Fasbender Aus der Werkstatt Diebold Laubers
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-11-026207-0
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
E-Book, Deutsch, 392 Seiten
Reihe: ISSN
ISBN: 978-3-11-026207-0
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
„húbsch gemalt - schlecht geschrieben“: so oder ähnlich lautet das Urteil von Kunsthistorikern und Germanisten, wenn sie sich mit Handschriften aus der seriellen Produktion elsässischer Werkstätten eingangs des 15. Jahrhunderts befassen. Da wir indes nicht wenige Werke der höfischen Dichtung ausschließlich aus Handschriften der Werkstatt des Hagenauer Unternehmers Diebold Lauber kennen, hat das Urteil weitreichende Folgen - auch für jene Texte, die zwar anderweitig überliefert sind, doch in den Lauberhandschriften einen Text ganz eigener Prägung aufweisen. Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes fokussieren daher erstmals die textliche Qualität ausgewählter Lauberhandschriften und fragen dabei nicht zuletzt nach der redaktionellen Verantwortlichkeit des „fürsorglichen Skriptoriums“ etwa für den Genfer ‚Edelstein‘, den Wiener ‚Parzival‘, den Münchener ‚Alexander‘, den Heidelberger ‚Flore und Blanscheflur‘, für ‚Der werlt louf‘, den ‚Sleht weg zuo dem himelrich‘ und viele andere mehr.
Zielgruppe
Germanisten, Literaturwissenschaftler, Mediävisten, Kunsthistoriker, Bibliotheken, Institute
Weitere Infos & Material
1;Einleitung;7
2;Der ›Straßburger Anhang‹ zur ›Legenda aurea‹ des Cod. Pal. germ. 144 – ein Produkt der ›Straßburger Werkstatt von 1418‹?;21
3;Alexanders Tod? Ein unbeachteter Text aus der Münchner ›Alexander‹- Handschrift Cgm 203;41
4;Vom Titulus zum Textregister. Notiz zur Erschließung zweier später Handschriften des ›Wilhelm von Orlens‹;65
5;Kontinuität und Brüche. Die Produktion von Spielmanns- und Heldendichtung im Elsaß des 15. Jahrhunderts;77
6;Heldenepik im Bild. Zu Diebold Laubers Illustrierung der ›Virginal‹;105
7;Text und Bild im Brüsseler ›Tristan‹;129
8;Spätformen mittelalterlicher Textreproduktion. Die ›Parzival‹-Handschriften der Lauberwerkstatt;137
9;Laubers Vorlagen. Vermutungen zur Beschaffenheit ihres Textes – Beobachtungen zu ihrer Verwaltung im Kontext der Produktion. Am Beispiel der Überlieferungen von ›Flore und Blanscheflur‹ und ›Parzival‹;171
10;Zeitlupe und trügerische Aposiopese. Zum Erzählrhythmus der Bilder in Laubers ›Flore und Blanscheflur‹;203
11;Item daz bispyl buoch genant der weit louff. Literarische Kleinformen im Angebot des Buchhändlers Diebold Lauber;229
12;Geistliches aus Diebold Laubers Frühzeit. Die Handschriften M 60 aus der Sächsischen Landesbibliothek Dresden und W fol. 251 aus dem Historischen Archiv der Stadt Köln;251
13;Diebold Laubers ysopus gemolt? Zur Boner-Handschrift Cod. Bodmer 42 (G) in der Bibliotheca Bodmeriana, Cologny-Genf;263
14;Diebold Lauber, Hans Schilling und die heiligen drei Könige Beobachtungen zur Handschrift London, British Library, Add. 28752;293
15;Ein typisches Produkt aus der Spätzeit der Lauber-Werkstatt? Zur Handschrift der ›Leipziger Margarethe‹;305
16;ANHANG;333
16.1;Farbtafeln;335
16.2;Literaturverzeichnis;351
16.3;Register historischer Personen, Werke und Orte;382
16.4;Handschriftenregister;386