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Morgan | Schneezauber in Winterbury | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 384 Seiten

Morgan Schneezauber in Winterbury

Roman | Weihnachtszeit in den Cotswolds | Bestsellerautorin mit herzerwärmendem Weihnachtsroman
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7499-0891-2
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Weihnachtszeit in den Cotswolds | Bestsellerautorin mit herzerwärmendem Weihnachtsroman

E-Book, Deutsch, 384 Seiten

ISBN: 978-3-7499-0891-2
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Liebe und Familienglück in den malerisch verschneiten Cotswolds - der Nr.-1-Sunday-Times-Bestseller!

Für die Außenwelt gibt Imogen das perfekte Bild der jungen, glücklichen Marketingmanagerin ab, die sich auf Weihnachten mit der Familie freut. In Wahrheit sind Überstunden bis Mitternacht ihre Lösung, um die Feiertage zu überstehen - bis ihr ein katastrophaler Fehler unterläuft und sie deshalb eine Auszeit machen und sich erholen soll. Überraschend wird Imogen von ihrer Lieblingskundin Dorothy in deren Gästehaus in den Cotswolds eingeladen. Vom verschneiten Dach bis zum gemütlichen Kaminfeuer ist Holly Cottage ein idealer Zufluchtsort ... Und plötzlich bietet sich Imogen nicht nur die Chance für einen Neuanfang, sondern auch für ein Leben voll echter Liebe und mit einer Familie, nach der sie sich bisher immer nur gesehnt hat.

Ideal für die Lesezeit im Winter: Dieser Roman ist herzerwärmend wie eine heiße Schokolade



Sarah Morgan ist eine gefeierte Bestsellerautorin mit mehr als 21 Millionen verkauften Büchern weltweit. Ihre humorvollen, warmherzigen Liebes- und Frauenromane haben Fans auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London, wo der Regen sie regelmäßig davon abhält, ihren Schreibplatz zu verlassen.

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1. Kapitel


Imogen

Am Anfang war das Gespräch noch ganz normal gelaufen, und im Nachhinein konnte Imogen selbst nicht mehr sagen, wann genau es eine so fatale Wendung genommen hatte. Auf jeden Fall war es nicht ihre Schuld gewesen. Zumindest nicht ausschließlich. Sie hatte doch nur nett sein und sich gut mit ihren Kolleginnen verstehen wollen! Das war doch wohl kein Verbrechen, oder? Eigentlich war es in Großraumbüros sogar fast schon eine zwingende Entwicklung, weil man durch die fehlende Privatsphäre so viel von den anderen mitbekam. Wenn man eng auf eng mit den übrigen Teammitgliedern saß, kam es automatisch zu Geplauder, und man absorbierte nach und nach in Form winziger Schnipselportionen vertrauliche Informationen über die Kollegen, ohne es richtig wahrzunehmen. Intimität durch Osmose sozusagen.

»Hey, Imogen.« Anya, die ihr gegenübersaß, warf ihr einen Blick zu. Sie war Make-up-süchtig und verbrachte mindestens eine halbe Stunde am Tag damit, die Vorzüge ihrer neusten Entdeckungen anzupreisen. Heute glitzerten ihre Augenlider wie Weihnachtsbaumschmuck. »Hast du schon die Mail von der Chefin gelesen? Sie will, dass wir demnächst mal alle unsere Hunde mit zur Arbeit bringen.«

»Ja, hab ich gesehen.« Seitdem war es mit ihrem Tag kontinuierlich bergab gegangen. Es war wichtig, dass sie sich gut mit ihren Kolleginnen verstand, trotzdem legte sie Wert darauf, Privatleben und Beruf voneinander zu trennen. »Hast du schon den Preisvergleich für die Veranstaltungsorte fertig, Anya? Ich muss das Angebot noch von Rosalind freigeben lassen, damit ich es vor der Mittagspause an den Kunden schicken kann.«

Haustiere, Kleidung, Make-up, Diäten, Reisen, Restaurants, Filme, Bücher, unangenehme Dates und nervige Kunden. Das waren die Hauptgesprächsthemen hier im Büro.

»Ich warte noch auf die letzten beiden Rückmeldungen. Ist das nicht eine geniale Idee? Alle Hunde tragen Weihnachtsoutfits, und Rosalind sucht den Gewinner aus. Alles für den guten Zweck. Ach, das wird so ein Spaß! Mal sehen, ob ich meinen kleinen Cocoa dazu bewegen kann, ein Geweih zu tragen. Eigentlich reagiert er sehr empfindlich darauf, wenn man ihn am Kopf berührt, vermutlich wird das also nichts. Aber wir sollen uns auch aufbrezeln. Gerade am Samstag hab ich mir ein neues Glitzer-Highlight besorgt. Genau das Richtige für Weihnachten. Wenn man zwei genommen hat, gab’s einen Rabatt, da hab ich dir auch einen mitgebracht.« Sie hielt ihn Imogen hin.

»Für mich?« Überrascht und vielleicht auch eine Spur gerührt nahm sie ihn entgegen. »Wieso?«

»Ach, einfach so.« Anya zuckte grinsend mit den Achseln. »Sagen wir, es ist ein kleines Dankeschön, weil du mir letzte Woche mit diesem unangenehmen Kunden aus der Patsche geholfen hast. Außerdem hast du tolle Wangenknochen, der steht dir bestimmt fantastisch.«

Imogen schnürte sich unerwartet die Kehle zusammen. Sie musste an ihren ersten Arbeitstag denken, als Anya ihr zum Einstand einen glasierten Cupcake und einen Stift geschenkt hatte, der im Dunkeln leuchtete.

Sie konnte kaum glauben, dass sie inzwischen schon beinahe ein Jahr lang hier arbeitete. Nur wenige Tage vor Weihnachten hatte sie angefangen und war noch nicht einmal richtig eingearbeitet gewesen, als die Agentur auch schon über Weihnachten die Pforten schloss.

»Danke, der ist wirklich toll.« Mit einem leisen Anflug von Panik warf sie einen Blick auf die Uhr. Sie versäumte keine Deadlines. Nie. Und gerade war sie für ihre Maßstäbe eindeutig zu knapp davor. Am liebsten hätte sie selbst zum Hörer gegriffen und die Kostenvoranschläge eingeholt, aber sie war Anyas Managerin, und entsprechend zählte es zu ihren Aufgaben, ihre Teammitglieder in ihrer Entwicklung zu unterstützen, was wiederum bedeutete, dass sie Anya nicht die Arbeit abnehmen durfte. Auch wenn es sie den letzten Nerv kostete. Es wäre so viel leichter und entspannter gewesen, die Sache einfach selbst in die Hand zu nehmen. Allein schon, weil sie sich dann darauf hätte verlassen können, dass alles rechtzeitig und fehlerfrei erledigt gewesen wäre. »Könntest du dich jetzt bitte direkt um die Veranstaltungsorte kümmern? Das sind die letzten Zahlen, die mir für die Abgabe noch fehlen.«

»Klar, ich kümmere mich sofort drum. Übrigens, ich hab da einen Lippenstift gesehen, der würde einfach toll an dir aussehen, Imogen. Vielleicht können wir in der Mittagspause ja mal zusammen shoppen gehen! Und falls du nach Hunde-Looks suchst – ich hab da einen unfassbar niedlichen roten Weihnachtsmannumhang im Internet gesehen. Wie gemacht für Golden Retriever! Oder hast du schon was Passendes gefunden?« Anya schien die Aussicht darauf, dass alle ihre Hunde mit zur Arbeit bringen würden, weitaus spannender zu finden als die Arbeit selbst. »Du bringst Midas doch mit, oder?«

Da Imogen klar war, dass sie die Kostenvoranschläge im Leben nicht zu sehen bekommen würde, wenn sie das Hundethema nicht zu einem Abschluss brachte, warf sie einen kurzen Blick zu dem Foto auf ihrem Schreibtisch.

Riesige braune Augen schauten zurück und versetzten ihr einen Stich ins Herz.

Der große Hundetag im Büro.

Sie strich mit den Fingerspitzen über das Foto. »Gerade weiß ich nicht genau, ob ich ihn mitbringen kann.« Dabei wusste sie es eigentlich ganz genau, und die Antwort lautete Nein. Nur musste sie noch eine Möglichkeit finden, ihren Kolleginnen davon zu erzählen, ohne sie vor den Kopf zu stoßen. Und da kam ihr ein Gedanke. »Es geht ihm nicht so gut. Er hat die letzten Nächte in der Tierklinik verbracht.«

»Was? O nein! Midas ist krank? Und du hast uns nichts davon erzählt?« Anya legte ihren Stift weg und suchte Janies Blick. »Sag mal, wusstest du, dass Midas krank ist?«

Janie sah so ruckartig auf, dass ihr Pferdeschwanz ins Wippen geriet. Sie war eine Sportfanatikerin und ging jeden Morgen eine Stunde lang ins Fitnessstudio, während ihre Kolleginnen noch tief und fest schliefen. Manchmal lief sie sogar im Büro auf und ab, um die Zielvorgabe in ihrem Schrittzähler zu erreichen.

»Was? Midas ist krank?« Sie drückte einen Anruf weg und richtete ihre volle Aufmerksamkeit auf Imogen. »Aber das ist ja schrecklich! Was ist denn passiert? Ist etwa die Hundesitterin schuld? Hat sie ihn irgendwas Verbotenes fressen lassen?«

»Nein, nein, keine Sorge.« Vielleicht war die Idee doch nicht so gut gewesen. Wahrscheinlich hätte sie einfach nur mitspielen und am entscheidenden Tag eine Ausrede erfinden müssen, weshalb Midas nicht kommen konnte. »Es ist nichts Schlimmes. Könntest du dich jetzt bitte kurz um die Kostenvoranschläge kümmern? Ich muss das Angebot fertigstellen, der Abgabetermin ist in …«

»Aber klar ist das schlimm! Das ist dein Hund, um den es hier geht! Was könnte es Wichtigeres geben? Der Kunde kann warten.«

»Kann er nicht«, erwiderte Imogen. »Wir sind nicht die Einzigen auf dem Markt. Jeden Tag schießt eine neue Eventagentur aus dem Boden. Wenn wir uns gegen die Konkurrenz durchsetzen wollen, müssen wir die Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern übertreffen.«

»Und das werden wir ja auch. Bei dem Event werden wir ganze Arbeit leisten, so wie immer, vor allem wenn du die Projektleitung hast. Aber es geht doch nur um ein Angebot. Es wird schon niemanden umbringen, wenn es ein paar Stunden zu spät eintrudelt. Erlaub dir mal zwei Minuten zum Durchatmen, Imogen«, sagte Anya. »Du hast das ganze Wochenende durchgearbeitet, um deine beiden letzten Veranstaltungen zu betreuen, und hast dir am Montag nicht mal freigenommen. Du arbeitest zu viel.«

Zu viel? Ihrer Meinung nach konnte man gar nicht zu viel arbeiten.

Sie liebte ihren Job. Er war ihr Ein und Alles. Sie war die geborene Multitaskerin und betreute doppelt so viele Projekte wie alle anderen. Sie tat alles dafür, Aufträge zu gewinnen und ihre Kunden zu halten – durch Erfahrung, Detailverliebtheit, Kreativität und harte Arbeit. Sie war gut in dem, was sie machte. Und das sah nicht nur sie selbst so. In der letzten Agentur, für die sie gearbeitet hatte, war sie so schnell in die luftigen Höhen des Managements aufgestiegen, dass eine eifersüchtige Kollegin ihr sogar eine Sauerstoffmaske auf den Tisch gelegt hatte.

Aber jetzt musste sie ein Sechserteam managen und wünschte sich dabei manchmal, sie hätte all die Arbeit einfach allein machen können, anstatt sie delegieren zu müssen. Vor allem für Anya schien das Wort »Dringend« keinerlei Bedeutung zu haben. Sie war großzügig und nett, arbeitete aber so langsam, dass es Imogen manchmal zur Weißglut trieb, und sie erzählte jedem, wie wichtig ihr Work-Life-Balance sei – nur dass sie sich praktisch nie auf den Work-Aspekt der Gleichung konzentrierte.

Manchmal fühlte sich Imogen, als müsste sie mit sechs Gewichten an der Hüfte zum Marathon antreten.

Es führte kein Weg daran vorbei: Sie würde mit Anya reden müssen. Über Themen wie Engagement und Ziele. Alles Zeit, in der sie nichts für ihre Kunden tun konnte, was bedeutete, dass sie am Ende Überstunden schieben musste.

Work-Life-Balance existierte für Imogen nicht. Aber das machte ihr nichts. Sie wollte es nicht anders.

»Um zwölf ist die Deadline, Anya. Komm, wir schaffen das.«

»Entspann dich, Imogen. Sonst bekommst du noch Falten und graue Haare. Du hast so viel Energie, dass ich...



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