Möhring | Verbrecher, Bürger und das Unbewusste | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 219 Seiten

Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse

Möhring Verbrecher, Bürger und das Unbewusste

Kriminologie mit psychoanalytischem Blick
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8379-6912-2
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Kriminologie mit psychoanalytischem Blick

E-Book, Deutsch, 219 Seiten

Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse

ISBN: 978-3-8379-6912-2
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Medialer Voyeurismus und Ausgrenzung sind die gängigen Reaktionen auf Verbrechen, obwohl es, so die These des vorliegenden Buchs, eigentlich einer reflektierenden Haltung der Gesellschaft bedürfte. Um diese neue Perspektive auf Straftaten zu ermöglichen, werden im vorliegenden Buch Wege in die Delinquenz - von der sozialen Abweichung, die jedem zu eigen ist, bis zur verurteilten Tat, die Täter und Täterinnen stigmatisiert - anhand kontrastierender Beispiele verstehbar gemacht.

Indem der Autor sozialwissenschaftliche Kriminologie und Psychoanalyse zusammenführt, legt er ein interdisziplinäres prozesshaftes Modell vor, das die Entstehung krimineller Handlungen erklärt. Ethnopsychoanalytische Theorien verdeutlichen unbewusste Zusammenhänge zwischen dem Einzelnen und der ihn umschließenden Gesellschaft. So kann über Zwischenschritte die individuelle mit der familiären und gesellschaftlichen Perspektive in aufschlussreicher Weise verbunden werden.

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Inhalt

Vorwort

Vorbemerkung

1. Einleitung

2. Konturen einer Zusammenschau

3. Kriminologie und Psychoanalyse – Berührungspunkte und Überschneidungen
Kriminologische Anfänge in der Psychoanalyse: Freud und seine frühen Schüler
Eine erste Typologie
Entwicklungen in der Zeit nach Freud
Die gegenwärtige Position

4. Neuere psychoanalytische Ansätze in der Kriminologie
Ein psychoanalytisches theoretisches Konzept von Delinquenz
Mentalisierung und reflexive Funktion
Deliktdynamik und psychische Struktur

5. Kriminalität und Gewalt im Begru¨ndungszusammenhang von Psychoanalyse und Soziologie
Bindung und Kriminalität

6. Kriminalität und Familie – der Beitrag der Psychoanalyse
Kriminalität als Familienpathologie?

7. Das Verhältnis von Psychoanalyse und Kriminologie als Spezialfall des Verhältnisses von Psychologie und Sozialwissenschaften
Ethnopsychoanalyse als Verbindung von Psychoanalyse und Sozialwissenschaft

8. Sozialwissenschaftliche Kriminalitätstheorien – vom soziologischen Monismus zum integrativen Modell
Lebenswelt und Sinnprovinz
Kriminalität und psychoanalytischer dialektischer Konstruktivismus

9. Kriminalität als abweichendes Verhalten aus psychoanalytischer Perspektive

10. Kriminelle Geschichten
Der Übertüchtige
Im Abwärtsgang
Der Gestrandete
Der Leib als Schicksal
Lebensläufe als Prozessgeschehen

11. Psychoanalyse, Recht und Rechtspsychologie
Castoriadis’ Autonomieprojekt
Schuld und Schuldgefu¨hl

12. Cui bono?
Therapie?

Familientherapie
Sozialtherapie

13. Gibt es eine praxistaugliche Kriminalitätstheorie?

14. Ausblick

Literatur


Möhring, Peter
Peter Möhring ist Arzt für Psychotheraeutische Medizin, Sozialwissenschaftler im Bereich Kriminologie und Psychoanalytiker. Er lehrt als Privatdozent an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Stand: Oktober 2020

Böllinger, Lorenz
Lorenz Böllinger ist emeritierter Professor für Strafrecht und Kriminologie. Er war seit 1982 Hochschullehrer an der Universität Bremen, davor zunächst war er Strafverteidiger und bis 1982 Professor für Recht an den Fachhochschulen für Sozialarbeit in Dortmund und Frankfurt am Main. Er ist Psychoanalytiker (DPV, DGPT), seit 1999 approbierter Psychotherapeut und seit 2009 Lehranalytiker (DGPT); kontinuierliche forschende
Praxis in der psychotherapeutischen Behandlung von Gewalt-, Sexual- und Drogen-
Straftätern, in der Supervision mit Institutionen und Behandlern in diesen Bereichen sowie in der Psychotherapieausbildung. Er ist Mitglied des Bremer Instituts für Kriminalpolitik und des Psychoanalytischen Instituts Bremen e.V. Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte und zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich der Sexual-, Gewalt- und Drogendelinquenz sowie der Rechtspsychologie und der Behandlung von
Straftätern; besonderes Interesse für transdisziplinäre Methodologie; Leiter einiger DFG- und mehrerer EU-Drittmittelforschungsprojekte im Bereich der Kriminalwissenschaften.



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