Buch, Deutsch, 402 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 153 mm x 237 mm, Gewicht: 788 g
Reihe: Urban Studies
Handlungsfelder und Instrumente zur Unterstützung selbstorganisierter Wohnformen
Buch, Deutsch, 402 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 153 mm x 237 mm, Gewicht: 788 g
Reihe: Urban Studies
ISBN: 978-3-8376-7965-6
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die Wohnungsfrage ist in aller Munde, doch der Fokus liegt zu oft auf der Quantität und nicht auf der Qualität. Gemeinschaftliche Wohnprojekte zeigen, dass Wohnraum keine Ware sein muss, sondern bezahlbar, ökologisch und solidarisch gestaltet werden kann. Doch die Rahmenbedingungen auf dem spekulativen Wohnungsmarkt sind zunehmend herausfordernd. Damit Wohnprojekte auch künftig realisiert werden können, benötigen sie dringend mehr Anerkennung und kommunale Unterstützung.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch macht die Vielfalt der Kooperationen zwischen Kommunen und Wohnprojekten deutlich. Sie zielen auf verschiedene Aspekte der Wohnungspolitik ab: von der Schaffung urbaner Nutzungsmischung über geförderten und inklusiven Wohnungsbau bis hin dazu, bestehende Mietshäuser der Spekulation zu entziehen. Ihre Wirkung geht dabei weit über die Wohnprojekte hinaus, denn sie befeuern die Entstehung innovativer Planungsprozesse, Baukulturen sowie Eigentums- und Finanzierungsstrukturen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Wirkung und die Potenziale von Kommunen und Wohnprojekten werden nach wie vor unterschätzt. Trotz der etablierten Praxis und langen Tradition werden Wohnprojekte immer noch häufig als ›neue‹ Wohnformen bezeichnet und behandelt. Auch kooperative kommunale Instrumente sind viel diskutiert, jedoch noch wenig erforscht. Künftig sollten Wohnprojekte und koproduktive Prozesse als wichtige Bestandteile einer gemeinwohlorientierten Stadt- und Wohnungspolitik betrachtet und diskutiert werden.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Eine zukunftsgerichtete wohnungspolitische Diskussion ist dringend notwendig. So propagiert Bauministerin Hubertz einen kurzsichtigen Bauturbo, der an einer gemeinwohlorientierten Wohnraumversorgung vorbeigeht. Viele Entscheider*innen der Bundesländer und Kommunen legen den Schwerpunkt auf Bauziele statt auf Zukunftsfähigkeit. Sie könnten von Wohnprojekten und der kooperativen Planungspraxis lernen, dass Wohnraum nicht auf Kosten der Umwelt, der Wohnqualität und der Urbanität entstehen muss.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Vielfalt der Wohnprojekte und der kommunalen Instrumente geben zukunftsgerechte Antworten auf die Wohnungsfrage.




