E-Book, Deutsch, 280 Seiten
Roos Deutsche Außenpolitik
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-658-15370-0
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Arenen, Diskurse und grundlegende Handlungsregeln
E-Book, Deutsch, 280 Seiten
Reihe: Social Science and Law (German Language)
ISBN: 978-3-658-15370-0
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Frage, ob die Identität deutscher Außenpolitik in jüngerer Zeit einem grundlegenden Wandel unterliegt, oder nicht, löst immer wieder lebhaft geführte wissenschaftliche Debatten aus. Der hier vorgelegte Band präsentiert die Befunde verschiedener rekonstruktiv verfahrender Forschungsarbeiten zur Frage nach Identität bzw. Werten und Zielen deutscher Außenpolitik, ergänzt den Stand der Forschung durch neue Hypothesen und stellt diese zur Diskussion. Zu diesem Zweck werden verschiedene Arenen und Diskurse deutscher Außenpolitik analysiert und die handlungsleitenden Werte und Interessen dechiffriert. Dabei nehmen die Beiträge auch solche Dimensionen deutscher Außenpolitik in den Blick, die bislang eher selten Gegenstand wissenschaftlicher Analyse wurden, wie die deutsche Menschenrechtspolitik, die deutsche Afrikapolitik oder die Positionierung zum BRICS-Bündnis.
Dr. Ulrich Roos ist Akademischer Rat für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Augsburg.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;1Einleitung: Arenen, Diskurse und grundlegende Handlungsregeln deutscher Außenpolitik;7
2.1;Literatur;17
3;2 Eine Stabilitäts- und Wettbewerbsunion der Regierungen. Zur Rekonst?rukt?ion grundlegender Handlungsregeln deut?scher Eurokrisenpolit?ik;19
3.1;1 Einleitung;19
3.2;2 Formaltheorie und Epistemologie;21
3.2.1;2.1 Überzeugungen als Handlungsregeln;21
3.2.2;2.2 Hierarchisierung von Überzeugungen;22
3.2.3;2.3 Epistemologische Annahmen;23
3.3;3 Grounded Theory Methodologie;23
3.3.1;3.1 Auswahl des Datenmaterials;24
3.3.2;3.2 Analyseverfahren;25
3.4;4 Forschungsstand: Deutsche Europapolitik vor und während der Eurokrise;26
3.5;5 Eine Wettbewerbs- und Stabilitätsunion der Regierungen;31
3.5.1;5.1 Die Stabilitäts-und Wettbewerbsunion;33
3.5.2;5.2 Drei Szenarien;39
3.5.3;5.3 Ordoliberale Therapie für eine ordoliberale Diagnose;42
3.5.4;5.4 Ein Europa der Regierungen;44
3.6;6 Zwei Bedenken als Fazit;46
3.7;Literatur;48
4;3 TTIP und die transatlantischen Beziehungen in einer geo-ökonomischen Weltordnung;54
4.1;1 Einleitung;54
4.2;2 Zur Geschichte und Identität deutscher Außenpolitik im Lichte einer transatlantischen Verhältnisbestimmung;57
4.3;3 Theoretische Fundierung;62
4.3.1;3.1 Ontologische Überlegungen;62
4.3.2;3.2 Erkenntnistheoretische Überlegungen;64
4.4;4 Methodische Vorgehensweise;66
4.4.1;4.1 Datenauswahl;66
4.4.2;4.2 Kodierschritte;68
4.5;5 Präsentation der Befunde (2012-2013);71
4.5.1;5.1 Transatlantische Wiederbelebung in einer bedrohlichen Welt;71
4.5.2;5.2 Denken in Weltordnungskategorien und Kräfteverhältnissen und der Machtverlust des Westens;72
4.5.3;5.3 It’s the economy, stupid!;75
4.5.4;5.4 TTIP als geopolitische Bündnisstrategie in einer ökonomisch strukturierten, multipolaren Weltordnung;77
4.5.5;5.5 Die deutsch-amerikanischen Beziehungen und TTIP im traditionellen Motiv der westlichen Wertegemeinschaft;80
4.6;6 Die Bedeutung von TTIP und das transatlantische Verhältnis nach 2014/2015 – „Die Welt wartet nicht auf Europa“;83
4.7;7 Fazit;88
4.8;Literatur;90
5;4 Die Welt aus den Fugen: Erschlägt ein ,Ziegel‘ Deutschlands Macht und Wohlstand? Eine Rekonst?rukt?ion grundlegender Handlungsregeln der deut?schen BRIC(S)-St?rat?egie;93
5.1;1 Primus einer ausgedienten Ordnung? – Auf der Suche nach Deutschlands Rolle in einer multipolaren Welt;94
5.2;2 Auf den Schultern eines Riesen: Ein Streifzug durch den Stand der relevanten Forschung;100
5.2.1;2.1 Vom Staatenbund zum Untersuchungsgegenstand: Über zentrale Erkenntnisse der Academia zur BRIC(S)-Kooperation;101
5.2.1.1;2.1.1 Über Gründungsmythos, Selbstverständnis und Leitgedanken von BRIC(S) als Teil der internationalen Gemeinschaft;102
5.2.1.2;2.1.2 Revolution versus Kooptation: Von der Haltung des BRIC(S)-Bündnisses gegenüber zentralen Institutionen globalpolitischer Entscheidungsfindung;104
5.2.1.3;2.1.3 Eckpfeiler einer gemeinsamen Agenda: BRIC(S) als Akteur der internationalen Wirtschafts- und Finanz-, Außen- und Weltklimapolitik;106
5.2.1.4;2.1.4 Über „Ziegelsteine ohne Mörtel“: Quo vadis BRIC(S)?;109
5.2.2;2.2 Am Steuerrad auf rauer See: Deutsche Außenpolitik zwischen ,alten Freunden‘ und ,neuen Mächten‘;111
5.3;3 Der amerikanische Pragmatismus und die Grounded Theory: Eine Explikation der theoretischen und methodischen Grundlagen dieser Untersuchung;113
5.3.1;3.1 Über Menschen als Akteure in Strukturen kollektiven Handelns: Zur Spezifikation des pragmatistischen Analyserahmens für die internationalen Beziehungen nach Roos;114
5.3.2;3.2 Die Extrahierung grundlegender Handlungsregeln aus dem Datenmaterial: Über die ,Grounded Theory‘ als Kern der rekonstruktionslogischen Methode;115
5.4;4 Grundzüge einer deutschen BRIC(S)-Strategie: Zur Rekonstruktion handlungsleitender Überzeugungen deutscher Außenpolitik(er) im Umgang mit neuen Gestaltungsmächten;118
5.4.1;4.1 Zwischen alten Freunden und neuen Gestaltungmächten: Ein Blick durch die Brille deutscher Außenpolitik(er) auf eine globalisierte Welt;118
5.4.1.1;4.1.1 Wohlstand, Sicherheit und Freiheit: Deutsche Interessen unter dem Schutzmantel der aktuellen Weltordnung;119
5.4.1.2;4.1.2 Mehr Einfluss, mehr Aufgaben: Über Deutschlands neue Rolle in der Welt;120
5.4.1.3;4.1.3 Erosion der aktuellen Ordnung? – Die Globalisierung verdrängt den Hegemon aus (s)einer multipolaren Welt;121
5.4.2;4.2 Die ,Welt aus den Fugen‘: Strategische Implikationen für den Umgang deutscher Außenpolitik mit neuen Gestaltungsmächten;123
5.4.2.1;4.2.1 Deutsche Außenpolitik in einer polyzentrischen Welt: Der Ruf nach einer Neuausrichtung der Agenda;123
5.4.2.2;4.2.2 Neue Mächte – neue Partnerschaften? – Zur Ausweitung der deutschen Bündnisstrategie;125
5.4.2.3;4.2.3 ,Mehr Demokratie wagen‘: Über die Notwendigkeit einer Anpassung globaler Institutionen an neue Kräfteverhältnisse;126
5.4.3;4.3 Deutschlands Außenpolitik im Dilemma: Von den Gemengelagen einer Weltordnung im Umbruch;128
5.5;5 Globalen Wandel sensibel (mit-)gestalten: Von klugen Leitplanken einer reflektierten BRIC(S)- Strategie als Erfolgsfaktoren für die Zukunft deutscher Außenpolitik;132
5.6;Literatur und Quellen;134
6;5 Bundesdeutsche Afrikapolitik – ein zivilmächtiger Sonderfall? Eine Rekonst?rukt?ion außenpolit?ischer Ident?it?ät? am Fallbeispiel Simbabwe 2002 bis 2015;141
6.1;1 Einleitung;141
6.2;2 Deutsche Afrikapolitik: Zwischen Kontinuität, Wandel und Multilateralität;143
6.2.1;2.1 Die „alte“ deutsche Afrikapolitik: Ideologisiert und vernachlässigt;143
6.2.2;2.2 Die „neue“ deutsche Afrikapolitik: (Re-)Politisiert und multilateral;144
6.3;3 Ontologische und epistemologische Prämissen: Theoretische Überlegungen zu einem pragmatistisch inspirierten Analyserahmen;149
6.3.1;3.1 Menschen als Akteure internationaler Politik;149
6.3.2;3.2 Strukturen kollektiven Handelns und Handlungsregeln;150
6.3.3;3.3 Nichts als die Wahrheit oder: Alles außer der Wahrheit?;151
6.4;4 Grounded Theory: Methodologie und „Methode“ rekonstruktiver Sozialforschung;153
6.5;5 Deutschland als Zivilmacht in Simbabwe: Zaungast mit Gestaltungswillen;155
6.5.1;5.1 Das zivilmächtige Rollenkonzept deutscher Simbabwepolitik;156
6.5.2;5.2 Phasen und Instrumente deutscher Simbabwepolitik;158
6.5.2.1;5.2.1 Die restriktive Phase unter Rot-Grün und der Großen Koalition;159
6.5.2.2;5.2.2 Die transformative Phase unter der Großen Koalition und Schwarz-Gelb;162
6.5.2.3;5.2.3 Die resignative Phase unter Schwarz-Gelb und der Großen Koalition;164
6.6;6 Deutsche Afrikapolitik ist langfristige, werteorientierte Interessenpolitik;166
6.7;Literatur;168
7;6 Vom solidarischen Kollektiv, ‚unternehmerischen Entwicklungssubjekten‘ und der Einen Welt Aspekt?e diskursiver Konst?rukt?ion in der deut?schen Ent?wicklungspolit?ik;174
7.1;1 Einleitung;174
7.2;2 Zum Stand der Forschung;176
7.2.1;2.1 Transformationen des entwicklungspolitischen Diskurses;176
7.2.2;2.2 Zentrale Herausforderungen der Entwicklungspolitik;179
7.2.3;2.3 Deutsche Entwicklungspolitik und ihre Interessen;182
7.3;3 Vorgehen der Untersuchung;185
7.3.1;3.1 Diskurstheoretische Prämissen;185
7.3.1.1;3.1.1 Problemdefinitionen;187
7.3.1.2;3.1.2 Narrationen;188
7.3.1.3;3.1.3 Identitätskonstruktionen;191
7.3.2;3.2 Methodologie und methodisches Vorgehen;192
7.3.3;3.3 Auswahl des Datensamples;194
7.4;4 Strukturelemente des entwicklungspolitischen Diskurses der Bundesregierung (2000-2013);196
7.4.1;4.1 Problemdefinitionen;196
7.4.1.1;4.1.1 Frühphase: Armutsbekämpfung als „überwölbende Aufgabe“;196
7.4.1.2;4.1.2 Spätphase: Ökonomisierung und De-Thematisierung sozialer Ungleichheit;198
7.4.2;4.2 Narrative Strukturen;201
7.4.2.1;4.2.1 Frühphase: MDGs und Vision der ‚Einen Welt‘;201
7.4.2.2;4.2.2 Spätphase: Neuausrichtung und Gegenerzählung;203
7.4.3;4.3 Identitätskonstruktionen im entwicklungspolitischen Diskurs der Bundesregierung;205
7.4.3.1;4.3.1 Frühphase: Identitätsangebote in der solidarischen „Einen Welt“;205
7.4.3.2;4.3.2 Spätphase: Vom „Recht auf Entwicklung“ zum „unternehmerischen Entwicklungssubjekt“;207
7.4.3.3;4.3.3 Phasenübergreifende Strukturposition privilegierter Kooperation: „Ankerländer“ und „Globale Entwicklungspartner“;208
7.5;5 Fazit;210
7.6;Literatur;214
8;7 Handlungsanleitung oder leeres Versprechen? Menschenrecht?e in der jüngeren deut?schen Außenpolit?ik;219
8.1;1 Einleitung;219
8.2;2 Stand der Forschung;223
8.2.1;2.1 Deutsche Außenpolitik im Allgemeinen;223
8.2.2;2.2 Menschenrechte und deutsche Außenpolitik;224
8.3;3 Explikation der methodischen Vorgehensweise;226
8.4;4 Formaltheorie und Epistemologie;227
8.5;5 Präsentation der Befunde;228
8.5.1;5.1 Wie beschreiben Akteure der deutschen Außenpolitik in ihrer Eigenwahrnehmung den Einfluss der Menschenrechte auf ihr Handeln? (Kategorie 1);229
8.5.2;5.2 Wodurch begründen Akteure der deutschen Außenpolitik den Einfluss der Menschenrechte auf ihr Handeln? (Kategorie 2);231
8.5.3;5.3 Welches Verständnis von Menschenrechten liegt vor? (Kategorie 3);233
8.5.4;5.4 Inwieweit wird die deutsche Außenpolitik ihrem Anspruch nicht gerecht? (Kategorie 4);235
8.5.5;5.5 Inwieweit wird die deutsche Außenpolitik ihrem Anspruch gerecht? (Kategorie 5);238
8.5.6;5.6 Zusammenfassung der Befunde;240
8.6;6 Abschließende Betrachtung und Zusammenfassung;241
8.7;Quellen;242
8.7.1;Literatur;242
9;8 Jenseits des Hindukusch Erfahrungen und Handlungsregeln der milit?ärischen Sicherheit?spolit?ik Deut?schlands nach dem Ende des ISAF-Einsat?zes der Bundeswehr;248
9.1;1 Die Bundeswehr in Afghanistan – ein Beispiel für zukünftige Einsätze?;249
9.2;2 Forschungsstand: Der Afghanistan-Einsatz als Ausdruck einer gewandelten Sicherheitspolitik?;251
9.2.1;2.1 Von der Verteidigungs- zur Einsatzarmee: Ein juristischer und politischer Weg;251
9.2.2;2.2 Der ISAF-Einsatz;252
9.2.3;2.3 Wissenschaftliche Perspektiven auf deutsche Militärpolitik;254
9.3;3 Ein pragmatistisches Modell von Denken und Handeln;256
9.3.1;3.1 Ontologische Prämissen;257
9.3.2;3.2 Epistemologische Prämissen;258
9.3.3;3.3 Methodik;259
9.4;4 Analyse: Erfahrungen und Handlungsregeln deutscher Militärpolitik;261
9.4.1;4.1 Erfahrungen aus dem ISAF-Einsatz;261
9.4.2;4.2 Militärische Außenpolitik nach ISAF;263
9.4.3;4.3 Lernen aus Afghanistan?;268
9.5;5 Fazit: Eigennützige Interessenpolitik mit altruistischem Anstrich;271
9.6;Literatur und Quellen;273
10;Verzeichnis der Autorinnen und Autoren;278




