Stacey | Mein Traummann, meine Brüder, ein Zelt und ich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

Stacey Mein Traummann, meine Brüder, ein Zelt und ich


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-95649-963-0
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

ISBN: 978-3-95649-963-0
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ein Neuanfang muss her! Liz Kowalski schickt ihren Freund in die Wüste, verkauft alles, was sie hat, und zieht zurück in ihre Heimatstadt. Doch dort ist es nicht so einfach, wie sie sich es vorgestellt hat: Sie fährt ihr Auto zu Schrott und ihr Retter in der Not ist ausgerechnet Drew - der beste Freund ihres Bruders, mit dem sie ein heißes Intermezzo hatte. Wovon keiner wissen darf! Gar nicht so leicht, denn Drew wird zu dem jährlichen Familienausflug eingeladen. Nun schläft Liz Zelt an Zelt mit ihrem verbotenen Traummann ...
Herzerfrischend und gefühlvoll - New York Times-Bestsellerautorin Shannon Stacey nimmt Sie mit auf einen herrlich turbulenten, romantischen Campingausflug!



Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt die Bestsellerautorin Shannon Stacey in New England, das für seinen farbenprächtigen Indian Summer bekannt ist, aber auch für sehr kalte Winter. Dann macht sie es sich gerne zu Hause gemütlich. Leider weigern sich Shannons Katzen hartnäckig, auf ihrem Schoß als Wärmflasche zu dienen, während sie schreibt.

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1. KAPITEL


Liz Kowalskis dreißigjährige Klapperkiste, bis unter das Dach beladen mit all ihrem Besitz, passierte das Schild Willkommen in Whitford, Maine mit dem Heck zuerst. Abgefahrene Reifen kämpften mit Aquaplaning, während es in Richtung Graben segelte.

Die Hände so fest um das Lenkrad gelegt, dass ihre Knöchel weiß hervortraten, fluchte sie herzhaft, als das Hinterteil einen Baum streifte und der Kofferraum aufsprang. Dieses Ding überhaupt zuzubekommen hatte sie fast um den Verstand gebracht, und sie konnte praktisch vor sich sehen, wie ihre Habseligkeiten herauskatapultiert wurden. Willkommen zu Hause, dachte sie, als ihr Buick bereits mit dem linken Kotflügel gegen den Stamm einer alten Pinie prallte und so die Rutschpartie mit einem knochenbrecherischen Ruck endete.

Das war echt … übel.

Schwer atmend blieb Liz einen Moment ruhig sitzen und fragte sich dabei, wie lange es wohl dauern mochte, bis es ihr gelang, die verkrampften Finger vom Lenkrad zu lösen. Fünf Minuten vielleicht? Nein, eher zehn. Nie zuvor in ihrem Leben hatte sie solche Angst gehabt.

Als es an ihrem Fenster unerwartet klopfte, hätte sie sich vor Schreck beinahe in die Hose gemacht. Ein älterer Herr mit einem Fischerhut auf dem Kopf linste zu ihr herein, und eine Frau – wahrscheinlich seine Ehefrau – versuchte, über seine Schulter zu blicken. Von ihren Lippen konnte Liz die Worte „Ist sie tot?“ ablesen.

Sie kurbelte das Fenster herunter und zwang sich zu einem beruhigenden Lächeln. „Vielen Dank, dass Sie gehalten haben, aber es geht mir gut, danke.“

„Bleiben Sie einfach sitzen“, sagte der Mann. „Meine Frau hat den Notruf gewählt.“

Oh, nein. Nein, nein, nein! „Das wäre doch nicht nötig gewesen. Ich bin okay. Wirklich. Keine einzige Schramme.“

Sicher konnte sie zwar nicht sein, aber allem Anschein nach hatte sie keine Verletzungen davongetragen. Na ja, ihre Muskeln waren steinhart, doch allmählich entspannten sie sich wieder. Und unter Umständen kündigten sich nun außerdem leichte Kopfschmerzen an.

„Das macht keine Umstände. Wir bleiben bei Ihnen, bis die Polizei eintrifft.“

Es musste ja nicht Drew Miller kommen. Immerhin war er der Polizeichef von Whitford. Gut möglich, dass er sich nicht selbst um kleinere Verkehrsunfälle kümmerte. Wahrscheinlich saß er an seinem Schreibtisch und wälzte Akten, während die Streifenpolizisten den Unfallort inspizierten. Hoffte sie.

Liz wollte gerade die Tür öffnen, aber der barmherzige Samariter hielt dagegen und meinte: „Sie sollten sich nicht bewegen, bis die Sanitäter Sie durchgecheckt haben.“

„Es regnet“, entgegnete Liz. „Sie sollten sich in Ihr Auto setzen.“ Und mich in Ruhe lassen, damit ich herausfinden kann, wie viele meiner Sachen völlig durchnässt sind. Als der Mann daraufhin den Kopf schüttelte, unterdrückte sie ein frustriertes Seufzen. „Ich bin bloß von der Straße gerutscht und habe den Baum nur ganz leicht touchiert. Das ist nicht mal ein echter Unfall.“

„Sie könnten unter Schock stehen.“

Vom Berühren eines Baumes? Wohl kaum. Wenn sie jetzt allerdings weiter darauf beharrte, wäre das ihren Möchtegern-Rettern gegenüber ziemlich unhöflich. „Den Kopf habe ich mir doch gar nicht gestoßen.“

„Vorsicht ist besser als Nachsicht.“

Es zogen fünf weitere sehr unangenehme Minuten ins Land, bevor die Sirene ertönte. Doch statt Erleichterung darüber zu verspüren, dass Rettung vor ihren lauernden Samaritern nahte, lehnte Liz den Kopf zurück und schloss die Augen. Eigentlich brauchte sie gar nicht darauf zu hoffen, dass es nicht der Polizeichef war. Bei ihrem Glück wäre es mit Sicherheit Drew, der diesen Einsatz übernahm, und dann würde alles noch viel unangenehmer werden.

„Nicht einschlafen, Herzchen!“, rief Mrs Samariterin ihr durchs Fenster zu. „Sie könnten eine Kopfverletzung davongetragen haben. Bleiben Sie bei uns!“

Sie wollte ja nirgendwohin, öffnete aber trotzdem die Augen, um ihre Retter zu beruhigen. Und genau deshalb konnte sie die Ankunft des Streifenwagens vom Whitford Police Department gar nicht übersehen. Allerdings kam da keine Limousine mit den bekannten seitlichen Streifen an. Nein, das war ein großer schwarzer Allrad-SUV mit einer Lichtleiste auf dem Dach und einem Logo der Stadt auf der Tür, den bestimmt nur die Spitze in der Dezernats-Nahrungskette zu fahren bekam.

Die Tür ging auf, und der Polizeichef von Whitford stieg aus. Drew Miller war groß und gut gebaut, was auf sie unerhört sexy wirkte. Denn mit ihren knapp 1,82 Metern fand sie kaum Männer, die die Tarzan-Nummer bei ihr abziehen konnten.

Er trug die kurzärmelige Sommeruniform des Departments, die dunklen Haare waren verdeckt von einem Baseballcap, auf dem der Schriftzug WPD prangte. Kein herausforderndes Wippen, kein Einhaken in den Waffengürtel. Drew beherrschte einfach jeden Raum, den er betrat – ob bewaffnet oder nicht.

Sogar draußen funktionierte das, wie Liz erstaunt bemerkte, als sie ihm dabei zusah, wie er mit großen Schritten auf ihr Auto zusteuerte. Seine Augen waren hinter einer Sonnenbrille verborgen. Aber sie wusste auch so, dass seine Aufmerksamkeit zu 100 Prozent ihr galt.

„Bist du verletzt?“

Liz war sich nicht ganz sicher, ob sie die Worte tatsächlich gehört oder von seinen Lippen abgelesen hatte, weil sie sie gerade anstarrte. Er hatte einen wunderbaren Mund. Genau das war ihr beim Hochzeitsempfang ihres Bruders als Allererstes aufgefallen.

„Liz, bist du verletzt?“

Als Antwort schüttelte sie den Kopf.

„Wir haben darauf geachtet, dass sie sich nicht bewegt“, erklärten Ehemann und Ehefrau gleichzeitig.

„Danke. Man kann nie vorsichtig genug sein“, sagte Drew. „Wir sind wirklich sehr dankbar, wenn unsere Mitbürger sich um Hilfsbedürftige kümmern.“

Während die Eheleute abgelenkt waren und sich ständig gegenseitig ins Wort fielen, um Drew zu erzählen, wie Liz im Regen die Kontrolle über den Wagen verloren und ihn unter den Bäumen geparkt hatte, nahm sie die Gelegenheit wahr und verschaffte sich einen Überblick über den Schaden: Das Auto war ziemlich zerbeult und der Boden mit Splittern der Scheinwerferabdeckung übersät.

Wie durch eine glückliche Fügung – was bei ihr nicht allzu oft vorkam – schien nichts aus dem Kofferraum geflogen zu seien. Keine Unterwäsche, keine Kosmetika, keine anderen persönlichen Dinge waren hinausgeschleudert worden. Nur die Taschen und die kleinen Kisten, die ganz oben lagen, würden eine Weile brauchen, um zu trocknen.

„Also ist sie nicht zu schnell gefahren?“, fragte Drew so laut, dass sie es ebenfalls hören konnte. Da sie ihn gut genug kannte, nahm sie den belustigten Ton in seiner Stimme wahr.

Liz wartete, die Wangen heiß vor Demütigung – und vielleicht noch aus einem anderen Grund –, während Drew den Statusbericht abrief und die beiden Samariter sanft, aber bestimmt auf den Weg schickte. Sie rief ihnen ein Dankeschön hinterher und brachte noch ein Winken und ein Lächeln zustande.

„Sicher, dass du nicht verletzt bist?“, erkundigte er sich noch einmal, nachdem der offizielle Teil seiner Pflichten beendet war.

„Ganz sicher.“ Dass ihr danach die Worte fehlten, nervte sie ungemein. Sie kannte Drew, seit sie Kinder waren, und bloß weil sie ein einziges Mal Sex miteinander gehabt hatten, benahm sie sich hier wie ein verknalltes Schulmädchen.

Langsam kam er näher und musterte sie von oben bis unten. Das musste so ein Polizeiding sein, um nach Verletzungen zu suchen – allerdings trug es ganz und gar nicht dazu bei, sie zu beruhigen. Offenbar zufrieden mit dem, was er sah, wandte er sich schließlich ab und schritt um das Auto herum.

„Wie hoch der Gesamtschaden ist, lässt sich nicht abschätzen“, meinte er, „aber eins weiß ich: Mit dem verbogenen Kotflügel kannst du nicht weiterfahren.“

„Na toll.“ Schöner Start in mein nagelneues Leben, dachte sie.

Über Funk rief Drew einen Abschleppwagen. Danach fragte er: „Wieso sieht es so aus, als hättest du deinen gesamten Besitz in diesem Auto?“

„Weil mein gesamter Besitz in diesem Auto ist.“

Seine Miene war derart ausdruckslos, dass Absicht dahinterstecken musste. Vielleicht so eine Art professionelles Cop-Gesicht? „Wieso?“

Liz konnte nicht glauben, dass er diese Frage ernst meinte. Der Polizeichef einer Stadt, die dem Klatsch so frönte wie Whitford, wollte nichts davon gehört haben? „Ich ziehe wieder hierher. Für immer.“

„Oh.“ Sekundenlang betretenes Schweigen. „Das wusste ich nicht. Mitch war viel unterwegs. Und als ich vorletzte Woche in der Lodge war, hat niemand etwas erwähnt.“

Mitch, Liz’ älterer Bruder, war Drews bester Freund. Und Drews Dad Andy lebte jetzt in der Northern Star Lodge – dem Familienunternehmen der Kowalskis – in „wilder Ehe“ mit Rosie zusammen. Offiziell war sie die Haushälterin, praktisch hatte sie Liz und ihre vier Brüder aufgezogen. Wie es Drew also geschafft hatte, nicht auf dem Laufenden zu bleiben, was den Familienklatsch anbetraf, war ihr schleierhaft.

„Die Entscheidung habe ich letzte Woche Knall auf Fall getroffen. Ich habe mit Rosie telefoniert und anschließend mit dem Packen angefangen.“ Zerknirscht lächelte sie und deutete auf das Auto. „Ich hätte mir wohl die Zeit nehmen sollen, die Reifen wechseln zu lassen.“

Er lachte nicht. „Was hat den Ausschlag gegeben?“

Berechtigte Frage. Schließlich hatte sie ihr ganzes Leben als Erwachsene in New Mexico verbracht. Aber im Regen herumzustehen und ihm zu beichten, wie einsam und von ihrer Familie abgeschnitten sie sich gefühlt...


Stacey, Shannon
Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt die Bestsellerautorin Shannon Stacey in New England, das für seinen farbenprächtigen Indian Summer bekannt ist, aber auch für sehr kalte Winter. Dann macht sie es sich gerne zu Hause gemütlich. Leider weigern sich Shannons Katzen hartnäckig, auf ihrem Schoß als Wärmflasche zu dienen, während sie schreibt.



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