen in der Burg waren genau genommen auch keine Sterblichen.

Ambrose MacLeod wusste das. Er stand direkt hinter dem Außentor und beobachtete das Treiben. Er stellte den Fuß auf einen Stein, um sich bequemer an die Mauer lehnen zu können. Ja, ihm war nur allzu klar, was es hieß, ein Laird zu sein, schließlich war er selber einmal einer gewesen, und sein Clan war kriegerisch und schwer zu führen gewesen. Mit geübtem Blick musterte er den frisch ernannten Laird of Thorpewold Castle, um abzuschätzen, wie effektiv der Mann seine Aufgabe erfüllen würde, eine Burg dieser Größe samt den Kerlen, die dazu gehörten, zu regieren. Nun, effektiv war sicher ein viel zu zahmes Wort für die Art von Herrschaft, die Connor MacDougal ausüben würde.

Dieser MacDougal stand gerade auf der Außenmauer und gebot so bestimmt über seine Truppen, dass jeder Monarch der Gegenwart und der Vergangenheit ihn dafür bewundern müsste.

»Du da«, sagte er und zeigte auf einen unglückseligen Schotten mit knochigen Knien, »du übernimmst die erste Wache. Die Mauern werden rund um die Uhr abgesichert.«

Der Mann neigte respektvoll seinen Kopf. »Aber wir haben doch gar keine Mauern, die wir bewachen könnten, Mylord.«

Connor zeigte hinter sich auf die einzige Mauer, an der der Zahn der Zeit nicht genagt hatte. »Hier ist doch eine Mauer. Bewach sie.«

Der Mann eilte davon, sein karierter Rock flatterte ihm um die dünnen Beine.

»Und du da«, sagte MacDougal und zeigte auf einen anderen Mann, »du bewachst die Tore. Und du das Vieh. Du, Robert, du kümmerst dich um die Ställe. Ich will nicht, dass meinen Pferden etwas geschieht.«

Ambrose betrachtete das einsame Pferd im Hof, einen alten, nutzlosen Gaul, der selbst im äußersten Notfall kein geeignetes Reittier für einen Highlander abgegeben hätte. Warum kümmerte sich Connor überhaupt darum?

Andererseits hatte der Mann siebenhundert Jahre lang warten müssen, bis er die Burg sein Eigen nennen konnte; angesichts dieser Tatsache war es wahrscheinlich nicht weiter verwunderlich, dass er sein Eigentum beschützen wollte.

»Mylord«, begann ein Mann, der seine Kappe verlegen in den Händen drehte, »was ist mit dem Turm? Der Turm, den der junge Thomas McKinnon vollendet ...«

Connor fluchte. »Wir tun so, als gäbe es ihn nicht.«

»Aber wird er nicht zurückkommen, um Gebrauch von ihm zu machen?«

»Nicht, wenn er weiß, was gut für ihn ist«, knurrte Connor. »Und jetzt verschwinde und belästige mich nicht weiter mit deinen dummen Fragen. Kümmere dich um die Hühner.«

»Aber, Mylord«, wandte der junge Mann ein und bearbeitete seine Kappe so heftig, als wolle er sie zu Filz verarbeiten, »wir haben keine Hühner. Wir haben ... Huhn.«

Connor runzelte die Stirn. »Huhn?«

»Ein Huhn, Mylord.«

»Dann geh und kümmere dich darum, du Tölpel!«

»Aber es ist schon beinahe dunkel, Mylord. Das Huhn schläft.«

»Weck es auf und bring es in den Stall!«, rief Connor.

Der Mann nickte, verbeugte sich tief und eilte davon.

Kurz darauf hörte man eine Henne lautstark protestieren.

Ambrose lachte. Die Heiligen mochten all diese armen Narren vor Connor MacDougals Zorn bewahren. Aber wenigstens hatten sie eine anständige Burg, um diese Qualen zu ertragen.

Ambrose blickte zufrieden über die Festung. Jawohl, es war eine schöne Anlage. Der hintere Turm war im letzten Sommer von Thomas McKinnon wiederhergestellt worden. Thomas' Aufenthalt auf Thorpewold war eine interessante Angelegenheit. Er hatte kurze Zeit im Schloss gelebt und war dann mit seiner Braut nach Amerika zurückgekehrt. Sein Anwesen hatte er unbewohnt zurückgelassen, aber er hatte sicherlich vor zurückzukommen.

Und in weniger als vierzehn Tagen würde ein Sterblicher hierher kommen und die Burg beziehen. Ambrose lachte leise. Was würde Connor MacDougal wohl sagen, wenn er feststellte, dass er einen Gast hatte?

Ambrose wagte nicht, es sich auszumalen.

Und er vermied es außerdem, sich noch länger hier aufzuhalten. MacDougal hatte ihm schon mehrere finstere Blicke zugeworfen. Nicht dass Ambrose sich vor ihm fürchtete. Er und Connor hatten in der Vergangenheit schon manchen Händel ausgetragen, und er hatte sich stets wacker geschlagen. Leider war heute jedoch nicht der richtige Tag für solcherlei Vergnügungen. Am Ende würde ihm in der Hitze des Gefechts noch etwas über den bevorstehenden Besuch entschlüpfen, und dann wäre die ganze Überraschung ruiniert.

Nein, er kümmerte sich jetzt besser um seine eigenen Angelegenheiten und überließ MacDougal seinen Pflichten.

Er warf noch einen letzten amüsierten Blick auf die Männer, die sich beeilten, Connors Befehle auszuführen, dann drehte er sich um und ging den Weg hinunter, der vom Schloss zur Straße führte. Die Sonne sank gerade, und er genoss die Farben des Abends, während er zu einem kleinen Gasthof wanderte, der sich in einiger Entfernung zur geschäftigen Ortschaft an einen kleinen Hügel schmiegte.

Ambrose betrachtete bewundernd das solide Gebäude mit den schweren Dachbalken und den bleigefassten Fenstern. Das Haus war von einem hübschen Garten umgeben, in dem die ersten Frühlingsblumen dufteten.

Leider jedoch konnte er sie nicht riechen, denn seine Nase hatte ihren Dienst schon vor Jahren versagt.

Vor einigen hundert Jahren, um genau zu sein.

Allerdings war der Verlust des Geruchssinns nur ein geringer Preis für all das, was er in seinem Nachleben gewonnen hatte. Wer hätte je ahnen können, dass es so viel Vergnügen machen könnte, ein Gespenst zu sein?

Natürlich war es auch anstrengend, aber daran konnte er nichts ändern. Wer sollte sich sonst um sein eigenes Wohlergehen kümmern? Er schritt durch den Garten, wobei sein Schottenrock ihm um die Knie schwang und sein Schwert ihm gegen den Oberschenkel schlug wie schon seit vierhundert Jahren. Manche Dinge änderten sich eben nie. Ein Highlander blieb ein Highlander, ganz gleich in welchem Jahrhundert.

Er hatte den Eingang des Gasthauses beinahe erreicht, als die Tür aufflog und eine ältere Frau von freundlichem Wesen und stählerner Entschlusskraft heraussprang, einen Staubwedel in der Hand.

»In meiner Stube gibt es keine widerlichen Krabbeltiere«, erklärte sie und schüttelte den Staubwedel aus. »Weg mit euch, ihr kleinen Plagegeister!

Dann blieb sie nachdenklich auf der Schwelle stehen und blickte sich misstrauisch um, als ob sie nach etwas anderem als nach Ungeziefer Ausschau hielte.

Ambrose tat das Einzige, was ihm übrig blieb: Er versteckte sich hinter der Tür und wartete, bis Mrs Pruitt, die Wirtin, die während der Abwesenheit des Eigentümers das Gasthaus gepachtet hatte, rasch einen Blick über ihren Garten geworfen hatte und dann zögernd wieder ins Haus gegangen war.

Er stieß einen Seufzer der Erleichterung aus und überlegte, wie er weiter vorgehen sollte. Natürlich konnte er die Vordertür benutzen. Das tat er oft. Schließlich unterlag das Gasthaus im Grunde seiner Führung; er konnte kommen und gehen, wann er wollte. Heute Abend jedoch würde er einen anderen Weg wählen ...

Und er konnte nur hoffen, dass Mrs Pruitt von ihrem Tagwerk so müde war, dass die Küche heute Nacht leer war.

Als alles still war, schlich er auf Zehenspitzen zur Rückseite des Hauses und spähte durch das Küchenfenster. Drinnen war alles dunkel. Er stieß einen erleichterten Seufzer aus, dann trat er ein, entzündete mit einem Schlenkern des Handgelenks die Kerzen und ließ mit einer weiteren nachlässigen Geste das Feuer in dem glänzend schwarzen Ofen aufflackern.

Er zog sich einen Stuhl an den Ofen, schnipste mit den Fingern und holte einen Krug mit Ale aus der Luft, und dann lehnte er sich behaglich zurück und bereitete sich darauf vor, die erfreulichen Ereignisse zu überdenken, die ohne jeden Zweifel eintreten würden, wenn seine Enkelin – das war sie zumindest über mehrere Generationen hinweg – später in diesem Monat aus Amerika eintreffen würde. Sie war ein lebhaftes, eigensinniges Mädchen, aber da er diese Charakterzüge an sich selbst schätzte, sah er nicht ein, warum er sie ihr verübeln sollte.

Die Hintertür ging auf und schlug mit einem Knall wieder zu. Auf dem Läufer stand ein Mann, stampfte mit den Füßen und pustete sich in die hohlen Hände. »Kalt draußen«, murrte er. »Man sollte meinen, dass der Frost Ende März schon ein bisschen nachgelassen hätte.«

Ambrose schürzte die Lippen. »Du lebst jetzt seit vierhundert Jahren in England, Fulbert, und ich glaube, genauso lange beklagst du dich schon über das Wetter. Warum erwartest du eigentlich ständig, dass es wärmer ist als...



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