E-Book, Deutsch, 1151 Seiten
Gudehus Logistik
3. Auflage 2005
ISBN: 978-3-540-27629-6
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Grundlagen - Strategien - Anwendungen
E-Book, Deutsch, 1151 Seiten
ISBN: 978-3-540-27629-6
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Zentrale Aufgabe der operativen Logistik ist das effiziente Bereitstellen der benötigten Mengen materieller Objekte zur rechten Zeit am richtigen Ort. Zu diesem Zweck muß die analytisch-planende Logistik geeignete Versorgungsnetze entwickeln und die Auftrags- und Leistungsprozesse kostenoptimal organisieren. Dieses erfolgreiche Standardwerk der Logistik enthält die Grundlagen und das Handwerkszeug zur kreativen Bearbeitung der vielfältigen Logistikaufgaben, der innerbetrieblichen (Intralogistik) wie außerbetrieblichen Logistiknetzwerke.
Es bietet praxiserprobte Strategien und Optimierungsverfahren sowie Regeln, Algorithmen und Formeln für die rechnergestützte Planung von Logistiksystemen und für die dynamische Disposition in Versorgungsnetzen. Die nutzbringende Anwendung der allgemeinen Grundsätze, Strategien und Berechnungsformeln wird anhand zahlreicher Praxisbeispiele aus Industrie, Handel und Dienstleistung demonstriert. Die aufgezeigten Verbesserungspotentiale und Handlungsmöglichkeiten eröffnen meßbare Leistungsverbesserungen und wirksame Kosteneinsparungen.
Die 3. neu bearbeitete Auflage vertieft die wirtschaftlichen Aspekte der Logistik, erweitert die dynamische Disposition auf Produktionssysteme und behandelt zusätzlich aktuelle Themen, wie e-Logistik, RFID, elektronisches Kanban, virtuelle Zentrallager, Peitschenknalleffekt und die optimale Auslegung von Logistikhallen. Mit einem neuen Kapitel über Logistikrecht richtet sich das Werk auch an Juristen, die sich mit Logistik befassen. Das Buch ist eine anerkannte Referenz für Standardverfahren und Fachbegriffe sowie ein hilfreiches Nachschlagewerk für Richtwerte, Leistungskennzahlen und Kostensätze der Logistik.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort zur 3. Auflage;5
2;Vorwort zur 2. Auflage;6
3;Vorwort der ersten Auflage;8
4;Inhalt;11
5;Einleitung;19
6;Teil 1 Grundlagen, Verfahren und Strategien;24
6.1;1 Aufgaben und Aspekte der Logistik;25
6.1.1;1.1 Leistungssysteme und Maschinensysteme;27
6.1.2;1.2 Aufgabenbereiche und Ziele;28
6.1.3;1.3 Strukturen und Prozesse;30
6.1.4;1.4 Leistungsstellen und Leistungsbereiche;33
6.1.5;1.5 Strukturen von Logistiksystemen;38
6.1.6;1.6 Funktionen von Logistikzentren;43
6.1.7;1.7 Prozeßketten und Logistikketten;46
6.1.8;1.8 Effekte von Logistikzentren;49
6.1.9;1.9 Netzwerkmanagement;55
6.1.10;1.10 Aufgabenteilung in der Logistik;59
6.2;2 Organisation, Disposition und Prozeßsteuerung;65
6.2.1;2.1 Aufträge;66
6.2.2;2.2 Auftragsbearbeitung und Auftragsdisposition;67
6.2.3;2.3 Aufbauorganisation und Ablauforganisation;70
6.2.4;2.4 Organisationsgrundsätze;72
6.2.5;2.5 Programmebenen und Rechnerkonfiguration;74
6.2.6;2.6 Informations- und Datenfluß;76
6.2.7;2.7 Möglichkeiten der Information und Kommunikation;78
6.2.8;2.8 Gefahren und Fehlerquellen von Telematik und e-Logistik;79
6.2.9;2.9 Organisation der Unternehmenslogistik;81
6.2.10;2.10 Organisation der Disposition;84
6.3;3 Planung und Realisierung;87
6.3.1;3.1 Handlungsmöglichkeiten;87
6.3.2;3.2 Planungsphasen;89
6.3.3;3.3 Realisierungsschritte;93
6.3.4;3.4 Ziele der Logistik;93
6.3.5;3.5 Rahmenbedingungen;98
6.3.6;3.6 Leistungsanforderungen;99
6.3.7;3.7 Ermittlung der Planungsgrundlagen;101
6.3.8;3.8 Darstellung von Systemen und Prozessen;104
6.3.9;3.9 Programme zur Planung und Optimierung;108
6.3.10;3.10 Technik und Logistik;110
6.3.11;3.11 Vorgehen zur Lösungsauswahl;114
6.4;4 Potentialanalyse;119
6.4.1;4.1 Anforderungsanalyse;120
6.4.2;4.2 Leistungsanalyse;121
6.4.3;4.3 Prozeßanalyse;124
6.4.4;4.4 Strukturanalyse;126
6.4.5;4.5 Benchmarking;128
6.5;5 Strategien;131
6.5.1;5.1 Zielfunktionen und Zielgrößen;132
6.5.2;5.2 Bündeln, Ordnen, Sichern;136
6.5.3;5.3 Gesamtstrategien;141
6.5.4;5.4 Lösungs- und Optimierungsverfahren;143
6.5.5;5.5 Lösungs- und Optimierungsprozeß;145
6.5.6;5.6 Segmentieren und Klassifizieren;148
6.5.7;5.7 Spezialisieren und Diversifizieren;150
6.5.8;5.8 ABC-Analyse;151
6.5.9;5.9 Sortimentsanalyse und logistische Artikelklassifizierung;156
6.6;6 Logistikkosten und Leistungskostenrechnung;161
6.6.1;6.1 Betriebskosten und Leistungskosten;162
6.6.2;6.2 Logistikkostenrechnung;164
6.6.3;6.3 Zusammensetzung der Logistikkosten;166
6.6.4;6.4 Abschreibungen und Zinsen;170
6.6.5;6.5 Leistungseinheiten und Leistungsdurchsatz;174
6.6.6;6.6 Kostenstellen und Kostentreiber;177
6.6.7;6.7 Durchsatzabhängigkeit der Logistikkosten;180
6.6.8;6.8 Fixkostendilemma und Auslastungsrisiko;182
6.6.9;6.9 Möglichkeiten zur Logistikkostensenkung;184
6.6.10;6.10 Wirtschaftlichste Lösung und nutzungsgemäße Preise;188
6.6.11;6.11 Ökonomie und Logistik;205
6.7;7 Leistungsvergütung und Leistungspreise;211
6.7.1;7.1 Grundsätze der Preisgestaltung;212
6.7.2;7.2 Leistungskosten und Leistungspreise;214
6.7.3;7.3 Aufgaben und Ziele der Leistungsvergütung;216
6.7.4;7.4 Grundkonzept der Leistungs- und Qualitätsvergütung;217
6.7.5;7.5 Entwicklung projektspezifischer Vergütungssysteme;220
6.7.6;7.6 Tarifsysteme und Logistikrabatte;225
6.7.7;7.7 Preisbildung und Preisstrategien;227
6.7.8;7.8 Preisstrategien und Ressourcennutzung;245
6.8;8 Zeitmanagement;257
6.8.1;8.1 Zeitpunkte und Zeitspannen;257
6.8.2;8.2 Planungszeitraum und Periodeneinteilung;260
6.8.3;8.3 Betriebszeiten und Arbeitszeiten;262
6.8.4;8.4 Flexibilisierung und Synchronisation;264
6.8.5;8.5 Auftragsdurchlaufzeit einer Leistungsstelle;265
6.8.6;8.6 Durchlaufzeiten von Leistungsketten;268
6.8.7;8.7 Materialdurchlaufzeit;271
6.8.8;8.8 Zeitdisposition und Termintreue;272
6.8.9;8.9 Zeitdisposition mehrstufiger Leistungsketten;275
6.8.10;8.10 Just-In-Time;281
6.8.11;8.11 Strategien zur Lieferzeitverkürzung;282
6.8.12;8.12 Optimale Durchlauf- und Lieferzeiten;285
6.9;9 Zufallsprozesse und Bedarfsprognose;289
6.9.1;9.1 Stochastische Ströme;290
6.9.2;9.2 Zeitverteilungen und Häufigkeitsverteilungen;293
6.9.3;Stetige Standardverteilungen;297
6.9.4;9.4 Diskrete Standardverteilungen;299
6.9.5;9.5 Normalverteilung und Sicherheitsfaktor;301
6.9.6;9.6 Mittelwertrechnungen in der Logistik;304
6.9.7;9.7 Durchsatzschwankungen;305
6.9.8;9.8 Prognostizierbarkeit;308
6.9.9;9.9 Prognoseverfahren;311
6.9.10;9.10 Bedarfsplanung und Bedarfsprognose;317
6.9.11;9.11 Spitzenfaktoren und Dimensionierung;320
6.9.12;9.12 Testfunktionen zur Szenarienrechnung;321
6.9.13;9.13 Dynamische Prognose;324
6.9.14;9.14 Messung von Wahrscheinlichkeitswerten;331
6.10;10 Auftragsdisposition und Produktionsplanung;335
6.10.1;10.1 Leistungs- und Fertigungsstrukturen;337
6.10.2;10.2 Bearbeitungsstrategien;341
6.10.3;10.3 Zuordnungsstrategien;347
6.10.4;10.4 Abfertigungsstrategien;348
6.10.5;10.5 Auftragsfertigung und Lagerfertigung;351
6.10.6;10.6 Permanente Auftragsdisposition;364
6.10.7;10.7 Dynamische Disposition;371
6.11;11 Bestands- und Nachschubdisposition;373
6.11.1;11.1 Puffern, Lagern, Speichern;374
6.11.2;11.2 Auswahlkriterien für lagerhaltige Artikel;379
6.11.3;11.3 Disposition ein- und mehrstu.ger Lagerstellen;383
6.11.4;11.4 Dispositionsparameter;386
6.11.5;11.5 Bestandsgrößen;388
6.11.6;11.6 Kostensätze für Nachschub und Lagerung;392
6.11.7;11.7 Lagerlogistikkosten;395
6.11.8;11. 8 Lieferfähigkeit und Sicherheitsbestand;401
6.11.9;11.9 Verbrauchsabhängigkeit von Beständen und Logistikkosten;414
6.11.10;11.10 Zentralisierung von Beständen;416
6.11.11;11.11 Nachschubstrategien;420
6.11.12;11.12 Disposition bei instationärem Bedarf;428
6.11.13;11.13 Strategien zur Bestandsoptimierung;429
6.11.14;11.14 Kostenopportunität der Lagerhaltung;432
6.11.15;11.15 Dynamische Lagerdisposition;437
6.12;12 Logistikeinheiten und Logistikstammdaten;443
6.12.1;12.1 Funktionen der Ladeeinheiten;444
6.12.2;12.2 Fülleinheiten und Füllaufträge;447
6.12.3;12.3 Ladeeinheiten und Ladungsträger;451
6.12.4;12.4 Packstrategien;460
6.12.5;12.5 Füllstrategien und Ladeeinheitenbedarf;471
6.12.6;12.6 Logistikstammdaten;479
6.12.7;12.7 Datenbedarf zur dynamischen Disposition;484
6.12.8;12.8 Elektronisches Kanban;488
6.13;13 Grenzleistungen und Staueffekte;491
6.13.1;13.1 Leistungsdurchsatz;492
6.13.2;13.2 Elementarstationen und Transportelemente;493
6.13.3;13.3 Abfertigungsstrategien;512
6.13.4;13.4 Grenzleistungsgesetze ;518
6.13.5;13.5 Staueffekte und Staugesetze;526
6.13.6;13.6 Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit;542
6.13.7;13.7 Funktions- und Leistungsanalyse;554
6.13.8;13.8 Abnahme von Anlagen und Systemen;558
6.13.9;13.9 Leistungsoptimierung von Produktionsstellen;563
6.14;14 Vertrieb, Einkauf und Logistik;571
6.14.1;14.1 Kernkompetenzen des Vertriebs;572
6.14.2;14.2 Kernkompetenzen des Einkaufs;573
6.14.3;14.3 Auftragsdisposition und Supply Chain Management;573
6.14.4;14.4 Liefer- und Leistungsprogramm;575
6.14.5;14.5 Lieferservice und Logistikqualität;576
6.14.6;14.6 Vertriebswege und Distributionsstruktur;577
6.14.7;14.7 Preiskalkulation und Logistikkosten;578
6.14.8;14.8 Servicebereiche der Logistik;579
7;Teil 2 Netzwerke, Systeme und Lieferketten;583
7.1;15 Logistiknetzwerke und Logistiksysteme;585
7.1.1;15.1 Intralog, Extralog und Interlog;586
7.1.2;15.2 Systemaufbau und Systemhierarchien;587
7.1.3;15.3 Leistungsanforderungen und Leistungsvermögen;588
7.1.4;15.4 Systemplanung und Systemoptimierung;589
7.1.5;15.5 Optimierter Istzustand und optimale Lösung;593
7.1.6;15.6 Dynamische Netzwerke;594
7.2;16 Lagersysteme;601
7.2.1;16.1 Lageranforderungen;602
7.2.2;16.2 Lagerplätze und Lagerarten;608
7.2.3;16.3 Lagertechnik;621
7.2.4;16.4 Lagerbetriebsstrategien;634
7.2.5;16.5 Füllungsgrad und Platzbedarf;637
7.2.6;16.6 Grundflächenbedarf pro Ladeeinheit;642
7.2.7;16.7 Lagerplatzoptimierung für Mehrfachplatzlager;646
7.2.8;16.8 Lagerplanung und Lagerdimensionierung;650
7.2.9;16.9 Statische Lagerdimensionierung;652
7.2.10;16.10 Wegzeitberechnung und Geschwindigkeitsauswahl;658
7.2.11;16.11 Dynamische Lagerdimensionierung;662
7.2.12;16.12 Investition der Lagergewerke;669
7.2.13;16.13 Betriebs- und Leistungskosten;676
7.2.14;16.14 Beschaffung von Lagerleistungen;687
7.2.15;16.15 Optimale Lagerauswahl;689
7.2.16;16.16 Automatisches Hochregallager mit flurfreien Lagergeräten;692
7.3;17 Kommissioniersysteme;703
7.3.1;17.1 Kommissionieranforderungen;704
7.3.2;17.2 Kommissionierverfahren;711
7.3.3;17.3 Kommissioniertechnik;722
7.3.4;17.4 Kommissionierqualität;737
7.3.5;17.5 Kombinierte Systeme;738
7.3.6;17.6 Betriebsstrategien für Kommissioniersysteme;747
7.3.7;17.7 Planung von Kommissioniersystemen;760
7.3.8;17.8 Gestaltungs- und Optimierungsparameter;762
7.3.9;17.9 Statische Dimensionierung;763
7.3.10;17.10 Optimale Wegzeiten und Gangzahlen;768
7.3.11;17.11 Kommissionierleistung und Kommissionierzeit;778
7.3.12;17.12 Auftragsbündelung und Zeilenreduktion;791
7.3.13;17.13 Dynamische Dimensionierung;794
7.3.14;17.14 Kommissionierleistungskosten;799
7.3.15;17.15 Einflußfaktoren und Optimierungsmöglichkeiten;803
7.3.16;17.16 Ein neues Kommissionier- und Bereitstellsystem;813
7.4;18 Transportsysteme;825
7.4.1;18.1 Klassi.zierung der Transportsysteme;826
7.4.2;18.2 Transportanforderungen;829
7.4.3;18.3 Netzgestaltung und Systemaufbau;831
7.4.4;18.4 Transportsteuerung;838
7.4.5;18.5 Transportstrategien;841
7.4.6;18.6 Fördersysteme;844
7.4.7;18.7 Fahrzeugsysteme;854
7.4.8;18.8 Transportmatrix und Transportmittelbedarf;864
7.4.9;18.9 Auslegung und Dimensionierung von Fahrzeugsystemen;871
7.4.10;18.10 Optimale Logistikstandorte;877
7.4.11;18.11 Tourenplanung und Fahrwegoptimierung;882
7.4.12;18.12 Transportleistungskosten;892
7.4.13;18.13 Transport und Verkehr;900
7.5;19 Optimale Auslegung von Logistikhallen;903
7.5.1;19.1 Anforderungen und Restriktionen;903
7.5.2;19.2 Auslegungsziele und Handlungsmöglichkeiten;904
7.5.3;19.3 Mittlere Transportwege;906
7.5.4;19.4 Gleichverteilte Tore auf einer Seite2;908
7.5.5;19.5 Einseitige transportoptimale Toranordnung;910
7.5.6;19.6 Allgemeine Hallenauslegungsregel;912
7.5.7;19.7 Modulare Auslegung der Funktionsbereiche;914
7.5.8;19.8 Auslegung und Anordnung der Torbereiche;915
7.5.9;19.9 Vernetzungsstrategien und Belegungsstrategien;916
7.5.10;19.10 Arbeitsschritte zur Hallenauslegung;918
7.5.11;19.11 Größeneffekte von Logistikzentren;920
7.6;20 Optimale Lieferketten und Versorgungsnetze;923
7.6.1;20.1 Strukturbedingungen;924
7.6.2;20.2 Lieferanforderungen;936
7.6.3;20.3 Gestaltungsparameter der Lieferketten und Versorgungsnetze;949
7.6.4;20.4 Lieferzeiten und Sendungslaufzeiten;958
7.6.5;20.5 Sendungskosten und Belieferungskosten;960
7.6.6;20.6 Auftragsprozesse und Informationsfluß;962
7.6.7;20.7 Belieferungsstrategien;963
7.6.8;20.8 Spezifikation der Lieferketten;965
7.6.9;20.9 Optimierung von Lieferketten und Logistikstrukturen;969
7.6.10;20.10 Transportnetze und Transportketten;973
7.6.11;20.11 Distributionsketten der Konsumgüterindustrie;984
7.6.12;20.12 Beschaffungsketten des Handels;986
7.6.13;20.13 Auswahl optimaler Transport- und Frachtketten;990
7.6.14;20.14 Einflußfaktoren der Frachtkosten;992
7.6.15;20.15 Transportpreise und Frachttarife;999
7.6.16;20.16 Kombinierter Ladungsverkehr;1005
7.6.17;20.17 Kundenausrichtung der Lieferketten (ECR und SCM);1008
7.6.18;20.18 Virtuelle Zentrallager und Netzwerkmanagement;1013
7.6.19;20.19 Bedarfsaufschaukelung und Peitschenknalleffekt;1020
7.7;21 Einsatz von Logistikdienstleistern;1023
7.7.1;21.1 Konzeption der Unternehmenslogistik;1024
7.7.2;21.2 Leistungsbedarf;1025
7.7.3;21.3 Logistikdienstleister;1029
7.7.4;21.4 Vergabepolitik;1034
7.7.5;21.5 Ausschreibung von Logistikleistungen;1040
7.7.6;21.6 Dienstleisterkontrolle und Vergütungsanpassungen;1048
7.8;22 Logistikrecht;1049
7.8.1;22.1 Rechtsordnung und Rechtsquellen;1049
7.8.2;22.2 Ziele des Logistikrechts;1050
7.8.3;22.3 Etablierte Bereiche des Logistikrechts;1051
7.8.4;22.4 Weitere Bereiche des Logistikrechts;1052
7.8.5;22.5 Logistikverträge;1053
7.8.6;22.6 Parität, Subsidiarität und Allgemeinheit;1057
7.8.7;22.7 Agenda zur Logistikrechtsentwicklung;1058
7.9;23 Menschen und Logistik;1061
7.9.1;23.1 Erfolgsbeeinflussende Eigenschaften der Menschen;1062
7.9.2;23.2 Erfolg und Verhalten in der Aufbauphase;1064
7.9.3;23.3 Leistung und Qualität im Betrieb;1067
7.9.4;23.4 Forderungen an Wissenschaft und Politik;1070
7.9.5;23.5 Ausblick;1071
8;Literatur;1073
9;Sachwortverzeichnis;1087
10;Abbildungsverzeichnis;1151
11;Tabellenverzeichnis;1161
7 Leistungsvergütung und Leistungspreise (S.193)
Dienstleister, die ihre Leistungen auf dem Markt anbieten, sind in der Gestaltung ihrer Preise grundsätzlich frei. Von der Freiheit der Preisgestaltung wird jedoch in manchen Dienstleistungsbereichen und vielen Branchen nicht immer sinnvoll Gebrauch gemacht. Das gilt vor allem, wenn der Dienstleister eine Monopolstellung hat, in Teilmärkten Kapazitätsengpässe bestehen oder die Leistungstarife staatlich geregelt sind [64; 65].v Wenn ein Unternehmen einen bestimmten Leistungsumfang, wie den Betrieb eines Logistikzentrums, den inner- oder außerbetrieblichen Transport oder die gesamte Distribution, zur Fremdvergabe an einen Logistikdienstleister ausschreibt, um mit diesem einen längerfristigen Dienstleistungsvertrag abzuschließen, kann das Unternehmen durch Vorgabe des Leistungs- und Qualitätsvergütungssystems entscheidenden Einfluß auf die Preisgestaltung nehmen. Während der Ausschreibung und Vergabeverhandlungen sorgt der Auftraggeber selbst dafür, daß von den Anbietern faire Preisgestaltungsgrundsätze eingehalten werden, die angebotenen Leistungspreise vergleichbar sind und der günstigste Marktpreisausgehandelt wird (s. Kapitel 21).
Dem Zwang zu einer rational nachvollziehbaren Preisgestaltung müssen sich daher vor allem Systemdienstleister stellen, die auf der Grundlage eines Dienstleistungvertrags langfristig mit ihren Kunden zusammenarbeiten wollen. Zunehmend aber sehen sich auch Einzel-, Spezial- und Verbunddienstleister veranlaßt, faire Preisgestaltungsgrundsätze einzuhalten, wenn sie mit stabilen Kundenbeziehungen als seriöse Anbieter im Markt bestehen wollen [68].
Längerfristige Vereinbarungen der Leistungspreise und Dienstleistungsverträge mit einer klaren Vergütungsregelung schützen Dienstleister und Kunden gleichermaßen gegen Preisschwankungen und bieten die für Investitionsentscheidungen erforderliche Kalkulationssicherheit. Nach einer Analyse der negativen Auswirkungen einer falschen Preispolitik werden in diesem Kapitel allgemeine Preisgestaltungsgrundsätze hergeleitet, die Ziele und Anforderungen an die Vergütung von Logistikleistungen formuliert und das Grundkonzept eines Leistungs- und Qualitätsvergütungssystems für Logistikleistungen beschrieben, das sich in der Praxis vielfach bewährt hat. Anschließend werden die Schritte zur Entwicklung projektspezifischer Vergütungssysteme dargestellt und die resultierenden Preis- und Tarifstrukturen erläutert. Die letzten beiden Abschnitte behandeln die Preisbildungsprozesse und Preisstrategien für Logistikleistungen sowie deren Auswirkung auf die Ressourcennutzung.
7.1 Grundsätze der Preisgestaltung
Negative Folgen der freien Preisgestaltung und Indizien einer unfairen Preispolitik sind [64; 306]:
- Die Preisangaben, Leistungsspezifikationen und Preislisten sind unvollständig, schwer zu verstehen oder für den Kunden nicht zugänglich.
- Die Leistungspreise sind nicht nutzungsgemäß kalkuliert und durch Quersubventionen zwischen den verschiedenen Leistungsarten eines Dienstleisters verfälscht.
- Ein Preisvergleich der angebotenen Leistungen ist kaum möglich.
- Richtigkeit und Angemessenheit der Preisstellung sind nicht nachvollziehbar.
- Beauftragte Leistungen sind preislich gekoppelt mit anderen Leistungen, die nicht unbedingt benötigt werden.
- Die Leistungspreise sind zu pauschal und undifferenziert.
- Der Leistungspreis deckt nur die Kernleistung ab. Mit der Kernleistung zwangsläufig verbundene Nebenleistungen werden während oder nach der Leistungsausführung zusätzlich in Rechnung gestellt.
- Die Leistungspreise werden häufiger als notwendig unbegründet geändert.
Mengenrabatte, Pauschalregelungen, komplizierte Preismodelle, Abonnements und Zugaberegelungen machen die Kosten der Einzelleistungen für den Benutzer unkalkulierbar, vor allem wenn er seinen Bedarf nicht vorausplanen kann.
- Der Leistungsumfang und die Qualität der Leistungserbringung sind für den Dienstleister nicht verpflichtend oder werden durch allgemeine Geschäftsbedingungen eingeschränkt.




