E-Book, Deutsch, 240 Seiten
Bauer Weihnachten mit Christina
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7066-2916-4
Verlag: Löwenzahn Verlag in der Studienverlag Ges.m.b.H.
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Über 70 Rezepte für Kekse, Brote, Stollen und Striezel
E-Book, Deutsch, 240 Seiten
ISBN: 978-3-7066-2916-4
Verlag: Löwenzahn Verlag in der Studienverlag Ges.m.b.H.
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wenn die Schneeflocken sanft vom Himmel rieseln, gibt es für Christina Bauer nichts Schöneres, als zu backen. Nebenbei versorgt die Unternehmerin und Bäuerin die Tiere am Hof, kümmert sich um ihre Gäste, bindet ihren Adventkranz - oder fordert ihre Kinder zu einer ausgelassenen Schneeballschlacht heraus.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
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regionale und biologische zutaten, natürlich auch zur weihnachtszeit
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was in der rührschüssel landet: (biologische) grundzutaten
In meine Rührschüssel kommen also nur Zutaten, bei denen ich entweder die Menschen kenne, die sie hergestellt haben, oder bei denen ich mir sicher sein kann, dass das Gütesiegel hält, was es verspricht. Das Tolle ist, dass gerade in den letzten Jahren das Interesse an Lebensmitteln und ihrer Herkunft wieder steigt. Das macht es Bäuerinnen und Bauern in der Region leichter, ihre Produkte direkt zu verkaufen. Ich hole mir das Mehl zum Beispiel immer von der Mühle in Tamsweg, die Eier kommen von einem Bauern aus Mariapfarr in meiner Nähe. Es ist einfach schön, wenn mir die Hühner im Freien entgegenlaufen und ich mir sicher sein kann, dass die gackernden Damen ein gutes Leben haben. Und ich weiß, dass meine Zutaten nicht Tausende Transportkilometer zurückgelegt haben. Mir ist natürlich klar, dass nicht jede*r das Glück hat, in der Nähe einer Mühle oder eines Bauernhofs zu wohnen. Und gewisse Zutaten, die nicht bei uns wachsen, kaufe ich selbstverständlich auch im Geschäft. Dann sollten sie aber bio und fair produziert sein.
Es gibt viele Gründe, warum ich beim Backen auf regionale und biologische Zutaten zurückgreife. Ich bin mir einfach sicher, dass wir nur dann gut leben können, wenn wir unsere Natur und unsere Umwelt achten und schützen. Auch der wertschätzende Umgang mit Tieren ist mir sehr wichtig. Alles um uns herum hängt zusammen, wir sind Teil eines Kreislaufes, der nur stabil sein kann, wenn es jedem einzelnen Element gutgeht. Das Ganze beginnt bei einem gesunden Boden. In der biologischen Landwirtschaft kommt ihm eine besondere Bedeutung zu. Es wird alles darangesetzt, den Boden zu schützen und ihn auf natürliche Weise fruchtbar zu erhalten: durch Mischkultur, Fruchtfolgen, organische Dünger und schonende Bodenbearbeitung. Dadurch kann auf mineralische Dünger verzichtet werden, durch größere Vielfalt ist auch ein natürlicher Pflanzenschutz möglich. Chemische Pestizide kommen in der biologischen Landwirtschaft nicht zum Einsatz. Das ermöglicht es auch den Bienen, wieder nach Herzenslust auszuschwärmen. Denn gerade Monokulturen und giftige Pflanzenschutzmittel setzen den für unsere Nahrungsmittelproduktion so wichtigen Insekten zu.
Am allerliebsten ist es mir, wenn ich die Zutaten direkt vor unserer Haustür pflücken kann. In unserem Garten wächst daher eine bunte Mischung aus Gemüse, Obst und Kräutern, die ich in meinen Rezepten verbacke. In der Weihnachtsbäckerei machen sich selbstgemachte Köstlichkeiten von der eigenen Ernte einfach supergut. Ich koche im Sommer immer massenhaft Marmeladen und Gelees ein, die dann als Fülle in Keksen und Torten zum Einsatz kommen und dort ihr unvergleichlich fruchtiges Aroma entfalten. Am besten schmecken mir persönlich Himbeer-, Johannisbeer- und Marillenmarmelade, aber natürlich lassen sich so gut wie alle Früchte in Keks- und Tortenfüllmarmeladen verwandeln.
Im Herbst, wenn sich die Äste des Apfelbaums unter der Schwere der Früchte biegen, ist Apfelmus-Zeit.
Das Apfelmus gebe ich in den Lebkuchen (Seite 31), es macht ihn so unglaublich weich und saftig. Und die Sterntartelettes (Seite 193) schmecken durch das Apfelmus wahnsinnig fruchtig.
Apfelmus einzukochen ist ganz einfach.
Du brauchst dafür:
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Tipp:
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So, und nun zu einem kleinen Geständnis. Ich liebe Eierlikör. Deshalb findest du im Buch auch einige Rezepte damit, zum Beispiel die Beschwipsten Engel (Seite 66) oder die Schokokekse mit Eierlikörcreme (Seite 160). Auch Eierlikör lässt sich ganz leicht selber machen (Seite 205). Und: Daraus kannst du eine herrliche Creme (Seite 39) zaubern.
Das Tolle am Keksebacken ist, dass man dafür meistens nur ganz wenige, einfache Zutaten braucht, die sich fast immer im Vorratsschrank finden. Für zarte Mürbteigkekse brauchst du zum Beispiel nur Weizenmehl, Salz, Backpulver, Puderzucker, Butter und ein Ei. Ein wenig Schokolade zum Verzieren, fertig. Ich habe dir hier eine Liste mit Zutaten erstellt, die ich immer daheim habe, damit ich nicht noch einkaufen gehen muss, wenn mich das Weihnachtsbackfieber überfällt.
Fixstarter für die Weihnachtsbäckerei: Mehle
Die meisten Weihnachtskekse backe ich mit Weizenmehl Type 700 (in Deutschland ist das Type 550). Für Lebkuchen brauchst du Roggenmehl Type 960 (in Deutschland Type 997). Manche Kekse, wie zum Beispiel die Haferflocken-Schoko-Kekse (Seite 159) und die Zimt-Minis (Seite 210), schmecken am vollmundigsten mit Dinkelmehl Type 700 (in Deutschland Type 630) und Dinkelvollkornmehl.
Süße Nascherei: Honig, Puderzucker und Co.
Zum Süßen verwende ich hauptsächlich Puderzucker, aber auch Honig und braunen Zucker. Und natürlich darf in vielen Rezepten auch der Vanillezucker nicht fehlen. Ein Gemisch aus Puder- und Vanillezucker zum Bestreuen macht viele Kekse dann so richtig perfekt.
Aus dem Kühlschrank: Milchprodukte, Kokosfett und Bio-Eier
Butter ist in fast allen Teigen wichtiger Fettlieferant. Aber auch Milch, Joghurt, (saure) Sahne sind oft wichtig für die Konsistenz und tragen zum Geschmack bei.
Für die Schokoladenglasur (Seite 39) verwende ich Kokosfett und Schokolade. Das ist einfach, funktioniert perfekt und schmeckt köstlich.
Eier sorgen in manchen Teigen für Bindung und in Form von Eischnee für Luftigkeit. Und beim Baiser (Seite 82 und Seite 134) läuft ohne Eier sowieso nichts.
Triebmittel: Unterstützung für den Teig
Und zwar in Form von Backpulver oder Natron. Die beiden machen den Teig lockerer und luftiger.
Immer auf Lager: Nüsse, Kokosflocken, Kakao
Ein gut gefüllter Vorratsschrank ist super, gerade wenn man regelmäßig bäckt und schnell ein paar Kekse oder Weihnachtsnaschereien zaubern möchte. Immer im Vorratsschrank habe ich daher trockene Zutaten wie Nüsse (ganz und gemahlen), Kokosflocken, Schokolade, Kakaopulver, Maisstärke, Mohn und Vanillepuddingpulver. Nicht zu vergessen: Salz, Marmeladen und Apfelmus (Seite 13).
Wie das duftet: Gewürze
Das Besondere am Backen für Weihnachten sind für mich die wunderbaren Düfte der Gewürze: Zimt, Nelkenpulver, Kardamom, Vanille und Lebkuchengewürz verströmen Weihnachtsfeeling pur.
Und sonst: Rum, Trockenfrüchte, Marzipan
Für manche Rezepte benötigst du ein wenig speziellere Zutaten, die aber auch in jedem Geschäft erhältlich sind. Das sind etwa Marzipanrohmasse, Rum, Streusel, Ingwer und Trockenfrüchte.
was tun, wenn etwas übrig bleibt
Die meisten Zutaten, die für die Weihnachtsbäckerei benötigt werden, sind gut und lange haltbar. Milchprodukte und Eier können auch sonst in der Küche zum Einsatz kommen. Was bei mir immer übrig bleibt, ist Schokoladenglasur. Da ich nichts wegwerfen mag, vermische ich sie zum Beispiel mit Mandelsplittern und Haselnüssen, lasse diese Mischung auf einem Backpapier trocknen, und es entsteht daraus eine köstliche Bruchschokolade (Seite 206).
Wenn ich...




