E-Book, Deutsch, 194 Seiten, Web PDF
Liebers Kinder in der flexiblen Schuleingangsphase
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-531-91086-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Perspektiven für einen gelingenden Schulstart
E-Book, Deutsch, 194 Seiten, Web PDF
Reihe: Humanities, Social Science (German Language)
ISBN: 978-3-531-91086-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Reformbestrebungen zum Schulanfang in Brandenburg.- Überblick zum Forschungsstand Schulanfang.- Der Schulstart der Kinder in der FLEX aus der Perspektive der Experten — Evaluationsstudien 1995–2006.- Der Schulstart der Kinder in der FLEX aus der Perspektive der Eltern — Elternbefragung 2004.- Der Schulstart der Kinder in der FLEX aus der Perspektive der Kinder - Kinderbefragung 2005.- Zusammenfassung aller Ergebnisse und Diskussion zum Gelingen des Schulanfangs der Kinder in der FLEX.
(S. 102-103)
3.1 Fragestellung des Kapitels
Im vorangegangenen Kapitel wurden Konzepte eines gelingenden Schulanfangs unter dem Gesichtspunkt erörtert, welche Konzepte in historischen Reformbestrebungen zum Schulanfang eine überdauernde Rolle spielten. In diesem Kapitel soll nun der aktuelle Forschungsstand zum Schulanfang dargestellt werden. Dazu soll das Kapitel zum Forschungsstand am Schulanfang folgende für die nachfolgende Untersuchung wichtige Fragestellungen beantworten:
1. Welcher Forschungsstand liegt zum Übergang in die Schule vor?
2. Wie kann ein gelingender Schulstart für Kinder in der flexiblen Schuleingangsphase definiert werden?
3. Welche zentralen Konzepte für einen gelingenden Schulstart der Kinder sind identifizierbar und geeignet, einen Beitrag zur Beantwortung der Forschungsfrage zu leisten?
4. Welcher Forschungsstand kann zu diesen zentralen Konzepten im Hinblick auf den Anfangsunterricht in veränderten Eingangsphasen aus der Literatur referiert werden?
Aus der Diskussion zum Forschungsstand heraus sollen diese vier Untersuchungsfragen nach dem Gelingen des Schulstarts aus der Experten-, Eltern- und Kinderperspektive konzeptionell untersetzt und so operationalisiert werden, dass aus ihnen Untersuchungspläne ableitbar werden. In die Recherche wurden sowohl die Forschungsliteratur als auch vorliegende Berichte aus Schulversuchen zur veränderten Eingangsphase in anderen Bundesländern einbezogen.
Allerdings ergab die Durchsicht der Schulversuchsberichte (siehe Anhang), dass nur in einzelnen Bundesländern Evaluationsberichte veröffentlicht vorliegen (so in Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg, Thüringen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Berlin), dass die meisten Berichte (Albers et al. 1997, Burk et al. 1998, Carle/Berthold 2001/2003a/b, Ramseger et al. 2004) sich in ihren Schwerpunkten der Implementierung und Akzeptanzforschung widmen oder Erfahrungsberichte von Schulen beinhalten (Stuchlik 1999, Lassek/Struckmeyer 1999, Cosson 2001). Nur aus einem Bun desland, Baden-Württemberg, liegt eine empirische Wirksamkeitsuntersuchung vor (LEU 2002), die empirische Daten zur Entwicklung der Kinder in der Eingangsphase enthält (vgl. hierzu auch Götz 2004, Faust 2004, 2006a/b).
3.2 Überblick über den Forschungsstand zum Übergang in die Schule
Der Übergang in die Schule bedeutet für ein Kind eine wichtige biografische Zäsur. Es erfolgt ein Eintritt in die Welt des systematischen Lernens und des Erwerbs dafür notwendiger Kompetenzen und Verhaltensmuster, die sich aus den veränderten Zeitrhythmen, schulischen Verhaltensregeln, schulischen Lernformen sowie aus den mit Schule verbundenen Leistungsanforderungen, Leistungshierarchien und Prüfungsmodalitäten ergeben (stellvertretend für viele andere Knörzer/Grass 1992, Faust-Siehl et al. 1996, Prengel 1993/1999/2006, Zirfas 2004, Grotz 2005, Speck-Hamdan 2006). Eng damit verbunden ist der Eintritt in das soziale Gebilde Klasse der Grundschule, das neue Bezugspersonen, viele neue Klassenkameraden und oftmals eine größere Bezugsgruppe als zuvor beinhaltet. Eine Vielzahl von theoretischen Ansätzen, die nachfolgend kurz referiert werden, versucht, diesen Übergang von Kindern aus unterschiedlichen theoretischen Zugängen heraus zu beschreiben.




