Tressat | Adoleszenz, Migration, Delinquenz | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 366 Seiten

Reihe: Social Science and Law (German Language)

Tressat Adoleszenz, Migration, Delinquenz

Biografien von Jugendstrafgefangenen mit Migrationshintergrund - psychosoziale Rekonstruktionen
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-658-31766-9
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Biografien von Jugendstrafgefangenen mit Migrationshintergrund - psychosoziale Rekonstruktionen

E-Book, Deutsch, 366 Seiten

Reihe: Social Science and Law (German Language)

ISBN: 978-3-658-31766-9
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Ausgangspunkt dieser Studie ist die Frage: Wie sind straffällige Jugendliche zu dem geworden, was sie sind? Oder genauer: Wie hängen familiale Sozialisation, adoleszente Individuation und delinquente Dynamiken im Kontext von Migration zusammen? Anhand objektiv-hermeneutischer Einzelfallanalysen werden psychosoziale Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Bedingtheiten rekonstruiert sowie strukturelle Problematiken herausgearbeitet. Wie unter einem Brennglas zeigen die prekären biografischen Verläufe der jungen Männer, dass migrationsbedingte Trennungs- und Verlusterfahrungen (Heimweh) ein zentrales Moment sind, um die Lebensgeschichten angemessen verstehen zu können.

Michael Tressat, Dr. phil., Mag. Erziehungswissenschaft, forscht und lehrt am Arbeitsbereich Kindheits- und Jugendforschung des Instituts für Erziehungswissenschaften an der Europa-Universität Flensburg; außerdem betreut er als Dipl.-Sozialpädagoge unbegleitete minderjährige Geflüchtete in einer ambulanten Jugendwohngruppe. 

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Ein Vorgespräch mit Ulrich Oevermann zum Thema „Migration“;6
2;Inhaltsverzeichnis;12
3;Abbildungsverzeichnis;15
4;Tabellenverzeichnis;16
5;1 Einleitung und Stand der Forschung;17
5.1;1.1 Heranführung an den Forschungsgegenstand;20
5.2;1.2 Stand der (empirischen) Forschung;26
5.2.1;1.2.1 Statistische Befunde zur Jugendkriminalität;27
5.2.2;1.2.2 Zur Lage und Lebenswelt junger Migranten;32
6;2 Sozialisations- und adoleszenztheoretischer Rahmen;38
6.1;2.1 Soziologische Sozialisationstheorie;38
6.1.1;2.1.1 Die vier ontogenetischen Ablösungskrisen;39
6.1.2;2.1.2 Krisentypen;44
6.1.3;2.1.3 Adoleszenz und Migration;46
6.2;2.2 Psychosoziale Adoleszenztheorie;47
6.2.1;2.2.1 Dialektik von Generativität und Individuation;47
6.2.2;2.2.2 Männliche Adoleszenz und Risikohandeln;50
6.2.3;2.2.3 Adoleszenz und Migration;51
6.3;2.3 Delinquenz als Bildungsprozess?;53
6.3.1;2.3.1 Regelgeleitetheit sozialen Handels;54
6.3.2;2.3.2 Von Potenzialen im Scheitern;56
6.3.3;2.3.3 Produktive Lösung unter prekären Bedingungen?;58
6.3.4;2.3.4 Ausdruck einer individuierenden Widerstandsstruktur;61
7;3 Methodologie, Methode und Forschungsdesign;65
7.1;3.1 Objektive Hermeneutik;65
7.1.1;3.1.1 Methodologie;65
7.1.2;3.1.2 Methode;70
7.2;3.2 Forschungsdesign und Forschungsprozess;74
7.2.1;3.2.1 Reflexion der Erhebungssituation;74
7.2.2;3.2.2 Deskriptiver Überblick über die Fallreihe;77
7.2.3;3.2.3 Fallbestimmung und Interaktionseinbettung;80
8;4 Fallrekonstruktionen;100
8.1;4.1 Der Fall Mohammed Ertürk – die bedrohliche Sozialität des Selbst;100
8.1.1;4.1.1 Objektive Daten;100
8.1.2;4.1.2 Interpretation der objektiven Daten;103
8.1.3;4.1.3 Interpretation des biografisch-narrativen Interviews;121
8.2;4.2 Der Fall Harun Latif – belastende Autonomieanforderungen;168
8.2.1;4.2.1 Objektive Daten;168
8.2.2;4.2.2 Interpretation der Objektiven Daten;172
8.2.3;4.2.3 Interpretation des biografisch-narrativen Interviews;199
8.3;4.3 Der Fall Pasha Khan – Autonomie um jeden Preis;237
8.3.1;4.3.1 Objektive Daten;237
8.3.2;4.3.2 Interpretation der objektiven Daten;240
8.3.3;4.3.3 Interpretation der Eingangssequenz des biografisch-narrativen Interviews;268
8.3.4;4.3.4 Sequenzanalyse eines handschriftlichen Briefes;277
9;5 Generalisierung und strukturtheoretische Diskussion;293
9.1;5.1 Fallstrukturgeneralisierung und Typisierung der Fälle;294
9.1.1;5.1.1 Typus I: Streben nach (Schein-)Autonomie – ein mit Chuzpeübersteigerter Selbstentwurf zwischen Rationalitäts- und Lustprinzip;295
9.1.2;5.1.2 Typus II: Vermeiden autonomiebildender Krisen – ein in familialen Beziehungsmustern feststeckendes fragiles Selbst;304
9.1.3;5.1.3 Typus III: Autonomiepotenziale verwirken – Rückzug aus Sozialität im monadologischen Modus des Selbst;311
9.2;5.2 Vergleichende und kontrastive Betrachtung der typologischen Muster;314
9.3;5.3 Adoleszenztheoretische Diskussion der Ergebnisse;320
9.4;5.4 Heimweh im Kontext von Migration – strukturtheoretische Diskussion;326
9.4.1;5.4.1 Rekapitulation der fallspezifischen Dimensionen des Heimwehs;327
9.4.2;5.4.2 Warum ist Heimweh oftmals „unsichtbar“?;331
9.4.3;5.4.3 Strukturtheoretische Modelbildung: Heimweh als Ausdruck einer migrationsbedingten Krise der leiblichen Positionalität;332
9.4.4;5.4.4 Adoleszenztheoretische Diskussion des strukturalen Heimweh-Modells;340
10;6 Schlussbemerkungen;344
11;7 Nachträglicher Ausblick: Wie ging es weiter?;348
12; Literatur;353



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